Dinosaurier – Im Reich der Giganten

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Filmdaten
Deutscher Titel Dinosaurier – Im Reich der Giganten
Originaltitel Walking with Dinosaurs
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Stab
Regie Tim Haines
Jasper James
Produktion Tim Haines

Dinosaurier – Im Reich der Giganten (Originaltitel: Walking with Dinosaurs) ist eine dokumentarische Fernsehserie der britischen BBC aus dem Jahr 1999 über Dinosaurier und andere Reptilien (Saurier) des Mesozoikums (Erdmittelalter). Die um mehrere Specials erweiterte sechsteilige Miniserie ist der erste Teil einer Trilogie (die Originaltitel beginnen mit Walking with...) über ausgestorbene Tiere, es folgten die Die Erben der Saurier und Die Ahnen der Saurier. Die Produktion wurde erstmals im britischen ITV ausgestrahlt. Die Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen erfolgte am 11. November 1999[1] auf dem Sender ProSieben.

Handlung[Bearbeiten]

Dinosaurier – Im Reich der Giganten handelt, auf Grundlage paläontologischer Erkenntnisse, vom Leben auf der Erde zur Zeit des Erdmittelalters (Mesozoikum), dasjenige Erdzeitalter, in der die Dinosaurier das Leben auf dem Festland dominierten. In den sechs der erdgeschichtlichen Chronologie folgenden Teilen werden einige Dinosaurier und ihre Verwandten (Plesiosaurier und Flugsaurier) in Trias (u. a. Placerias, Coelophysis, Peteinosaurus und Plateosaurus), Jura (u. a. Diplodocus, Allosaurus, Stegosaurus und Liopleurodon) und der Kreidezeit (u. a. Ornithocheirus, Iguanodon, Leaellynasaura, Anatotitan, Torosaurus, Tyrannosaurus) beschrieben.

Der erste Teil mit dem Titel „Frisches Blut“ handelt von den Anfängen der Dinosaurier in der Trias. In der Folge „Die Zeit der Titanen“ steht eine Diplodocus-Herde und ihr Sozialverhalten im Mittelpunkt. In „Eine grausame See“, werden einige Meeresbewohner aus dem Oberjura gezeigt. Die letzte Reise eines Männchens des Flugsauriers Ornithocheirus wird in der Folge „Unter Flügeln von Titanen“ nachgezeichnet. In „Die Geister der Urzeitwälder“ wird das Leben der Tiere beschrieben, die während der Kreidezeit auf dem Kontinent Antarktika lebten. Der abschließende Teil „Der Untergang der Dynastie“ handelt vom extremen Vulkanismus am Ende der Kreidezeit und den Einfluss auf die Dinosaurier am Beispiel von Tyrannosaurus und abschließend von dem Meteoriteneinschlag, der die Dinosaurier (bis auf die Vögel) aussterben ließ.

Specials[Bearbeiten]

2001 und 2002 erschienen zwei Specials zu Dinosaurier – Im Reich der Giganten.

2001 erschien Die Geschichte von Big Al (englischer Originaltitel: The Ballad of Big Al). In diesem Special wird die Biografie eines Allosaurus, namens Big Al, erzählt.

Ein weiteres Special erschien 2002. Unter dem Namen Im Reich der Giganten (englischer Originaltitel: Chased by Dinosaurs) macht der Zoologe Nigel Marven eine fiktive Zeitreise in das Erdmittelalter, um das Rätsel der „Riesenklaue“ von Therizinosaurus zu lösen und den „Kampf der Giganten“ zwischen Giganotosaurus und Argentinosaurus im heutigen Argentinien mitzuerleben.

Im Jahr 2006 trat Marven auch in der von der BBC produzierten Dokumentarfilmreihe Monster der Tiefe als Zoologe auf Zeitreise auf. Weiterhin produzierte man mit ihm auch die Serie Prehistoric Park (2007).

Hintergrundinformationen, Produktion und Quoten[Bearbeiten]

Bei Beginn der Dreharbeiten gab es für Tim Haines, den Produzenten der Serie, die Schwierigkeit einen geeigneten Drehort für die Landschaftsaufnahmen zu finden, denn im Erdmittelalter gab es noch kein Gras, das heute nahezu weltweit verbreitet ist. Deshalb musste auf Gebiete wie Neuseeland, die Bahamas, Neukaledonien, Chile, Kalifornien und Australien ausgewichen werden.

Mit Hilfe von Computer Generated Imagery (CGI) wurden die Tiere animiert, nur bei Nahaufnahmen wurde auf 3D-Animationen verzichtet, da ihre Wirkung nicht als hinreichend realistisch eingeschätzt wurde. An ihrer Stelle kamen Animatronica zum Einsatz. Die Produktion kostete 18 Millionen US-Dollar und ist bis heute eine der teuersten Dokumentarfilmserien der Fernsehgeschichte.

Die Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen verfolgten sechs Millionen Zuschauer. In den Vereinigten Staaten verzeichnete die Premiere die beste Quote des Discovery Channels in der Sendergeschichte.[2]

Von den sechs Teilen werden in Deutschland zumeist zwei in einer Sendung gezeigt, die Dauer eine Episode beträgt etwa 30 Minuten. Die Serie wurde auf VHS-Kassette und DVD veröffentlicht. Unter Mitwirkung des Paläontologen Martin Sander als wissenschaftlicher Berater ist ein Buch zur Serie erschienen[3].

Die Live-Show[Bearbeiten]

Die Live-Show "Dinosaurier - Im Reich der Giganten" in der Festhalle Frankfurt.

Die auf den Filmen beruhende Live-Show „Walking With Dinosaurs“ beziehungsweise „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ ist 2009 und 2010 in Berlin, Mannheim, Köln, Hannover, Hamburg, München, Nürnberg und Wien aufgeführt worden. Eine weitere Tour macht Anfang 2013 in Leipzig, Oberhausen, Frankfurt, Wien, Stuttgart und München halt.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dinosaurier – Im Reich der Giganten in der Internet Movie Database (englisch)
  2. TV Spielfilm Online
  3. Paläontologe im Interview: "Als Denkhilfe sind Dinofilme nicht schlecht". Auf Spiegel Online, vom 18. Mai 2000. Zuletzt abgerufen am 20. Februar 2013
  4. Pressemappe zur 2013er-Show Aufgerufen am 4. Februar 2013, 20:31 GMT+1

Weblinks[Bearbeiten]