Dirk De Wolf

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Dirk De Wolf 2010

Dirk De Wolf (* 16. Januar 1961 in Aalst, Belgien) ist ein ehemaliger belgischer Radsportler.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

De Wolf bestritt als Straßenrennfahrer bis 1982 Rennen als Amateur. In seiner letzten Amateursaison 1982 hatte er seine größten Erfolge, zum Beispiel mit den Siegen bei den Eintagesrennen Troyes–Dijon und Seraing–Aachen–Seraing, sowie mit dem Gewinn des britischen Etappenrennens Sealink Race. Außerdem erreichte er Platz acht beim Amateureinzelrennen der Straßenweltmeisterschaft.

1983 schloss De Wolf einen Profivertrag beim belgischen Radsportteam Boule d'Or ab. Sein erstes großes Berufsfahrerrennen bestritt er bei Paris–Roubaix, das er mit Platz 28 beendete. Seinen ersten bedeutenden Sieg errang De Wolf 1986 mit dem Gewinn des französischen Etappenrennens Vier Tage von Dünkirchen. Im selben Jahr bestritt er auch seine erste Tour de France, die er mit Platz 64 abschloss. Es blieb seine beste Platzierung bei der Frankreich-Rundfahrt, an der er sich fünfmal beteiligte. Er nahm auch an den beiden großen Rundfahrten Giro d’Italia und Vuelta a España teil. Beim Giro trat er zweimal (1989, 1992), bei der Vuelta einmal (1990) an, stieg aber jedes Mal vorzeitig aus.

Eine bessere Bilanz hat De Wolf bei der Teilnahme an den so genannten Monumenten des Radsports, die er bis auf die Lombardei-Rundfahrt alle bestritt. Bei Paris–Roubaix trat er mit neun Teilnahmen zwischen 1983 und 1994 am häufigsten an und hatte 1989 mit Platz zwei dort sein bestes Ergebnis. Die Flandern-Rundfahrt fuhr er von 1986 bis 1993 sechsmal, mit Platz acht 1989 als bester Platzierung. Seinen einzigen Monumente-Sieg erzielte er 1992 bei Lüttich–Bastogne–Lüttich (insgesamt drei Teilnahmen). Außerdem beteiligte er sich ohne großen Erfolg an Mailand–Sanremo (1992 141. und 1994 135.).

Dreimal erreichte De Wolf Platzierungen bei den Profientscheidungen der Straßen-Weltmeisterschaften. Während es 1986 nur ein enttäuschender 60. Platz war, wurde er 1990 Vizeweltmeister. 1991 erreichte er in Stuttgart Rang sieben. Erwähnenswert sind außerdem die Starts bei der Tour de Suisse, wo De Wolf ebenfalls dreimal in den Ergebnislisten verzeichnet ist: 1992 als 48., 1993 und 1994 jeweils als 67. Die 1994er Tour de Suisse war zugleich sein letztes großes Rennen, mit Saisonende beendete De Wolf seine Laufbahn beim französischen Team Novemail-Histor als Berufsfahrer. Seine meisten Profijahre hatte er zwischen 1985 und 1989 beim belgischen Rennstall Hitachi verbracht. Das bestes FICP/UCI Road Ranking erreichte er 1990 mit Rang 47. Beim UCI World Cup 1991 kam er auf den neunten Platz.

2009 wurde De Wolf beim belgischen Radsportteam Omega Pharma-Lotto als Sportdirektor angestellt.

Tabellarische Übersicht[Bearbeiten]

Siege (Auswahl)
1982 Sealink Race
1986 Vier Tage von Dünkirchen
1989 Quer durch Flandern
1990 Druivenkoers
1991 Giro dell’Appennino
1992 Lüttich–Bastogne–Lüttich
FICP/UCI Road Ranking
1986 FICP 102.
1987 FICP 224.
1988 FICP 515.
1989 FICP 049.
1990 UCI 047.
1991 UCI 050.
1992 UCI 053.
1993 UCI 193.
1994 UCI 304.
Radsportteams
1983 Boule d'Or Belgien
1984 Kwantum Hallen-Yoko Niederlande
1985 Hitachi-Splendor Belgien
1986 Hitachi-Marc-Splendor Belgien
1987 Hitachi Belgien
1988 Hitachi-Bosal Belgien
1989 Hitachi Belgien
1990 PDM-Concorde Niederlande
1991 Tonton Tapis-GB Belgien
1992 Gatorade-Chateau d'Ax Italien
1993 Gatorade Italien
1994 Novemail-Histor Frankreich


Weblinks[Bearbeiten]