Diogo de Azambuja

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Diogo de Azambuja (* 1432 in Montemor-o-Velho; † 1518 ebenda) war ein portugiesischer Seefahrer und Entdecker.

Über Diogo de Azambuja ist nur wenig bekannt. Er entstammt einem adligen Elternhaus und war Komtur und Laienbruder (Freire) im Ritterorden von Avis.

Als Komtur des Ordens war er nicht verheiratet, hatte aber mit Leonor Botelho gemeinsam drei Kinder.

Er war einer der wichtigsten Vertrauten des Condestávels von Portugal, Peter von Aragón, begleitete diesen nach der verlorenen Schlacht von Alfarrobeira 1449 ins Exil nach Kastilien.

Nach fünf Jahren Exil kehrte Azambuja an der Seite von Peter von Aragón nach Portugal zurück. 1458 nahm er an der Eroberung von Alcácer-Ceguer teil und beteiligte sich auch an weiteren Kämpfen in Marokko sowie an Feldzügen des portugiesischen Königs gegen Kastilien. Bei einer dieser Auseinandersetzungen verlor Azambuja ein Bein.

Für seine Verdienste erhielt er eine Reihe von Ehrungen und Einkünften und wurde zu einem der königlichen Räte ernannt.

Er beteiligte sich von 1464 bis 1466 an den Versuchen Peter von Aragóns, sich der Krone von Aragón zu bemächtigen. Später verwaltete er dessen Nachlass.

Im Auftrag des portugiesischen Königs Johann II. verließ er am 12. Dezember 1481 Lissabon, um an der afrikanischen Küste südlich der Sahara einen befestigten Handelsposten zu gründen. Als Befehlshaber einer Flotte von neun Schiffen und etwa 600 Seeleuten und Soldaten sowie ca. 100 Handwerkern und Bediensteten legte er am 21. Januar 1482 an der Goldküste im heutigen Ghana den Grundstein für das spätere Fort São Jorge da Mina bzw. Elmina. An dieser Reise nahmen Bartolomeu Diaz und eventuell Christoph Kolumbus als Offiziere teil.

Das Fort Elmina wurde im Verlaufe der nächsten Jahre zum wichtigsten Militärstützpunkt und Handelsposten der Portugiesen an der westafrikanischen Küste. Diogo de Azambuja war von 1482 - 1484 auch der erste portugiesische Gouverneur, capitão-mór, von Elmina.

Nach seiner Rückkehr nach Portugal wurde er zum Fidalgo des königlichen Hauses ernannt und erhielt durch das Königshaus eine Reihe von Ehrungen und Zuwendungen. 1487 war er auf dem Posten des obersten Verwalters der Waffenarsenale des Königreiches zu finden.

1508 eroberte er gemeinsam mit Gracia de Mello die in der wohlhabenden Region von Dukkala gelegene Stadt Safi an der marokkanischen Atlantikküste. Er baute die Stadt zu einer portugiesischen Festung aus und war zum Ende seines Lebens Gouverneur von Safi. Des Weiteren überwachte er den Bau der portugiesischen Festung von Mogador ebenfalls in Nordafrika.

Er ist in der Klosterkirche des Conventos dos Anjos in Montemor-o-Velho begraben.