Diskontsatz

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Wichtige Leitzinsen (Stand: 8. März 2013)
Zinssatz Höhe
Europäische Zentralbank (gültig ab: 8. Mai 2013)
Einlagesatz (deposit facility) 0,00 %
Hauptrefinanzierungssatz (main refinancing operations) 0,50 %
Spitzenrefinanzierungssatz (marginal lending facility) 1,00 %
Schweizerische Nationalbank (gültig ab: 3. August 2011)
3-Monats-Libor-Zielband 0,00–0,25 %
Federal Reserve System (gültig ab: 1. Mai 2011)
Federal-Funds-Rate-Zielband 0,00–0,25 %
Diskontsatz (secondary discount rate) 0,75 %
Bank of Japan (gültig ab: 19. Dezember 2011)
Diskontsatz (basic discount/loan rate) 0,30 %
Bank of England (gültig ab: 5. März 2009)
Repo Rate 0,50 %
Chinesische Volksbank (gültig ab: 6. Juli 2012)
Diskontsatz (one-year lending rate) 6,00 %

Der Diskontsatz (von ital. disconto, zu lat. discomputare für abrechnen) ist der Zinssatz, zu dem eine Bank Wechsel an die Zentralbank verkaufen (rediskontieren) kann. Damit kann sie sich kurzfristig Liquidität verschaffen. Als Preis zahlt sie dafür den Diskontsatz (als Abschlag vom Nominalwert).

Der Diskontsatz wird von einer Zentralbank festgelegt, in Deutschland vor 1999 von der Deutschen Bundesbank. Er galt in Deutschland als Basiszinssatz und war deshalb Bezugspunkt in vielen Verträgen. Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Geldpolitik auf die Europäische Zentralbank (EZB) wurde das Diskontgeschäft eingestellt. Die EZB setzt den Leitzins fest.

In Verträgen und Gesetzen wurde der Diskontsatz durch den Basiszinssatz abgelöst, der mit Wirkung seit 1. Januar 2002 gemäß § 247 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelt ist.

Siehe auch [Bearbeiten]

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