Diskussion:Berliner Stadtschloss

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Diese Diskussionsseite dient dazu, Verbesserungen am Artikel Berliner Stadtschloss zu besprechen. Persönliche Betrachtungen zum Artikelthema gehören nicht hierher. Für allgemeine Wissenfragen gibt es die Auskunft.


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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Contra Schloss

Ist das Argument, es würde sich nicht um alte Bausubstanz handeln nicht falsch, weil die Kellerreste freigelegt wurden? Oder werden diese nicht ins Schloss integriert? --Bessawissa94 10:41, 29. Nov. 2008 (CET)

Nein werden sie nicht. Gebaut werden soll ein Betonklotz mit vorgehängter Fassade, die dann so wie das alte Stadtschloss aussieht. (nicht signierter Beitrag von 77.186.2.42 (Diskussion | Beiträge) 23:23, 16. Okt. 2009 (CEST))

[Bearbeiten] Symbolik

Wieso bitteschön soll das Schloss, das im Äußeren klar ein Werk des Barock und Klassizismus ist, ein Symbol des Kaiserreiches sein? Ich ändere den entsprechenden Teil im Text. Chalco 1.4.05

Als Residenz der deutschen Kaiser ist dieser Bau selbstverständlich auch ein Symbol des Kaiserreichs. Und der Satz Wiedergewinnung der Identität des historischen Ortes ist auch von dir, also was soll das? Ich füge den Absatz wieder ein. 790 09:00, 2. Apr 2005 (CEST)

Ich wollte auch bloß darauf hinaus, dass man das als alleinige Identifikationsepoche darstellt. Aber wenn es so im Zusammenhang steht, ist es ja ok. Chalco 2.4.05

Habe mal versucht, das ganze besser auszudrücken und statt "Kaiserreich" "Monarchie" eingefügt.19:20, 20. Jan. 2008 (CET)

Ist wirklich belegt, daß das Schloß Hauptwohnhaus der Hohenzollern war? Ich hatte mal vor vielen Jahren gehört, daß es in erster Linie ein Sitz preußischer Staatsverwaltung war. (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag – siehe dazu Hilfe:Signatur – stammt von 77.181.130.165 (DiskussionBeiträge) 17:38, 26. Aug. 2008 (CEST))

[Bearbeiten] Entscheidung für den Wiederaufbau

Der Verweis(Link) auf Hannes Swoboda führt,glaube ich, zu einem anderen Hernn Swoboda, der Mitglied im EP ist und aus Österreich kommt.

Das stimmt schon.. Grotesk, n'est-ce pas? -- Jcr 10:53, 7. Feb 2006 (CET)

[Bearbeiten] abgeschlossene Lesenswert-Kandidaturen

[Bearbeiten] Berliner Stadtschloss (gescheitert)

Das Berliner Stadtschloss war die Hauptresidenz der Kurfürsten von Brandenburg, später der Könige in bzw. von Preußen und der Deutschen Kaiser des Deutschen Reiches. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt, am 7. September 1950 wurde es auf Geheiß von Walter Ulbricht gesprengt.

  • Symbol support vote.svg Pro exzellent ist der Artikel noch nicht aber ich fand ihn schon lesenswert --Atamari 02:12, 6. Aug 2005 (CEST)
  • Symbol oppose vote.svg Contra beschäftigt sich zu wenig mit dem Schloß als solchem, sondern nur werbisch für den Wiederaufbau. Jcr 11:20, 6. Aug 2005 (CEST)
  • Symbol oppose vote.svg Contra Das ist leider so. Die ziemlich heikle Frage, in der sehr wahrscheinlich gegen den Willen einer großen Mehrheit in der Berliner Bevölkerung entschieden wurde, wird viel zu unkritisch dargestellt. --Magadan ?! 20:43, 6. Aug 2005 (CEST)
    Nur mal so: Zitat aus dem Artikel: Nach aktuellem Stand (März 2005) sind die Berliner mehrheitlich (46%) für die Wiedererrichtung des Schlosses gegenüber dem Erhalt des Palastes der Republik, einem Neubau oder einer Grünfläche. Wo siehst Du da eine Mehrheit gegen den Wiederaufbau? --ALE! 17:33, 8. Aug 2005 (CEST)
  • Symbol oppose vote.svg Contra Ist wirklich der Wiederaufbau der wichtigere Teil einer encyklopädischen Information über dieses Gebäude? Was ist mit den historischen Ereignissen (Revolution 1918, doppelte Ausrufung der Republik usw.)? Der Artikel ist zwar interessant aber nicht encyklopädisch! --Hegen 17:51, 9. Aug 2005 (CEST)
  • Symbol support vote.svg Pro. Der Wiederaufbau wird zwar langatmig beschrieben, aber IMHO kommt der Rest nicht zu kurz. Auch wenn die inhaltliche Gewichtung vielleicht andersrum liegen sollte. --Bender235 12:38, 11. Aug 2005 (CEST)
Die Lesenswert-Abstimmung findet dort statt: WP:KLA
Nachfolgende Kommentare wurden nach der Kandidatur hier eingetragen. --BLueFiSH  16:08, 7. Feb 2006 (CET)
  • Symbol oppose vote.svg Contra der artikel ist zwar schön im ersten teil, aber ich muss mich der kritik anschliessen, dass er danach in eine werbung für den wiederaufbau umschlägt. nebenbei: wozu die erwähnung eines sponsors (thyssen...) für die planen der schlossfassade? es soll doch ein enzyklopädischer artikel sein und kein werbungsforum. schliesslich finden sich eine reihe wertender sätze wie z.b. "Damit war eine unabhängige, seriöse und sachliche Empfehlung gegeben, der auch die prominenteren Schlossgegner nicht viel hinzufügen konnten" in dem artikel. die haben aber in einer enzyklopädie nichts zu suchen. ich denke, der teil, der sich mit dem wiederaufbau beschäftigt, sollte stark gekürzt und besser als eigener artikel (mit mehr wille zur sachlichkeit) eingestellt werden. ich würde mir mehr informationen über das (historische) schloss selbst wünschen, auch z.b. über seinen abriss usw. von dem prädikat "exellenter artikel" scheint mir der artikel noch weit entfernt zu sein. leider...

[Bearbeiten] Berliner Stadtschloss (gescheitert)

Der Artikel ist mir eben aufgefallen. Aktuell und wie ich meine lesenswert. Grüße --Franz Wikipedia 18:33, 11. Aug 2006 (CEST)

  • Symbol support vote.svg Pro: Wirklich umfassend, gut geschrieben und liebevoll illustriert. Formale Kleinigkeiten:
      • Die Wendung "Deutscher Kaiser des Deutschen Reiches" in der Einleitung ist ungeschickt. Sollte IMHO zu "Kaiser des Deutschen Reiches" umgebogen werden.
      • "Gegründet" wurde das Gebäude sicher nicht. Entweder hat der Kurfürst es gestiftet oder errichten lassen.
      • Der Artikel ist zu stark verbläut. Einige Daten (Jahre, Tage) könnte man sicherlich entlinken.
    • Inhaltliche Kleinigkeiten:
      • Beim Abschnitt "Künstlerische Bedeutung" fehlt mir die Einordnung in die bauliche Umgebung. Am Stadtschloss haben sich schließlich die Architekten orientiert, die die Nationalgalerie, die Museen und den Berliner Dom entworfen haben. Jonathan Groß 19:37, 11. Aug 2006 (CEST)
  • contra! mehr als die hälfte beschäftigt sich mit einem in den sterne stehenden wiederaufbau. über die baugeschichte und baugestalt erfährt man nicht mehr, als in einen vernünftige einleitung gehören würde. --Carroy 23:44, 11. Aug 2006 (CEST)
  • contra - der Anteil, der sich mit dem tatsächlich mal real existierten Schloß beschäftigt, ist peinlich kurz, Architektur und Bedeutung desselben fehlt vollständig etc. -- Achim Raschka 23:46, 11. Aug 2006 (CEST)
  • contra Allein zur Flutung der Stadtschlossbaustelle beim Bau der ersten Version der Residenz ließe sich ein ganzes Kapitel schreiben. Und was haben wir hier? Besteht die Stadtschlossgeschichte etwa nur aus den heutigen Kellern, dem Portal am Staatsratsgebäude und den Diskussionen zum Wiederaufbau? Wirklich sehr mager.. (btw: es gibt auch noch Bilder vor 1800 vom Schloss) --Jcornelius Benutzer Diskussion:Jcornelius 23:55, 11. Aug 2006 (CEST)
  • contra das geht mir insbesondere zum Ende hin alles zu sehr durcheinander, Inhalts- und Zeitensprünge... "Kultursenator Thomas Flierl möchte den Abriss" des Palastes der Republik "noch verhindern", aber klar ist dass "Agora das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der deutschen Hauptstadt sein" wird... tja und mir fehlt eben auch eine vernüftige Beschreibung des Schlosses. ••• ?! 00:08, 12. Aug 2006 (CEST)
  • Symbol oppose vote.svg Contra aufgrund der bereits angeführten Argumente, insbesondere der von Jcornelius--Stephan 05:25, 12. Aug 2006 (CEST)
  • contra siehe Vorredner, zudem würde ich für einen lesenswerten Artikel über eines der Hauptwerke des protestantischen Profanbaus des Barocks von überragender Bedeutung für die Kunstgeschichte einen Grundriss des Gebäudes erwarten. --ONAR 07:23, 12. Aug 2006 (CEST)
    • interessante Wendung. Wie kann ein Profanbau eigentlich protestantisch sein? Grübelt --Janneman 16:55, 12. Aug 2006 (CEST)
  • contra siehe Vorredner. --Shui-Ta 09:39, 12. Aug 2006 (CEST)
  • contra - Das Verhältnis von dem was der Artikel bringen könnte, zu dem was er derzeit ist, stimmt bei weitem nicht. Und wenn es mal stimmen sollte, irgendwann mal, dann wäre er Exzellent und nicht nur Lesenswert. --BLueFiSH  (Klick mich!) 21:15, 12. Aug 2006 (CEST)
vorzeitig gescheitert --schlendrian •λ• 11:56, 13. Aug 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Neptunbrunnen

Soll denn nach der Fertigstellung des Schlosses auch der Neptunbrunnen wieder verlegt werden? Er befand sich ja ursprünglich vor dem Schloss. --Juhan 11:13, 13. Jul. 2007 (CEST)

Siehe dazu ausführlich http://www.morgenpost.de/content/2007/06/11/berlin/904749.html --BLueFiSH  (Langeweile?) 12:00, 13. Jul. 2007 (CEST)

Danke! Gruß Juhan 17:06, 26. Feb. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Schlosskuppel

Gibt es schon eine Entscheidung für einen Wiederaufbau der Schlosskuppel? --Times 18:18, 10. Aug. 2007 (CEST)

Ja schon lange, wird aufgebaut.


Das Schloss wird auf 3 Seiten nach barockem Baustil gebaut. Dazu gehört auch der Kuppelbau. --Bessawissa94 10:43, 29. Nov. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Künstlerische Bedeutung

Dieser Absatz ist falsch, in der Kunstgeschichte war das Gebäude bekannt für seine übermomumentale, schnecht proportionierte Ausmasse. Im Bereich Bau-Innovation hat es auch nichts neues erfunden. Von den Innenräume habe ich keine Ahnung. Bitte einige Quellen dazu, das würde mich wundern 10:53, 23. Feb 2008 (atog)

Viel unbedeutender und übelproportionierter ist übrigens der gegenüberliegende Berliner Dom. --Tt 00:42, 29. Nov. 2008 (CET)

Die künstlerische Bedeutung des Schlosses ist für die Architekturgeschichte eher nachrangig. Die Standardwerke der Architekturgeschichte zählen es entweder gar nicht oder nur am Rande auf (exemplarisch z.B. Norberg-Schulz: Barock; Stuttgart, 1985). Der Entwurf wird gegenüber tatsächlich einlussreichen Werken als plump oder schwülstig dargestellt, schon gar nicht ist das Schloss aus architektur- oder bauhistorischer Sicht ein Hauptwerk. Besondere bautechnische Fortschritte gab es nicht, die Entwurfsgestalt zeigte keine besonderen Neuerungen, sondern orientierte sich am Vorgefundenen und an den zeitgenössischen Moden, z.B. Berninis Entwurf für den Louvre. So sehr man den Verlust des Stadtschlosses aus vielerlei Gründen schmerzhaft vermissen darf, sollte man bei der architekturhisorischen Bewertung auf dem Boden der Tatsachen bleiben. - Beste Grüße --MMG 15:04, 16. Nov. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Rundbogen auf der Schlossfreiheit

Berlin Nationaldenkmal Kaiser Wilhelm mit Schloss 1900.jpg

In der Leipziger Straße, rund 1 km östlich vom Potsdamer Platz steht ein großer Rundbogen mit Säulen. Davor steht eine "historische Meilensäule von 1730". Handelt es sich bei den Teilen um die Originalteile, welche vor dem Haupteingang des Stadtschlosses mal standen? --Unify 02:34, 23. Mär. 2008 (CET)

Das sind die Spittelkolonnaden. Die standen schon immer (mehr oder weniger exakt) an dieser Stelle. --BLueFiSH.as (Hilf mit!) 03:05, 23. Mär. 2008 (CET)

Der Rundbogen ist der wiederaufgebaute südliche Teil der Spittelkolonnaden, dessen Original schon 1927 wegen Straßenverbreiterung abgebrochen wurde. Die Meilensäule stand für auf dem Dönhoffplatz und bezeichnete den Mittelpunkt Berlins. Bis hierhin wurden die Kilometerangaben ab und bis Berlin gemessen. --Benutzer:Konstantindegeer (15:37, 26. Mär. 2010 (CET), Datum/Uhrzeit nachträglich eingefügt, siehe Hilfe:Signatur)

[Bearbeiten] Abtrennung der Diskussion um den Wiederaufbau

[Bearbeiten] Wiederaufbau des Schlosses in neuen Artikel ?

Wäre es nicht sogar denkbar, den Artikel zu teilen? Ein Artikel zu Geschichte, Kunst etc... muss ja nicht zwingend etwas mit dem Neubau eines Gebäudes zu tun haben, das es nicht mehr gibt. Im übrigen hätte selbst ein Neubau mit dem historischen Schloss m.E. nicht viel zu tun (Innenausbau und Nutzungskonzepte sind von denen des einstigen Gebäudes sehr verschieden.)

-- Viktor.Smirnow 11:08, 16. Jan. 2007 (CET)

Nun ja, der Neubau steht ja noch ziemlich in den Sternen. Solange es dazu nichts konkreteres gibt (und das wird wohl noch einige Jahre so blieben), sollten auf alle Fälle die wesentlichen Inhalte dazu hier stehen bleiben. --Martin Zeise 18:59, 16. Jan. 2007 (CET)


Da ich es für sehr uangebracht halte, einfach so ohne Nachfragen den so großen Artikelteil Wiederaufbau in einen anderen (neuen) Artikel zu packen, möchte ich zunächst hier ein Paar Meinungen einzuholen.


Die wichtigste Frage ist nämlich:

Soll der Artikel ausgebaut werden unter Beibehaltung der derzeitigen Textmassen in Sachen Wiederaufbau ?

oder aber

Soll der Wiederaufbau in einen neuen Artikel ausgegliedert werden?


In jedem Fall möchte ich dem Artikel eine neue Gliederung verpassen und ihn erheblich ausbauen, daher drängt sich mein Anliegen auf.

--Florian S. 01:15, 16. Jul. 2007 (CEST)


[Bearbeiten] ein Artikel Berliner Stadtschloss und ein Artikel Humboldt-Forum

Auf dieser Diskussionsseite tut es wirklich gut, etwas vom ganzen Engagement so vieler Benutzer wahrzunehmen.

Die zeitliche Entwicklung am Schlossplatz zu Berlin trennt doch die Themen:

  • das Stadtschloss zu Berlin von der Errichtung bis zum Brand, zur Zerstörung und Sprengung
  • der Palast der Republik von der Errichtung bis zum Abriß
  • der beschlossene Neubau Humboldt-Forum, jedoch auf drei Seiten mit Schlossfassaden-Replik

Also trennen sich doch dementsprechend auch die Artikel thematisch ganz logisch in

  1. Berliner Stadtschloss, wie vorhanden,
  2. Palast der Republik, ebenfalls wie vorhanden, und
  3. Humboldt-Forum, wie es gebaut werden wird und wo es nicht national, sondern mit internationaler Kultur und Kunst weitergeht

Einen Wikipedia-Artikel zum Humboldt-Forum muß es also vom Anlass und vom Thema her sowieso geben. Denn was es war und was es wird, ist nicht mehr zu ändern, auch wenn in der Öffentlichkeit noch viele Meinungen nach anderen Lösungen trachten.

Das eigentliche Problem zur Umsetzung der Themen in Wikipedia-Artikeln liegt in der Dominanz der Fassaden-Frage: die bejahte Fassade für den Neubau läßt "das Schloss wieder auferstehen" - der Mensch denkt Wiederaufbau!

Gegen diese Dominanz der (sicherlich schön ansprechenden) barocken Fassade geht das Thema "beeindruckender Neubau eines Humboldt-Forums für die Begegnung mit internationaler Kultur und Kunst" mangels Vorstellungskraft und ob Distanz zu Inhalten/zum neuen Thema fast völlig unter. (Ein weiteres wird sein, was der Berliner Volksmund daraus macht - ein internationales Beton-Schloss zu Berlin, nein, das Thema ist zu ernst für so dumme Einlassungen)

Ich bin dafür, einfach dem "dritten" Thema Humboldt-Forum einen Artikel zu widmen - damit die Wikianer das alte Stadtschloss weiterpflegen und auch ein neues "Themen-Gebäude, nämlich ihr künftiges Humboldt-Forum" mit enzyklopädischem Anspruch beschreiben, pflegen, ändern, aktualisieren - ich stelle einfach mal was unter Humboldt-Forum ein, und andere Fachleute (bin ich nicht) werden einen richtigen Humboldt-Forum-Artikel daraus machen - wofür ich hier schon danke sage.

mfG Wolfgang Pehlemann 14:21, 14. Sep. 2008 (CEST)

[Bearbeiten] Architektenwettbewerb Humboldtforum - Entscheidung 28.11.2008

Heute, 28.11.08 ist unter "Finanzierung" im Artikel eingefügt worden, Zitat: "Am Freitag, den 28. November 2008, wurde bekannt gegeben, dass das italienische Architekturbüro Stella mit dem Wiederaufbau beauftragt wird." Das war - ich bitte seitens des Einfügenden um Nachsicht - zu ändern, weil so nicht zutreffend, auch wenn es viele oberflächliche Berichterstatter in den Medien so verbreitet haben.

Richtig ist:

  • 1. Es wurde das Ergebnis des Architektenwettbewerbs Humboldtforum bekanntgegeben.
  • 2. Das italienische Architekturbüro Stella wurde mit nichts beauftragt, sondern erhielt heute, am 28.11.08 für deren Architektenentwurf den ersten Preis zuerkannt, der mit 100.000,- Euro dotiert ist.
  • 3. "Wiederaufbau" wäre ebenfalls nicht korrekt, denn es ginge definitiv um einen Neubau (für Humboldtforum) mit Replik von Stadtschlossfassaden an 3 Seiten. Es wird also so oder so kein Stadtschloss wiederaufgebaut, da der Neubau gänzlich andere Ausbauten und Zweckbestimmungen erhalten wird (sie Bundestagsbeschlüsse hierzu).
  • 4. Eine Beauftragung ist heute überhaupt nicht erfolgt, denn eine Freigabe für Beauftragungen ist noch von der Entscheidung des Deutschen Bundestages abhängig, so Minister Tiefensee heute am 28.11.2008 bei der Bekanntgabe der Preisverleihung dieses Architektenwettbewerbs.
  • 5. Stella ist Architekt, er würde dann auch nicht mit "Wiederaufbau oder Neubau" beauftragt werden, sondern wenn, dann allenfalls mit Planung.
  • 6. Nach Planung käme die Ausschreibung, nach der eine oder mehrere Bauunternehmungen mit dem Neubau beauftragt werden könnten.

So wäre eine zutreffende Erläuterung von den Medien geschuldet gewesen. - Ergo versuchen wir bei Wikipedia es besser als mancher Medienberichterstatter. MfG --Wolfgang Pehlemann 20:36, 28. Nov. 2008 (CET)

Wenn ein Gebäude, das im Krieg oder nach dem Krieg komplett zerstört wurde (Keller mal ausgenommen) und man baut es dann unter Berücksichtigung alter Pläne wieder auf, dann redet man vom "Wiederaufbau". Das ist auch allgemeiner Sprachgebrauch, und ich bitte doch darum, dass dieser allgemeine Sprachgebrauch sich auch in der WP wiederfindet. Vielen Dank. Ninety Mile Beach 22:40, 28. Nov. 2008 (CET)
Nein, der Einwand von Wolfgang Pehlmann stimmt schon. Auch wenn immer vom Wiederaufbau des Schlosses gesprochen wird, es handelt sich um den Neubau des Humboldt-Forum, dem drei rekonstruierte Schlossfassaden vorgesetzt werden. Plus Kuppel oben drauf. Ich werde das auch in meinem neu erstellten Artikel über Francesco Stella ändern. -- Pippo-b 23:47, 28. Nov. 2008 (CET)
Und warum heißt es in der von Dir angeführten TAZ-Quelle dann "Der Italiener Francesco Stella, Fachleuten und selbst Jurymitgliedern weitgehend unbekannt, soll das Stadtschloss der Hohenzollern mit den Barockfassaden und der Kuppel wieder aufbauen."?????? Ninety Mile Beach 00:15, 29. Nov. 2008 (CET)

Weil unsere Medien schlecht sind. Eigentlich ist sogar "Neubau" missverständlich. Da wird ein Gebäude gebaut, fertig. "Neubau" suggeriert Ersatz eines anderen Gebäudes, was ja nicht ganz stimmt. Die Siegerlösung ist übrigens miserabel: Schlosskapelle ja (Aussage: pro Verbindung von Religion und Politik), Einbindung des Volkskammersaales sein. Auch die Spreefront hätte ganz an den Fluss heran treten müssen. Ohne Spreefront wirkt das sehr beliebig und provinziell. --Tt 01:04, 29. Nov. 2008 (CET)

Dieselbe Diskussion gab es übrigens bereits beim Braunschweiger Schloss, das eigentlich auch nur ein neugebautes Einkaufszentrum mit Schlossfassade ist. -- DrTom 12:48, 30. Nov. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Missverständliche Formulierungen für den Förderverein

Den Abschnitt über die Spendensammlung des Fördervereins finde ich etwas unglücklich formuliert:

  • Das gesetzte Spendenziel 80 Mio. impliziert zunächst, dass der Betrag dem Bau zufließen soll. Tatsächlich sind es aber (wie im nächsten Satz zu lesen) 66 Mio. Der Rest wird für Werbung, PR und Verwaltung verwendet.
  • Die Formulierung des Satzes kann zum irreführenden Schluss verleiten, dass er die gesammelten Spenden als finanzielle Mittel zu Verfügung stellen wolle. Dem ist lt. Satzung nicht so: „Der Verein soll mit diesen Mitteln Architekten- und Bauleistungen zur Rekonstruktion der Schlossfassaden selber durchführen oder durchführen lassen, mit der Folge, dass das Ergebnis der Leistungen an einen öffentlichen oder gemeinnützigen Träger zu übergeben ist [...]“. Allerdings wird die Satzung in den Hauptzielen wieder relativert, hier heißt es sogar: „Die Serienanfertigung der Fassadenelemente [...] ist dann Sache des beauftragten Generalunternehmers [...]. Damit wird der größte Teil der Spenden dem künftigen gemeinnützigen Bauherrn in Geld zur Verfügung gestellt.“ Es scheint also unklar, ob der Beitrag finanziell, planerisch oder in Form einer fertigen Fassade erfolgt.
  • Lt. Jahresabschlüssen [1] wurde von den bisher eingenommenen Spenden (ganz grob überschlagen) knapp die Hälfte für Werbung, PR und Verwaltung verwendet, d.h. für "Fassadenplanung" und "Modellherstellung" blieb (grob überschlangen) die andere Hälfte der Spenden übrig.
  • Wenn ich die Jahresabschlüsse richtig interpretiere, wurde diese "andere Hälfte" für Fassadenplanung und Modellherstellung ausgegeben. Die folgende Formulierung macht das meiner Meinung nach nicht wirklich transparent: "Bis zum Baubeginn des Schlosses lässt der Förderverein bereits auf eigene Kosten Baupläne, Muster und Studien der Baudetails anfertigen..."
  • Der OMA-Leser könnte glauben, die Spenden "für den Wiederaufbau" würden gesammelt, bis der Wiederaufbau beginnt oder zumindest eine konkrete Bauplanung vorliegt. Dem ist nicht so, gemäß Jahresabschlüssen hat der Verein keine nennenswerten Rücklagen gebildet.

Vielleicht habe ich ja auch die Website des Vereins falsch verstanden, dann bitte ich um Korrektur meiner Einwände. Andernfalls schlage ich folgende Formulierung vor:

Der Förderverein Berliner Schloss e.V. will die Schlossfassaden spendenfinanziert planen, evtl. erstellen und dem späteren Träger übergeben. Für Planung und Herstellung der Fassadenelemente in Sandstein rechnet der Verein mit Kosten in Höhe von 66 Mio. Euro (Stand 2007). Das Bundesbauministerium hat den Wert der zur Verfügung gestellten Fassaden bereits fest in die Gesamtkostenplanung für das Stadtschloss mit eingeplant. Der Verein hat sich ein Spendenziel 80 Mio. Euro gesetzt, 14 Mio. Euro werden für Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Verwaltung veranschlagt. Seit 2005 werben auch verschiedene Berliner Großunternehmen wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Wall AG für Spenden. Bis einschließlich März 2008 wurden 8,29 Mio. Euro an Spenden eingenommen, die etwa zu gleichen Teilen für Fassadenplanung und Modellherstellung einerseits sowie Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung andererseits verwendet wurden. Weitere 7,51 Mio. Euro sind verbindlich zugesagt worden.[2]

Was meint Ihr?--Englischer Limonen-Harald 11:03, 29. Nov. 2008 (CET)

Im Großen und Ganzen finde ich die Formulierung in Ordnung. Nur schreibt das BMVBS wie schon 2002 aktuell wieder, dass zur Wiedererrichtung der historischen Fassaden ... 80 Millionen Euro durch private Initiativen und Spender erwartet erwartet werden. Da steht nichts von Verwaltung, PR oder ähnlichem. Abgesehen dass von der taz vor zwei Wochen eine aktuelle Kostenschätzung von benötigten 113 Mio EUR zitiert wurde, betrachtet man entweder die Verwaltung sowie die PR-Maßnahmen des privaten Vereins als Teil der Baukosten oder man wirft absichtlich mit Nebelkerzen um sich. Ich weiß bloß nicht, wie man diesen Widerspruch neutral im Artikel unterbringt. --Martin Zeise 20:08, 30. Nov. 2008 (CET)

Der Verein selbst nennt die 80 Mio als „Mehrpreis der Schlossfassaden“, 66 Mio als „Planungs- und Herstellungskosten“ und die restlichen 14 Mio. als „Kostensteigerungen, Mehrwertsteuererhöhungen [...] Werbungskosten [...] und die Verwaltungskosten“.[2] Wenn das BMVBS 80 Mio. zur „Wiedererrichtung der historischen Fassaden“ erwartet, rechnet es entweder noch mit anderen Spendern, formuliert "missverständlich" oder hat das Vereinsziel nicht richtig verstanden... Ob das schon Nebelkerzenwerfen oder noch euphemistische Pressearbeit ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Formulierung des Wiki-Artikels könnte sinngemäß dahin gehen, dass der Verein die Planung und Herstellung im Wert von 66 Mio bereitsstellen will, dazu 80 Mio einzusammeln plant und die Differenz u.a. für Werbungs- und Verwaltungskosten des Vereins vorgesehen sind. Diese Differenz halte ich für erwähnenswert, um den Nebel eventueller Nebelkerzenwerfer zu lichten. Dessen ungeachtet könnte man noch ergänzen, dass verschiedene Medien diese Kostenplanung für sehr optmistisch halten - Quellen gibts dafür wohl genug... --Englischer Limonen-Harald 21:03, 1. Dez. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Architekturdiskussion

Braunschweiger Schloss


Architekturleistung der Gegenwart
Architekturleistung des 19.Jh.


Die Aussage

„Ein wiedererrichtetes Gebäude einer vergangenen Zeitepoche wäre eine Absage an die Architektur der Gegenwart.“

ist eine persönliche Meinung aller Architekten, die Affenkäfige aus Blech, Glas und Stahl errichten. Wie soll den bitte daraus eine Absage "an die Architektur der Gegenwart" folgen? Ein Gebäude der Neorenaissance als Richtung des Historismus wird dem 19.Jh. zugerechnet und nicht der Renaissance. So platt wie einige Architekturtheorie begreifen geht es nun wirklich nicht. Man darf einen Kiwi nicht mit einer Kartoffel verwechseln, auch wenn sie sehr oberflächlich betrachtet ähnlich aussehen. Der Wiederaufbau des Schlosses ist ganz klar eine Architekturleistung des 21.Jh. und somit eine Architekturleistung der Gegenwart. Außerdem ist Architektur kein Dogmatismus! Wo bleibt die Flexibilität? Wer sagt denn, dass Architektur der Gegenwart immer im "Wellpappe-Stil" wie des Guggenheim-Museums aussehen muß? Wenn man das möchte, kann Provokation auch durch den Ansatz einer exakten Reproduktion erzeugt werden. Aber ob Provokation in der Achitektur überhaupt sein muß, bezweifle ich. Harmonie ist mitunter besser.

Guggenheim Museum

Die Fachliteratur kennt hierfür Begriffe wie klassische moderne Architektur. Die jetzige Frauenkirche Dresden ist als moderne Architekur zu begreifen, da hier entscheidende Verbesserungen gegenüber den Originalbauplänen vorgenommen wurden. Ebenso ist der Neubau des Braunschweiger Schlosses moderne Architektur. --Skraemer 12:06, 29. Nov. 2008 (CET)

Architektur im Sinne von Baukunst beschränkt sich nicht auf die rein ingenieurstechnische Umsetzung eines Baus. Insoweit ist also eine bloße Kopie barocker Architektur keine Architekturleistung unserer Zeit, sondern höchstens eine Hommage an eine Architekturleistung des Barock. Deine Argumentation stützt sich auf die banale Feststellung, dass heute gebaute Architektur "Architektur von heute" ist. Ob sie deshalb auch zeitgemäß oder "modern" ist, ist noch mal eine andere Frage.
Ich bewundere übrigens die Architektur des Barock, schreibe selbst gerade eine Arbeit über ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Aber gerade auch deswegen finde ich diesen phantasielosen und völlig oberflächlichen Schlosswiederaufbau in Berlin schrecklich. Hier soll ein Bau entstehen, dessen Funktion in überhaupt keinem Zusammenhang mit der Form stehen darf, das Humboldt-Forum soll sich als Barockschloss verkleiden. Reine Kulissenarchitektur. Da ist der Entwurf von Oswald, Enders u. Montfort [3] wenigstens noch ehrlicher, indem er die Fassade des Schlosses einfach als freistehende Wand um die eigentliche Architektur im Inneren herumführt (aber genauso unbefriedigend).
Die wiederaufgebaute Dresdner Frauenkirche ist hiermit meiner Meinung nach nicht gut zu vergleichen. Eine Kirche lässt sich auch heute noch als Kirche nutzen (auch wenn Kirche heute eine weitaus geringere Rolle spielt als damals), aber ein Residenzschloss aus der Zeit des Absolutismus hätte als Neubau heute keine Funktion mehr, weshalb es absurd ist es wieder originalgetreu aufbauen zu wollen. Und auch dadurch, dass es nur von außen wie das Schloss aussehen, innen dann aber etwas ganz anderes sein soll, wird dieser Widerspruch nicht aufgelöst. Und dann stellt sich auch noch die Frage, welche Aussage mit dem Schlosswiederaufbau eigentlich gemacht werden soll. Öffentliche repräsentative Architektur hat ja immer auch eine symbolische Ebene (und die hat übrigens auch bei der Dresdner Frauenkirche einen anderen Wert als beim Schloss). Soll mit dem Schloss die Geschichte des Ortes gewürdigt werden? Dann hätte man aber nicht den Palast der Republik abreißen dürfen. So wie es sich durch Stellas Entwurf darbietet, symbolisiert das Schloss in meinen Augen nur den Wunsch, Geschichte rückgängig zu machen und spricht sich gleichzeitig für den oberflächlichen Schein aus. Nichts was ich unterstützenswert fände.--R. Nackas 15:48, 3. Dez. 2008 (CET)
Und was haben deine Ausführungen mit dem Artikel zu tun? Persönliche Betrachtungen (siehe Baustein oben auf dieser Seite) gehören hier nicht hinein. Dafür gibt es die einschlägigen Webforen oder den Stammtisch um die Ecke. Wir können hier nicht die Schloss vs. Palast vs. Sonstwas-Debatte neu aufleben lassen. --Times 16:32, 3. Dez. 2008 (CET)
Sorry, da hast du natürlich recht. Wobei allerdings auch Skraemers Beitrag, auf den ich ja geantwortet habe, dann nur ganz am Rande etwas mit dem Artikel zu tun hat. Also, nur in Bezug auf den Wikipedia-Artikel: der monierte Satz "Ein wiedererrichtetes Gebäude einer vergangenen Zeitepoche wäre eine Absage an die Architektur der Gegenwart" sollte gemäß Wikipedia:Neutraler Standpunkt im Zusammenhang der Pro-und-Kontra-Argumente stehen bleiben. Allerdings wäre hier (wie bei den anderen Argumenten auch) eine Quellenangabe wünschenswert.--R. Nackas 17:32, 3. Dez. 2008 (CET)

[Bearbeiten] KSZE ?

Im Artikel steht: "Nach der Anerkennung der DDR als souveräner Staat im Rahmen der KSZE-Konferenz 1973, wurde die Tribüne wieder beseitigt und mit dem Bau des Palastes der Republik begonnen, der 1976 fertiggestellt werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt war noch das komplette Kellergeschoss des Stadtschlosses erhalten und wurde nun teilweise für die neue Bodenwanne des Palastes beseitigt." Mal von der negativen Konontation des Wortes "beseitigt" abgesehen - welchen Zusammenhang gab es zwischen der Konferenz, an der diverse Staaten teilnahmen, welche die DDR schon zuvor anerkannt hatten, und dem Baus des PdR?Oliver S.Y. 14:44, 29. Nov. 2008 (CET)

Das hätte ich auch gern gewusst. "Anerkennung" ist schon mal falsch, da es niemanden gab, der absolut die DDR hätte anerkennen können. Das konnten nur einzelne Staaten. Und die haben es teils - wie der Vorredner schon sagte - vorher getan. Teils aber auch nicht 1973. Und es ist kein Zusammenhang mit dem Platz und den Schlossresten zu erkennen. Man könnte ja auch schreiben, dies sei nach dem Erscheinen von Goats Head Soup geschehen. Oder aber angeben, welcher Zusammenhang tatsächlich bestehe. BerlinerSchule 19:25, 10. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Barrierefreiheit des neuen Berliner Stadtschlosses

Wird das neue Berliner Stadtschloss barrierefrei sein? --88.78.14.238 20:05, 29. Nov. 2008 (CET) GANZ sicher. --Robinson7601 14:13, 26. Aug. 2009 (CEST)

wieso sollte das ganz sicher sein? wäre es das, kann man dann überhaupt noch von rekonstruktion sprechen? das ganze projekt ist m.e. ein paradebbeispiel für die unfähigkeit von deutschland die DDR als einen teil von der geschichte deutschlands zu sehen und zu respektieren. wäre das so, man hätte den palast abgerissen und die steigenhäuser stehen gelassen. (nicht signierter Beitrag von 193.171.240.15 (Diskussion) 01:53, 12. Nov. 2011 (CET))
Bei einer konsequenten Rekonstruktion würde das 1950 gesprengte barrierefreie Treppenhaus Schlüters, die „Gigantentreppe“, aus der Zeit um 1700 wieder erstehen. Siehe hier:[4].--Gloser 13:49, 12. Nov. 2011 (CET)

[Bearbeiten] Ursprung der Trümmerteile in der Kastanienallee?

Hallo. Stammen die im Artikel Hirschhof erwähnten Trümmerteile wirklich vom Stadtschloss oder vom Berliner Dom? Ist das je abschließend geklärt worden? Stern 16:53, 4. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Wiederaufbau Stadtschloss - Unrichtigkeiten

Etwas aufgestört durch die Löschung des Weblinks auf unsere Plattform schlossdebatte.de (die einige Monate bestand hatte und von einem mir unbekannten Nutzer eingepflegt worden war), nachdem ich deren Name in den Link mit aufgeführt hatte, möchte ich hierzu wie auch zu einigen Fehlern in dem Artikel anmerken: a) die Löschung des Links auf unsere Website wurde vorgenommen, weil sie tendenziös sei. Hierzu ist anzumerken, dass wohl alle Akteuere in der Diskussion um den Wiederaufbau eine (subejktive) Meinung vertreten, neben dem Förderverein Berliner Schloss auch die anderen vereine und natürlich auch Bund und Land als Bauherren. Wenn Links verboten sein sollen, weil in Ihnen Meinungen vertreten werden, müssten wohl fast alle Links auf Wikipedia gelöscht werden. Wenn es aber um die Behauptung geht, auf der Website schlossdebatte.de würden falsche Tatsachen verbreitet, dann ist festzustellen, dass ich (als einer der drei Betreiber der Website) zwei Gerichtsverfahren gegen den Förderverein Berliner Schloss gewonnen habe. In allen Fällen, wo es um Tatsachenbehauptungen ging, habe ich recht erhalten. Die Widerklage des Fördervereins gegen mich, ich würde Unwahrheiten verbreiten, hatte allerdings keinen Erfolg. (siehe hierzu: http://schlossdebatte.de/?p=294) Ich möchte daher dringend bitten, dass die Links auf den Förderverein Berliner Schloss eV und Schlossdebatte.de wieder hergestellt werden. Zudem möchte ich die Aufnahme des Links Kein-schloss-in-meinem-namen.de anregen. (Die Tilgung des Links auf den Förderverein ist zudem halbherzig, da in den Fußnoten noch erhalten) b) Zum Artikel in Wikipedia selber: Dort heißt es: "In dieser Summe sind die gesamten Planungs- und Herstellungskosten der Fassadenelemente in Sandstein in Höhe von 66 Mio. Euro (Stand 2007) enthalten." Dies ist die Kostenangabe des Fördervereins. Der Bund als Bauherr (und damit für die Kosten verantwortlicher) spricht hingegen hierbei von 80,899 Mio. Euro (siehe Haushaltsvorlage vom 1.11.2007). Verbindlich ist die Kostenplanung des Bauherrens und nicht die eines privaten Vereins

In Wikipedia heißt es weiter:"Bis einschließlich März 2008 konnten 8,29 Mio. Euro an Spenden eingenommen werden, weitere 7,51 Mio. Euro sind verbindlich zugesagt worden." Spendenversprechen gelten -selbst wenn sie notariell beglaubigt wurden - buchhalterisch aus guten Gründen erst dann als gesicherte Einnahme, wenn sie erfolgt sein. Weil sehr wohl der Fall sein kann, dass sie nicht erfolgen. Weder den Vereinsmitgliedern noch den Wirtschaftsprüfern noch sonst wem hat Geschäftsführung oder Vorstand eine vollständige Rechenschaft über die angeblichen Spendenzusagen abgelegt. Inzwischen wurde deren Nennung auch in der Spendenuhr getilgt.

In Wikipedia heißt es weiter: "Zugleich verschob Minister Tiefensee alle bisherigen Baudaten um ein Jahr, sodass mit einem Baubeginn im Jahre 2010 zu rechnen ist. Eine Fertigstellung wird nicht vor 2013 erfolgen." Die vom Minister verkündete Terminplanung ist so, doch sie ist völlig unrealistisch. Dass weis der Minister auch selber. Bereits 2005 räumte Bund und Land intern ein, dass mit einem Baubeginn frühestens 2011 zu rechnen sei, obwohl offiziell von 2007 die Rede war. Dies geht aus den Akten der Berliner Senatsverwaltung hervor, die ich neulich eingesehen habe.

In Wikipedia heißt es weiter:"Am Wettbewerb nahmen 158 Architekturbüros teil, wobei die Wettbewerbsauflagen in Form der Repliken der Stadtschlossfassaden auf Kritik stoßen und als hinderlich für kreative Entwürfe angesehen wurden." Es haben nur 85 Architekten am Wettbewerb teilgenommen.

Usw.

Wenn also die Redakteuere von Wikipedia andere tendeziöser Texte bezichtigten, sollten sie kritsicher mit den Texten auf Wikipedia selber sein und deren Inhalte besser prüfen.

Philipp Oswalt, Berlin (falsch signierter Beitrag von Xenaki (Diskussion | Beiträge) 17:49, 5. Jan. 2009) --Speaker Corner 20:43, 5. Jan. 2009 (CET)

Da ich als löschender Wikipedianer angesprochen wurde, möchte ich hierzu kurz Stellung nehmen. Dieser Artikel behandelt in erster Linie die Geschichte des ehemaligen Hohenzollernschlosses. Unter der Rubrik "Weblinks" sind daher nur Webseiten erwünscht, die dieses Thema in angemessener Weise und unter Wahrung des neutralen Standpunktes vertiefen (siehe hierzu die eindeutige Regelung Wikipedia:Weblinks). Dass zwischen dem "Förderverein" und der Person Oswalt eine Art "Privatkrieg" um das Für oder Wider des Humboldtforums (dazu gibt es übrigens einen eigenen Artikel, siehe Humboldt-Forum), ist diverse Male durch den Berliner Blätterwald gezogen, da auch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen erfolgt sind. Auf der Webseite des Fördervereins wird allerdings betont, dass diese Ermittlungen [5] eingestellt wurden. Wie der tatsächliche Sachstand ist, können wir hier nicht beurteilen und ist für diesen Artikel auch nicht von Interesse.
Zu den einzelnen Links: ihre Seite schlossdebatte.de ist weder neutral gehalten noch konzentriert sie sich allein auf das Berliner Schloss (selbst das Frankfurter Goethehaus muss als Kritikpunkt herhalten). Ebenso ungeeignet ist nach WP:WEB die Seite des Fördervereins selbst, da hier offensiv um Spendenmittel geworben wird und somit Wikipedia als Plattform missbraucht wird.
Der Termin der baulichen Fertigstellung Ende 2013 ist vom Bauherrn nach der Kürung des Siegerentwurfes selbst bestätigt wurden. Inwieweit dies realistisch ist, können wir hier nicht beurteilen. Wir müssen uns gem. des neutralen Standpunktes auf die aktuelle Informationslage konzentrieren. Bei neueren Faktenlagen ist dies selbstverständlich anzupassen. Ich gebe Ihnen allerdings recht, dass unter den Weblinks sich noch einige Links befinden, die dort ebenfalls nichts zu suchen haben.
Grundsätzlich gilt: für die Führung der Debatte "Schloss vs. Palast vs. Sonstwas" ist Wikipedia NICHT geeignet. Bitte nutzen Sie dazu ihre eigenen Seiten und verwenden Sie Wikipedia nicht als Multiplikatorplattform. Aber um einen Editwar zu vermeiden, werde ich hierzu eine dritte Meinung unter Wikipedia:Dritte Meinung einholen. --Times 20:09, 5. Jan. 2009 (CET)
Ich habe die Weblinks sowohl zum Förderverein als auch zu schlossdebatte.de wieder eingefügt, weil sie meiner Meinung nach wesentliche Informationsquellen zum Themenkomplex Schlosswiederaufbau sind. Die Richtlinie Wikipedia:Neutraler Standpunkt verlangt bei einem kontroversen Thema (und das ist der Wiederaufbau zweifellos) eine ausgewogene, sachliche Darstellung der unterschiedlichen Standpunkte: "Mehrere verschiedene beziehungsweise sich widersprechende Standpunkte können in einem Artikel beschrieben werden." WP:NPOV fordert keineswegs, dass man kontroverse Meinungen verschweigt oder Informationen vorenthält. Es geht vor allem darum, den WP-Artikelinhalt selbst sachlich und nicht tendenziös und wertend zu verfassen.
Da der Förderverein bei den Wiederaufbaubestrebungen eine führende Rolle gespielt hat, ist dessen Website aus dokumentarischen Gründen wichtig. Und schlossdebatte.de halte ich vor allem deswegen für einen wichtigen Weblink nach Wikipedia:Weblinks, weil die Seite die verschiedenen Entwürfe zur Neubebauung des Schlossareals seit 1993 (also unabhängig vom später entstandenen Konzept "Humboldt-Forum") dokumentiert, jeweils mit ausführlicher Bebilderung und mit Auszügen der Texte der entsprechenden Architekten im Wortlaut.--R. Nackas 21:26, 5. Jan. 2009 (CET)
WP:NPOV schließt selbstverständlich auch den Teil "Weblinks" ein. Unter WP:WEB ist geregelt: ...vom Feinsten [...] und maximal 5 externe Links. "Kulturkämpfe" zwischen Gegnern und Befürwortern kann hier keine Plattform gegeben werden und Webforen (so interpretiere ich die kommentarreiche Seite www.schlossdebatte.de) haben gem. Pkt. 2 hier ohnehin nichts verloren. Ebenso sinnfrei sind die Webseiten der "Gesellschaft Berliner Schloss e.V." (dürfte nach der BT-Entscheidung ohnehin obsolet sein) oder irgendwelche Kommentarseiten, wie "Unser Dorf soll schöner werden". Die Regelungen unter WP:WEB sind aus gutem Grund geschrieben worden. Wenn wir hier Ausnahmen zulassen, dann verlinkt sich hier doch jede Kleinstgruppierung oder jeder Hobbyarchitekt mit seiner Privatmeinung. Dass es Kontroversen um den Wiederaufbau gab und noch gibt, gehört selbstverständlich im Fließtext des Artikels erwähnt. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass diese WP_Regelungen common sense sind. --Times 21:49, 5. Jan. 2009 (CET)
Wie ich bereits sagte, die Verlinkung einer kritischen Website zum Thema widerspricht nicht den NPOV-Regeln, und es ist nicht Sinn von NPOV Kontroversen zu verschweigen. Deshalb wird der Artikel doch noch lange nicht selbst zu einer "Plattform für Kulturkämpfe". Um es noch mal zu verdeutlichen, schlossdebatte.de halte ich deswegen für einen Link "vom Feinsten", weil dort die Entwürfe zur Neubebauung des Schlossareals am besten dokumentiert sind und es eine große Auswahl verschiedener Artikel zum Thema Wiederaufbau/Neubau. Kennst du einen anderen Link der bezüglich der Entwürfe soviel Informationen bietet? Und das Argument mit schlossdebatte.de als Webforum finde ich vorgeschoben, es gibt dort lediglich eine Kommentarfunktion zu den einzelnen Artikeln, vergleichbar wie sueddeutsche.de u.ä. Onlinezeitschriften. Nach WP:WEB sind Internetforen ausgeschlossen und nicht redaktionell verfasste Seiten mit optionaler Kommentarfunktion.
Generell stimme ich dir aber zu, dass die Weblinks durchaus entrümpelt werden sollten. www.stadtbild-berlin.de taugt vielleicht für historisches Bildmaterial, ist aber ansonsten weder aktuell noch besonders informativ. www.humboldt-forum.de gehört in den Artikel Humboldt-Forum und nicht hier hin. www.eldaco.net ist eine kommerzielle Firmenseite die sich nur beiläufig mit dem Schloss beschäftigt. Und die einzelnen verlinkten Artikel könnte man vielleicht besser in den Fußnoten unterbringen.--R. Nackas 22:22, 5. Jan. 2009 (CET)
Also, wenn du einen Link zu den Entwürfen suchst, dann empfiehlt sich Die Morgenpost. Da braucht man sich auch nicht umständlich durch die Untermenüs dieser merkwürdigen Oswalt-Seite zu klicken. Allerdings bietet ein Weblink auf diese Architekturentwürfe der Leserschaft sicherlich keinen Mehrwert, da diese fast ausnahmslos nicht realisiert werden und in die Tonne kommen. Ein Link auf alternative Entwürfe stellt somit eine Episode dar, die in einer Fachzeitschrift für Architekturstudenten besser aufgehoben wäre. Weiterhin scheinst du den Artikel Berliner Stadtschloss (immerhin ein ehemaliges Gebäude mit einer mehrhundertjährigen Geschichte) mit einem Architekturartikel zu verwechseln. Das ist er aber nicht. Kontroverse Meinungen (noch dazu zwischen Glaubenskriegern, die ihre Argumente vor Gericht austragen) werden allenfalls erläuternd im Artikeltext dargelegt und mit Einzelnachweisen referenziert. Ganz sicher werden keine extremen Kritik- oder Schönfärberseiten unter den Weblinks als "vom Feinsten" subsummiert. Bei politischen Themen wird dies schließlich ebenso wenig gehandhabt (Ausnahme evtl. eine extreme Position ist Gegenstand des Lemmas) wie in anderen Bereichen. Was diesem Artikel an Weblinks gut tun würde, wäre mMn ein vertiefender Teil über die Geschichte und Funktion des ehemaligen Hohenzollernschlosses. Das würde auch diesen unsäglichen Wettstreit und die übermäßige Gewichtung des Wiederaufbauthemas als Humboldt-Forum einen Riegel vorschieben. --Times 23:37, 5. Jan. 2009 (CET)
Selbstverständlich geht es bei diesem Artikel in erster Linie um das Schloss als Bauwerk und damit um seine Architektur und Geschichte, und ebenso gehören die Wiederaufbaudebatte und die Architekturwettbewerbe der jüngsten Zeit zu seiner mehrhundertjährigen Geschichte dazu. Genauso wie man beispielsweise mehr über Eosanders nicht realisierte Entwürfe erfahren könnte. Dass nicht realisierte Entwürfe keinen Mehrwert für den Artikel hätten ist aus kunsthistorischer Sicht Unsinn. Die Morgenpost-Seite ist ganz gut um einen kurzen Überblick zu den Entwürfen des letzten Wettbewerbs zu bekommen (jeweils 1 Bild u. kurze Beschreibung), reicht aber nicht an die Qualität der Entwurfsdokumentation auf schlossdebatte.de heran.--R. Nackas 11:12, 6. Jan. 2009 (CET)
Sorry, aber hier mit der Dokumentation von Neben-Entwürfen zu argumentieren, das finde ich dann doch etwas projektfern. Wir schreiben hier nicht für verkappte Architekturstudenten im 3. Semester sondern für eine breite Leserschaft. Ausgewählte Weblinks sollen naturgemäß die Themenstellung des Lemmas vertiefen und ausgiebig ergänzen („….vom Feinsten“). Die Beschreibung von Fantasy-Entwürfen (irgendetwas um die 80 Entwürfe?), die weder etwas mit dem alten Hohenzollernschloss noch mit dem geplanten Forum zu tun haben werden, gehören ganz sicherlich nicht dazu. Bei einer Enzyklopädie geht es insbesondere auch um Nachhaltigkeit. Genauso unsinnig wäre es, einen gesonderten Weblink für hunderte (nicht realisierte) Entwürfe zum Umbau des Reichstagsgebäudes zu setzen. Dafür gibt es schließlich die allwissende Müllhalde gleich um die Ecke. Aber um den Streit nicht weiter zu vertiefen, werde ich zum Thema „Weblinks“ einen gesonderten Abschnitt aufmachen, der externe Links zum Thema Wiederaufbau auf das nötigste beschränkt (gem. WP:WEB). --Times 19:14, 8. Jan. 2009 (CET)

Zu den Kommentaren, insbesondere des Nutzer Times: Der Artikel hier auf Wikipedia behandelt zu über der Hälfte die Frage des Wiederaufbaus in seinen unterschiedlichen Aspekten. Und genau dies ist auch das Thema der webseite schlossdebatte.de. Hier werden zudem als Vergleichsbeispiele in der Rubrik Rekonstruktion auch Vergleichsbeispiele behandelt (und übrigens nicht negativ - der Artikel zum Goethehaus ist nicht wertend). Auf dem Morgenpost-Link ist je Entwurf ein Bild zu sehen, auf schlossdebatte.de eine Reihe von Bildern sowie der Erläuterungstext des Architekten. So ist meines Wissens der Erläuterunsgtext vom Wettbewerbsgewinner Stella nur auf schlossdebatte.de veröffentlicht. Wenn jemand auf wikipedia informationen zum Wiederaufbauprojekt sucht, wird er "Berliner Schloss" als Stichwort eingeben. Und er sollte die Möglichkeit haben, auch Zugang zu den kritischen Informationen zu dem Thema zu haben. Von den Weblinks bei Wikipedia sind soweit ich es überblicke alle zum Wiederaufbau, und auch in der Literaturliste sind einige der Titel zum Wiederaufbau. Also kann ich kein sachliches Problem erkennen, sondern sehe nur die Aversion gegen kritische Stimmen. --Xenaki 23:57, 5. Jan. 2009 (CET)

„Wenn also die Redakteuere von Wikipedia andere tendeziöser Texte bezichtigten, sollten sie kritsicher mit den Texten auf Wikipedia selber sein und deren Inhalte besser prüfen.“
Von dieser Kritik fühle auch ich mich angesprochen, den bemäkelten Passus mit der Spendenuhr habe zum Teil ich eingefügt bzw. bearbeitet.
Zunächst: Ich halte die heftige Reaktion für Overkill angesichts des banalen Vorgangs des Löschen eines Links. Es ist auch etwas enervierend, wenn jemand zu größerer Sorgfalt ermahnt, der sich selbst nicht die Mühe macht, Postings vorm Absenden auf Typos zu überprüfen. Unabhängig davon ist es gut, dass der Link wieder hergestellt wurde, denn die Seite bietet relevante Informationen und Quellen und ist dabei auch nicht tendenziöser als die Website des Fördervereins (und auch nicht weniger).
Die von mir bearbeiteten Passagen spiegeln den Informationsstand im Frühjahr 2008 und die Darstellung der Quelle wider. Da der Förderverein als Quelle in Haupttext und Fußnote genannt wurde, ist die Information für den normalen Leser perspektivierbar. Es ist selbstverständlich, dass „verbindlich zugesagte Spenden“ etwas anderes sind als bereits getätigte Spenden. Wer glaubt, dass Wikipedia-Nutzer den Unterschied nicht verstehen, mag andere Menschen gerne für blöd halten, an der Sachlichkeit der Darstellung ändert das nichts. Dass der Verein in der Spendenuhr nun keine zugesagten Spenden mehr auflistet, ist eine jüngere Entwicklung, die im März 2008 nicht vorausgesehen werden konnte. Jeder engagierte Diskutant auf schlossdebatte.de hätte die Information unter Quellenangabe aktualisieren können. Warum, könnte ich spießumdrehend fragen, ist das nicht geschehen? Ich habe übrigens seinerzeit bewusst die vom Verein gelisteten Zahlen genannt, um die vorherige nebulöse Formulierung „einen mehrfach millionenfachen Betrag“ zu konkretisieren und so die Diskrepanz zwischen Spendenziel und tatsächlichen/zugesagten Beträgen zu verdeutlichen. Dass diese sachliche Ergänzung nun als Beleg für mangelnde Kritikfähigkeit und (implizit) Tendenziösität im Sinne der Schlossbefürworter ausgelegt wird, verbuche ich mal unter Betriebsblindheit.
Ähnliches gilt bezüglich der unterschiedlichen Kalkulationen zu den Kosten der Fassade (auch diese Passage geht zum Teil auf mich zurück.) Das Detail, ob mit 66 Mio oder mit 80,899 Mio Kosten für die Schlossfassade kaluliert wird, ist allerdings irrelevant bezüglich der drei Kernaussagen des Abschnitts: a) der Bund rechnet mit Kosten von 552 Mio Euro (Stand November 2007), b) davon sollen 80 Mio Euro durch Spenden aufgebracht werden und c) nur ein Bruchteil dieser Spenden ist bisher geflossen.
Wenn ich mir, ausnahmsweise, einen zusätzlichen Kommentar erlauben darf: Der Beitrag von Ihnen, Herr Oswalt, spiegelt die humorlose Verbissenheit der ganzen Debatte und die bis zu Justizgefechten reichende Unversöhnlichkeit der Lager wider. Das erklärte Ziel von Wikipedia ist es aber, gerade solches Lagerdenken aus dem Projekt herauszuhalten. Bitte berücksichtigen Sie das in weiteren Beiträgen. beek100 01:08, 6. Jan. 2009 (CET)

ich bin erst ein paar monate in der wikipedia und interessiere mich für das schloss. aber ich muss auch sagen das viele der externen links nicht viel taugen. da sind vereine aufgeführt die praktisch keine rolle spielen. und bei der seite des architekturprofessors bin ich doch ein bisschen erschrocken. bei denen kritiken kann ich kaum etwas ausgewogenes erkennen (man könnte auch meinen, da wird mit gülle geworfen, wie man bei uns sagt). liest man dann den abschnitt "wen fördert der förderverein?", dann kann bestimmt schon der nächszte termin vor gericht angesetzt werden. genau wie die aufrufe unter "kein-schloss-in meinem-namen.de". müssen wir das wirklich hier unter die wp-leser bringen? es gibt doch bestimmt differenzierte pro- und contra-webseiten im netz. gruss in die hauptstadt Micha25 01:31, 6. Jan. 2009 (CET)

Mir persönlich ist es egal, was da auf dem Schlossplatz in Berlin gebaut wird. Was mich aber hierbei insbesondere nervt sind Benutzer, die hier nichts anders tun als die Popularität der Wikipedia auszunutzen und ihre Weblinks für ihre Zwecke zu platzieren um damit ein breiteres Publikum anzusprechen. Aktuell sind es immer noch neun Weblinks, das sind immer noch vier zuviel. Bevor hier aber einige User eigenmächtig löschen, sollte auf dieser Diskuseite vorher ein Konsens gefunden werden. Schade, das der Artikel so wenig zu dem ehemaligen Schloss hergibt. Zweidrittel des Textes beschäftigt sich nur mit dem Wiederaufbau-Gezänk. Kein Wunder, dass die Lesenswert-Kandidatur schon mehrmals gescheitert ist :-( Fastfood 17:35, 6. Jan. 2009 (CET)

Der Artikel ist schwach, ohne Frage, die externen Links sind da nur ein Nebenpunkt. Es sollte der obige Vorschlag wieder aufgegriffen und die Teile zum Wiederaufbau sollten in einen eigenen Artikel oder in den Artikel zum Humboldtforum ausgelagert werden. Vielleicht nimmt sich dann auch jemand des historischen Schlosses an, über das viel mehr gesagt werden könnte. --beek100 18:41, 6. Jan. 2009 (CET)
Wie viele andere schon schrieben: Alles zum Neuaufbau und die Link-Problematik gehören in den Artikel Humboldtforum, auf den hier maximal ein "siehe auch" zu verweisen haben sollte - allein um alle sonst zwangsläufige Redundanz zu vermeiden. Ein neuaufgebautes Berliner Stadtschloss existiert nicht und gehört nicht zum Lemma. -- S-b 17:40, 8. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Auswahl der Weblinks

Da es aktuell immer wieder Kontroversen um die Auswahl und Anzahl der externen Links gibt, nachfolgend ein Vorschlag zur notwendigen "Eindampfung" (max. 5 Weblinks gem. WP:WEB) auf ein gesundes Maß:

  • Das BAM-Portal bleibt; ist der einzige, der sich nicht mit dem Wiederaufbaustreit beschäftigt
  • Link des Fördervereins: bleibt als Pro-Befürworter und offizieller Spendensammler verlinkt (bleibt)
  • Schlossdebatte.de: bleibt als Gegenpart und Sammelpunkt für Kritiker ebenfalls verlinkt (dann brauchen wir auch keine gerichtliche Klage befürchten ;-)) (bleibt)
  • Forum Stadtbild-Berlin.de: kann gern gelöscht werden; da keine tiefergehenden Leserinfos
  • Berliner-Schloss e.V.; löschen; die Truppe für den originalgetreuen Wiederaufbau hat sich durch die BT-Beschlüsse und den Architektenwettbewerb überlebt. Zudem werden kostenpflichtige Broschüren angeboten.
  • Stadtschloss Berlin-Initiative: siehe Argumentation bei Berliner Schloss e.V.
  • Kommentierung von Dr. Göschel ebenfalls nicht repräsentativ und kann entfernt werden
  • „Unser Dorf soll schöner werden“: polemischer Kommentar, der in dieser Preisklasse unter schlossdebatte.de im Dutzend billiger zu bekommen ist.
  • Link des Deutschlandradio: etwas zu optimistischer Link zum Wiederaufbau; kann auch raus.

Damit beschränken wir uns auf 3 Weblinks, von denen sich zwei auf den Wiederaufbaustreit konzentrieren. Beide "Lager" (Pro und Kontra) müssten sich so wiederfinden. Weiterhin haben wir noch Raum für Links, die sich mit dem historischen Schloss beschäftigen könnten. Meinungen? --Times 19:18, 8. Jan. 2009 (CET)

Ich könnte mit dieser Lösung gut leben. --Martin Zeise 22:06, 8. Jan. 2009 (CET)
Einverstanden. --beek100 00:02, 9. Jan. 2009 (CET)

Muß dieser Oswalt-Schrott hier wirklich bleiben oder werden wir sonst von ihm verklagt? (nicht signierter Beitrag von 85.177.86.211 (Diskussion) 18:31, 9. Jan. 2009)

Mich nervt dieser infantile Lagerstreit auch. Aber wenn wir dem Förderverein hier beim Spendensammeln helfen, dann bekommen die Kritiker eben auch ihre Plattform. --Times 20:51, 9. Jan. 2009 (CET)
Eigentlich hat Benutzer Julius 1990 (leider nicht hier, sondern auf der Seite zur Drittmeinung) schon alles gesagt. Ich zitier ihn mal: "Da der Förderverein die Sache zu einem guten Teil trägt, gehört er meiner Meinung nach verlinkt. Das ist so wie bei Internetportalen, die Artikel haben, die ebenso verlinkt werden, auch wenn sie selbst verkaufen wollen (...) Ergo Verein verlinken, der den Aufbau mitfinanziert, (wie es bei uns Usus ist), und undifferenzierte Kritikerseite raus (...)", um noch mal etwas weiter auszuholen: Wo (d.h. in welchen Artikeln) müssten Pro- und Contra-Stimmen (gleichmäßig) verlinkt werden? Wohl bei Themen, zu denen es eine aktuellen Diskussion gibt, die dann der (politischen, in den meisten Fällen) Entscheidungsfindung dient. Wo hingegen die Entscheidung schon gefallen ist, können die nunmehr alten Fürs und Gegens kurz zusammengefasst werden. Ich bin beispielsweise beim Schloss auch entschieden dagegen. Gegen den Abriss von 1950 natürlich. Nur ist der leider schon geschehen. Daher kann die damals geübte Kritik kurz im Artikel stehen. Und der Wiederaufbau? Wenn ich richtig informiert bin, ist der auch schon beschlossene Sache, es gibt wohl einen Bundestagsbeschluss. Damit ist jede weitere Diskussion doch obsolet, oder? Im Artikel sollte also kurz stehen, wer wann dafür und dagegen war und vor allem mit welchen Argumenten. Aber jetzt noch langatmige Privatseiten zu verlinken, die zeigen sollen, dass der Beschluss falsch gewesen sei, ist sinnlos. Dazu kommt: Ich habe gerade diese Seite, "Schlossdebatte.de" heißt sie wohl, angeklickt und zuerst zwei Dinge gesehen: 1. Unübersichtlichkeit. 2. Lange Zitate aus einer rechtsradikalen Zeitschrift (irgendwas mit "junge", wie eben diese radikalen Zeitschriften auf beiden Seiten so heißen). Schon daher plädiere ich dafür, diesen Link sofort zu entfernen. Übrigens ist der ganze Prozesskram (nein, ich habe die Einzelheiten nicht gelesen und werde es auch nicht tun) auch ein Grund dafür, den Link zu entfernen. Alles was versucht, sich in die Öffentlichkeit (Wikipedia oder sonstewo) hineinzuklagen, kann einer im Aufbau befindlichen Enzyklopädie gestohlen bleiben. Finde ich. Raus damit. Förderverein bleibt natürlich drin, der hat das Projekt ja erst auf den Weg gebracht und sammelt, wie gesagt, die Mittel, die das staatliche Geld ergänzen sollen. Das war meine unmaßgebliche Dritte Meinung, mit besten Grüßen, BerlinerSchule 20:03, 10. Jan. 2009 (CET)
Ich füg noch hinzu - neulich diskutierte ich in Berlin mit jemandem, dessen politische Richtung ich nicht kannte, über den Schlossneuoderaufoderwieauchimmerbau. Voll dagegen! Kostet zuviel! Geld lieber in die dritte Welt schicken! Alles Scheibe! Nach ein paar Minuten kam dann der wahre Kern der Sache zum Vorschein - Derjenige war nicht etwa gegen den Schlossneubau, sondern ganz einfach gegen den Abriss des Ballastes der 'publik. Und stramm auf SED-Linie. Damit war jede weitere Diskussion mehr als flüssig. BerlinerSchule 20:08, 10. Jan. 2009 (CET)
Wie man eben auch unter dem kritisierten Weblink der Wiederaufbaugegner sehen kann, ist die Debatte trotz Bundestagsbeschluss noch lange nicht abgeschlossen. Immerhin gibt es auch im Bundestagsbeschluss einen Finanzierungsvorbehalt. Auch sind noch keine Projektaufträge trotz abgeschlossenem Wettbewerb vergeben. Deshalb sollte der Link auch so lange drin bleiben, bis der Aufbau begonnen zumindest wurde. --Martin Zeise 09:41, 11. Jan. 2009 (CET)
Nervig ist schlossdebatte.de trotzdem. Der Linktitel suggeriert eine ausgewogene pro-und contra-Debatte. Tatsächlich handelt es sich um die Privatseite eines streitbaren Architekten, der die Inhalte nach seinen eigenen Kriterien auswählt. Das Beste war die Aufforderung weiter oben von dem Kritiker, den Aufruf "Kein-schloss-in-meinem-namen.de" hier auch noch zu verewigen. Ich denke auch dass diese komische Wiederaufbau-Debatte noch hundert Jahre weitergehend könnte, aber die politische Entscheidung ist doch gefallen, oder nicht? Also: der Drops ist gelutscht. Ausgewogenen Kritikstimmen dagegen wären sicherlich dem Artikel angemessen. Gibt es sowas bei euch in Berlin nicht, z.B. vom Bundesbauministerium, vom Senat oder von der Stiftung PKB? Fastfood 23:43, 11. Jan. 2009 (CET)
Eine private Seite mit polemischem Ton gehört nicht rein. So einfach ist das. Ich denke, auch in einem Artikel über die zulässige Höchstgeschwindigkeit von Kraftfahrzeugen auf verschiedenen Straßen und entsprechend der Beschilderung gibt es vielleicht ein Link auf die (staatliche) Bußgeldtabelle, nicht aber auf eine Privatseite "Blitzer find'ich scheiße" mit Beiträgen von Autofahrern, die gegen Radarkontrollen sind. Benutzer Times schreibt oben (mit fast schon zu vielem guten Willen): "Schlossdebatte.de: bleibt als Gegenpart und Sammelpunkt für Kritiker". Ist die Seite wirklich ein Gegenpart? Ist sie wirklich ein Sammelpunkt? Wenn nicht, dann raus und keinesfalls wieder rein. BerlinerSchule 19:39, 12. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Absolut- oder Feudalismus?

Im Text steht mehrfach, der Ulbricht'sche Abriss sei propagandistisch mit dem "preußischen Absolutismus" in einen Zusammenhang gestellt worden. Ich habe gerade nichts zur Hand, glaube aber, micht erinnern zu können, dass die Propaganda eher von "Feudalismus" sprach. Sollte ich mich irren, OK. Sonst aber ist das durchaus ein Thema, da eben die Preußenkönige eher gegen den Feudalismus gewirkt haben. Mal ganz abgesehen davon, dass das Schloss eben älter ist als Preußen ('s Zugehörigkeit zur Mark Brandenburg). Allerdings differenzierte das die DDR-Propaganda der frühen Jahre nicht so... ...während ja gegen Ende seiner Geschichte der "sozialistische" Staat auch Friedrich Zwo wieder aufgestellt hat (und zwar in Sichtweite des Schlosses, wenn es denn nicht vorher zerstört worden wäre). Ist es Absicht, dass hier Ulbrichts Vermanschung stillschweigend korrigiert wird? Oder Flüchtigkeit? Oder trüget mich mein Erinnerungsvermögen? BerlinerSchule 19:38, 10. Jan. 2009 (CET)

Also es ging in der Propaganda wirklich um den preußischen Absolutismus und auch insbesondere um den Militarismus. Der Absolutismus war die Fortentwicklung des Feudalismus und fällt in die Zeit des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts als Ludwig der XIV. mit seinen Ideen ja ganz Europa beeinflusste. Genauso ist es die Zeit wo man sich begann zu präsentieren (Schlossbauten) und die dicken Mauern aus dem Mittelalter einzureissen. Dass das Stadtschloss in die Zeit des Feudalismus fällt ist eigentlich klar, der erste Bau stammt ja von 1450. Die Preußenkönige haben eher mit als gegen den Feudalismus gekämpft, denn soweit ich es richtig gelesen habe ist z. B. die Leibeigenschaft erst unter Friedrich II., also dem dritten Preußenkönig abgeschafft worden (ganz schön spät...). Aber das ist auch nur ein kleiner Kernpunkt der Propaganda. Es ging viel mehr darum das Militärische Preußens einseitig zu betonen und damit einen Übergang zur Machtergreifung 1933 und dem späteren Krieg herzustellen. Militärisch klar, wer von Preußen gehört hat wird um seine Armeen nicht drumherumkommen, nur wie weit man das nach 1918 noch weiter ziehen kann ist immer Auslegungssache (in der DDR halt bis zum 2. Weltkrieg). Und Preußen sollte man beim Schoss nicht nur als Zeitmesser nehmen, viel wichtiger ist die Geschichte der Kurmarkt Brandenburg und die begann sehr wohl früher als der Bau des Schlosses, nämlich schon 1157 unter Albrecht dem Bären. Florian S. 22:27, 14. Jan. 2009 (CET)
"Also es ging in der Propaganda wirklich um den preußischen Absolutismus" - ich sag's nochmal: Ich glaube, dass in der DDR-Propaganda immer eher vom Feudalismus die Rede gewesen sei. Was dann damit gemeint sein konnte, ist eine andere Frage. Übrigens war Preußen nach dem Ersten Weltkrieg und bis zur dortigen (vorgezogenen) "Machtergreifung" eine fast durchweg sozialdemokratisch regierte Republik... BerlinerSchule 22:38, 14. Jan. 2009 (CET)

Die DDR-Propaganda und damit zusammenhängende eindeutige Geschichtsfälschungen ist ein spezielles Thema, das man vielleicht in einigen Wikipedia-Artikeln behandeln müßte (Hab ich nicht überprüft, ob es dazu etwas gibt.). Es ist z.B. bekannt, daß Walter Ulbricht Photos für die vielbändige "Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung" retuschieren ließ, um ungenehme Personen zu entfernen und "Dokumente" zu produzieren, die verfälschende Darstellungen "belegen". Manche kommunistische Geschichtsfälschungen sind sogar unerkannt in der seriösen Geschichstschreibung perpetuiert. Nur ein kleines Beispiel hier zum Berlinier Stadtschloß: Der DDR-Chef Walter Unlricht ließ sich in den Jahren 1962-64 einen Amtssitz - das noch vorhandene ehemalige Staatsratsgebäude (ein guter, recht moderner Bau) nach einem Entwurf von Roland Korn und Hans-Erich Bogatzky - errichten und dabei eine Kopie (!) eies Portals des Berliner Stadtschlosses, das kurz zuvor auf seinen Befehl gesprengt wurde, als Haupteingang in die Fassade einfügen. Nach der DDR-Geschichtsschreibung soll von diesem Balkon Karl Liebknecht die Republik ausgerufen haben. So stand es in allen DDR-Geschichtsbüchern und DDR-Reiseführern - und in manchen Berlin-Büchern steht das heute noch so. So haben es alle Kinder in der DDR in der Schule gelernt. Das stimmt aber nicht! Tatsächlich hat Karl Liebknecht am 9. November 1918 am Stadtschloß eine Rede gehalten - ob beim Portals IV, V oder beim Portal II (möglicherweise wurden in der DDR die Portale verwechselt) ist umstritten - und wohl nicht vom Balkon, sondern von einem LKW, der davor stand (es gibt ein Photo). Nach Interpretation und Willen von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher wird es nach Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses, das Portal IV in zweifacher Kopie geben (s. Das Schlossportal wird es künftig doppelt geben. In: Morgenpost.de v. 14. Januar 2009 01:54)

Der erstaunten Welt zu verkünden, daß Deutschland nun eine Republik sei, war wohl faktisch Aufgabe des Führers der stärksten Fraktion (die Regierung war gerade zurückgetreten und eine neue noch nicht im Amt) und späteren Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Der wollte aber erst noch Mittag essen und so übernahm dies am 9. November 1918 sein SPD-Kollege Philipp Scheidemann von einem Balkon des Reichstagsgebäudes aus und - damit's auch hält - erneut von einem Fenster der Reichskanzlei. Der war zwar gerade als Staatssekretär zurückgetreten und eine neue Regierung noch gar nicht gebildet, aber was will man schon machen, gegen so viel Revolution: "'Scheidemann kommen Sie mit uns. Philipp Du mußt hier raus und reden'. Ich wehrte ab. Ach, wieviel hatte ich schon reden müssen. 'Du mußt, Du mußt, wenn Unheil verhütet werden soll. Draußen stehen Tausende, die verlangen, daß Sie reden. Scheidemann komm schnell, vom Schloßbalkon aus redet Liebknecht!'. – 'Na wenn schon.' 'Nein, nein kommen Sie mit, Du mußt reden.'" (Zit. n. wikipedia. de/Philipp Scheidemann)

Für die Kommunisten mußte natürlich einer die Deutsche Demokratie begründet haben, den man selbst als Komunisten vereinnahmen konnte, um so den verlogenen Anspruch zu dokumentieren, die einzig wahre Deutsche Demokratische Republik zu sein. Die anderen, vor allem die von den Kommunisten abgrundtief gehaßten (immer noch!) Sozialdemokraten wurden in der kommunistischen Geschichtsschreibung am liebsten totgeschwiegen. Solche mangelnde Verbissenheit, während der Revolution erst Mittag essen zu wollen und sie zu beenden, weil schließlich bald Weihnachten gefeiert wird, ist ja auch unerträglich.--Lothar W. Pawliczak 07:15, 2. Mai 2011 (CEST) (ohne Benutzername signierter Beitrag von LotharPawliczak (Diskussion | Beiträge) )

Nur als Anmerkung, am 9.11.1918 war Ebert Reichskanzler geworden, nicht Reichspräsident, und auch diese Ernennung durch Max von Baden ist wohl rechtlich umstritten. Zu den Ereignissen des Tages gibt es wohl mehr als einen Bericht und mehr als eine Erinnerung. Ich bin mir nur ziemlich sicher, daß die Kommunisten das Portal II verwendet hätten, wenn sie es gewollt hätten. Ansonsten gibt es auch TV-Reportagen, in denen aufgrund dieser Erinnerungen festgestellt wird, daß die Republik öfter an diesem Tag ausgerufen wurde. Und wenn Du hier schon solche gewagten Thesen verbreitest, solltest Du wenigstens die wenigen erhaltenen Fotos des Tages kenne, siehe [6] Berliner Schloss, 16:00, ziemlich deutlich steht da Liebknecht auf dem Balkon. Denn genauso wie die Kommunisten ihre Sichtweise propagierten, tat dies die SPD-Führung 1918 und danach, um ihren Alleinvertretungsanspruch durchzusetzen. Randnotiz, laut der verlinkten Seite, war Ebert zu dem Zeitpunkt, wo Scheidemann die Republik ausrief (14:00), noch nichtmal Reichskanzler, die Ernennung erfolgte erst am Abend.Oliver S.Y. 09:01, 2. Mai 2011 (CEST)
PS - wie man sieht, stand Liebknecht da auf der Nordseite des Schlosses (Blickrichtung Unter den Linden), das Portal II befand sich aber auf der Südseite (Rathausstraße) [7]. Selbst die Gesellschaft Berliner Schloss benennt das Portal IV als das, was Liebknecht nutzte [8]. Man muss den Büchern von vor 1990 sicher nicht 100% trauen, aber solche Polemik wie von Deiner Seite ist damit nicht zu rechtfertigen. Genausowenig die Behauptung mit dem Totschweigen, die Vorgänge bei der SPD wurden sicher anders dargestellt und vor allem interpretiert (mit entsprechenden Schwankungen während der 40 Jahre), aber den wenigen Fakten standen damals wie heute viel mehr Behauptungen und Meinungen entgegen.Oliver S.Y. 09:10, 2. Mai 2011 (CEST)
Danke für die Hinweise. Da sind wir doch einen Schritt weiter bei der Sachaufklärung. Ich halte es nicht für eine Schande, das Photo, auf das Du verweist, nicht gekannt zu haben oder überhaupt irgendwo mal was nicht gewußt zu haben oder einem Irrtum zu unterliegen: Dazu ist doch die "Kollektive Wissensammlung" von Wikipedia da, fortlaufend aufzuklären! Es gibt eben einfach Irrtümer, die jedem unterlaufen können, z.B. "...bin mir nur ziemlich sicher, daß die Kommunisten das Portal II verwendet hätten, wenn sie es gewollt hätten." Das hätten sie eben nicht können, weil die Kommunistische Partei unter maßgeblicher Führung von Karl Liebknecht erst zur Jahreswende 1918/19 gegründet wurde. Und was "gewagte Thesen" und "Polemik" angeht: Daß in der DDR Geschichte systematisch verfälscht wurde und der abgrundtiefe Haß der Kommunisten der Sozialdemokratie galt und das bei den Linksextremen auch in der Linkspartei heute noch so ist (irgendwie scheint mir Dein vorwurfsvoll gegen die Sozialdemkraten gerichtetes Wort "Alleinvertretungsanspruch" auch in diese Richtung zu gehen), sind vielfach belegte, wissenschaftlich anerkannte (vielleicht in vielen Details noch nicht aufgearbeitete) Tasachen. Die Frage der DDR-Geschichtslügen ist übrigens auch im Zusammenhang mit der Diskussion um Abriß des Palastes der Republik und Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses weiter interessant: Ursprünglich war das Hohe Haus in Berlin, das dann später zum Stadtschloß umgebaut wurde, eine Zwingburg. Aber so wie es bis zum Abriß dastand, war es ein Haus, das immehin für ein - seit König Friedrich II. dem Großen von Preußen - einigermaßen aufgeklärtes Königtum stand und für die jeweils mordernste, fortschrittlichste Architektur seiner Zeit (Auch das Vorbild des Louvre-Entwurfs Berninis, der ja nie gebaut wurde, bestätigt das!), an der sich auch die ganze Stadt orientierte. Der Abriß des Berliner Stadtschlosses für die Schaffung eines Aufmarschplatzes, wie ihn eben nur Diktatoren zu benötigen glauben, um ihre Macht zu demonstrieren und die Bevölkerung einzuschüchtern, war ja noch halbwegs ehrlich. Später wurde dann in der Stadtmitte die Geschichte auch weiter architektonisch entsorgt und verfälscht. Der Palast der Republik war eine in Architektur und Funktion vorgetragene Lüge: Eine Beschwichtigung des Volkes durch eine Diktatur, die rund 17 Millionen Menschen zu Staatsgefangenen gemacht hatte!--Lothar W. Pawliczak 10:24, 2. Mai 2011 (CEST) (ohne Benutzername signierter Beitrag von LotharPawliczak (Diskussion | Beiträge) )
"Es war nicht alles schlecht" ^^ - will ich nicht behaupten, und in Rostock, Dresden oder Suhl werden solche Randnotizen unbeachtet geblieben sein, aber als interessierter (Ost)Berliner kennt man die entsprechenden Fotos, zumindest bei den üblichen Jubiläen und selbst in den Unterrichtsmaterialien waren die präsent. Bilder von Liebknecht, während er auf oder aus dem Auto heraus spricht gibt es zwar einige, aber ich kenn keines vom 9.11.1918, hast Du dafür einen Link im Web? Zum Portal II, da meinte ich 1950, also die Entscheidung, was gesprengt wird, und was erhalten bleiben sollte. Den "Abgrundtiefen Hass" gegen die Sozialdemokratie gab es nie, wie von Dir behauptet. Denn mal von der Einheitspartei abgesehen, in der nach 1949 auch viele ehemalige (linke) Sozialdemokraten Funktionen ausübten, basierte ein Großteil des Geschichtsunterrichts in der Darstellung der Arbeiterbewegung, die vor 1918 selbst in der DDR als Geschichte der SPD gelehrt wurde. Zwar eher mit Fokus auf Bebel und Wilhelm Liebknecht, aber für die beiden schämt sich selbst die heutige SPD nicht. Was den Schlossabriss und die damit verbundenen Ziele angeht, sehe ich keinen Dissens, außer der Hinweis, daß sich jede Periode ihre "Aufmarschplätze" und Straßen sucht. Heute macht man halt kein Gebäude platt, sondern sperrt 3km Hauptverkehrsachse. Nicht für irgendeine Partei, sondern um Fußballfans einen Platz zu geben, auch ne Entscheidung. Ansonsten verlor der Schloßplatz meiner Erinnerung nach ab dem Bau des PdR die Funktion eines zentralen Aufmarschplatzes. Diese Aufgabe bekam je nach Anzahl der Teilnehmer der Bebelplatz und der Lustgarten gegenüber dem PdR. Ansonsten mal die bewußt polemische Frage, wer denn diese 17 Millionen Staatsgefangene bewacht hat, zum Großteil bewachten und bedrängten die sich doch gegenseitig. Egal obs die 2 Millionen in der SED waren, die "Bewaffneten Orgene" außer der Stasi, FDJ, FDGB oder wie all diese Organisationen hießen. Selbst der Kulturbund hatte mehr Mitglieder als die STASI, und war omnipräsent für eine "Kulturvermittlung" im Klassenbewußtsein, samt Volkskammerabgeordneten. Also bissel Realitätsgefühl für die "wahre DDR" sollte man in den letzten 20 Jahren schon gewonnen haben, und sei es, daß es wohl wahrscheinlich garantiert nicht so war, wie es jeder in seinen Berichten gern gehabt hätte. Aber das hat nichts mit dem Artikelthema zu tun.Oliver S.Y. 14:31, 2. Mai 2011 (CEST)
Da gibt es eben Leute, die wollen aus der Geschichte - auch aus der eigenen - etwas lernen, und andere, die das nicht wollen. Und so gibt es halt Leute, die immer weiter - bewußt lügend oder unschuldig ahnungslos - Geschichtslügen der DDR reproduzieren und die Vergangenheit beschönigen. "Den "Abgrundtiefen Hass" (der Kommunisten) gegen die Sozialdemokratie gab es nie"? So? Und was ist mit dem verbissenen Kampf der Kummunisten vor 1933 gegen die "Sozialfaschisten", wo die Sozialdemokraten als größere Gefahr als die Faschisten gesehen wurden? Was ist mit den verhafteten ehrenwerten Sozialdemokraten, die sich der Zwangsvereinigung 1946 verweigert haben? Was ist mit den Sozialdemokraten, die die Zwangsvereinigung mitgemacht haben, dann aber systematisch (übrigens nicht nur die, sondern auch Westemigranten und Juden) ins Abseits gedrängt wurden? Was ist mit dem Revisionismusvorwurf - "Sozialdemokratismus" - den jeder erwarten mußte, der in der DDR etwas mehr Demokratie, Wirtschaftsreformen, liberale Kulturpolitik forderte? Was ist mit dem verbissenem Wettern gewisser Linker gegen die Sozialdemokratie? Ja, a "bissel Realitätsgefühl für die 'wahre DDR' sollte man in den letzten 20 Jahren schon gewonnen haben", insbesondere wenn man wie ich in der DDR geboren wurde, dort aufgewachsen ist, verführt wurde und selbst mitschuldig geworden ist. Das gibt es nichts zu beschönigen und zu entschuldigen! Und man sollte sich auch nicht hinter einem Kennwort anonym verstecken!--Lothar W. Pawliczak 17:53, 2. Mai 2011 (CEST) (ohne Benutzername signierter Beitrag von LotharPawliczak (Diskussion | Beiträge) )
Ging ja eigentlich nur um das Portal des Stadtschlosses. Eine Diskussion über das Verhältnis von KPD/SED und SPD über die 70 Jahre hinweg ist hier falsch, und ich sag nur, daß Du mit der pauschale Wiederholung vom Hass Unrecht hast, was sich leicht an den Fakten belegen lässt. Ansonsten ist es schon eigenartig, wie Du hier von Verführung sprichst. Wenn Du wirklich der LP bist, den ich meine, ist das vieleicht eine "wölfische" Selbstzerfleischung, hat aber nichts mit dem Thema und der Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu tun. Nur sollte bei der Vita das Faktenwissen vorhanden sein, Ebert nicht für den Reichspräsidenten zu halten. Also man kann hier nen Nick als Avatar haben, seinen Namen wählen, oder einen fremden mißbrauchen, letztendlich zählt nur, was hinten rauskommt, für die Artikel und für die Wikipedia.Oliver S.Y. 21:56, 2. Mai 2011 (CEST)
Na, da kannst Du Dich doch schön überlegen fühlen, lieber Anonymus Oliver S.Y.. Wenn Dir das hilft, gönne ich es Dir gerne.--Lothar W. Pawliczak 14:31, 3. Mai 2011 (CEST)
Bei dem vermeintlichen "Foto" [9] - wo sind die Originalquellen der "wenigen erhaltenen Fotos des Tages"? - handelt es sich anscheinend um einen Ausschnitt aus einem Gemälde (mir ist nicht bekannt, wann und von wem das gefertigt wurde), das auch in The Berliner Schloss Post, Ausgabe April 2010 S. 32, abgebildet ist. Dort heißt es (ich übersetze aus dem Englischen): "Das Bild zeigt Karl Liebknecht, einen Sozialisten, wie er die 'Freie Sozialistische Republik' am 9. November 1918 proklamiert zwei Stunden nachdem Philipp Scheidemann, ein Sozialdemokrat, die 'Weimarer Republik' proklamiert hatte. Daher hatte Liebknechts Proklamation keinerlei Folgen. Es ist interessant, daß der Maler einen Fehler beim Portal machte. Liebknecht spricht vom Balkon des Rittersaales, Potal V. Hier hatte der Kaiser 1914 den Krieg erklärt. 1950 wurde das Potal IV aus dem Schloß vor seiner Zerstörung entfernt und es gilt als "Liebknecht-Portal". Welches Tor ist das richtige?"
Offensichtlich gibt es eine Legendenbildung zu dieser Frage, die aufzuklären interessant wäre. In der von Walter Ulbricht veranlaßten, Geschichte der deutschen Arbeiterbewagung, die viele Fälschungen und retuschierte Photos enthält, heißt es (Ich zitiere nach der Ausgabe in Einzelkapiteln. Kapitel VI. Berlin 1967 S. 101f.): "Von dem Massen begeistert begrüßt, traf Karl Liebknecht an der Spize eines Demonstrationszuges vor dem Schloß ein. Er verkündete...: 'Der Tag der Revolution ist gekommen. Wir haben den Frieden erzwungen. Der Friede ist in diesem Augenblick geschlossen. Das Alte ist nicht mehr. Die Herrschaft der Hohenzollern, die in diesem Schloß jahrhundertelang gewohnt haben, ist vorüber. In dieser Stunde proklamieren wir die freie sozialistische Republik...' Dann begab sich Karl Liebknecht auf den Balkon des Schlosses (sic! Hier legte man sich nicht fest, um welchen Balkon es sich handelt!) und hielt eine flammende Ansprache...: 'Die Herrschaft des Kapitalismus, der Europa in ein Leichenfeld verwandelt hat, ist gebrochen... Wir müssen alle Kräfte anspannen, um die Regierung der Arbeiter und Soldaten aufzubauen und eine neue staatliche Ordnung des Prolateriats zu schaffen, eine Ordnung des Friedens, des Glücks und der Freiheit unserer deutschen Brüder und unserer Brüder in der ganzen Welt. Wir reichen ihnen die Hände und rufen sie zur Vollendung der Weltrevolution auf.'" Wenn diese Darstellung stimmt, hat Liebknecht also am Schloß zwei Reden gehalten (das Photo auf dem LKW zeigt ihn also vermutlich bei der 1. Rede) und die "Proklamation der freien sozialistischen Republik Deutschland" ist eine eher nebensächliche Bemerkung in der 1. Rede. Auch in der 2. Rede vom Balkon war das scheinbar nicht der hauptsächliche Gegenstand, sondern die Verkündigung des Friedens. Interessant ist, daß in dieser von mir zitierten Darstellung nicht auf eine zeitgenössische Quelle verwiesen wird (etwa eine Tageszeitung), sondern nur auf die Illustrierte Geschichte der Deutschen Revololution, Berlin 1929 S. 209/210 und daß hier nicht behauptet wird, Karl Liebknecht habe die Republik proklamiert. Ich vermute, daß die Legendenbildung zum 9. November 1918 schon in der Zeit der Weimarer Republik einsetzte und daher kann man sich nicht ungeprüft auf spätere Darstellungen oder Fernsehdokumentationen (falls es denen gelungen ist, originalaufnahmen aufzutreiben, können die nur stumm gewesen sein, denn Tonfilmtechnik gab es da noch nicht) berufen.--Lothar W. Pawliczak 08:19, 9. Mai 2011 (CEST)

[Bearbeiten] Stadtschloss vs. Humboldt-Forum

Etwa ein Drittel des Artikels nimmt derzeit die Beschreibung der Diskussion um das Humboldt-Forum ein, das ja einen eigenen Artikel hat und nur mittelbar etwas mit dem Schloss zu tun hat. Ich bin dafür, die entsprechenden Passagen hier stark zu kürzen und das ganze Hin und Her dazu im entsprechenden Artikel zu beschreiben (soweit das nicht schon ohnehin dort steht). Hier sollte dann bestenfalls noch die Diskussion zur Schlossfassade gewürdigt werden. --Martin Zeise 14:59, 18. Okt. 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Luftaufnahme um 1900

Luftaufnahme um 1900??

Meiner Meinung nach kann die Datierung auf diesem Bild nicht ganz stimmen. Wie soll denn die Luftaufnahme 1900 entstanden sein? Der erste Zeppelin machte 1900 gerade seinen ersten Probeflug am Bodensee. Flugzeuge, Hubschrauber, Satelliten gab es zu dieser Zeit bekanntlich noch nicht. Auf dem Bild scheinen auch Automobile abgebildet zu sein. Weiß jemand über den Zeitpunkt der Aufnahme näheres? --Times 02:17, 11. Nov. 2009 (CET)

Die Luftbildfotografie gibt es seit 1858. Aufnahmen wurden damals von Ballons aus gemacht. Autos kann ich auf dem Foto nicht erkennen, nur zwei Trams auf dem Schlossplatz und vielleicht einige Pferdekutschen vor den Häusern An der Stechbahn. Sonst fällt mir nur auf, dass der Neue Marstall (links oben) schon fertiggestellt zu sein scheint, das Aufnahmedatum also zumindest etwas nach 1900 liegen muss. --beek100 16:23, 11. Nov. 2009 (CET)
Fotografie aus einem Ballon halte ich in diesem Fall für seeehr gewagt. Schau dir mal die Witterungsbedingungen an. Offensichtlich ist das eine Aufnahme, die im Spätherbst oder Winter gemacht wurde. Zu dieser Zeit sind Ballons allgemein weniger unterwegs, zumal die Temperaturen in ein paar hundert Meter Höhe auch nicht wärmer werden. Ich würde mal der Einfachheit davon ausgehen, dass das Foto deutlich nach 1900 gemacht wurde. --Times 17:07, 11. Nov. 2009 (CET)
Ich dachte, es ginge dir um eine präzise Datierung, nicht um Spekulation. Ich kann auf dem Foto jedenfalls nichts entdecken, das gegen eine Aufnahme knapp nach 1900 spricht. --beek100 17:59, 11. Nov. 2009 (CET)
Wie schon ausgeführt: die Tatsache, dass es sich um eine Luftaufnahme zu dieser Jahreszeit handelt, spricht eher gegen das Jahr 1900. Theoretisch könnte man wahrscheinlich noch 10 oder 15 Jahre draufschlagen (baulich hat sich zu dieser Zeit dort meines Wissens nicht mehr viel verändert) und hätte ein unverändertes Motiv - wäre allerdings vor dem Hintergrund einer Luftaufnahme (aus Luftschiff oder Flugzeug aufgenommen) dann auch glaubwürdiger. Aber vielleicht meldet sich noch jemand, der das Foto mit Datierung in einer Chronik o.ä. wiederfindet. So können wir wirklich nur spekulieren. --Times 18:30, 11. Nov. 2009 (CET)
Die Postkarte ist leider nicht gelaufen, d.h. kein Hinweis aufgrund des Poststempels - die grobe Datierung ca. 1900 basierte auf dem Look and Feel der Postkarte. Hinweise für eine genauere Datierung ergeben sich neben dem bereits von beek100 angeführten Neuen Marstall aus dem in der rechten unteren Ecke sichtbaren Berliner Dom, der 1905 fertiggestellt wurde. Weitere Hinweise könnten die älteren Häuser am Schloßplatz geben - sie waren aufgrund der Citybildung sehr wahrscheinlich dem Abbruch geweiht und könnten eine obere Begrenzung der Datierung bilden - hier fehlen mir aber die entsprechenden Vergleichsbilder. Zeppelin würde ich auch nicht ausschließen, immerhin handelt es sich um das Residenzschloss des Kaiser und könnte auch bei sehr frühen Zeppelinflügen sowohl Ziel wie Motiv für eine Luftaufnahme gewesen sein. --ONAR 22:47, 11. Nov. 2009 (CET)

Ganz rechts im Bild ist ein Ecktürmchen des Berliner Doms zu sehen. Da das Kreuz schon drauf ist, nehme ich an, daß das Gebäude damals schon vollendet war. Einweihung war am 27. Februar 1905. Noch 1897 sah es dort so aus. Die Straßenbahnen auf dem Bild haben keine Pferde, sondern fahren elektrisch. Die Berliner Straßenbahn wurde von 1895 bis 1902 komplett elektrifiziert. Das auf dem Bild sichtbare Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal am Spreekanal ist von 1897, der Marstall von 1901. Ob das, was vor den Geschäftshäusern am Schloßplatz parkt, Autos sind, kann ich nicht erkennen. Das Bild wurde also frühestens 1905 aufgenommen und spätestens an einem ruhigen Wintersonntag im Ersten Weltkrieg, denn für alles spätere ist die Straße einfach zu leer. Die links anschließende Königstraße (Rathausstraße) war eine der größten Einkaufsstraßen Berlins, mit dem entsprechenden Verkehrschaos. --m ?! 12:18, 20. Mai 2010 (CEST)

Auf einem Foto von 1920 zeigen die dem Schlossplatz zugewandten Fassaden des Häuserblocks zwischen Breiter- und Brüderstraße das gleiche Aussehen wie hier. Auf einem Foto von 1925 ist auf einem Grundstück dagegen ein größerer Neubau zu sehen. Das Foto ist demnach auf Zwischen 1905 und Anfang der 1920er Jahre zu datieren. Quelle: Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin, Ullstein-Propyläen, Frankfurt am Main, Wien, Berlin 1982, Abbildungen auf S. 432 (1920) und S. 442 (1925). Eine noch genauere Eingrenzung ist möglich, wenn die im Bild angeschnittene durch einen Bauzaun erkennbare Baustelle an der Schlossbrücke datiert wird.
Ganz einmalig unter allen anderen Abbildungen ist die hoch ragende Antenne an der Stelle des Kreuzes auf der Laterne der Kuppel. Ich vermute eine Retusche.--Gloser 23:04, 3. Mai 2011 (CEST)

[Bearbeiten] Honecker

Der Bau des Palastes der Republik machte zwar einen Wiederaufbau auf dem Platz vorerst noch unwahrscheinlicher, 
war aber auch Anlass für Erich Honecker, die Sprengung des Schlosses öffentlich als Fehler zu deklarieren. 

Kurz: Warum das? --StYxXx 02:40, 4. Feb. 2010 (CET)

Diese angebliche Kritik ist mir allerdings auch ein völlig neuer Aspekt - bitte durch Quellen / Zitate belegen! --TeeBee 13:18, 18. Mär. 2010 (CET)

[Bearbeiten] Geräumt

Da sich der Abriss des Palastes der Republik mehrfach verzögert hat, wird die gesamte Schlossfläche erst Mitte 2009 vollständig geräumt sein.

nicht mehr so ganz aktuell was da drin steht, geräumt ist ja längst --78.48.83.15 20:51, 1. Jun. 2010 (CEST)

erledigtYes check.svg Erledigt. Danke für den Hinweis. --DetlefEmmridet 11:14, 2. Jun. 2010 (CEST)
Im Text finden sich derzeit noch einige solche Schnitzer, die auf zukünftige Entwicklungen verweisen, wobei die jeweils angegeben Zukunft inzwischen Vergangenheit ist. So steht im Moment da: Bis zum Herbst 2009 soll aus der Entwurfsplanung nun die Ausführungsplanung in enger Abstimmung mit den künftigen Nutzern entwickelt werden. Wenn alle Voraussetzungen eingehalten würden, könne der Bau in der zweiten Jahreshälfte 2010 nach den Bauausschreibungen beginnen. - Ich weiß nicht, inwieweit die Ausführungsplanung inzwischen abgeschlossen ist, sicher ist nur, dass in diesem Jahr mit dem Bau nicht begonnen wird ([10]). Eigentlich müssten die sich inzwischen häufenden Terminverschiebungen schon fast einen eigenen Abschnitt bekommen, andererseits passt das alles viel besser in den Artikel Humboldt-Forum (wie ich weiter oben schon schrieb). --Martin Zeise 22:16, 3. Jun. 2010 (CEST)

[Bearbeiten] Interessanter Artikel in DIE ZEIT Juni 2010

http://www.zeit.de/2010/24/Berliner-Stadtschloss?page=all Florian Illies: Rasen betreten verboten

In den neunziger Jahren war es richtig, das Berliner Stadtschloss wieder aufbauen zu wollen. 2010 ist es richtig, es nicht zu tun. Eine Meinungsänderung. Imho sehr empfehlenswert. --Neun-x 02:16, 22. Jun. 2010 (CEST)

Lies dir mal den Hinweis am Seitenanfang dieser DS durch. Ansonsten hilft auch ein Blick nach WP:DS. --Times 02:26, 22. Jun. 2010 (CEST)

[Bearbeiten] ... gilt als das „größte deutsche Kulturprojekt dieses Jahrhunderts"

Diese großzügige Einschätzung entstammt aus einer Foto-Unterzeile der "Financial Times Deutschlands". Ist das eine Quelle, die belegen kann - oder auch nur möchte -, was in den nächsten 89 Jahren noch für deutsche Kulturprojekte zu erwarten sind? Bitte ändern.-- Ememaef 17:42, 24. Aug. 2011 (CEST)

[Bearbeiten] Zitat

Es hätte auch eine Erwähnung des knappen Entscheids im Jahr 2002 genügt, denn die Kommission hatte offenbar nicht über jede Empfehlung gesondert abgestimmt. Ich habe die Aussage jetzt näher an den Text ihres Abschlussberichtes gerückt.
Der Sinn der gestrigen Eingfügung eines Zitats der seit 2007 amtierenden Berliner Senatsbaudirektorin Regula Lüscher Als ich noch in Zürich war, war mir die Vorstellung, dass man ein Schloss wieder aufbaut, völlig fremd, mit einem offenbar anlässlich ihres Amtsantritts entstandenen Kurzfilm als Nachweis, hätte erklärt werden sollen.
Frau Lüscher ist als eine der drei Untergebenen des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt sicherlich im Hinblick auf das Geschehen ums Schloss nicht unwichtig. Dass ihre persönliche Mitteilung nun als Schlusswort des Textes zum über fünfhundert Jahre alten und 1951 vernichteten Berliner Schloss aufblitzte, erschien jedoch unmaßstäblich.--Gloser 01:01, 8. Dez. 2011 (CET)

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