Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit

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Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
«Corporate Design Bund»
Hauptsitz Bern
Vorsteher Martin Dahinden[1]
Aufsicht Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Website www.deza.admin.ch

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA (französisch Direction du développement et de la coopération DDC, italienisch Direzione dello sviluppo e della cooperazione DSC) ist zuständig für die Umsetzung der aussenpolitischen Strategie der Schweizerischen Eidgenossenschaft in den Bereichen Humanitäre Hilfe, globale und regionale Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit. Sie ist eine von sechs Direktionen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA, des schweizerischen Aussenministeriums.

Die DEZA unterstützt die Opfer von Krisen und Konflikten und leistet mit dem Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe SKH Not- und Wiederaufbauhilfe nach Naturkatastrophen und Gewaltkonflikten. In Regionen, die unter grosser Armut oder Konflikten leiden, unterstützt die DEZA die ländliche Entwicklung, Staats- und Verwaltungsreformen oder Programme und Projekte, die den Zugang der Bevölkerung zu Bildung und Gesundheit verbessern oder Beschäftigung und Einkommen erhöhen. In der Ostzusammenarbeit begleitet sie gemäss Mandat von Bundesrat und Parlament politische und wirtschaftliche Reformen. Multilateral engagiert sich die DEZA in internationalen Organisationen unterstützt im Rahmen der globalen Programme gezielt Innovationen und Projekte in den Bereichen Klimawandel, Wasser, Ernährungssicherheit, Migration und Gesundheit.

Entwicklungszusammenarbeit[Bearbeiten]

Die Entwicklungszusammenarbeit – in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO – konzentriert sich auf 17 Schwerpunktländer und acht Sonderprogramme in Afrika, Asien und Lateinamerika. Bhutan, Indien, Pakistan, Peru und Nordkorea werden ab 2012 keine Schwerpunktländer bzw. Sonderprogramme mehr sein. Gegenwärtig sind zirka 750 Projekte in Arbeit. Bei multilateralen Angelegenheiten arbeitet die DEZA vor allem mit den Vereinten Nationen, der Weltbank und regionalen Entwicklungsbanken zusammen.

Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist die Bekämpfung der Armut mittels Hilfe zur Selbsthilfe. So werden wirtschaftliche und staatliche Eigenständigkeit, Verbesserung der Produktionsbedingungen, Bewältigung von Umweltproblemen, besserer Zugang zu Bildung, gesundheitliche Grundversorgung sowie die Kultur gefördert.

Humanitäre Hilfe[Bearbeiten]

Ziel der humanitären Hilfe ist es, in akuten Situationen, zum Beispiel hervorgerufen durch eine Umweltkatastrophe, Leben zu retten und Not zu lindern. Zu diesem Zweck wird das Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe (SKH; vergleichbar mit dem deutschen Technischen Hilfswerk) eingesetzt sowie humanitäre Partnerorganisationen materiell sowie finanziell unterstützt. Die humanitäre Hilfe wird vor allem in den Bereichen Prävention, Not- und Überlebenshilfe, Wiederaufbau sowie Anwaltschaft geleistet. Im Jahre 2005 wurde die humanitäre Hilfe in zehn Regionen, unter anderem in den südostasiatischen Tsunamigebieten sowie in Pakistan nach der Erdbebenkatastrophe, erbracht.

Zusammenarbeit mit Osteuropa[Bearbeiten]

In der Zusammenarbeit mit Osteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS; Ostzusammenarbeit) liegt das Augenmerk besonders auf der Entwicklung einer pluralistischen Demokratie und einer sozialen Marktwirtschaft. Zentrale Punkte sind die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen sowie Reformen im Gesundheits- und Sozialbereich. Die geographischen Schwerpunkte sind Südosteuropa (rund 70 Prozent der Mittel) sowie der GUS (30 Prozent der Mittel). Derzeit sind 200 Projekte in 14 Ländern in Arbeit. Die Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO umgesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DEZA - Direktion. In: DEZA. Abgerufen am 1. September 2011.

46.9440597.407698Koordinaten: 46° 56′ 39″ N, 7° 24′ 28″ O; CH1903: 597645 / 199220