Dirk Nockemann

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Dirk Nockemann (* 5. Mai 1958 in Hagen) ist ein deutscher Jurist und Politiker in wechselnden Parteien (PRO, Zentrum, AfD). Er war Innensenator in Hamburg.

Leben[Bearbeiten]

Nockemann studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. 1985 und 1989 legte er die juristischen Staatsexamina ab.

In seiner Jugend war er bei der SPD und den Jusos aktiv.

Im Jahre 2000 schloss er sich der neu gegründeten Partei Rechtsstaatlicher Offensive von Ronald Schill an. 2001 wurde er in die Hamburger Bürgerschaft gewählt. Er war einer der beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden seiner Fraktion. Nachdem Schill im August 2003 aus dem Amt des Innensenators entlassen wurde, wurde Nockemann sein Nachfolger und blieb es bis März 2004. Bei der vorgezogenen Neuwahl am 29. Februar 2004 war Nockemann Spitzenkandidat der Partei Rechtsstaatlicher Offensive. Da diese jedoch mit 0,4 % den Wiedereinzug in die Bürgerschaft verfehlte trat er am Folgetag aus der Partei aus, um in die CDU zu wechseln.

Ende 2004 sorgte er mit Plänen für die Gründung eine neue Rechtspartei in Kooperation dem islamkritischen Journalisten Udo Ulfkotte für Aufregung. Am 11. April 2006 kündigte Nockemann an, im folgenden Mai gemeinsam mit Norbert Frühauf eine Partei zu gründen, deren Programm „konservativ, sozial und bürgerlich“ ausgerichtet sein werde. Er behauptete, bereits 200 potentielle Mitglieder gesammelt zu haben. Schließlich blieb die Gründung einer neuen Partei jedoch aus, stattdessen wurde unter Führung Nockemanns und des ehemaligen Bundesvorsitzenden der Partei Rechtsstaatlicher Offensive Peter-Alexander von der Marwitz Anfang April 2007 ein Hamburger Landesverband der Deutschen Zentrumspartei gegründet. Zur Bürgerschaftswahl 2008 kandidierte Nockemann auf Platz eins der Zentrums-Landesliste. Er erklärte, das Zentrum sei eine „Partei der Mitte“ und rechnete bei der Bürgerschaftswahl 2008 mit 8 % der Stimmen. Am Wahltag entfielen auf das Zentrum 675 Stimmen (0,1 %).

2013 trat Nockemann der Euro-kritischen Partei Alternative für Deutschland bei und ist dort stellvertretender Sprecher des Hamburger Landesverbands.[1] Bei der Wahl am 25. Mai 2014 wurde er als Spitzenkandidat der AfD in die Bezirksversammlung Bergedorf gewählt.[2]

Nockemann ist seit der Abberufung als Innensenator wieder als Verwaltungsbeamter der Freien und Hansestadt Hamburg tätig. So wechselte er nach Aufgabe seiner Ämter in der Behörde für Inneres in die Behörde für Bildung und Sport, in der er Leiter der Abteilung für Immobilienangelegenheiten ist.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Dirk Nockemann, Internationales Biographisches Archiv 22/2004 vom 29. Mai 2004 (rl) Ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 19/2004, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Zeit Sie wollen die Alternative für Deutschland sein
  2. Übersicht über die gewählten Mitglieder der Bezirksversammlung Bergedorf beim Statistikamt Nord, abgerufen am 30. Mai 2014.