Diffuse interstellare Banden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Diffuse interstellare Banden (engl.: Diffuse Interstellar Bands; abgekürzt DIBs) sind Absorptionsbanden astronomischer Objekten, die dem interstellaren Medium zugeordnet werden.

Diffuse interstellare Banden werden im nahen Infrarot, im Bereich der Ultraviolettstrahlung und im Optischen nachgewiesen. Das bekannteste Band liegt bei 4430 Ångström mit einer Breite von 20 Å, einer Tiefe von 15 Prozent gegenüber dem Kontinuum und einer Äquivalentbreite von 3 Å. Weitere starke Bänder liegen bei 4765, 4880, 5780, 5800, 6180 und 6280 Å. Einige Bänder erstrecken sich über Breiten von bis zu 200 Å mit einer sehr geringen Absorptionstiefe. Die Äquivalentbreiten von diffusen interstellaren Bändern sind korreliert, aber nicht streng korreliert, mit der interstellaren Extinktion[1].

Die diffusen interstellaren Banden werden mit festen Teilchen mit einem Durchmesser in der Größenordnung der beeinflussten elektromagnetischen Strahlung in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Staubteilchen, die überwiegend aus polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, Buckminster-Fulleren und Silikaten zusammengesetzt sind[2].

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1.  Daniel E. Welty: Diffuse Interstellar Bands: How Are They Related to Known Gas-Phase Constituents of the ISM?. In: Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics. 2013, arXiv:1307.5477v1..
  2.  Olivier Berné, Giacomo Mulas, Christine Joblin: Detection of the buckminsterfullerene cation (C60+) in space. In: Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics. 2013, arXiv:1307.4561v1..