Diskussion:Erik Jan Hanussen

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Die Aussage, Hanussens Experimente seien nur „Bluff” gewesen, ist sehr gewagt. In den Jahren 1928 bis 1930 gab es ein ausgedehntes Betrugsverfahren gegen Hanussen in der böhmischen Stadt Leitmeritz. Das Ergebnis des Gerichts war eine Bestätigung der hellseherischen Fähigkeiten Hanussen. Das Gericht kam zu dem Urteil: „Dazu kommt aber noch als gewichtiger Umstand, dass das Gericht nicht in der Lage ist, auszusprechen, dass der Angeklagte die Gabe des Hellsehens nicht besitze.” (siehe „Unerklärliche Phänomene”, Karl Müller Verlag ISB N 3-86070-463-X). Dies war also der Wissensstand zum Zeitpunkt der Ermordung Hanussens. Es sollte schon genauer dargelegt werden, wie denn nun nachträglich, lange nach Hanussens Tod, seine Experimente als Bluff entlarvt wurden. Andernfalls sollte man die Aussage bleiben lassen.

Sehr gewagt? Wilhelm Gubisch wies damals nach, wie Hanussen „arbeitete”. (Gubisch: Hellseher, Scharlatane, Demagogen, 1961)

Ja er arbeitete auch mit Tricks wie z.B. mit Informationen aus dem Einwohnermeldeamt, trotzdem kann man das nicht als Totschlagargument über dazu unabhängige Untersuchungen verwenden. Ausserdem heisst er Jan Erik Hanussen. Lichtkind 02:28, 22. Mai 2005 (CEST)


Hierzu möchte ich anmerken: Auch, wenn es Hochstapler Hanussen werbewirksam stets anders dargestellt hatte, hat das Gericht niemals einen positiven Beweis für Hanussens Fähigkeiten festgestellt. Das Gericht in Leitmeritz sprach Hanussen lediglich vom Vorwurf des teils versuchten, teils vollendeten Betrugs frei. Man hatte Hanussen vorgeworfen, in 34 Fällen die Opfer „durch listige Vorstellungen und Handlungen in Irrtum geführt und ihren Schwachsinn durch abergläubische und hinterlistige Verblendung zu ihrem Schaden mißbraucht zu haben.” (Der Begriff „Schwachsinn” stammte aus einem veralteten Gesetz und hatte ursprünglich eine andere Bedeutung.) Im Urteil vom 27. Mai 1930 heißt es wörtlich: „Wenn aber ein Mensch, der nicht schwachsinnig ist, zum Hellseher geht, um Erkenntnisse kraft einer geheimnnis- oder rätselvollen Seeleneigenschaft zu erlangen, kann [er] unmöglich mit voller Sicherheit hundertprozentige Wahrheit erwarten und darf sich nicht beklagen, wenn er eine irrige Antwort erhält. Sein Verhältnis zum Hellseher erinnert an gewisse Glücksanträge, bei denen sich auch niemand beschweren darf, wenn er eine Niete zieht.” Quelle: Kugel, Wilfried: „Hanussen - Die wahre Geschichte des Hermann Steinschneider” (1998) Hanussen war vor seiner Karriere als „Hellseher” Schmierenjournalist, Gelegenheitsbetrüger, Zirkuskünstler, gewöhnlicher Zauberkünstler, Sensationsdarsteller und schließlich Varietéhellseher. Mit freundlichen Grüßen Markus Kompa www.markuskompa.de

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Reichstagsbrand

Vorausgesagt hat er den Brand zweifellos. Die Frage ist nur, woher er es gewußt hat. Daher löschte ich das Wort „angeblich” -- Roland Schmid 00:16, 30. Mär 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Lücken

Der Artikel ist ziemlich lückenhaft. In seinen jüngeren Jahren hatte Hanussen eine Karriere als Schmierenjournalist und Erpresser begonnen und sich ausgerechnet als Enhüllungsjournalist in Sachen betrügerischer Gedankenkleser betätigt. Später versuchte er es in Berlin auch als konventioneller Zauberkünstler. Die spätere Rivalität mit dem Strongman Breitbart fehlt. Nachdem Hanussen in den 20ern mit seinen Fakir- und Hellseh-Shows großen Erfolg gehabt hatte, stieg er zeitweise aus und schrieb eine Lebensbeichte, in der er sogar seine Tricks verriet. Seltsamerweise schadete dies Hanussens späterer Karriere nicht. Zu erwähnen wären über Hanussens Nazi-Jahre seine Journale wie die "Hanussen-Zeitung" und "Hanussens Bunte Wochenschau", die exorbitante Auflagen erzielte und ein wesentlicher Pfeiler von Hanussens sagenhaftem Einkommen war. Wesentlich scheint mir auch zu sein, dass Hanussens Auftritte in der Scala alle Kassenrekorde sprengten und er der Berliner Medienstar seiner Zeit war. Auch sein in Berlin erbaute "Palast des Okkultismus" dürfte ein paar Zeilen wert sein.

Literaturtipps:

  • Hanussen, Erik Jan "Meine Lebenslinie"
  • Kugel, Wilfried: „Hanussen - Die wahre Geschichte des Hermann Steinschneider” (1998)
  • Gordon, Mel "Hanussen: Hitler's Jewish Clairvoyant" (2001)

--Markus Kompa 17:58, 7. Jul 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Frage

Ich habe nur mal eine Frage: Weiß jemand, ob, und falls ja, wo es filmische Aufnahmen von Aufftritten Hanussens gibt. Damals war es doch wohl schon möglich und nicht unüblich, solche Shows filmisch festzuhalten, zum Beispiel für die Wochenschau, oder? Es würde mich brennend interessieren, ihn in Aktion zu sehen, und auch seine Wirkung auf das Publikum. Ich bedanke mich im Voraus! MfG, bobo ==

Hanussen hatte in seiner Wiener Zeit selbst Spielfilme über sich produziert, die als verschollen gelten. Angeblich gibt es auch über seine Berliner Vorstellungen Filmmaterial, ich habe jedoch noch keines gefunden. Am besten wenden Sie sich an Dr. Wilfried Kugel, dem wohl profundesten Hanussenbiograph--Markus Kompa 10:30, 18. Sep 2006 (CEST).

[Bearbeiten] Überarbeitung

Ich habe den Artikel mal vorläufig überarbeitet, weil er auf Bruno Freis nicht ganz korrekter Darstellung basierte, die durch spätere Erscheinungen überholt sind. Bruno Frei hatte zu Lebzeiten Hanussen publizistisch bekämpft.--Markus Kompa 09:01, 3. Okt 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Geburtsdatum

Jemand hatte heute den Geburtsmonat von Juni auf Juli verlegt. Nach Kugel ist Juni zutreffend.

Äh... [1] Leere mal deinen Browsercache. -- Smial 20:45, 7. Okt 2006 (CEST)
Ich wollte nur Deinen revert bestätigen, daher Plusquamperfekt "hatte".--Markus Kompa 22:26, 7. Okt 2006 (CEST)

Hallo Hanussen-Fans! Astro-kybernetisch berechnet, ist Erik Jan Hanussen am 2. Juni 1899 (also zehn Jahre später, als hier angegeben!) bei Sonnenaufgang um 04h09m Wiener Zeit (= 04h04m MEZ) in Wien-Ottakring (48n13, 016e19) geboren. Mit Sternengrüßen! Tony Bonin.

Hanussens Geburt ist behördlich ganz gut belegt: Sie fand in einer Gefängniszelle statt - und zwar 1889. Sofern sein Abschiedsbrief echt ist, glaubte er übrigens nicht an Astrologie ... --Markus Kompa 21:50, 23. Mai 2007 (CEST)
Präzisierung: Die Geburt fand beinahe in einer Gefängniszelle statt. Der "Abschiedsbrief" ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung. --Markus Kompa 11:07, 24. Mär. 2008 (CET)

[Bearbeiten] "Hitlers Spindoctor"

Habe diesen Abschnitt gelöscht: Hitlers "Spindoktor" Da Hitler von Natur aus alles andere als ein guter Redner war (seine erste Rede in einem Brauhaus war eine Blamage), lies er sich von Hanussen in die Kunst der Rhetorik einschulen. Dabei stelle Hanussen alles in den Schatten, was Spindoktoren je erreicht haben, denn die obszessiven Reden von Hitler, eine einzige gigantische Bühnenshow, waren eines der wichtigsten Elemente des messianischen Kults um Hitler.

Begründung: Spekulation. Es gibt nur Indizien, aber keinen gesicherten Beweis, dass Hanussen Hitler getroffen hat. Ein "spindoctor" ist zudem etwas anderes als ein Rhetorik-Trainer.

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