Dimitar Nenow

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Dimitar Nenow (auch Dimitar Nenov, bulgarisch Димитър Ненов; * 19. Dezember 1901 in Rasgrad; † 30. August 1953 in Sofia) war ein bulgarischer Komponist.

Nenow studierte Klavier bei Andrej Stojanow. 1920 ging er nach Dresden, um an der Technischen Hochschule Architektur zu studieren. Zugleich nahm er am Konservatorium der Stadt Klavierunterricht bei Karl Fehling und Unterricht in Musiktheorie und Komposition bei Theodor Blumer und Paul Bitner. Zwischen 1925 und 1927 war er musikalischer Leiter des Thea-Jolles-Balletts.

Nach dem Abschluss seines Studiums kehrte Nenow 1927 nach Bulgarien zurück und arbeitete bis 1930 als Architekt beim Bauministerium, außerdem von 1929 bis 1932 bei der Eisenbahndirektion. 1931 vervollkommnete er seine Klavierausbildung bei Egon Petri in Zakopane, ein Ausbildung am Konservatorium von Bologna beendete er im Folgejahr.

1933 gehörte Nenow zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft für zeitgenössische Musik in Sofia, deren Sekretär und Schatzmeister er wurde. Daneben gab er Klavierunterricht und leitete Mitte der 1930er Jahre ein privates Konservatorium. 1943 wurde er Klavierprofessor an der Staatlichen Musikakademie.

Als Klaviersolist trat Nenow außer in Bulgarien u.a. auch in Dänemark, Deutschland, Italien und Polen auf. Zwischen 1937 und 1947 leitete er ein Klaviertrio mit dem Geiger Christo Obreschkow (Hristo Obreshkov) (später Petar Christoskow (Petar Hristoskov)) und dem Cellisten Konstantin Popow. Als Kammermusiker trat er auch mit dem Geiger Wladimir Awramow (Vladimir Avramov) auf.

Nenow komponierte u.a. eine Sinfonie, eine Ballade und vier Suiten für Orchester, ein Klavierkonzert, eine sinfonische Dichtung für Solisten, Chor und Ortchester, Orchesterlieder, Kammermusik und Klavierwerke.

Quelle[Bearbeiten]