Diskussion:Holocaust

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bilder usw.

 Commons: Holocaust – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

erledigtYes check.svg Erledigt Ist im Artikel verlinkt. --Summergirl 21:46, 2. Dez. 2011 (CET)

[Bearbeiten] Die Befreiung der Überlebenden in den Lagern

Dieser Baustein verhindert die automatische Archivierung dieses Abschnitts und seiner Unterabschnitte.
(erneut aus dem Archiv hierher kopiert, weil noch nicht erledgit - asdfj)


Hallo Leute,

unmittelbar beim Einfügen eines Absatzes zur Befreiung der Lager und der Rückführung der Überlebenden löscht am 4. Dez. 2009, 21:06 der Benutzer Jesusfreund ohne vorherige Diskussion den folgenden von mir gerade eingestellten Absatz mit dieser Begründung: gehört nicht mehr zum Thema Holocaust, ist bei KZ gut aufgehoben. Ich hatte ihn am Ende von Abschnitt 7 eingefügt und bin immer noch der Ansicht, dass die Informationen hier zum Überblick hin gehören:

Die Befreiung der Überlebenden in den Lagern
1944

  • 23. Juli: die Rote Armee befreit das KZ Majdanek als erstes der großen KZ/Vernichtungslager im von Deutschland besetzen Polen.
  • Im August 1944 können westliche Journalisten erstmals aus dem KZ Majdanek berichten (Titelgeschichten des Life-Magazin am 28. August und in der New York Times am 30. August 1944).

1945 (im Osten)

  • 27. Januar: Das KZ Auschwitz-Monowitz wird am Vormittag, das Stammlager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am frühen Nachmittag durch die Soldaten der 322. SU-Division befreit.[1]

(im Westen)

In den Monaten darauf folgt die Rückführung der ehemaligen KZ-Häftlinge in die Heimatorte/-länder. Stichwort Displaced Persons – DP-Camps). Nach dem strengen Winter 1945/1946 bleiben Gruppen von DPs aus ganz verschiedenen Gründen heimatlos und werden nicht mehr repatriiert.

Fast überall in den befreiten Lagern entstanden Häftlingsvereinigungen, die dort zunächst wichtige soziale (Überlebens-) Funktionen ausüben.


Der Aufbau des Artikels sähe dann etwa so aus:

4. Verlauf

5. Opfer

6. Täter

7. Reaktionen in der NS-Zeit

7.3 Widerstand
gefolgt von dem neuen Absatz: Die Befreiung der Überlebenden in den Lagern (etwa wie oben)

weiter mit

8. Erklärungsansätze
… usw


Ich denke, dass der Absatz gut an dieser Stelle in den Artikel passt. Er zeigt, was direkt nach dem Krieg aus den überlebenden Opfern wurde (zugegeben noch Nichts über die Frage der Entschädigung und des Verlusts der Heimat). Die Shoa endet ja für einige Opfer eben nicht mit der Verbrennung in den Krematorien.

Abgesehen davon ist es keine Art der Kooperation, mitten in der Erstellung etwas Neues zu löschen. Aber so sind halt manche Menschen. Nehmen wir das Beste an. Gibt es andere Meinungen dazu? -- Fr. (auch wenn es manchmal schwer fällt und unnötig Zeit aller Beteiligten kostet) Grüße von asdfj, 21:43, 4. Dez. 2009 (CET) -



  1. Nikolai Politanow: „Wir trauten unseren Augen nicht. In spiegel.de vom 27. Jan. 2008.
  2. Giergielewicz, Jerzy: Endstation Neuengamme, Außenlager Drütte. Der Weg eines 17-jährigen aus Warschau durch vier Konzentrationslager, hg. v. d. KZ-Gedenkstätte Neuengamme u. der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte, Bremen 2002.


Wie, wann, wo und von wem der Holocaust beendet wurde, sollte mit einem knappen Passus wohl rein, insofern achte ich deinen Beitrag durchaus.
Ich finde ihn nur zu detailliert. Bedenke doch: Momentan ist der Artikel schon 138 kb lang!
Soll er jemals lesenswert oder gar exzellent werden, muss erheblich und mit Bedacht gestrafft werden.
Zentraler Fokus ist auf jeden Fall der Verlauf des Holocaust selber seit der NS-Judenverfolgung ab 1933, seine Ursachen und Folgen.
Die letzteren Großteile sind ohnehin noch sehr dürftig, jedoch eigentlich viel wichtiger als eine Chronologie der KZ-Befreiungen. Diese kann man in Form einer simplen Aufzählung ohne Informationsverlust auch auf einen einzigen Passus verknappen.
Von Interesse wäre z.B. die ungefähre Zahl der Holocaustüberlebenden und die "Spurensicherung". MFG, Jesusfreund 21:35, 4. Dez. 2009 (CET)
Gewöhn dir einfach mal etwas Geduld mit anderen an. Es würde viel Zeit sparen. Auch deine. Aber auch meine. Allein hier mindestens 1/2 Std. Für das ordentliche Einfügen mit Begründung hier. Jetzt gute Nacht. Und lies es halt mal morgen in Ruhe durch. Ich tue es dann auch. --asdfj, 21:47, 4. Dez. 2009 (CET)
Ich habe es doch durchgelesen. Es geht nicht um die Qualität, ist ja alles gut und richtig. Aber im Rahmen dieses Lemmas ist es schlicht zuviel und zu lang.
Das hat nichts mit Ungeduld zu tun, so sehe ich das morgen auch noch. Ich werde es aber mal auf einen knappen Passus eindampfen, wenn du erlaubst. Jesusfreund 21:53, 4. Dez. 2009 (CET)
Von der Logik des Aufbaus her würde das Geschriebene (oder eine kürzere Vs) auch an das Ende von Abschnitt 5, Opfer, passen.
Die "Befreiung" der Überlebenden war aus der Sicht der alliierten Soldaten eine Entdeckung. Diese Soldaten waren ja, meines Wissens, nicht darauf vorbereitet, was sie dort entdeckten. Kenntnisse durch Luftaufklärung oder schrftl. Berichte in hohen Stäben oder bei Regierungsangehörigen sind ja etwas ganz anderes. Deshalb habe ich auch getrennt die verschiedenen Armeen genannt. Die Rote Armee war nach Majdanek (Aug. 44) im Winter/Frühjahr 45 in der Folge nach Auschwitz zunächst viel öfter mit Konz.Lagern konfrontiert. Um Auschwitz gab es einen riesigen Komplex von KZ. Mir ist zur Zt. nicht klar, ob sie bereits vor Majdanek auf Reste von KZ oder sog. Jüd. Wohnbezirken (Sammellager, fälschlich Ghettos) mit Überlebenden oder erkennbaren Massengräbern gestossen sind.
Schreib mal deine Fassung hierher. Dann sehen wir besser, was zu dem Artikel "passt". Mir geht es jedenfalls so. MfG -- asdfj, 14:57, 5. Dez.

[Bearbeiten] "Vernichtungsrate"

Ich habe eine Frage: Hat jemand einen Hinweis, wo man auf die verschiedenen europäischen Länder die Vernichtungsraten präsentiert bekommt? Mir ist so , dass ich das mal in der Enzyklopädie des Holocaust gesehen hätte oder im Lexikon über die Gerechten unter den Völkern. Ich frage das, weil ich etwas zur Bedeuung der entsprechenden Quote in den Niederlanden wissen möchte. --Atomiccocktail 22:42, 20. Dez. 2011 (CET)

Ich nehme mal an, mit "Vernichtungsrate" meinst du den Anteil der ermordeten Juden an der vorherigen Gesamtzahl der jüdischen Minderheit in dem jeweiligen Land. (Ich kenne den Ausdruck sonst nur für die Menge der täglich Ermordeten in einem Vernichtungslager.)
Dazu gibt es bestimmt Angaben. Ich habe aber momentan nur Dieter Pohl zur Hand ("Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit..."), der zu den Niederlanden nur allgemein feststellt (S. 104):
Während sich das Vichy-Regime einer Totalauslieferung der Juden widersetzte, liefen die Transporte [in die Vernichtungslager] aus den Niederlanden kontinuierlich weiter... Allerdings zahlten die Juden in den Niederlanden den höchsten Blutzoll in Westeuropa.
Hier steht: In ... Holland lag die Vernichtungsrate bei weit über 70 Prozent. (aber: nur Aufzählung, keine Quellenangabe, kein spezifisches Forschungswerk zum Holocaust).
Genaueres könnte Benutzer:Holgerjan dir mitteilen.- MFG, Kopilot 08:37, 21. Dez. 2011 (CET)

[Bearbeiten] Artikel des Tages

Ich spreche im folgenden dafür, diesen Artikel für den 27. Januar als Artikel des Tages vorzuschlagen.

Wenn der 27. Januar Holocaust-Gedenktag in der BRD (wegen der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz) ist, dann sollten wir den entsprechenden Hauptartikel oder einen gleichwertigen auch als AdT auf die Zugangsseite stellen. Wir haben zwar das Problem, dass unsere selbst errichteten Regeln dafür normalerweise einen als exzellent ausgezeichneten Artikel erwarten. Andererseits können wir wohl zu unserer WP-Vergangenheit stehen, dass wir es bei diesem Thema in den letzten fünf Jahren nicht geschafft haben diesen oder einen anderen (sei es über die zugrundeliegende Ideologie oder die praktische Durchführung) Artikel über die Judenvernichtung entsprechend zu entwickeln. Das ist aber keine Schande, wenn wir zugeben, dass ein derart von Schwarmintelligenz geprägtes Lexikon bei einem so umstrittenen oder in der Forschung schwer interpretierbaren Thema (noch) nicht die "eine", perfekte Darstellung abliefern konnte. Ich glaube, das ist kein schlechtes Zeichen. Und kann eigentlich an diesem Tag nicht dazu führen, dass wir nicht auf diesen Artikel hinweisen.

Beim Einleitungssatz habe ich heute folgende Änderungen vorgenommen

Die Judenvernichtung, auch mit dem englischen Lehnwort*1 Holocaust [ˈhoːlokaʊ̯st, holoˈkaʊ̯st] (vom griechischen ὁλόκαυστον holókauston ‚vollständig verbrannt‘) oder Schoah (auch Shoah; hebräisch הַשּׁוֹאָה ha' Schoah ‚das Unheil‘ oder ‚die Katastrophe‘) bezeichnet, sind Namen für die Ermordung von mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen Menschen, die das nationalsozialistische Regime nach 1933 als Juden definierte*2. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er gründete auf dem staatlich propagierten Antisemitismus und wurde im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt.

zu Ziff 1: der deutsche Begriff ist irgendwann aus der Einleitung verloren gegangen. Holocaust ist, bitte schön, vielleicht ein engl. Lehnwort, das seit einigen Jahren viel gebraucht wird. Aber Judenvernichtung ist der deutsche Name. Er gehört in die Einleitung. Es ist schon etwas merkwürdig, dass Sprachkorrektoren uns scheinbar weis machen wollen, dass der Holokaust das Lemma ist. Denn eigentlich müßte es doch umgekehrt sein. Das Fremdwort wird in der Einleitung erklärt, evtl. hergeleitet. Das Fremdwort hat außerdem den Nachteil, dass es viele Menschen gibt, die mit diesem Wort oder dem Wort Shoa keine konkrete Vorstellung verbinden können. Leider haben auch heute noch nicht alle Deutschen über 18 Jahren den Shoa-Film von Lanzmann gesehen. Das Wort Holokaust ist übrigens in seiner Benutzung bei Angehörigen von Opfern natürlich immer noch umstritten. Daher ist es als Lemma in der WP eher zweite Wahl.

zu Ziff 2: 1933 begann mit dem Machtantritt der Nazis die Umdefinition eines Teils der Deutschen als rechtlich als "Juden" geltende Bürger zweiter Klasse. Das Jahr fehlte hier. Im weiteren Artikel wird der Zusammenhang mit Staatsbürgerschaft und Rassengesetze erklärt. Das war ja kein Vorgang der erst 1938 (Pogrom) begonnen hat. Der nächste Satz nennt korrekt die Fortsetzung.

Bitte unterstützt den Vorschlag für den 27. Januar. Mfg --asdfj, 11:47, 21. Jan. 2012--

Schon sprachlich keine Verbesserung (Name), Artikel des Tages werden hier nicht vorgeschlagen. Gruß,--Hans Castorp 12:36, 21. Jan. 2012 (CET)
Hm, Hans etwas knapp geantwortet? Der Artikel wird hier nicht vorgeschlagen, sondern ich frage, wer dafür ist, ihn als Artikel des Tages vorzuschlagen. Dann lässt sich dort die Debatte ganz anders führen. MfG --asdfj, 21. Jan. 12--

[Bearbeiten] Änderungen

Aus der Weiterleitung von "Judenvernichtung" auf "Holocaust" zu folgern, dass Intension und Extension beider Ausdrücke kongruent wären, ist ein Fehlschluss mit zudem falscher Conclusio. Ich nenne ad hoc lediglich zwei Gesichtspunkte, warum dies grob falsch ist: a) "Holocaust" wird oftmals (irgendein Bsp.) auch für Judenverfolgung usw. gebraucht. b) "Holocaust" wird bisweilen - was allerdings aus vielerlei Gründen sehr strittig ist - auch für die Verfolgung und Vernichtung nicht nur von Juden gebraucht. Ferner ist c) "Holocaust" im Deutschen keineswegs primär ein "englisches Lehnwort". Minimalinformationen zur Wortgeschichte bietet z.B. Eisenberg 2011 (auch zur von dir offensichtlich präferierten Schreibung mit "k"!) und sogar der allerdings in vielem, z.B. in der totalen Konfundierung der Ausdrücke "Wort" und "Begriff", problematische Artikel Holocaust (Begriff). Schließlich d) ist den Hinweisen von Jergen und Hans J. Castorp hinsichtlich der sprachlich ungenügenden Qualität des Bearbeitungsvorschlags wenig hinzuzufügen, insb. das Nachhilfeangebot zur Semantik des Ausdrucks "Name" blieb offensichtlich unbeachtet. ca$e 13:22, 21. Jan. 2012 (CET)
Änderung des Vorschlagenden verschlechterte den Artikel. Dieser Art. ist weder als lesenswert, noch als exzellent ausgezeichnet. Das wird bis zum 27. auch nichts mehr. --Atomiccocktail 13:50, 21. Jan. 2012 (CET)
Argumente! Cocktail, wo kommt da auch nur ein Argument? Was ist daran die Verschlechterung: "Die Judenvernichtung, auch mit dem englischen Lehnwort Holocaust (…) oder Schoah (…) bezeichnet, sind Namen für die Ermordung von …" ??? Die Tatsache, dass verschiedene Wörter mit unterschiedlichem Hintergrund benutzt wurden und werden, kannst du durch Löschen nicht beseitigen. Das ist Wunschdenken. MfG --asdfj, 22. Jan. 12--
Du hast bereits ausreichend Argumente erhalten. "Holocaust" ist der übliche Hauptbegriff, "Schoah" ist kein englisches Lehnwort, "Judenvernichtung" ist kein Name, "die Judenvernichtung...sind Namen" ist unmögliches Deutsch.
Du verhältst dich nicht zum ersten Mal ausgerechnet bei einem der sensiblesten Themen besserwisserisch und trollig und betreibst damit durchaus erfolgreich deinen Selbstausschluss. Kopilot 09:48, 22. Jan. 2012 (CET)
Persönliche Angriffe auf mich sind eigentlich witzlos, Kopilot. Aber natürlich rechnest du mit ihrer Giftwirkung. Also, nein danke. Einige WP-Artikel in dem Umfeld Konzentrationslager, Auschwitz-Birkenau tragen seit Jahren mit meine Handschrift - nicht deine. Dass in Deutschland die Ausdrücke "Judenvernichtung" oder die "Vernichtung der Juden" lange vor "Holocaust" benutzt wurde, war für die damalige Zeit schon eine ziemlich direkte Beschreibung der Verfolgungsmaßnahmen, die auf Gedenksteinen bis heute meist sehr viel abstrakter "versteckt" werden (z.B. "Opfer des Faschismus"). Mit deiner verqueren Grammatik wirst du dem Problem nicht gerecht. Also bitte, Argumente. --asdfj, 22. Jan. 12, 10:30 Uhr--

[Bearbeiten] Die Vernichtung der Juden ist in de ein eindeutiger Begriff

Die Behauptung "Judenvernichtung" sei kein Name und deshalb quasi nicht lemmafähig, ist falsch. Der Begriff ist klar verständlich und gebräuchlich. Nur als Beispiele für mögliche Belege für diesen Satz nenne ich einige der zitierten Artikel aus der Google-Anfrage:

Google bringt "ungefähr 148.000 Ergebnisse (0,20 Sekunden)" auf das Suchwort. Hier gerade mal dies ersten zehn Antworten: Holocaust bei Wikipedia; Vertreibung und Vernichtung der Juden 1939 - 1945 bei geschichtsverein-koengen.de; Die Zahl der Opfer bei comlink.de, Judenvernichtung als Brettspiel bei zuspieler (Brenda Brathwaite), Schon 1919 spricht Hitler von der Judenvernichtung - bei BILD.de, Viele Polen halfen Deutschen bei Judenvernichtung - bei Die Welt, Bilder zu Judenvernichtung - Google, andauernder Antisemitismus bei ubbo-emmius-gesellschaft.de, Judenvernichtung bei uni-protokolle.de, NS-Völkermord bei dhm.de/lemo, Judenvernichtung | Aktuelle News, Hintergründe und Bilder auf ... bei stern.de. Schon diese nach Google-Kriterien erfolgte Zusammenstellung zeigt ein breites Spektrum der Verwendung des Begriffs. "Vernichtung der Juden" ergibt zeitgleich ungefähr 3.670.000 Ergebnisse (0,37 Sekunden) mit fast identischem Anfang der Google-Listung.

Der Verzicht auf die Verwendung des deutschen Begriffs resultiert zum Teil aus der befürchteten Fehlinterpretation des Bestandteils "Juden…" und evtl. auch auf der Kritik an einem von den Nazis geprägten Unwort. Soweit ist das für mich nachvollziehbar. Aber all das ändert nichts daran, dass es deutschen Lesenden zuzumuten ist, diese direkte Beschreibung in der eigenen Sprache zu sehen. Denn sowohl das griechischstämmige Holokaust wie das Ivrit-Wort Shoah oder wie immer ins Deutsche umschrieben, sind ja gar keine direkten Benennungen sondern Umschreibungen des Gesamtgeschehens. Mit allen drei Begriffen aber wurde nie und wird eben nicht die behauptete Einengung vorgenommen, dass nur als Juden deklarierte Personen quasi industriell von der NSDAP und Mittätern ermordet worden sind; vergleiche dazu bitte den Artikel Holocaust (Begriff). Es ist in meinen Augen, oder besser in meinen Ohren, eine historisch und gegenwärtig verwendete eindeutigere Benennung des Völkermords in der deutschen Sprache als Holokaust oder Shoah. Aber eigentlich bräuchte man über mehr oder weniger Verwendung überhaupt nicht debattieren, wenn meine obige Veränderung des Einleitungssatzes einfach Bestand hätte ("Die Judenvernichtung, auch mit dem englischen Lehnwort Holocaust (…) oder Schoah (…) bezeichnet, sind Namen für die Ermordung von "…). Denn (auch) "die Vernichtung der Juden" war und ist in Deutschland ein eindeutiger Begriff für den gesamten NS-Massenmordvorgang. MfG --asdfj, 22. Jan. 12, 11:31 Uhr--

Grammatikalisch und semantisch bist du nicht sonderlich fit, oder? Den Unterschied zwischen Namen, Bezeichnung und Benennung solltest du dir noch erarbeiten; hier geht es klar um eine Bezeichnung, egal ob man den deutschen oder einen fremdsprachlichen Begriff wählt. Und wie man "Die Judenvernichtung (...) sind Namen für die Ermordung ..." mit der gängigen deutschen Grammatik zusammenbringen will, ist mir völlig unklar (Subjekt im Singular, Prädikat im Plural).
Ansonsten kann man den Begriff "Judenvernichtung" mE schon nennen, ob dies an erster Stelle geschehen muss, lasse ich mal offen. Hier sollte zuvor die tatsächliche Häufigkeit geprüft werden. --jergen ? 13:07, 22. Jan. 2012 (CET)
Der gängige Begriff ist eher "Vernichtung der europäischen Juden", würde ich mal sagen. --Prüm 13:29, 22. Jan. 2012 (CET)
Wenn jemand hier unterwegs ist und noch nie gehört hat, dass Sekundärliteratur entscheidend ist für eine Lemmawahl, dann ist er hier schlicht falsch.
Wenn also Googeln, dann HIER und SO. Vergleich.
Dann kann man sich die idiotischen Mutmaßungen über Benutzermotive schenken.
Wer nicht weiß, was eine umgangsprachlich verbreitete Allgemeinbezeichnung, die nicht auf DEN Holocaust allein beschränkbar ist (Juden wurden seit Jahrtausenden immer wieder auch "vernichtet"), vom seit 1978 international etablierten Fachausdruck für dieses bestimmte Ereignis unterscheidet, kann hier nichts Sinnvolles beitragen.
Krasse historische Unkenntnis und Ignoranz motiviert solche "Vorstöße": "Holocaust" und "Schoah" sind ja gerade nicht auf der gleichen Ebene angesiedelte Bezeichnungen wie "Judenvernichtung", sondern Ausdrücke, die den Allgemeinbegriff "Judenvernichtung" im deutschen Sprachgebrauch (und zwar umgangssprachlich, lexikalisch und in Fachliteratur) ablösten, wie es zahlreiche Untersuchungen feststellten (siehe Holocaust (Begriff), z.B. Ref 31-33): egal wie man das bewertet.
Vom sprachlichem Unvermögen ganz zu schweigen: "Als Judenvernichtung ... bezeichnet man die Ermordung von ... Juden" wäre bloß eine Tautologie (Vernichten = Ermorden).
Kurz: Auf diesem unterirdischen Niveau ist eine Diskussion weder möglich noch sachdienlich. Solche Auslassungen können Wikipedia nur beschämen und schaden, weil jedes Drittsemester Geschichtswissenschaft dann nur noch entsetzt flüchten kann von Mitarbeit an solchen Themen. Kopilot 22:25, 22. Jan. 2012 (CET)
Kopilot, auf deine Angriffe auf der "unterirdisch" persönlichen Ablenkungsschiene habe ich bereits 1 x geantwortet. Das genügt.
Hallo Prüm, es gibt in Berlin (erst) seit 2005 das Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Entwurf Peter Eisenman). Der Denkmalname erinnert nicht zufällig an den Titel eines der Standardwerke für Historiker von 1961 Die Vernichtung der europäischen Juden von Raul Hilberg (WP-Artikel dazu 2008 von mir b.). Es ist selbstverständlich viel zitiert worden. Auch die beiden Verwendungen zeigen, dass es dafür korrekte Redewendungen im Deutschen gibt und WP sich wohlberaten auf alle drei Begrifflichkeiten (Vernichtung der Juden; Holokaust und Schoa) beziehen sollte. Wir begründen hier keine Sprach- oder Schreibvorschriften. MfG --asdfj, 23. Jan. 12, 15:07 Uhr--

Vernichten tut man so genanntes Ungeziefer. Wenn es um Menschen geht, würde ich von Massenmord sprechen. -- 92.72.149.181 16:42, 23. Jan. 2012 (CET)

Ja, werte Person mit der IP, Der Artikel macht das genauso und auch "Völkermord". Ich reklamiere hier nur das Verschwindenlassen eines gängigen und sicher zu Recht umstrittenen Wortes, das aber auch in der wissensch. Literatur verwendet werden musste/wurde. Weil es ja die unglaubliche Ausführung der Massenmorde beim Namen nennt. Fr. Gruß --asdfj, 23. Jan. 12, 17:27 Uhr--

[Bearbeiten] Erneut zum Einleitungssatz

Nachdem nun ja wohl einige Voraussetzungen erklärt wurden, nochmal meine Frage, ob jetzt Einigkeit besteht, dass in der Einleitung auch die deutschen Begriffe Judenverfolgung und Vernichtung der Juden sprachlich gleichberechtigt zu erscheinen haben?

Mein Vorschlag für den Einleitungssatz lautet nach wie vor

Die Judenvernichtung, auch mit dem englischen Lehnwort Holocaust [ˈhoːlokaʊ̯st, holoˈkaʊ̯st] (vom griechischen ὁλόκαυστον holókauston ‚vollständig verbrannt‘) oder Schoah (auch Shoah; hebräisch הַשּׁוֹאָה ha' Schoah ‚das Unheil‘ oder ‚die Katastrophe‘) bezeichnet, sind Namen für die Ermordung von mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen Menschen, die das nationalsozialistische Regime nach 1933 als Juden definierte. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er gründete auf dem staatlich propagierten Antisemitismus und wurde im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt.

Ich hätte aber auch nichts gegen ähnliche Varianten. Selbstverständlich wäre die Verwendung des vielleicht ursprünglich nazistischen Ausdrucks Judenvernichtung (Hitler ?) alleinstehend nicht unproblematisch sondern sie bedarf dann einer Erläuterung. Aber davon kann hier in der Einleitung des einschlägigen Artikels ja keine Rede sein. Bereits die beiden nächsten Sätze stellen die Bezüge eindeutig klar. MfG --asdfj, 25. Jan. 2012, 19:00 Uhr--

Lern erstmal richtiges Deutsch, Lesen und Achten von Belegen und Argumenten. Mit Ignoranz gewinnst du hier keinen Blumentopf. Kopilot 19:10, 25. Jan. 2012 (CET)
Vorschlag überhaupt nicht überzeugend. Filbustern hilft hier nicht. --Atomiccocktail 19:57, 25. Jan. 2012 (CET)
Zur Sache: darf ich euch bitten, zur Verwendung des deutschen Ausdrucks etwas mehr zu sagen, als dass er nicht gefällt und schon lange in Gebrauch ist? So ist das von euch beiden doch nur eine verhinderte Klarstellung. --asdfj 10:34, 26. Jan. 2012 (CET)--
Die Klarstellung war bereits mehrmals durch mehrere Benutzer erfolgt: mit Belegen für 1. die größere Gebräuchlichkeit von "Holocaust" für die Judenvernichtung der NS-Zeit in Fachliteratur, 2. für die historische Ablösung der allgemeineren Bezeichnung "Judenvernichtung" durch "Holocaust" und "Shoa" im fachlichen Sprachgebrauch, sowie 3. Argumenten für die sprachliche Unbrauchbarkeit deiner Formulierung. Kopilot 12:26, 26. Jan. 2012 (CET)
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