Dipcadi

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Dipcadi
Dipcadi serotinum

Dipcadi serotinum

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Scilloideae
Gattung: Dipcadi
Wissenschaftlicher Name
Dipcadi
Medik.

Dipcadi ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich vermutlich vom ursprünglich orientalischen Namen für Arten ab, die heute in die Gattung Traubenhyazinthen (Muscari) eingeordnet werden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Dipcadi sind ausdauernde Pflanzen mit unterirdischen Zwiebeln, die papierige oder leicht fleischige Zwiebelschuppen besitzen. Die mit oder nach den Blüten erscheinenden Laubblättern sind linealisch bis bandförmig und selten etwas sukkulent.

Der Blütenstand ist eine lockere, lang gestielte Ähre. Die Blütenhülle ist weiß, grünlich, gelblich oder bräunlich und häufig glauk. Ihre in zwei deutlich verschiedenen Kreisen angeordneten Perigonblätter sind an ihrer Basis miteinander verwachsen und bilden eine Röhre. Die äußeren, ausgebreitet-aufsteigenden Perigonblätter tragen ein fadenförmiges bis kräftig kegelförmiges Anhängsel. Die inneren, an ihren Spitzen aufsteigenden oder ausgebreiteten Perigonblätter setzen die Perigonröhre fort. Die Staubfäden sind an ihrer Basis mit der Perigonröhre verwachsen. Der sitzende Fruchtknoten enthält zahlreiche Samenanlagen.

Die Früchte sind membranartige Kapselfrüchte. Sie enthalten zusammengedrückte, geflügelte Samen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Dipcadi ist im Süden Europas, auf der Arabischen Halbinsel, im tropischen und südlichen Afrika, auf Madagaskar und im Süden Indiens verbreitet.

Die Erstbeschreibung durch Friedrich Kasimir Medikus wurde 1790 veröffentlicht.[1] Die Gattung Dipcadi umfasst folgende Arten:[2]

Synonyme sind Zuccangnia Thunb. (1798, nom. rej. ICBN-Artikel 56.1), Uropetalon Burch. ex Ker Gawl. (1816, nom. superfl. ICBN-Artikel 61.1), Polemannia P.J.Bergius ex Schltdl. (1826), Baeoterpe Salisb. (1866) und Tricharis Salisb. (1866).

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historia et Commentationes Academiae Electoralis Scientiarum et Elegantiorum Litterarum Theodoro-Palatinae. Band 6, Mannheim 1790, S. 431 (online).
  2. Artenliste bei Kew Checklists (abgerufen am 7. April 2013)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dipcadi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien