Dirac (Codec)

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Dirac
Dateiendung: .avi, .ogv, .ts, .mkv, andere
Entwickelt von: BBC
Art: Videoformat, Verlustbehaftete Videodatenkompression
Enthalten in: Ogg, MPEG-TS, AVI, Matroska, anderen
Website: diracvideo.org
Schrödinger
Entwickler BBC
Aktuelle Version 1.0.11
(23. Januar 2012)
Programmier­sprache C
Kategorie freier Video-Codec
Lizenz MPL
diracvideo.org

Dirac ist ein im Mai 2004 von der BBC veröffentlichter Videocodec, der eine freie Alternative zu Codecs wie z. B. Microsofts Windows Media Video oder denen der Moving Picture Experts Group darstellen soll. Insbesondere wird darauf geachtet, dass keine von Dritten patentierten Technologien eingesetzt werden.

Dirac wurde am 21. Januar 2008 fertiggestellt. Die Referenz-Implementierung ist in der Programmiersprache C++ geschrieben. Außerdem wurde unter dem Namen Schrödinger ein Projekt gestartet, das eine optimierte und portable Implementierung der Dirac-Spezifikationen zum Ziel hat.

Diese erste Implementierung wurde am 11. März 2008 fertiggestellt und liegt in Version 1.0 vor.

Der unter der Mozilla Public License 1.1 (MPL) veröffentlichte quelloffene Codec erlaubt die Relizenzierung des Codes unter der GNU General Public License 2.0 (GPL) und unter der GNU Lesser General Public License 2.1 (LGPL).

Um möglichst hohe Kompressionsraten ohne Artefaktbildung zu erreichen, verwendet Dirac – im Gegensatz zu konkurrierenden Formaten wie H.264 – eine diskrete Wavelet-Transformation[1] sowie Techniken wie Motion Compensation und arithmetisches Kodieren, die den Videocodec neben dem niedrigen Speicherverbrauch bei hohen Auflösungen auch für Internetstreaming-Anwendungen geeignet scheinen lassen. Die Bandbreite der Auflösungen reicht von QCIF (176×144 Pixel) bis hin zu HDTV (1920×1080 Pixel) und höher. Beim Release war in einer Auflösung von 1920×1080 Bildpunkten von einer Halbierung der Datenrate gegenüber dem MPEG-2-Standard die Rede. Damit wäre seine Kompressionsrate mit der von H.264 vergleichbar.

Neben der freien Softwaregemeinde entwickeln auch verschiedene Universitäten den Codec weiter.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freie Universität Berlin – Institut für Informatik: Ausarbeitung: Der Dirac-Wavelet-Codec und automatisierter Qualitätsvergleich mit Hilfe des GStreamer-Frameworks (PDF; 3,6 MB)

Weblinks[Bearbeiten]