Dingsleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Dingsleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dingsleben hervorgehoben
50.43388888888910.595833333333435Koordinaten: 50° 26′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Hildburghausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Feldstein
Höhe: 435 m ü. NHN
Fläche: 8,44 km²
Einwohner: 253 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98646
Vorwahl: 036873
Kfz-Kennzeichen: HBN
Gemeindeschlüssel: 16 0 69 008
Adresse der Verbandsverwaltung: Mauerstr. 9
98660 Themar
Bürgermeister: Joachim Golla
Lage der Gemeinde Dingsleben im Landkreis Hildburghausen
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Dingslebener Edel-Pils

Dingsleben ist eine Gemeinde im Landkreis Hildburghausen im fränkisch geprägten Süden des Freistaats Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Feldstein an. Der Verwaltungssitz ist in der Stadt Themar.

Lage[Bearbeiten]

Dingsleben liegt räumlich gesehen im Städtedreieck Hildburghausen, Römhild und Themar sowie am Fuß der Gleichberge in Südthüringen. Die Kreisstraße 510 erschließt den Raum und führt zu anderen Wegen durchs Grabfeld im Henneberger Land. Die Nachbarorte sind Sankt Bernhard und östlich Zeilfeld. Das Gelände ist stark kupiert, aber klimatisch aus dem Schweinfurter Becken günstig beeinflusst.

Geschichte[Bearbeiten]

Dingsleben wurde erstmals urkundlich erwähnt, als die Äbtissin Emhild des Klosters Milz es am 3. Februar 799 samt Zugehörungen dem Stift Fulda übertrug.[2] Herrschaftsmäßig gehörte der Ort im Amt Themar zunächst zur Grafschaft Henneberg, nach 1583 zu verschiedenen sächsischen Herzogtümern und seit 1826 zu Sachsen-Meiningen.

Im Zuge der Wirren der Revolution von 1848 von Truppen des Königreichs Bayern, den „Strafbayern“ besetzt. Im Jahr 1895 wurde eine Brauerei gegründet, die noch als Dingslebener Privatbrauerei Metzler existiert. 1920 kam Dingsleben zum Land Thüringen. Am Morgen des 8. April 1945 beseitigten Einwohner zusammen mit Zwangsarbeitern aus Polen und Russland die von der Wehrmacht aufgerichtete Panzersperre, um den US-Truppen freien Durchzug zu ermöglichen.[3]

Kirche[Bearbeiten]

St. Nicolaus und St. Margarethe

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus sechs Ratsmitgliedern:

  • Sportverein 51 Dingsleben: 4 Sitze
  • Freiwillige Feuerwehr Dingsleben: 1 Sitz
  • Heimatverein Am Brunnenberg: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Dingsleben ist die Dingslebener Brauerei ansässig. Weiterhin sind in Dingsleben viele kleinere Betriebe und vor allem Ein-Mann-Unternehmer ansässig.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl:Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 55.
  3. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Reihe Heimatgeschichtliche Wegweiser, Band 8 Thüringen. Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 123.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dingsleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien