Dieter Seefranz

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Dieter Seefranz (* 12. April 1941; † 28. September 1983 in Wien) war ein österreichischer Fernsehmoderator und Sportjournalist.

Seefranz wurde einer breiten Öffentlichkeit in Österreich vor allem als Moderator der ORF-Nachrichtensendung Zehn vor Zehn, später Zeit im Bild 2, als Gastgeber des Club 2 und als Buchautor bekannt. Ebenfalls moderierte er öfter die Sendung „Das kleine Sport ABC“. Er wurde nach einer der denkwürdigsten Ausgaben des Club 2 am 9. August 1979 unter dem Titel „Was ist los mit der Jugendkultur?“ von der damaligen ORF-Führung unter Otto Oberhammer mit einem Sendeverbot belegt. Der Grund: die eingeladene Punksängerin Nina Hagen führte während der Live-Sendung Masturbationstechniken vor, was zu wochenlangen, heftigen Diskussionen in der Öffentlichkeit führte.[1]

1980 verließ er den ORF. In dieser Zeit tauchte er in kleineren Rollen in Kinofilmen auf. So spielte er in Neon (1980) von Gerhard Kleindl einen Taxifahrer und in Den Tüchtigen gehört die Welt (1982) von Peter Patzak einen Fernsehansager. Im März 1983 kehrte er aber wieder als Nachrichtenmoderator der ZIB 2 in den ORF zurück.[2]

Seefranz war promovierter Jurist. Er starb nach kurzer schwerer Krankheit am 28. September 1983. Seine letzte Sendung Zehn vor Zehn hat er am 30. Juli 1983 moderiert. 1974 ist er mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden.[3]

Robert Hochner, der spätere Anchorman der Zeit im Bild 2, bezeichnete Seefranz kurz vor seinem Tod im Jahr 2001 in einem Interview mit der Wiener Stadtzeitung Falter als eines seiner journalistischen Vorbilder.

Werke[Bearbeiten]

  • Der weiße Rausch. Vom Skisport in Österreich. Wien 1976.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TV-Skandal um die wilde Nina: Die deutsche Rocksängerin Hagen provozierte im „Club 2“ – Seefranz muss gehen . In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. August 1979, S. 4.
  2. Poidinger sprach mit Dieter Seefranz vor seinem ORF-Comeback: „Wichtig ist, was ist und was sein wird“. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 23. Februar 1983, S. 16.
  3. Dieter Seefranz ist plötzlich gestorben: Ein bunter Hund im Fernsehen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 30. September 1983, S. 14.

Weblinks[Bearbeiten]