Diodotos Tryphon

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Münze des Diodotos Tryphon

Diodotos Tryphon war ein König des Seleukidenreichs in Syrien. Als General unterstützte er die Ansprüche von Antiochos VI., dem jungen Sohn von Alexander I. Balas, setzte ihn dann aber 142 v. Chr. ab und übernahm selbst die Macht in Syrien, wo Demetrios II. wegen seiner repressiven Politik gegenüber den Juden unpopulär war. Hier musste er sich mit den Hasmonäern auseinandersetzen.

Nach dem Mord an Jonatan 143 v. Chr. wurde er von Antiochos VII. Sidetes und Simon angegriffen. Er zog sich zunächst auf das gut befestigte Dor zurück (1. Makk. 9, 10-14, 25-27), wo ihn Simon belagerte. Schleudergeschosse aus Blei, die die Inschrift „Für den Sieg von Tryphon“ und „Dor - das fünfte Jahr in dem Dor Sumach schmecken muss“ tragen, belegen diese Belagerung archäologisch. Die Belagerung wurde abgebrochen, als Tryphon weiter nach Syrien zog. Bei Antiochia geschlagen, endete er durch Selbstmord.

Der Beiname "Tryphon" bedeutet "Schwelger" und bezieht sich auf sein politisches Programm, das in der hellenistischen Tryphe, zu Deutsch "Luxus", Wohlstand propagiert.

Literatur[Bearbeiten]

Ephraim Stern: Dor, ruler of the seas. Israel Exploration Society, Jerusalem 2000, ISBN 965-221-127-7 (formal falsche ISBN)

Vorgänger Amt Nachfolger
Antiochos VI. König des Seleukidenreiches
142–138 v. Chr.
Antiochos VII.