Dingoo A320

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Dingoo A320
Logo
Dingoo A320 White.jpg
Hersteller Shenzhen Dingoo Digital
Typ Handheld-Konsole
Generation 7. Generation
Veröffentlichung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten März 2009
EuropaEuropa März 2009
China VolksrepublikChina März 2009
Hauptprozessor Ingenic JZ4732, 400 MHz (MIPS-Architektur)
Speichermedien miniSDHC-Karten
Nachfolger Dingoo A330

Der Dingoo A320 ist eine in der Volksrepublik China hergestellte, minimalistisch aussehende Handheld-Konsole, die quelloffene Programme unterstützt. Derzeit ist er in den Farben schwarz und weiß erhältlich.

Überblick[Bearbeiten]

Von Shenzhen Dingoo Digital in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen (Provinz Guangdong) entwickelt und produziert, ist der Dingoo A320 seit März 2009 vor allem über Onlineshops für etwa 80 bis 100 US-Dollar erhältlich. Das Gerät kombiniert Funktionen eines Audio- und Videospielers und kann somit ähnlich wie ein Portable Media Player Musik und Filme in verschiedenen Dateiformaten wiedergeben. Ältere Videospiele lassen sich durch installierbare Emulatoren spielen. Zudem ist ein Radio und ein Audio-Rekorder für Aufzeichnungen integriert. Ein ähnliches Konzept verfolgten unter anderem auch der etwa zeitgleich erschienene GP2X Wiz und dessen Vorgänger, der GP2X und der GP32.

Vom Aussehen her erinnert der Dingoo an den Game Boy Micro.

Seit dem Herbst 2009 gibt es einen Dingoo-Klon der Firma Gemei, den Gemei X760+, dieses Gerät enthält im Wesentlichen die gleiche Hardware wie ein Dingoo, verfügt aber über keine Schultertasten. Das Display ist mit 3 Zoll größer als das des Dingoo. Ein weiterer Unterschied ist die Verwendung eines SD Card Slots, im Gegensatz zum Mini SD Card Slot des Dingoo.

Linux bootet auf einem Dingoo A320

Im Mai 2009 wurde erstmals ein Linux-Kernel für den Dingoo veröffentlicht. Dieser hatte jedoch den Nachteil, dass während der Benutzung eine Verbindung zum PC über den USB-Anschluss bestehen musste. In der folgenden Zeit wurden erste Versionen von Linux-Programmen (insbesondere Spiele und Emulatoren wie z. B. ScummVM, snes9x, prboom) für den Dingoo veröffentlicht. Alle diese Portierungen sind in der Dingoo-Version noch in einem frühen Entwicklungsstatus. Am 25. Juni 2009 wurde die Linux-Version Dingux veröffentlicht, die es ermöglicht, zusätzlich zur Original-Firmware Linux von einer Speicherkarte zu starten, ohne dass der Dingoo mit einem PC verbunden ist.

Spezifikationen[Bearbeiten]

Prozessor Ingenic JZ4732, 400 MHz, der standardmäßig mit einem Takt von 336 MHz läuft(MIPS-Architektur)
Arbeitsspeicher 32 MB
Interner Speicher 4 GB
Zusätzlicher Speicher miniSDHC-Karten / max. 32GB-micoSDHC per miniSDHC-Adapter
Eingabe Steuerkreuz, ABXY-Knöpfe, Schultertasten, Start- u. Select-Knopf
Ausgabe Integrierter Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer, kein TV-Ausgang, sondern AV-Ausgang: vierpolig ausgeführte Klinkenbuchse, die sich auch als zweiter Kopfhöreranschluss nutzen lässt und mittels Adapter sowohl Videocomposite-Signal als auch Stereo-Audio via Chinchstecker zur Verfügung stellt
Bildschirm 2,8" LCD, 320×240 Pixel, 16 Bit Farbtiefe
Akkumulator 3,7 V (1700 mAh) Li-Ion, Laufzeit ungefähr 7 Stunden
Video-Dateiformate RM, MP4, 3GP, AVI, ASF, WMV, MOV, FLV, MPEG
Audio-Dateiformate MP3, WAV, WMA, APE, FLAC, RA
Radio Integrierter Tuner
Rekorder Unterstützt Aufnahme von Sprach- und Radioaufzeichnungen
E-Book Unterstützt Textdateien, Lesezeichenfunktion, automatisches Blättern und Sprachausgabe (chinesisch u. englisch)
Abmessungen 125 mm × 55,5 mm × 14 mm
Gewicht 110 g

Weblinks[Bearbeiten]