Dionys Jobst

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Dionys Jobst (* 5. September 1927 in Teublitz) war vom 20. Oktober 1969 bis 26. Oktober 1998 (acht Wahlperioden) Mitglied des Deutschen Bundestages.

Ausbildung und Kriegsdienst[Bearbeiten]

Jobst war nach dem Besuch der Oberrealschule Flakhelfer, im Reichsarbeitsdienst und später in der Wehrmacht. Er wurde verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft. 1947 erlangte er das Abitur. Anschließend studierte Jobst an der Universität München bis 1950 Rechtswissenschaften und promovierte dort 1954. Im darauffolgenden Jahr absolvierte er das zweite Staatsexamen.

Abgeordneten Tätigkeiten[Bearbeiten]

1969 wurde er für die Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) über ein Direktmandat des Bundestagswahlkreis Schwandorf in den Bundestag gewählt. Dort war er langjährig Vorsitzender des Verkehrsausschusses, Präsident der Parlamentarischen Gruppe Bahn sowie Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe. Für letztere Tätigkeit wurde er 1990 mit dem japanischen Orden der Aufgehenden Sonne mit Schulterband ausgezeichnet. 1978 beantragte er im Bundestag, die Regierung solle Franz Beckenbauer von Cosmos New York für die Fußball-WM loseisen. Jobst bekennt sich noch heute dazu, mit diesem nicht ernst gemeinten Antrag vor allem Schlagzeilen gemacht haben zu wollen. Im Jahr 1993 kam er erneut auf die Titelseiten der Feuilletons, als ihn die Bild im politischen Sommerloch aus seinem scherzhaften, jedoch von vielen missverstandenen Vorschlag, Mallorca für 50 Milliarden Mark als 17. Bundesland zu kaufen, unfreiwillig in die Schlagzeilen brachte.[1]

Außerparlamentarische Tätigkeiten[Bearbeiten]

Während des Studiums war er Werkstudent. Nach seinem zweiten Staatsexamen arbeitete er bei der Regierung der Oberpfalz als Regierungsassessor, später war er juristischer Staatsbeamter beim Landratsamt. Weit 1956 war er bei der Deutschen Bundesbahn. Des Weiteren war er Dezernent bei der Bundesbahndirektion Regensburg. Er saß im Aufsichtsrat von Erste Bayerische Basaltstein AG Steinmühle, im Verwaltungsrat der DSL Bank, sowie im Vorstand der Freunde der Universität Tel Aviv. Jobst war Mitglied der Nordatlantischen Versammlung.

Privates[Bearbeiten]

Jobst ist Katholik und lebt als Pensionär in Teublitz. Er ist nicht mehr politisch aktiv.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. volksfreund.de: Mallorca noch immer nicht 17. Bundesland