Dirk van den Berg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dirk van den Berg

Dirk van den Berg (* 10. Mai 1966 in Hilden) ist ein deutscher Regisseur und Produzent.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Nachdem er kurz nach dem Abitur aus Deutschland nach Italien ging, arbeitete er nach dem Studium der Musikwissenschaften und Dramaturgie an der Universität La Sapienza in Rom zunächst mehrere Jahre an Theatern und Opernhäusern in Italien und anderen Ländern. Als letzter Schüler von Andrea Camilleri absolvierte van den Berg das Studium der Regie an der Accademia nazionale d’arte drammatica „Silvio D’Amico“, ebenfalls in Rom.

Unmittelbar nach seinem Diplom bot sich ihm die Möglichkeit, in Moskau seinen ersten Spielfilm zu drehen. Er schrieb zusammen mit dem russischen Autor Wladimir Makanin eine Reihe von Drehbüchern, welche die Realität des von der Sowjetunion zum neokapitalistischen Russland gewordenen Riesenlandes darstellte. Trotz des Erfolges des Filmes wurde nur eine Pilotfolge hergestellt. Van den Berg entschied sich, die Arbeit des Regisseurs von der Pike auf neu zu lernen und begann, neben der künstlerischen eine parallele Karriere als 1st AD und Line Producer.

Nach langer Tätigkeit bei vielen vor allem internationalen Filmprojekten führte er mehrmals Regie bei deutschen Fernsehfilmen, begann dann Filme zu schreiben und zu produzieren. Sein erster Film als Produzent für die Münchner K5 Film war die US-deutsche Koproduktion Steel Trap, ein Thriller des mexikanischen Regisseurs Luis Camara. Seit Beginn 2009 wieder freier Produzent, war er als Associate Producer für die deutsch-amerikanische Koproduktion Generation 9/11 tätig, ein ambitionierter Kino-Dokumentarfilm, der auf den sog. „10 Thesen“ von Jürgen Todenhöfer fußt. Regie führte Oscar-Preisträger Nigel Noble. Van den Berg drehte u.a. den größten Teil der im Orient entstandenen Bilder selbst, u.a. in Syrien, Jordanien, Palästina und auch in Afghanistan.

Zusammen mit seinem Partner, dem Produzenten und Dramaturgen Herbert Gehr, gründete er die Filmproduktion OutreMer Film mit dem Ziel, Projekte mit und für den Nahen Osten, Vorderasien und Nord-Afrika zu entwickeln. Der erste Film SEAMS OF DESIRE, eine Dokumentation über die versteckte Sexualität der arabischen Frauen, wurde in Damaskus (Syrien) und Beirut (Libanon) bereits angedreht, musste aber wegen des Bürgerkriegs bis auf Weiteres abgebrochen werden. Seitdem zeichnete van den Berg einige Dokumentarfilme als Regisseur und mit OutreMer Film auch als Produzent, u.a. in Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, Äthiopien und der Kaschmir-Region.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Swinging Addis (2014), Regisseur und Produzent, OutreMer Film
  • Leider ein Mädchen (2012), Regisseur und Produzent, OutreMer Film
  • Das Kaschmirtal - Der Dal-See (2012), Regisseur, ARTE
  • Seams of Desire (2011), Produzent und Co-Autor für OutreMer Film
  • Generation 9/11 (2010), Regie: Nigel Noble (Oscar 1982), Kreativer Produzent & Executive Producer Mittlerer Osten
  • Separation City (2009), Regie: Paul Middleditch, Line Producer Germany
  • Condemned (2007), Regie: Luis Camara, Ausführender Produzent K5 Film
  • I, Don Giovanni (2006), Regie: Carlos Saura, Line Producer & Music Coordinator
  • The Holy Family (2006), Regie: Raffaele Mertes, Line Producer & Executive Producer Jordan
  • The Prey (2005), Regie: Curtis Radclyffe, Line Producer
  • The Grooming (2005), Regie: John Irvin, Line Producer
  • The Lives of the Saints (2004), Regie: Jerry Ciccoriti, Action Director
  • Le Fugitif (2004), Regie: Andrea Manni, Line Producer (Frankreich)
  • Die Spur meiner Tochter (2000), Regie: Hajo Gies, Action Director
  • Il Cielo sotto il Deserto (1998), Regie: Alberto Negrin, Line Producer
  • Nicolao Dalle Pomarance (TV) (2003-2004, Doku-Serie), Regie
  • Falsche Liebe (TV) (2000), Regie
  • Russische Zeiten (TV) (1993, Reihe), Regie

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Projekte[Bearbeiten]

2005 projektierte van den Berg einen Dokumentarfilm über den Diplomaten Wilhelm Wassmuss.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kerstin Loehr: Ich will wachsen an der Welt, Artikel über ein Filmprojekt des Regisseurs über Wassmuss; online