Dietmar Kühbauer

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Dietmar Kühbauer
Spielerinformationen
Geburtstag 4. April 1971
Geburtsort Heiligenkreuz im LafnitztalÖsterreich
Größe 173 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1978–1987 SV Mattersburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1987–1992
1992–1997
1997–2000
2000–2002
2002–2008
2012-
FC Admira Wacker
SK Rapid Wien
Real Sociedad
VfL Wolfsburg
SV Mattersburg
SV Rohrbrunn
121 0(7)
148 (33)
56 0(2)
49 0(8)
152 (22)
Nationalmannschaft2
1992–2005 Österreich 55 0(5)
Stationen als Trainer
2008–2010
2010–2013
2013–
FC Admira Juniors
FC Admira Wacker Mödling
Wolfsberger AC
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 21. August 2008
2 Stand: 21. August 2008

Dietmar „Didi“ Kühbauer (* 4. April 1971 in Heiligenkreuz im Lafnitztal, Burgenland) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und heutiger -trainer. Seit Anfang September 2013 steht er beim österreichischen Bundesligisten Wolfsberger AC unter Vertrag.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Der gebürtige Burgenländer feierte bereits mit 16 Jahren als Spieler von Admira Wacker sein Debüt in der österreichischen Bundesliga. 1992 berief ihn der damalige Teamchef Ernst Happel erstmals in die österreichische Nationalmannschaft, im Sommer desselben Jahres wechselte er von der Südstadt nach Hütteldorf zum SK Rapid Wien.

Obwohl der Verein bis 1994 in großen finanziellen Schwierigkeiten steckte und sportlich nur mäßig erfolgreich war, stand Kühbauer permanent im Kader der ÖFB-Auswahl. Bei Rapid bildete sich eine Gruppe um den jungen Spieler, die für gute Stimmung und 1994/95 auch für sehr ansprechende sportliche Leistungen sorgte. Das Ergebnis war der österreichische Cupsieg. Im Sommer 1995 verpflichtete Rapid ÖFB-Teamspieler Peter Stöger. Mit diesem, Andreas Heraf, Stephan Marasek, Zoran Barisic bildete man das beste Mittelfeld der Liga. Die Folge war der Gewinn der österreichischen Meisterschaft, international schaffte man den Einzug ins Europacupfinale der Pokalsieger.

1996/97 spielte er seine beste Saison für die Grün/Weißen, aufgrund vieler Undiszipliniertheiten reichte es jedoch nicht für den Meistertitel. Im Februar 1997 erlitt er seinen bisher größten und schmerzvollsten Schicksalsschlag - seine schwangere Frau Michaela verunglückte auf dem Weg zum Flughafen (sie wollte ihren Mann vom Trainingslager abholen) bei einem Verkehrsunfall schwer und verstarb nach einem halben Jahr im Koma liegend an den Folgen. Kühbauer musste einen Neuanfang machen und wechselte in die Primera Division zu Real Sociedad.

Einem sehr erfolgreichen ersten folgten zwei durchschnittlichere Jahre, weswegen er im Sommer 2000 zum deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg wechselte. Dort hatte er einen glücklichen Start und mit starken Leistungen und Anführermentalität war er für kurze Zeit Kapitän der Werkself. Die Erfolgswelle hielt nicht lange an, Kühbauer wurde als Kapitän degradiert, verlor seinen Stammplatz und wechselte schließlich im Sommer 2002 in die zweite österreichische Bundesliga zu seinem Heimatverein SV Mattersburg. Dort folgte gleich in der ersten Saison der Aufstieg in die oberste Spielklasse. Nach einigen Jahren im Mittelfeld der Liga schaffte man mit dem Erreichen des ÖFB-Cupfinales 2006 erstmals einen internationalen Startplatz und in der Herbstsaison 2006 den sehr guten zweiten Tabellenrang in der Liga.

Nach der Saison 2007/08 gab Kühbauer seinen Rücktritt aus dem Profifußball bekannt. Im Sommer 2012 spielte Kühbauer wieder beim unterklassigen SV Rohrbrunn Fußball.

Trainer[Bearbeiten]

Dietmar Kübauer beim Saisonfinale 2013 in Mattersburg.

Im Dezember 2008, nachdem er die Trainer-A Lizenz erhielt, trat er seine erste Trainerstation bei den Admira Amateuren an. Im April 2010 wurde er zum Cheftrainer von Admira Wacker Mödling befördert, nachdem Walter Schachner vorzeitig entlassen worden war.

In seiner ersten Saison als Admira-Trainer vollzog Kühbauer mit einem stark verkürzten Budget und einer sehr jungen Mannschaft einen erfolgreichen Start in seine erste volle Trainersaison, die er am 24. Mai 2011 mit dem Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg der Admira in die österreichische Bundesliga beenden konnte. Er ist außerdem der erste Trainer der Admira seit Milan Miklavic in der Saison 1999/2000, der eine komplette Saison auf der Admira-Trainerbank überstanden hat. Seine erste Saison als Trainer der Admira in der österreichischen Bundesliga krönte Kühbauer mit dem sensationellen 3. Rang in der Schlusstabelle und der damit verbundenen Qualifikation für die Europa League. In der Saison 2012/13 war die Admira aufgrund der Abgänge der Mannschaftsstützen Christopher Dibon, Marcel Sabitzer und Philipp Hosiner und zahlreicher Verletzungen weniger erfolgreich und konnte erst in der letzten Runde durch einen 1:0 Auswärtssieg beim SV Mattersburg den Klassenerhalt wahren. Dennoch wurde am 11. Juni 2013 bekanntgegeben, dass Kühbauers Vertrag, der bis 2014 gelaufen wäre, einvernehmlich gelöst wird. Kühbauer deutete als Grund dafür den sich abzeichnenden Sparkurs bei der Admira an.[2]

Am 2. September gab der österreichische Bundesligist Wolfsberger AC nach der Trennung von Trainer Slobodan Grubor bekannt, dass Kühbauer dieses Amt übernehmen werde. Damit wurde auf die mäßigen Leistungen des Vorjahres-Aufsteigers reagiert.[3]

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dietmar Kühbauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://sport.orf.at/stories/2191526/2191525/ Kühbauer neuer WAC-Trainer
  2. http://kurier.at/sport/fussball/kuehbauer-und-admira-trennen-sich/15.474.886
  3. http://sport.orf.at/stories/2191526/2191525/ Kühbauer neuer WAC-Trainer