Disk-Image-Datei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
QS-Informatik

Dieser Artikel wurde wegen inhaltlicher Mängel auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Informatik eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Informatik auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich an der Diskussion! (+)
Begründung: Ersten drei Abschnitte sind derzeit weitgehend ein How-To. --NacowY 13:04, 3. Aug. 2011 (CEST)

Die Artikel Disk-Image-Datei und ISO-Abbild überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Hamburger 21:31, 3. Jan. 2012 (CET)

Eine Disk-Image-Datei (Endung .dmg oder .sparseimage oder .sparsebundle) ist ein Speicherabbild-Datenformat unter Mac OS X.

Ein solches Disk-Image ist ein Abbild eines Datenträgers und kann wie ein Festplattenlaufwerk beispielsweise einer Formatierung unterzogen und in Partitionen unterteilt werden.[1]

Der zugehörige MIME-Typ ist application/octet-stream. Eine Disk-Image-Datei kann sowohl durch Passwort geschützt als auch komprimiert werden und wird deshalb vor allem zum Schutz von sensiblen Daten sowie zur Verteilung von Software über das Internet verwendet. Beim Öffnen eines Disk Image wird die Datei eingehängt und erscheint als Laufwerk im Finder. Vor dem Öffnen kann mitunter ein Lizenzvertrag erscheinen.

Disk-Image-Dateien können entweder eine feste Größe haben, z. B. die Größe einer DVD (4,7 GByte), oder automatisch wachsen, wenn man sie mit Daten füllt. Letztere werden als „Mitwachsendes Image“ (englisch "sparse image") bezeichnet ("sparse" = spärlich, siehe auch Sparse-Datei). Durch einen Übersetzungsfehler wurde daraus im deutschen Text von Mac OS 10.3 ein „Einfaches Image“, dieser Lapsus wurde in neueren Betriebssystem-Versionen behoben. „Mitwachsende Images“ können zunächst nur wachsen, nicht jedoch kleiner werden, wenn man Dateien darin löscht, eine Verkleinerung auf Minimalgröße ist jedoch über die Kommandozeile möglich (siehe hdiutil).

Das „Mitwachsende Bundle-Image“ (engl. "sparse bundle") wurde mit Mac OS X 10.5 „Leopard“ eingeführt und zerlegt, transparent für den Anwender, das Image in kleinere Dateien à 8 MiBytes. Dies hat gegenüber einer großen Einzeldatei den Vorteil, dass bei einer inkrementellen Datensicherung (z. B. über „Time Machine“) nur die geänderten Teile des Images gesichert zu werden brauchen, anstatt bei jeder noch so kleinen Änderung die gesamte Image-Datei. Weiterhin lassen sich somit auch große Images, insbesondere solche mit mehr als 4 GiByte, auf FAT32-Volumes ablegen.

Disk-Image-Dateien können ohne oder mit Verschlüsselung (AES mit 128 Bit Schlüssellänge, ab Mac OS 10.5 Leopard auch mit 256 Bit Schlüssellänge) mit dem Festplatten-Dienstprogramm (Disk Utility) oder in früheren Versionen mit Disk Copy erstellt werden. Diese Programme verwenden dieses Dateiformat auch zum Brennen von CDs und DVDs. An der Befehlszeile gibt es das Programm hdiutil. Andere Programme sind FileStorm und FreeDMG.

Öffnen unter Windows[Bearbeiten]

Um Disk-Image-Dateien unter Windows zu öffnen, gibt es das kommerzielle Programm TransMac[2] und das kostenlose Programm HFSExplorer. Auch verschiedene Packer wie 7-Zip können das Format lesen.

Mit dem Linux-Programm mkdosfs kann man VFAT-formatierte Disk-Image-Dateien erstellen, um den Datenaustausch zwischen Mac und (virtuellem) PC zu vereinfachen. Um das Image dann unter Windows zu aktivieren ("mounten"), wird noch das Hilfsprogramm vdk.exe benötigt.

Öffnen unter Linux[Bearbeiten]

Unter Linux können Disk-Image-Dateien prinzipiell direkt in das System eingebunden werden. Allerdings gilt dies nur für unkomprimierte Dateien, komprimierte Disk Images müssen vorher konvertiert werden. Die Versionen lassen sich nicht direkt erkennen, doch mit dem Unix-Kommando file lässt sich der MIME-Typ der Datei bestimmen. Über diesen kann dann eine Unterscheidung stattfinden.

$ file unkomprimiert.dmg
unkomprimiert.dmg: Macintosh HFS Extended version 4 data last mounted by [...]
block size: 4096, number of blocks: 6400, free blocks: 218
$ file komprimiert.dmg
komprimiert.dmg: VAX COFF executable not stripped – version 376

Eine unkomprimierte Datei lässt sich dann direkt mounten.

$ mount -t hfsplus -o loop unkomprimiert.dmg /tmp/dmg/

Die komprimierte Version muss vor dem Einbinden konvertiert werden. Dazu muss in den meisten Linux-Distributionen das Programm dmg2img nachinstalliert werden. Die daraus resultierende Datei kann dann auf dem üblichen Weg eingebunden werden.

$ dmg2img -i eingabedatei.dmg -o ausgabedatei.dmg
$ mount -t hfsplus -o loop ausgabedatei.dmg /tmp/dmg/

Umwandlung unter Mac OS X[Bearbeiten]

Disk-Image-Dateien können unter Mac OS X in ein ISO-Abbild umgewandelt werden. Hierzu wird das Programm hdiutil in der Kommandozeile verwendet, das über das Dienstprogramm Terminal aufgerufen wird.

$ hdiutil convert Datei.dmg -format UDTO -o Datei.iso

Gegebenenfalls muss die Datei.iso.cdr in Datei.iso umbenannt werden.

$ mv imagefile.iso.cdr imagefile.iso

Die anschließend erstellte .iso-Datei kann auf eine CD oder DVD gebrannt werden.

Images vom Typ "sparse image" oder "sparse bundle" lassen sich durch Löschen unbenutzter Bereiche auf Minimalgröße verkleinern, indem man folgenden Befehl verwendet:

$ hdiutil compact Datei.dmg

Diese Verkleinerung durch das Entfernen ungenutzter Bereiche findet inzwischen abhängig von der genutzten Software beim Löschen von Image-Inhalten oft automatisch statt.

Unter Mac OS 10.5 „Leopard“ können Disk-Images nicht nur über die Kommandozeile, sondern auch mit dem Festplatten-Dienstprogramm in ein anderes Format umgewandelt werden; so kann beispielsweise aus einem "sparse image" ein "sparse bundle" gemacht werden. Auch lässt sich mit dem Festplatten-Dienstprogramm die Größe eines Images ändern.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. hdiutil(1) Mac OS X Manual Page. Apple. 22. April 2009. Abgerufen am 21. Januar 2012.
  2. http://www.chip.de/downloads/c1_downloads_12994267.html

Weblinks[Bearbeiten]