dir (Kommandozeilenbefehl)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

dir (bei MS-DOS und Windows auch DIR geschrieben) ist ein Kommandozeilenbefehl, der den Inhalt von Verzeichnissen eines Speichermediums ausgibt. Unter anderem wird er in den Betriebssystemen DOS, Windows, OS/2, RT-11, CP/M, VMS oder Singularity verwendet. Aufgrund seiner Bedeutung um sich in einer Kommandozeile überhaupt zurechtzufinden, gehört er neben dem Befehl cd zu den bekanntesten Kommandozeilenbefehlen überhaupt.[1]

dir unter MS-DOS / Windows[Bearbeiten]

DIR war in Tim Patersons 86-DOS enthalten und ist einer der sieben Kommandozeilenbefehlen, die seit der ersten Version von MS-DOS bereits verfügbar waren.[2]

Parameter[Bearbeiten]

Jegliche Parameter sind optional, womit eine reine Eingabe von DIR zum Absetzen des Befehls bereits ausreicht. In diesem Fall werden automatisch Standardwerte für die Parameter verwendet. Zudem besteht die Möglichkeit über die Umgebungsvariable %dircmd% selber Standardwerte für die dir-Parameter zu definieren, die daraufhin bei jeder Verwendung des Befehls automatisch angehängt werden.

Derzeige werden folgende Parameter vom dir-Befehl unterstützt:

Parameter Bedeutung
/A Listet Elemente mit entsprechenden Attributen

/AA = Dateien die zum Archivieren markiert sind
/AD = Verzeichnisse
/AH = Versteckte Dateien >br> /AI
/AL
/AS = Systemdateien
/AR

Mit "-" vorangestellte Parameter werden in ihrer gegenteiligen Bedeutung interpretiert (z.B. /A-H listet nicht versteckte Dateien).

/B Listet nur die Dateien und Verzeichnisse, ohne Überschrift und Zusammenfassung
/C Setzt bei der Dateigröße einen Tausendertrennzeichen
/D Ausgabe als mehrspaltige Liste, nach Spalte sortiert
/L Ausgabe in Kleinbuchstaben
/N
/O Ausgabe wird je nach Kriterium sortiert:

/D = nach Datum
/E = nach Dateierweiterung
/G = Gruppiert Verzeichnisse zuerst
/N = nach Name
/S = nach Größe

Mit "-" vorangestellte Parameter werden in ihrer gegenteiligen Bedeutung interpretiert (z.B. /O-N listet Dateien und Ordner in umgekehrter alphabetischer Reihenfolge auf).

/P Zeigt die Ausgabe seitenweise an.
/Q Zeigt den Besitzer einer Datei an
/R Zeigt Alternativer Datenstrom einer Datei an.
/S Zeigt außer dem aktuellen Verzeichnis auch alle Unterverzeichnisse an.
/T Definiert welche Zeitangaben ausgegeben werden sollen (nur Windows NT)

/TC = Zeitpunkt der Erstellung einer Datei oder Ordners
/TA = Zeitpunkt des letzten Zugriffs auf eine Datei oder Ordner
/TW = "Zeitpunkt der letzten Bearbeitung einer Datei oder Ordners

/W Ausgabe als mehrspaltige Liste, nach Reihe sortiert
/X Zeigt, sofern vorhanden, den Kurznamen einer Datei an (nur Windows NT).
/4 Zeigt die Jahresangaben vierstellig an (z.B. 1994 statt 94)

dir unter anderen Kommandzeileninterpretern[Bearbeiten]

Der DIR-Befehl war schon in CP/M vorhanden. Auch unter Powershell existiert der dir-Befehl, allerdings nur in Form eines Befehls-Alias, der auf den eigentlichen Befehl Get-ChildItem verweist.[3] Unter Unix/Linux wird anstelle von dir der Befehl ls verwendet, um Dateien und Verzeichnisse auszugeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ComputerHope: Top 10 DOS Commands (englisch)
  2. OS/2 Museum: DOS 1.0 and 1.1 (englisch)
  3. Verwenden des Cmdlet "Get-ChildItem" – Seite im Microsoft Technet (Abgerufen am: 19. Juni 2013)