Dikaliumhydrogenphosphat

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Strukturformel
2 Kaliumion Hydrogenphosphation
Allgemeines
Name Dikaliumhydrogenphosphat
Andere Namen
  • Kaliummonohydrogenphosphat
  • Kaliumphosphat sekundär
  • Kaliumphosphat dibasisch
Summenformel K2HPO4
CAS-Nummer 7758-11-4
16788-57-1 (Trihydrat)
PubChem 24450
Kurzbeschreibung

farbloser, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 174,18 g·mol−1 (wasserfrei)

228.22 g·mol−1 (Trihydrat)

Aggregatzustand

fest

Dichte

2,44 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

≈340 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

sehr gut in Wasser (1600 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Dikaliumhydrogenphosphat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Hydrogenphosphate. Sie liegt in Form eines farb- und geruchlosen Feststoffes vor und stellt das sekundäre Phosphat der ortho-Phosphorsäure dar. Es kommt auch als Trihydrat vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Dikaliumhydrogenphosphat kann durch Neutralisation von Phosphorsäure mit Kaliumhydroxid oder Kaliumsalzen (zum Beispiel Kaliumcarbonat oder Kaliumchlorid) gewonnen werden.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Eine wässrige Lösung von Dikaliumhydrogenphosphat reagiert leicht alkalisch. Beim Erhitzen geht Dikaliumhydrogenphosphat unter Wasserabspaltung in das entsprechende Tetrakaliumdiphosphat über:

\mathrm{2 \ K_2HPO_4 \longrightarrow K_4P_2O_7 + H_2O}

Verwendung[Bearbeiten]

Dikaliumhydrogenphosphat wird zur Herstellung von Pufferlösungen gemeinsam mit Kaliumdihydrogenphosphat oder als Bestandteil von Nährmedien[3] von Bakterien verwendet.

In der Lebensmitteltechnik wird Dikaliumhydrogenphosphat als Komplexbildner, Säureregulator und Schmelzsalz eingesetzt. Es ist zusammen mit dem primären (KH2PO4) und tertiären Kaliumphosphat (K3PO4) in der EU als Lebensmittelzusatzstoff unter der gemeinsamen Nummer E 340 („Kaliumphosphate“) für bestimmte Lebensmittel mit jeweils unterschiedlichen Höchstmengenbeschränkungen zugelassen. Nach der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind dies – für die meisten zugelassenen Phosphate weitgehend einheitliche – einzelne Festlegungen für eine breite Palette mit zahlreichen unterschiedlichen Lebensmittelsorten. Die zugelassenen Höchstmengen variieren von 0,5 bis hin zu 50 Gramm pro Kilogramm (in Getränkeweißer für Automaten) oder auch dem Fehlen einer festen Beschränkung (quantum satis – nach Bedarf, bei Nahrungsergänzungsmitteln und teils bei Kaugummis). Phosphorsäure und ihre Salze stehen im Verdacht Hyperaktivität, allergische Reaktionen und Osteoporose auszulösen. Es wurde eine erlaubte Tagesdosis von 70 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht für die Gesamtmenge aufgenommener Phosphorsäure und Phosphate festgelegt.

Es dient weiterhin als Düngemittel.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 7758-11-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. September 2008 (JavaScript erforderlich)
  2. IUCLID Datasheet des European chemical Substances Information System (ESIS): dipotassium hydrogenorthophosphate (Version vom 10. März 2014 im Internet Archive) vom 19. Februar 2000.
  3. Heipha GmbH: CASO-Bouillon (PDF; 86 kB)