Dilara Hashem

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Dilara Hashem (auch Dilara Hashim; bengalisch: দিলারা হাশেম, Dilārā Hāśem; * 1936) ist eine bengalische Rundfunkredakteurin und Schriftstellerin aus Bangladesch.

Leben[Bearbeiten]

Hashem studierte Anglistik an der University of Dhaka und machte dort ihren Master of Arts-Abschluss.[1]

Bereits als Studentin begann sie mit ihrer Tätigkeit bei verschiedenen Rundfunksendern. Hashem arbeitete unter anderem im redaktionellen Bereich bei Radio Dhaka, bei einer Nachrichtenagentur in Karatschi in Pakistan und beim BBC. Danach wurde sie Rundfunkredakteurin bei VOA Bangla broadcast (Voice of America in Bangladesh) in Dhaka, wo sie rasch Karriere machte. Ihre langjährigen Feature-Programme „Matir Gan, Manusher Gan“ („Songs of the Soil, Songs of People“), eine Serie über populäre Country- und Folkmusik in den USA[2], und „Life in America“ waren sehr beliebt.[1]

Hashem betätigte sich auch als Sängerin von traditionellen bengalischen Volksliedern und hatte Auftritte im Rundfunk und im Fernsehen in Pakistan und Bangladesch.

Unabhängig von ihrem Engagement beim Rundfunk begann Hashem mit ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und schrieb Romane, Gedichte und Theaterstücke in bengalischer Sprache. Auch als Schriftstellerin fand sie Anerkennung beim Publikum und ihr Werk bekam gute Kritiken.[1] In ihrer literarischen Arbeit setzte sie sich teils kritisch mit der politisch instabilen, bengalischen Gesellschaft auseinander; so zählt zum Beispiel ihr Debütroman Ghar Mon Janala (1965) – eine Geschichte über den Existenzkampf der mittleren Klasse und deren Gefühl der Frustration – zu den wichtigsten Büchern der 1960er Jahre in Ostpakistan.[3] Das Buch hatte großen Erfolg und erschien unter anderem in russischer Sprache in Moskau sowie, als eines der ersten bangladeschischen Bücher, 1996 in chinesischer Sprache in Beijing (Peking).

Hashem erhielt mehrere hohe literarische Auszeichnungen und gilt als eine der bedeutendsten bengalischen Schriftstellerinnen.[1] Sie arbeitet weiterhin für VOA Bangla broadcast und moderierte zum Beispiel im Rahmen der wöchentlichen VOA-Reihe „Hello Washington“ im Februar 2008 eine Rundfunksendung über eine Veranstaltung in Washington (USA), bei der die bengalische Gesellschaft und Kultur sowie bengalische Bücher vorgestellt wurden.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Bangla Academy Award for Literature (1976, Bangla Academy, Dhaka)
  • Shankhachil Sahitya Puraskar (1994, North American Literary Society, New York City)
  • Cultural and Literary Inc (1995, Chicago)
  • Annannya Literature Award (1998, Dhaka)
  • ‚Chokh‘‚ Literary Award (2000, Kolkata)
  • Bango Smmelan (Indian) Award (2000, New Jersey for Special Contribution in Bangla Literature)
  • Sarojini Naidu – Gold Medal for Literature (2003)
  • Alakto – Gold Medal for Literature (2004)

Werke[Bearbeiten]

Die Bücher erschienen in bengalischer Sprache. Es werden hier deutsche Übersetzungen der Titel beigefügt, jedoch sind Hashems Werke bis jetzt nicht in deutscher Sprache erschienen.

Romane[Bearbeiten]

  • Ghar Mon Janala (Häuser, Herzen und Fenster, 1965)
  • Ekoda Ebong Ananto (Einst und für immer, 1975)
  • Stabdhatar Kane Kane (Der Stille zuflüstern, 1977)
  • Amlokir Mou (Das Süsse vom Bittersten, 1978)
  • Badami Bikeler Galpo (Geschichten eines braunen Nachmittags, 1983);
  • Kaktaleya (Zufall, 1985)
  • Mural (1986)
  • Shankho Korat (In der Zwickmühle, 1995)
  • Anukta Padaboli (Unausgesprochene Verse, 1998)
  • Sador Andor (Äußerer und innerer Teil, 1998)
  • Setu (Brücke, 2000)
  • Rahugrash (2003)
  • Sesh Rater Songlap (Spätnachtgespräche, 2003)

Lyrik[Bearbeiten]

  • Manabir Shuck Dukkha (2003)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d VOA Bangla BrodcastersDilara Hashem, Broadcaster, auf VOA News Online (englisch)
  2. Alan L. Heil: Voice of America. A History. Columbia University Press, New York u. a. 2003, ISBN 0-231-12674-3, S. 297. (englisch)
  3. Bangla LiteratureSecond phase (1958–1970) auf www.munshigonj.com (englisch)
  4. „Hello Washington: Bangla Book Fair, Bengali Culture and the Responsibilities of the Bengalis“ von Dilara Hashem, Washington, 27. Februar 2008, auf VOA News Online (englisch)