Dietmar Schönherr

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Dietmar Schönherr, 2006

Dietmar Otto Schönherr (* 17. Mai 1926 in Innsbruck, Tirol; † 18. Juli 2014 in Santa Eulària des Riu, Ibiza, Spanien) war ein österreichischer Schauspieler, Hörspielsprecher, Moderator, Synchronsprecher, Schlagersänger, Schriftsteller, Übersetzer und Regisseur.

Schönherr engagierte sich seit 1985[1] in Nicaragua für soziale und kulturelle Projekte. Sie hatten für ihn die mit Abstand größte Bedeutung in seinem Lebenswerk.[2] Schönherr erlangte durch seine Hauptrolle in der ersten und bis heute beliebtesten deutschen Science-Fiction-Fernsehserie Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion eine bis heute anhaltende Popularität. Er moderierte die innovative[3] Fernsehshow Wünsch Dir was und ab 1973 die erste Talkshow im deutschsprachigen Fernsehen Je später der Abend.

Leben[Bearbeiten]

Dietmar Schönherrs Großvater, der k. u. k. Generalmajor Hugo Schönherr, wurde Ende 1917 mit dem Prädikat „Edler von Schönleiten“ in den erblichen österreichischen Adelsstand erhoben. Nach dem Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie ging der Familie mit dem Adelsaufhebungsgesetz 1919 die Nobilitierung verloren.

Sein Vater, Otto Schönherr Edler von Schönleiten, diente als Oberst im österreichischen Generalstab und im Zweiten Weltkrieg als Generalleutnant in der deutschen Wehrmacht. Otto Schönherr war ein musischer Mensch, der gern Klavier spielte und auch Gedichte schrieb.[4] Seine Mutter stammte aus Triest, einer seiner Vorfahren war ein Genueser Kaufmann.[5] Schönherr jun. wollte zunächst die gleiche Laufbahn wie die seines Vaters und Großvaters einschlagen. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde Schönherr sen. Angehöriger der deutschen Wehrmacht, obwohl er nach Angaben seines Sohnes gegen den Anschluss Österreichs und Gegner des Nationalsozialismus gewesen war. Später soll er mit dem Widerstand sympathisiert haben und mit Henning von Tresckow befreundet gewesen sein. Seine Einstellung belegen Gedichte gegen den Krieg, die in seinem Nachlass gefunden wurden.[4]

Die Familie zog nach Potsdam um, wohin sein Vater zum Infanterie-Regiment Nr. 9 („Graf Neun“) versetzt wurde.[4] Im weiteren Kriegsverlauf stieg Otto Schönherr bis zum Generalleutnant auf. Im Jahr 1943 machte Dietmar Schönherr das Abitur am Potsdamer Victoria- (heute: Helmholtz-) Gymnasium. Der Filmregisseur Alfred Weidenmann sah ihn als Pimpfenführer auf dem Bornstedter Feld und wollte ihn für die Hauptrolle in dem Ufa-Film Junge Adler gewinnen. Schönherr wollte eigentlich zum Militär und nahm das Angebot erst nach längerem Zögern an. Die Höhe der Gage gab schließlich den Ausschlag, da sie über dem Jahressold seines Vaters lag.[6] Die Eltern sollen erleichtert gewesen sein, ihren Sohn für ein paar Monate vor dem Krieg bewahrt zu sehen. Doch unmittelbar danach meldete er sich im Mai 1944 als Freiwilliger zum Kriegsdienst bei den Gebirgsjägern als Fahnenjunker. Im April 1945 desertierte er. Seine Familie kehrte nach dem Krieg nach Österreich zurück und siedelte sich in Ried bei Landeck an.

Film und Theater[Bearbeiten]

Stefan Walz (links), Dietmar Schönherr (rechts),
in: Der Tod zu Basel von Urs Odermatt, 1990

Schönherr begann 1946 ein Architekturstudium, kehrte aber bald zur Schauspielerei zurück, wenn auch auf Umwegen: von 1947 bis 1952 war er Sprecher, Schauspieler, Regisseur, Reporter und Autor beim Österreichischen Rundfunk. Danach wechselte er als Hörfunkdramaturg und Moderator zum WDR nach Köln.

Im Jahr 1955 kam der Durchbruch mit dem Film Rosenmontag. Schönherr wurde als Film-, Theater- und Fernsehschauspieler populär. Er wirkte in über 100 Kino-Filmen mit, machte Hunderte von Fernsehproduktionen, stand im gesamten deutschsprachigen Raum auf der Bühne und sorgte als Fernsehmoderator für intelligente Unterhaltung.

Er spielte zahlreiche Rollen auf folgenden Theaterbühnen: Exl-Bühne in Innsbruck, Contra-Kreis-Theater in Bonn, Theater in der Josefstadt, Theater an der Wien, Salzburger Landestheater, Tiroler Landestheater in Innsbruck, Komödie Berlin, Renaissance-Theater in Berlin, Ha-Bimah in Tel Aviv und schließlich 15 Jahre lang am Zürcher Schauspielhaus unter anderem als König Lear.

Neben diesen Auftritten als Theater- und Filmschauspieler wurde Schönherr einem weiten Publikum durch die Rolle des Commander Cliff Allister McLane in der Fernsehserie Raumpatrouille bekannt. Diese Science-Fiction-Serie erlangte sofort einen bis heute anhaltenden Kultstatus bei den deutschsprachigen Fernsehzuschauern und kann als seine populärste Filmrolle gesehen werden. Mit zur Raumschiffbesatzung gehörten damals Eva Pflug, Claus Holm, Wolfgang Völz, Friedrich G. Beckhaus und Ursula Lillig.

Schönherr machte sich mit der Moderation von neuartigen Fernsehformaten einen Namen, die seinen Kollegen damals noch zu riskant waren. Von 1969 bis 1972 moderierte er mit seiner Frau Vivi Bach die innovative und vielgesehene Fernsehshow Wünsch Dir was.[7]

Mit Je später der Abend moderierte er ab 1973 die erste Talkshow des deutschen Fernsehens. Im Gegensatz zu manch anderen Sendungen dieses Fernsehformats von heute versuchte er, seine Gäste auf spannende Weise, aber stets respektvoll zu befragen.[8]

Als Synchronsprecher war Dietmar Schönherr die deutsche Stimme von James Dean in den Filmen Jenseits von Eden, … denn sie wissen nicht, was sie tun und in Giganten. Daneben sprach er u. a. Sidney Poitier sowie Audie Murphy in Denen man nicht vergibt und Steve McQueen in Thomas Crown ist nicht zu fassen.

Schönherr war einer der Mitbegründer der Tiroler Volksschauspiele, zunächst in Hall und ab 1982 in Telfs. Er leitete die Volksschauspiele fünf Jahre lang, 1983 inszenierte er dort das Drama Der Weibsteufel von Karl Schönherr (mit dem er nicht verwandt war).

Im Jahr 2009 gab Schönherr nach den Dreharbeiten der Familienkomödie Zeit für Träume seinen Abschied vom Filmgeschäft bekannt.[9]

Schlagersänger[Bearbeiten]

Schönherr begann 1958 eine wenig erfolgreiche Karriere als Schlagersänger. Seinen ersten Schallplattenvertrag bekam er bei Philips, wo bis 1964 elf Singles herausgebracht wurden. Weitere Singles wurden bis 1976 bei Ariola, Cornett und Prom veröffentlicht. Insgesamt kamen etwa 17 Singles mit Schönherr auf den Markt, darunter sind fünf Singles, die er mit zusammen mit Vivi Bach besang. Schönherrs einziger Schallplattentitel, der die deutschen Hitlisten erreichte, war der 1959er Song Such das Glück der Welt, der in den Top 50 der Fachzeitschrift Musikmarkt acht Wochen notiert war und mit Rang 35 seine beste Platzierung erreichte.

Literarische Tätigkeiten[Bearbeiten]

Schönherr war auch als Schriftsteller tätig. Er war der Autor von Romanen, Erzählungen sowie von Kinder- und Jugendbüchern, die er zum Teil selbst als Sprecher für Hörbücher veröffentlichte. Die Mehrzahl seiner Sujets spielen in Mittelamerika. Darüber hinaus übersetzte er einige Werke von André Gide und Jean-Paul Sartre aus dem Französischen.

Privatleben[Bearbeiten]

Von 1950 bis 1964 war Dietmar Schönherr mit Ellen Schönherr (1923–2013) verheiratet.[10] 1963 lernte er die dänische Produzentin, Sängerin und Schauspielerin Vivi Bach kennen, die ihn für ihren Film engagieren wollte. 1965 heirateten sie. Von 1978 bis 1990 wohnte das Ehepaar im aargauischen Städtchen Kaiserstuhl, später lebte es auf Ibiza[11] in der Nähe der Ortschaft Santa Agnès de Corona. Vivi Bach starb am 22. April 2013. Nach Schönherrs letztem Willen soll seine Asche gemeinsam mit der seiner Ehefrauen im Mittelmeer verstreut werden.[12]

Politisches und soziales Engagement[Bearbeiten]

Schönherr engagierte sich auch in politischer und sozialer Hinsicht. Vor der Nationalratswahl in Österreich am 1. März 1970 trat er für die SPÖ auf, um Bruno Kreisky zu unterstützen (der nach der Wahl Bundeskanzler wurde und es bis Mai 1983 blieb).

Anfang der 1980er Jahre wurde Schönherr ein aktiver Unterstützer der deutschen Friedensbewegung, wo er als Redner bei Friedensdemonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss auftrat. Ab 1982 setzte er sich als Wahlhelfer für die deutschen Grünen ein. Er beteiligte sich 1983 an der „Prominentenblockade“ des Raketendepots in Mutlangen. Zusammen mit Tausenden von Demonstranten blockierten sie vom 1. bis 3. September 1983 die Zufahrtswege zur Raketenstellung auf der Mutlanger Heide.[13] 25 Fernsehteams und 150 Journalisten aus der ganzen Welt verfolgten das Geschehen. Das Strafverfahren wegen seiner Teilnahme an der Blockade wurde nach Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 8000 Mark gemäß § 153a StPO eingestellt. Nachdem ihm die Wahl der Empfänger offengelassen wurde, wenn es sich denn um eine gemeinnützige Einrichtung handelte, gründete er eine solche und überwies dieser das Geld.

Danach drängte es Schönherr, „etwas mit Hand und Fuß“ zu unternehmen. Seit 1984 engagierte sich Schönherr in Nicaragua. Politisches Aufsehen erregte er bereits im November 1981 mit seiner Beschimpfung des damaligen US-Präsidenten Reagan als „Arschloch“ in der Schweizer Talkshow „Rendez-vous“, da dieser die Massaker der Contras an der nicaraguanischen Zivilbevölkerung finanzierte und sie als „Freiheitskämpfer“ bezeichnete. Schönherr wurde daraufhin vom Sender entlassen.

In Nicaragua unterstützte er seit 1985 fünf Solidaritätsprojekte mit den Einnahmen aus seinen Filmengagements und mit den Spenden vieler Freunde und Gönner, darunter das Kulturzentrum Casa de los tres mundos in Granada, eine integrierte Kunst- und Musikschule, die er mit seinem Freund Ernesto Cardenal und Peter Reichelt ins Leben rief. Er förderte den Aufbau des vom Hurrican „Mitch“ zerstörten Dorfes Los Angeles und gründete im Nordosten Nicaraguas die Siedlung La Posolera. In Zusammenarbeit mit dem Dokumentarfilmer Werner Penzel entstand in Posolera die Dokumentation Sterben zu Füßen der Brüder. Posolera – ein Dorf in Nicaragua, die am 27. März 1986 auf NDR III ausgestrahlt wurde. Ende 1985 gründete Schönherr zusammen mit dem Mannheimer Filmemacher und Ausstellungsproduzenten Peter Reichelt die Hilfsorganisation Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“ Pronica e. V. Diese wurde 1994 in den Spenderverein Pan y Arte e. V. überführt. Im Mai 2006 übernahm Henning Scherf den Vereinsvorsitz. In Nicaragua gründete er zusammen mit Ernesto Cardenal die Stiftung Casa de los tres mundos. Schönherr war Ehrenpräsident dieser Organisation, Vorsitzender ist seit 2006 der Schriftsteller und ehemalige Vizepräsident Nicaraguas Sergio Ramírez. Einmal im Jahr besuchte Schönherr mit seiner Frau Vivi Mittelamerika.

Würdigungen[Bearbeiten]

Der ehemalige nicaraguanische Kultusminister Ernesto Cardenal schrieb in seinem Nachruf, Schönherrs „Bescheidenheit sei so groß wie sein Werk“ gewesen. Er habe sich „aus Liebe“ für Nicaragua eingesetzt. Schönherrs Haus der drei Welten sei eine für ganz Mittelamerika wichtige „kulturelle Großtat“, die an ein Wunder grenze. Für Cardenal war Schönherr „so etwas wie ein[.] Bruder“.[14]

In den Medien wurde Schönherrs soziales und kulturelles Engagement in der „Dritten Welt“ häufig mit den Hilfsprojekten seines kurz zuvor verstorbenen Schauspielkollegen und Landsmannes Karl-Heinz Böhm in Afrika erwähnt.[15] [16] [17] [18]

Der WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn würdigte Schönherr u.a. mit den Worten: „Mit seinem Tod verlieren wir einen charismatischen Pionier der deutschen Fernsehunterhaltung und sehr vielseitigen Menschen, der sein Publikum auf der Bühne und auf dem Bildschirm stets bestens unterhalten konnte.“[19]

Der ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler schrieb zu seinem politischen Engagement: „Vor allen Dingen aber geht mit ihm ein Unbeugsamer und Aufrechter, der, wenn es darauf ankam, kein Blatt vor den Mund nahm, einer, der sich sozial engagierte und für die Gesellschaft Verantwortung übernahm.“[20]

Zitate[Bearbeiten]

„Ich bin ein Träumer, der die Welt verbessern will.[21]

„‚Brot und Kunst‘ sind die wichtigsten Lebensmittel des Menschen. Wir kümmern uns um beides.“

Dietmar Schönherr: über den Verein „Pan y Arte“[22]

„Ich bin ein Dissident des herrschenden Systems, ja. Ich war zeitlebens ein kritischer Mensch, ein skeptischer Beobachter unserer kapitalistischen Gesellschaft, in der mir vieles nicht gefällt.“

Dietmar Schönherr: NZZ am Sonntag, 29. Juni 2014.[23]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Darsteller[Bearbeiten]

Regisseur[Bearbeiten]

  • Sechs Dokumentarfilme über Afrika
  • 1969: Lachotzky (Spielfilm, Buch und Regie)
  • 1972: Kain (Spielfilm, Buch und Regie, Produktion, Verleih)
  • 1978: Elefantenmenschen (Indien)
  • 2001: Tiefkühlkost + Wasserwerfer. Eine Reise in die 60er mit Elke Heidenreich + Dietmar Schönherr,
    Filmdokumentation, Deutschland 2001, Autoren: Hildegard Kriwet, Florian Opitz, Peter Sommer, Produktion: WDR, 45 Min., teilweise s/w

Moderator[Bearbeiten]

  • 1961: Besuch aus Paris
  • 1967: Gala-Abend der Schallplatte Berlin 1967 (Pop)
  • 1967: ARD-Eröffnungssendung des Deutschen Farbfernsehens
    (mit seiner Frau Vivi Bach)
  • 1968: ZDF-Nightclub
  • 1969: Gala-Abend der Schallplatte Berlin 1969 (Pop)
    (mit seiner Frau Vivi Bach)
  • 1970: Wünsch Dir was
    (mit seiner Frau Vivi Bach)
  • 1973: Je später der Abend
  • 1977: 4 + 4 = Wir
  • 1978: Welt der Tiere
  • 1981: arena – ARD-Kulturmagazin mit der Schriftstellerin Leonie Ossowski
  • 1992: Wahre Wunder

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Dokumentarfilme zu Schönherr[Bearbeiten]

  • Dietmar Otto Edler von Schönleiten genannt Schönherr – Fast ein Selbstportrait. Film-Collage, Deutschland, 2001, 43:40 Min., Buch und Regie: Klaus Michael Heinz, Produktion: WDR, Reihe: Fast ein Selbstportrait, Erstsendung: 15. Mai 2001 bei WDR, Inhaltsangabe von ARD.
  • „Gefällt Euch, was Ihr wollt?“ Dietmar Schönherr – Ein Leben ohne Fassade. Dokumentation, Österreich, 2006, 45 Min., Buch und Regie: Karin und Ernst Kaufmann, Produktion: Trax Entertainment in Koproduktion mit ORF 2, Erstausstrahlung: 14. Mai 2006 in ORF 2[30]
  • höchstpersönlich – Dietmar Schönherr. Dokumentation, Deutschland, 2006, 30 Min., Buch und Regie: Broka Herrmann, Produktion: hr, Sendedatum: 13. Mai 2006, Inhaltsangabe (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  • Nachtcafé. 20 Jahre Nachtcafé. „Markante Männer“. Ein Blick zurück mit Wieland Backes und Dietmar Schönherr. Talkshow, Deutschland, 2006, 90 Min., Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 29. Dezember 2006, Filmdaten von IMDb.

Hörspiele[Bearbeiten]

Als Autor[Bearbeiten]

Das von Dietmar Schönherr verfasste Hörspiel Nichts von Bedeutung wurde vom Bayerischen Rundfunk produziert und am 25. September 1950 erstmals gesendet. Die Handlung spielt in einem Hotel, in dem Revolutionäre eine Höllenmaschine deponiert haben. Ein Mikrofon nimmt die Gespräche der einzelnen Personengruppen in ihren Zimmern auf. Dabei weiß der Hörer immer genau, in wie vielen Minuten die Explosion erfolgen soll.

In dem einstündigen Hörspiel, das leider nicht mehr verfügbar ist, sprachen unter der Regie von Heinz-Günter Stamm viele bekannte Schauspieler der damaligen Zeit. Dazu gehörten Gert Westphal, Paul Dahlke, Carl Wery, Dagmar Altrichter, Peter Pasetti, Adolf Gondrell, Joana Maria Gorvin, Wolfgang Büttner, Fritz Rasp, Bettina Moissi, Hans Cossy und Werner Lieven.[31]

Als Sprecher[Bearbeiten]

  • 1963: Ewiges Südtirol/Hochzeit am Schlern – Regie: Fritz Aly
  • 1967: Ein Fall für Dr. Dahlberg – Regie: Fritz Benscher
  • 1967: Eros und Psyche – Regie: Heinz-Günter Stamm
  • 1967: Maria – Regie: Ludwig Cremer
  • 1967: Geordnete Verhältnisse – Regie: Ulrich Lauterbach
  • 1970: Unterwegs in Sachen Ende – Regie: Mathias Neumann
  • 1975: Ich verbinde mit Herrn Direktor Engelhardt – Regie: Rainer Clute
  • 1975: Gaslicht – Regie: Klaus Gmeiner
  • 1977: Stunde des Erkennens (nach Arthur Schnitzler) – Regie: Klaus Gmeiner
  • 1977: Das Bacchusfest (nach Arthur Schnitzler) – Regie: Klaus Gmeiner
  • 1980: Anruf aus dem Jenseits oder Femme fatale – Regie: Robert Bichler
  • 1981: Die Mainzer Republik – Regie: Otto Düben
  • 1981: Immer und immer wieder – Regie: Hans Hausmann
  • 1982: Blaubart (nach Max Frisch) – Regie: Mario Hindermann
  • 1985: Der Verein – Regie: Buschi Luginbühl
  • 1985: Folgen Sie mir, Madame – Regie: Walter Baumgartner
  • 1988: Schreckmümpfeli 0: Der Pakt mit dem Dämon (von Leopold Ahlsen) – Regie: Buschi Luginbühl
  • 1991: Das Schottenschlössel – Geschichte einer Sommerfrische – Regie: Josef Kuderna
  • 1992: Blumen für Algernon – Regie: Buschi Luginbühl
  • 1994: Krok – Regie: Fritz Zaugg
  • 1998: B.B. Der Liebhaber (nach Bertolt Brecht) – Regie: Buschi Luginbühl
  • 2001: Als die Echos noch gepachtet wurden – Regie: Buschi Luginbühl
  • 2002: Der Pakt mit dem Dämon – Brüderlein und Schwesterlein (von Leopold Ahlsen) – Regie: Buschi Luginbühl

Single-Schallplatten[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[32]
Such das Glück der Welt
  DE 35 01.10.1959 (8 Wo.)
Jahr Titel A/B-Seite Katalog-Nummer
1958: Ich suche die Liebe / Du wirst geliebt Philips 345 046
1959: Mag auch der Frühling vergeh’n / Du gingst vorbei Philips 345 122
1959: Such das Glück der Welt / Niemand hält meine Hände Philips 345 151
1960: Ich geh durch die Nacht / Billy, Jack und ich Philips 345 199
1960: Morgen scheint die Sonne wieder / Komm bald wieder Philips 345 220
1960: Nacht in Soho / Am schönsten war die Zeit bei dir Philips 345 241
1961: Ich habe eine Freundin in Paris / Jeder Weg führt zu dir Ariola 35 614
1962: Riskiern wir einen Blick / Regen oder Sonnenschein Philips 345 356
1962: Einmal kommt die Stunde / Ich seh’s ja ein Philips 345 527
1964: Bye-Bye Tennessee / Ein Cowboy darf nicht feige sein Philips 345 661
1964: Die Straße am Abend / Immer nur nein Philips 345 765
1964: Sole Sole Sole / Nachts sind Küsse noch einmal so schön 1 Philips 345 680
1965: Bei mir beißen nicht nur die kleinen Fische an / Zähl die Stunden 1 Ariola 18 310
1965: Nathalie / Sie tat es nur aus Liebe Ariola 18 314
1968: Tanz doch mal wieder mit mir / Mein Schatz ich muss zum Bus 1 Cornet 3061
1969: Wünsch dir was / Es wird ja immer wieder Frühling 1 Cornet 3154
1976: Der Duft der großen Welt / In der guten alten Zeit 1 Prom 6.11891

1: mit Vivi Bach

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Achtung Aufnahme. Loewes Verlag, 1943 (technische Informationen über den Film „Junge Adler“ für Jugendliche).
  • Kuckuck und der Feuerwehrmann (Jugendbuch). Spectrum, Stuttgart / Salzburg / Zürich 1977, ISBN 3-7976-1297-4 (= Drucksache, Band 5).
  • Ruzzitu. Bilder von Gottfried Kumpf. AT, Aarau / Stuttgart 1978, ISBN 3-85502-035-3 (erhielt eine Auszeichnung der Kinderbuchmesse in Bologna).
  • Dietmar Schönherr, die Präsidentenbeschimpfung: eine Fernsehdiskussion und ihre Folgen. Mit einem Vorwort von Hans A. Pestalozzi und einem Epilog von Regina Bohne über die Ideologien des Ronald Reagan. ibf, München 1983, ISBN 3-924011-03-6.
  • Reagan's Freiheitskämpfer. Terroristen im US-Sold; Dokumente, Bilder, Berichte. Edition Nuevo Hombre, Wuppertal 1985, ISBN 3-88943-100-3.
  • Liberté und die Wölfe. Hammer, Wuppertal 1985, ISBN 3-87294-274-3.
  • Nicaragua, mi amor. Tagebuch eine Reise und das Projekt Posolera. Hammer, Wuppertal 1985, ISBN 3-87294-275-1.
  • Casa de los Tres Mundos / Das „Haus der drei Welten“. Eine Kulturinnovation – Granada / Nicaragua. Reichelt, Mannheim 1987, ISBN 3-923801-03-3.
  • Die blutroten Tomaten der Rosalía Morales. Zweite erweiterte Liebeserklärung an eine unwirsche Geliebte. Eichborn, Frankfurt 2000, ISBN 3-8218-0844-6.
  • Sternloser Himmel. Ein autobiographischer Roman. Eichborn, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-8218-0922-1.
  • Guapito und der barmherzige Mann von Samara. (Kinderbuch, mit Bildern von Katja Jäger). Kreuz, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7831-2676-1,
  • Canto a la Vida. Gedichte von Liebe Mystik und Revolution. 2008.
  • Begrabt mein Herz am Fuße des Berges. Ephelant, Wien 2011, ISBN 978-3-900766-23-8.

Übersetzungen einiger Werke von André Gide und Jean-Paul Sartre.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dietmar Schönherr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Projekte in Nicaragua

Interviews

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Hörtner: Nicaragua ist ein Liebesthema. In: Salzburger Nachrichten, 13. Mai 2006.
  2. Jan Feddersen: „Das, nur das.“ In: taz, 15. März 2006.
    „Herr Schönherr, mögen Sie sagen, was das Wichtigste in Ihrem Leben war? […] ‚Nicaragua‘, einige Zigarettenzüge später noch ‚Mutlangen‘. Schließlich: ‚Das, nur das.‘“
  3. Tilmann P. Gangloff: Querkopf und Dickschädel. In: Südkurier, 19. Juli 2014.
  4. a b c Dietmar Schönherr: Sternloser Himmel. Ein autobiographischer Roman. Eichborn, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-8218-0922-1.
  5. Karin und Ernst Kaufmann: „Gefällt Euch, was Ihr wollt?“ Dietmar Schönherr – Ein Leben ohne Fassade. Dokumentarfilm über Schönherr, Erstausstrahlung: 14. Mai 2006 in ORF 2.
  6. Beckmann, Das Erste, 8. Mai 2006
  7. Bettina Cosack: Er stört gern. In: Berliner Zeitung, 17. Mai 2001.
  8. 30 Jahre Talkshow im deutschen Fernsehen. Dietmar Schönherr ist der Pionier der Quasselei (Version vom 20. März 2003 im Internet Archive), WDR, 18. März 2003, archiviert auf archive.org.
  9. ap: Dietmar Schönherr kündigt Abschied vom Film an. Fernsehlegende wird am Sonntag 83 Jahre alt. In: NZZ, 16. Mai 2009.
  10. Vivi Bach gestorben: Dietmar Schönherr fand seine Frau tot auf. In: Yahoo! TV, 23. April 2013.
  11. Alexandra Plank: Ein Vielbegabter mit sozialem Gewissen. In: Tiroler Tageszeitung, 17. Mai 2011.
  12. dpa: Mit seinen Frauen. Dietmar Schönherr: Bestattung nach seinem Willen. In: tz, 21. Juli 2014.
  13. Demonstrationen gegen die „Nachrüstung“. Mutlangen, 1. September 1983 („Prominentenblockade“).
  14. Ernesto Cardenal würdigt Dietmar Schönherr. In: KNA, 21. Juli 2014.
  15. Jochen Kürten: Zum Tode von Dietmar Schönherr. In: Deutsche Welle, 18. Juli 2014.
  16. Joachim Huber: Sein Herz schlug links - zum Tod von Dietmar Schönherr. In: Der Tagesspiegel, 18. Juli 2014.
  17. Bettina Schulte: Dietmar Schönherr - Sein Leben als Schauspieler, Moderator und sozialer Aktivist. In: Badische Zeitung, 19. Juli 2014.
  18. Mirko Weber: Die Freiheit, die er meinte. In: Stuttgarter Zeitung, 18. Juli 2014.
  19. Pressemitteilung: Nachruf: WDR trauert um Dietmar Schönherr. In: WDR, 18. Juli 2014.
  20. Marianne Kolarik: Dietmar Schönherr. Ein Mann mit vielen Talenten. In: Kölner Stadtanzeiger, 19. Juli 2014.
  21. Dietmar Schönherr – Der Albert Schweitzer von Nicaragua, offizielle Webseite des Honorarkonsulats der Republik Nicaragua
  22. Zitat in: Dietmar Schönherrs Engagement für Nicaragua. In: Pan y Arte, aufgerufen am 7. August 2014.
  23. Rebell und Entertainer Dietmar Schönherr zieht Bilanz. In: NZZ am Sonntag, 29. Juni 2014, S. 11, Interview, Originalquelle, PDF.
  24. Los Abandonados
  25. Christine Diller: Ich bin ein Tiroler, Münchner Merkur, 13. Juni 2006
  26. Giganten: Sigmund Freud – Aufbruch in die Seele. In: ZDF-Reihe Giganten, 11. Juli 2007, Schönherr als Sigmund Freud
  27. Hans-Christian Huf: Giganten. Große Wegbereiter der Moderne. List Verlag, 2007, ISBN 3-471-79544-8
  28. Irmgard Schmidmaier: Dietmar Schönherr: „Ich finde es wichtig, die Welt verbessern zu wollen“ (Version vom 28. September 2007 im Internet Archive), Wiesbadener Kurier, 12. Mai 2006, archiviert
  29. Dietmar Schönherr: Biographie, Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, November 2005
  30. Gefällt Euch, was Ihr wollt? (Version vom 29. September 2007 im Internet Archive) In: Phoenix und Fernsehfonds Austria
  31. Dietmar Schönherr: „Nichts von Bedeutung“ (Memento vom 18. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today) auf ard.de, aufgerufen am 19. Juli 2014.
  32. Chartquellen: DE
  33. Kathrin Bergenthal: Rezension von ‹ Die blutroten Tomaten der Rosalía Morales ›, caiman.de, 1. April 2001.
  34. Irmgard Schmidmaier: Rezension von ‹ Sternloser Himmel ›, dpa, 14. April 2006.