Diskussion:Flandernschlacht (1914)
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Die betreffende Aussage ist schlicht falsch. In der Flandernschlacht von 1914 kamen nicht nur die Linien Einheiten zum Einsatz sondern auch die gerade neu aufgestellten und eher schlecht ausgebildeten Freiwilligenverbände. (Zu erkennen an der Bezeichnung "Reserve-") Diese bestanden zum überwiegenden Teil aus jungen Männern, die im Durchschnitt ca.20 Jahre alt waren. Langemarck wurde auch 1917/18 wieder Schauplatz blutiger Kämpfe und dabei kamen dann auch die älteren, dann auch eingezogenen Jahrgänge zum Einsatz. Die zitierte Bemerkung bezieht sich wahrscheinlich auf diese Schlachten. (Was die Verlässlichkeit des Artikels allgemein etwas in Frage stellt) Ich werde die betreffende Stelle deshalb bearbeiten. (6.April 2006)
Habe mir erlaubt, den Artikel sprachlich und grammatikalisch etwas zu verbessern. Dabei stellte sich mir allerdings die (inhaltliche) Frage, wie die Aussage "Tausende Soldaten fielen, darunter überdurchschnittlich viele Familienväter (Ersatz-Reservisten, die zu Beginn des Krieges noch zurückgestellt waren),.." zu verstehen ist. Der Krieg hatte doch gerade erst begonnen. Heißt das, das erstaunlicherweise so viele Angehörige der genannten Bevölkerungsgruppen betroffen waren? Ansonsten wäre die Aussage im Zusammenhang mit einem späteren Kriegsjahr verständlich. Da mir dazu das Wissen fehlt, könnte bitte jemand anders diese (sprachliche) Unklarheit gerade biegen und in den korrekten historischen Kontext bringen. PW -- 194.231.228.118 17:16, 26. Jan 2006 (CET)
Der Satz ..."Langemarck (Schreibweise im HOCHDEUTSCHEN nach der alten BELGISCHEN Schreibweise) " ist ziemlich blödsinnig. Was soll das heißen ? ... Es war eben Usus in Deutschland, von der Presseveröffentlichung 1914 weg mit "ck" zu schreiben, die belgisch-flämischen Ortsnamen im Kampfgebiet wurden ohnehin nach Lust und Laune geschrieben, wie es gerade paßte ("Dixmuide", "Dixmuiden", "Roeselare", "Roeselaere", "Wytschate", "Wytschaete", "Hollebeke", "Hollebecke", usw.). Das hat nichts mit Rechtschreibung, Hochdeutsch oder gar "Belgisch" zu tun. WernerE, 17.7.07.
Noch ein Hinweis zum ewigen Streit um die Altersangaben: Mangels einschlägiger genauer Archivunterlagen, die heute übrig sind, - wer will heute noch etwas über irgendein beteiligtes preuß. Reserveregiment sagen, wenn nicht zufällig eine detaillierte Regimentsgeschichte überliefert ist ? - ist diese Frage nicht mehr genau zu beantworten. Man ist auf Indizien angewiesen. Erlaubt sei der Hinweis, daß die Bezeichnung "Kriegsfreiwilliger" für Leute älter als 20 Jahre selten stimmt, weil es sich dann strenggenommen meist um bereits gemusterte "Landsturmleute" oder "Ersatzreservisten" handelte. Genauen Aufschluß gäben nur Namenslisten mit Geburtsdaten, dazu wären die verfügbaren Regimentsgeschichten zu analysieren. Wenn man z.B. die (süd)bayerischen RIR 16 oder 17 ansieht, war der "Jungenanteil" beim RIR 17 vielleicht etwas höher als beim RIR 16, aber beide Regimenter wiesen sehr wohl eine beachtliche Anzahl von "Ersatzreservisten" unter ihren Gefallenen auf, also durchaus eine Menge Leute deutlich über 20 Jahre, um 25 Jahre meistens. Der Anteil wahrer "Kriegsfreiwilliger" (also unter 20 Jähriger) mag, nach den vorliegenden Indizien, bei den norddeutschen Einheiten höher gewesen sein, auch wegen der etwas abweichenden Gesellschaftsstruktur der dortigen Industrie- und Handelsgebiete gegenüber dem vorwiegend agrarisch-katholischen Süddeutschland (vgl. Unruh).
MFG WernerE, 17.7.07.
BEISPIEL::aus den Regiments-Geschichten (Totenlisten) der bayerischen RIR 16 und 17 (zur bayer. 6. Reservedivision) sind für den Zeitraum von 29.10.-24.11.1914 folgende Zahlen von Gefallenen, Vermißten und an Verwundungen Gestorbenen zu entnehmen: RIR 16: 722 Tote, davon 719 mit Geburtsdatum, davon 93 Jahrgang 1895 und jünger (= 13 %) RIR 17: 706 Tote, davon 705 mit Geburtsdatum, davon 63 Jahrgang 1895 und jünger (= 9 %)
WernerE, 18.7.07.

