Dirk van Hogendorp

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Dirk van Hogendorp

Graf Dirk van Hogendorp (* 13. Oktober 1761 in Heenvliet; † 29. Oktober 1822 in Rio de Janeiro) war ein niederländischer General und Staatsmann. Er entstammte dem Geschlecht Van Hogendorp und war ein Bruder von Gijsbert Karel van Hogendorp.

Er diente neun Jahre in der preußischen Armee, seit 1783 in den niederländischen Kolonien als Beamter der Ostindischen Kompanie, wurde hier verhaftet, entfloh aber 1799 in seine Heimat. 1803 ging er als Gesandter nach Sankt Petersburg, kehrte 1805 nach Holland zurück, wurde 1807 vom König Ludwig Bonaparte zum Kriegsminister, in demselben Jahr zum Gesandten in Wien, 1809 in Berlin, 1810 in Madrid ernannt. 1811, nach der Einverleibung Hollands, trat er als Divisionsgeneral und Adjutant des Kaisers in die französische Armee und wurde 1812 zum Gouverneur von Vilnius, 1813 von Hamburg ernannt, wo er sich überall durch seine Härte verhasst machte. Nach Napoleons Sturz zog er sich nach Holland zurück, trat aber 1815 wieder in Napoleons Dienste. Durch den Ausgang der Schlacht bei Waterloo außer Dienst gesetzt, schiffte er sich 1816 nach Südamerika ein und starb am 29. Oktober 1822 auf einem Landgut bei Rio de Janeiro.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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