Dimercaptopropansulfonsäure
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| Strukturformel | |||||||||
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| Allgemeines | |||||||||
| Name | Dimercaptopropansulfonsäure | ||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C3H8O3S3 | ||||||||
| CAS-Nummer |
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| PubChem | 6321 | ||||||||
| ATC-Code | |||||||||
| Arzneistoffangaben | |||||||||
| Wirkstoffklasse |
vicinale Dithiole[1] |
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| Wirkmechanismus |
Chelatkomplexbildung |
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| Fertigpräparate |
Dimaval® |
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| Verschreibungspflichtig: verschreibungspflichtig[1] | |||||||||
| Eigenschaften | |||||||||
| Molare Masse | 188,29 g/mol | ||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||
Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS, Dimaval®, Unithiol) ist ein SH-Gruppen-haltiges Antidot (Gegengift), welches als Chelat-Therapie zur Behandlung von Vergiftungen mit Schwermetallen verwendet wird. Es wird eingesetzt bei Arsen-, Quecksilber-, Gold-, Bismut-, Antimon- und Chromvergiftungen. Bei Vergiftungen mit Thallium, Selen, Eisen, Blei oder Cadmium ist Dimercaptopropansulfonsäure nicht sinnvoll.
Die Wirkungsweise von DMPS beruht auf der Bildung stabiler Chelatkomplexe. Diese Komplexbildung verhindert ein Anlagern der toxischen Metallionen an lebenswichtige Enzyme. Zudem werden die als Komplexe gebundenen Schwermetalle schneller ausgeschieden.
DMPS ist der Nachfolger von Dimercaprol (BAL) - letzteres ist gut in Öl löslich (lipophil) und musste in den Muskel gespritzt werden. DMPS wird als wasserlösliches Natriumsalz eingesetzt und kann somit auch langsam intravenös verabreicht werden. Die Anwendung von DMPS ist wie bei jedem Medikament mit Nebenwirkungen verbunden. Die Anwendung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Lipophiler als DMPS ist Dimercaptobernsteinsäure (DMSA), die deswegen gegenüber DMPS bei Vergiftungen mit zerebralem Befall von Vorteil sein kann (je lipophiler, umso leichter kann ein Stoff die Blut-Hirn-Schranke überwinden).
DMPS wird auch benutzt, um Patienten auf Schwermetallbelastungen zu testen, z.B. auf kumulative Ablagerungen im Körper, die von Zahnmetallen stammen (beispielsweise Amalgam und Metalle in Kronen, Brücken und Implantaten). Dazu wird einmalig intravenös DPMS gespritzt. Der Urin vor Gabe und nach Gabe wird dann auf Schwermetalle untersucht.[2] Die Verabreichung von DMPS zu diagnostischen Zwecken ist keine zugelassene Anwendung.[3]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b Rote Liste
- ↑ Medizinisches Labor Bremen: DMPS-Test
- ↑ Fachinformation Dimaval® Injektionslösung, Heyl Chem.-pharm. Fabrik GmbH & Co. KG. Stand: September 2008.
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