Dirlewang

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Dirlewang
Dirlewang
Deutschlandkarte, Position des Marktes Dirlewang hervorgehoben
4810.5620Koordinaten: 48° 0′ N, 10° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dirlewang
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 23,3 km²
Einwohner: 2033 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 87742,
87782 (Wallenried)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08267
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 127
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktstr. 19
87742 Dirlewang
Webpräsenz: www.dirlewang.de
Bürgermeister: Alois Mayer (Überparteiliche Wählergem.)
Lage des Marktes Dirlewang im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
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Dirlewang ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Dirlewang.

Geografie[Bearbeiten]

Dirlewang liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben, etwa 30 km östlich von Memmingen.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Dirlewang, Altensteig und Helchenried.

Zu Dirlewang gehören die Orte Alesrain, Altensteig, Eberscholl, Helchenried Leutenhof, Osterlauchdorf und Wallenried. Die Ortschaften Beiburg, Holzhauserin, Luwang, Tannburg und Wichstein sind abgegangen.

Geschichte[Bearbeiten]

Besiedelt wurde das heute Gebiet des Marktes wohl schon zu römischer Zeit, was Ausgrabungen und Grabfunde beweisen. Auf dem Gemeindegebiet wurden mehrere römische Ziegeleien ergraben.[2]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde "Durniwanc" im Jahr 919. Der bereits vor 1400 zum Markt erhobene Ort Dirlewang gehörte seit 1617 zur Herrschaft Mindelheim des Kurfürstentums Bayern. Seit dem Gemeindeedikt von 1818 ist Dirlewang politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich die Gemeinden Helchenried am 1. April 1972 und Altensteig am 1. Juli 1972 an.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.540, 1987 dann 1.762 und im Jahr 2000 2.098 Einwohner gezählt. Im Jahr 2008 wurden 2.190 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Alois Mayer (Überparteiliche Wählergem.). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 781 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 101 T€.

Pfarrkirche St. Michael

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot zwischen zwei silbernen Zinnentürmen, deren Sockel aus silbernen und blauen Quadern bestehen, ein geschlossenes goldenes Tor mit Einlasspförtchen in silberner Mauer.“

Schon vor 1400 verfügte der Ort Dirlewang über das Marktrecht, aber erst 1725 wurde ihm zunächst als Siegel ein eigenes Wappen durch Kurfürst Max Emanuel II. von Bayern verliehen. Das geschichtliche Wappen des Marktes ist seinem Inhalt nach schwer zu deuten. So ist die rote Feldfarbe identisch mit der Hauptfarbe des Wappens des ehemaligen Fürststiftes Kempten, das über mehrere Jahrhunderte Dirlewang als Lehen besaß, bis es 1587 auf Hans Fugger käuflich überging. Das Tor mit Einlasstürchen zwischen zwei Türmen gab verschiedentlich Anlass für eine naive und sicher unzutreffende Auslegung des Wappenbildes für den Ortsnamen (Dirle=Türlewang=für offen). Viel wahrscheinlicher sollten aber durch das Wappenbild die seinerzeit besonderen Rechte des Marktes wie die Hohe Gerichtsbarkeit, die Freiheit von der Frondienstleistung und das Marktrecht auch unter bayerischem Recht (Farben weiß-blau) als gesichert herausgestellt werden.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 30. August 1990 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Die Flagge ist Gelb - Blau gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Die Gestaltung der Gemeindeflagge übernahm der Freisinger Theodor Goerge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Dirlewang

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 7, im Produzierenden Gewerbe 207 und im Bereich Handel und Verkehr 58 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 83 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 708. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1361 ha. Davon waren ha Ackerfläche und 1070 ha Dauergrünfläche.

Dirlewanger Bürgerbeteiligungsbatterie[Bearbeiten]

Roßkopf bei Dirlewang

Im Mai 2011 gab Bürgermeister Alois Mayer bekannt, dass es Planungen für ein Pumpspeicherkraftwerk bei Dirlewang gibt. Der Standort Dirlewang wurde aus mehreren Gründen ausgewählt.

  • regelmäßige Hochwasser, die durch einen neu errichteten Staudamm zurückgehalten werden.
  • nahegeleger Roßkopf, ein ca 700 meter hoher Berg, auf dem der Speichersee entstehen soll
  • vorbeiführende Stromleitung mit Trafostation. Es ist also keine neue Leitung nötig.

Das Netz wird zusätzlich mit 6,18 Megawatt belastet, das ist Strom für 20.000 Menschen, der für sechs Stunden gespeichert werden kann.

Hochwasserwehr von Norden
Hochwasserwehr von Süden

Verkehr[Bearbeiten]

Dirlewang liegt an der Bundesstraße 16, die von Roding über Regensburg nach Füssen führt. Auch ist die A96 etwa drei Kilometer entfernt (Ausfahrt Mindelheim).

Der Ort ist ein Knotenpunkt im Busverkehr und liegt an den Linien 912 (Mindelheim-Dirlewang), 913(Dirlewang-Baisweil), 914 (Mindelheim-Binkenhofen) und 912 (Dirlewang-Erisried). Der nächste Bahnhof ist der etwa fünf Kilometer entfernte Bahnhof Mindelheim.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 92 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 18 Lehrern und 351 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 524