Dieter Koepplin

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Dieter Koepplin (* 1936 in Basel) ist ein schweizerischer Kunsthistoriker und Museumskurator. Er war langjähriger Leiter des Kupferstichkabinetts der Öffentlichen Kunstsammlung Basel.

Werdegang[Bearbeiten]

Koepplin studierte Kunstgeschichte vor allem an der Universität Basel. Er wurde 1964 mit einem Thema zu Lucas Cranach promoviert.[1] Von 1964 bis 1966 war er wissenschaftlicher Assistent im Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel.

Wirken[Bearbeiten]

Im Dezember 1966 wurde Koepplin zum Konservator des Kupferstichkabinetts der Öffentlichen Kunstsammlung Basel berufen. Von Mai 1991 bis September 1992 war er – bis zur Amtsübernahme durch Katharina Schmidt – interimistisch Direktor des Kunstmuseums und des Museums für Gegenwartskunst in Basel. 1999 trat Koepplin in den Ruhestand. Er wurde im gleichen Jahr Honorarprofessor am Kunstgeschichtlichen Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

In seiner Zeit als Leiter des Kupferstichkabinetts baute er vor allem die Bestand an moderner Kunst – mit Unterstützung von Franz Meyer – expansiv aus. Unter anderem veröffentlichte er Untersuchungen zum grafischen Werk von Joseph Beuys. 1974 veranstaltete er zusammen mit Tilman Falk eine umfassende Ausstellung Lucas Cranach: Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik im Kunstmuseum Basel, die von einer umfangreichen zweibändigen Publikation begleitet wurde.

Schriften[Bearbeiten]

Koepplin veröffentlichte Publikationen sowohl über die deutsche Kunst im Zeitalter von Humanismus und Reformation, wie auch wie über die Kunst des 20. Jahrhunderts.

als Herausgeber
  • Heribert Schulz: Joseph Beuys und der Schwan. Richter & Fey Verlag, Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-941263-39-0.

Für die öffentlichen Kunstsammlung Basel war er Herausgeber oder Verfasser von Katalogen zu monografischen Ausstellungen unter anderen von Horst Antes (1967), Kubismus (1969), Eduardo Chillida (1969), Joseph Beuys (1969, 1977, 1987, 1993), Georg Baselitz (1970, 1984, 1993), Andre Thomkins (1971, 1977), A. Wölfli (1971), Remy Zaugg (1972), Claes Oldenburg (1974, 1992), Donald Judd (1976), A. R. Penck (1978, 1986), Jörg Immendorf (1979), Mimo Paladino (1981), Jonathan Borofsky (1983), Bruce Nauman (1986), Francesco Clemente (1987, 1991), Alberto Giacometti (1981), Rosemarie Trockel (1991), Rebecka Horn (1995), James Ensor (1996), Andy Warhol (1998).

Zu thematischen Ausstellungen schrieb er:

  • Skizzen (Basel 1988/Kunsthalle Bielefeld 1989)
  • zu Ende gezeichnet – Bildhafte Zeichnungen von der Zeit Dürers und Holbeins bis zur Gegenwart (1995, Kat. Westfälisches Landesmuseum Münster/Hatje Verlag Stuttgart), Aquarelle (1996)
  • Frühwerke von Dürer bis heute (1999)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cranachs Ehebildnis des Johannes Cuspinian von 1502. Seine christlich-humanistische Bedeutung. Dissertation, 1964. Stehle, Düsseldorf 1973, DNB 570470463.