Diskussion:Homöopathie

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Entsorgungskonzept?

Was machen Homöopathen eigentlich mit all den überresten, die beim potenzieren entstehen? Auf dem Weg zu einer D24 oder dergleichen müssten doch grosse Mengen von aus eigener Sicht hochaktiven Substanzen anfallen, wo bleibt das alles? Gibt es so etwas wie anti-homöopathische Wasserfilter?--Nico b. (Diskussion) 10:56, 18. Nov. 2014 (CET)

Das wird weggekippt, ist ja nichts drin. --Pölkky 11:05, 18. Nov. 2014 (CET)
Ja schon, aber das wissen die ja nicht.--Nico b. (Diskussion) 16:05, 18. Nov. 2014 (CET)

Teile der wissenschaftlichen Medizin

Wer dieses "Teile" drinhaben möchte, soll es belegen. --Pölkky 11:41, 18. Nov. 2014 (CET)

Unsinn. Wer das ohne Teile haben möchte solle bitte belegen, dass die gesamte wissenschaftliche Medizin das so sieht. Das dürfte unmöglich sein. Und wissenschaftliche Medizin meint wohl die an Universitäten gelehrte Medizin. Da es nun an Unis auch leider Veranstaltungen gibt die von einer Wirksamkeit (mindestens für die eigene Kasse) ausgehen, ist eine Pauschalaussage widerlegt. Aber wir können uns den Spaß machen wissenschaftliche Medizin als denjenigen Teil der Medizin zu sehen der u.a. H. ablehnt. Wenn dem so wäre, hätten wir eine Tautologie. Sprich ohne Teile ist der Satz entweder unwahr oder leer.--Elektrofisch (Diskussion) 13:35, 18. Nov. 2014 (CET)
Das kannst du als Privattheorie gerne annehmen. --Pölkky 13:47, 18. Nov. 2014 (CET)
Du kannst den bestehenden Satz ohne Teile nicht belegen. Mehr brauch ich nicht.--Elektrofisch (Diskussion) 14:24, 18. Nov. 2014 (CET)
Das mit "Teile" ist erhlichgesagt trivial. Natürlich wird es irgendwo auf der Welt Vertreter der wiss. Medizin geben, die das anders sehen. So wie es irgendwo auch Menschen gibt, die denken, die Erde sei nur 10.000 Jahre alt.
Was zählt ist die Gewichtung. Der maßgeblich relevante Anteil der wiss. Medizin ist - siehe Belege - eben der Meinung, dass H eine wirkungslose Behandlung ist. Zu schreiben, das wären ja nur Teile, ist damit POV. --Yikrazuul (Diskussion) 14:31, 18. Nov. 2014 (CET)
So ist es, und so ist auch eindeutig geregelt in WP:NPOV, insb. 3.1.4. Es ist hier auch nicht relevant ob es Lehrveranstaltungen zum Thema Homöopathie gibt, sondern ob in der grundlegenden medizinischen Literatur zumindest von einer relevanten Minderheit die Position vertreten wird, H. habe eine nachweisbare Wirkung. Wenn das nicht gezeigt werden kann sehe ich die "Teile" auch als POV.--Nico b. (Diskussion) 16:11, 18. Nov. 2014 (CET)
Einen solchen Editwar gab es auch schon 2011 und 2013. Und warum? Weil ein Autor offenkundigen Unsinn formulierte. Allein schon dadurch, dass er der "wissenschaftlichen Medizin" überhaupt einen Standpunkt zur Homöopathie zuordnete. Als stünde "Medizin" für eine Person oder Personengruppe... Dass Otto Prokop etwas derartiges formulierte, wurde bis heute nicht belegt. --TrueBlue (Diskussion) 16:24, 18. Nov. 2014 (CET)
Wenn man glaubt, dass wissenschaftliche Medizin einen einhelligen Standpunkt hat, muss man erstmal definieren was denn wissenschaftliche Medizin genau sei. Meinetwegen kann man mehrheitlich statt Teil schreiben aber, in wissenschaftliche Medizin in ihrer Gesamtheit wäre bei hinreichend Gegenbeispielen (sagen wir drei) widerlegt. Und das Spiel, bei jedem solchen belegt zu schreien das ist gar keine wissenschaftliche Medizin ist natürlich ein Taschenspielertrick. Da wissenschaftliche Medizin undefiniert und hier nahezu beliebig gefüllt werden kann.--Elektrofisch (Diskussion) 18:56, 18. Nov. 2014 (CET)
"Wissenschaftliche Medizin" scheint kein sonderlich verbreiteter Begriff zu sein. Einer der wenigen, auch in der WP bekannten Anwender ist Johannes Köbberling. Köbberling versteht "wissenschaftliche Medizin" als Pendant zu Paramedizin, also als bessere Bezeichnung für jene Heilkunst, die andere "Schulmedizin" nennen. Das Verhältnis der Homöopathie zur wissenschaftlichen Medizin in diesem Sinne ist bereits mit der Einleitungsaussage "ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode" beschrieben. Und zwar vergleichsweise seriös. --TrueBlue (Diskussion) 21:25, 18. Nov. 2014 (CET)
Fakt bleibt, dass der Satz, so wie er von Pölkky völlig unzivilisiert hier reingedrückt wurde, Mist ist.--Freital (Diskussion) 22:25, 18. Nov. 2014 (CET)
Fakt ist dass du einen deutlichen Interessenskonflikt hast und Relativierungen seit deiner Anmeldung 2009 in den Artikel drücken willst und zweimal deshalb schon wegen Editwar gesperrt wurdest. --codc Disk 22:28, 18. Nov. 2014 (CET)
Da befinde ich mich in bester Gesellschaft.--Freital (Diskussion) 22:32, 18. Nov. 2014 (CET)

Wenn "wissenschaftliche Medizin" keine klare Definition hat, können wir auch nichts darüber sagen, weil es zu allem, was wir darüber sagen, eine Definition gibt, so dass das, was wir sagen, falsch ist.

  • Die einen definieren "wissenschaftlich" als "wird an Universitäten gelehrt". (das halte ich für eine kranke Definition, weil dann jeder, der in der Verwaltung irgendeiner Universität genug Macht hat, entscheiden kann, dass etwas wissenschaftlich ist. Außerdem ist es eine Definition für Denkfaule, die sich keine Mühe geben wollen, den Begriff "Wissenschaft" vernünftig zu definieren. Und es ist das gleiche wie "akademisch" und damit ein überflüssiger Bestandteil des Wortschatzes, kann also weg.) Nach dieser Definition ist der Satz mit "Teile" richtig und ohne "Teile" falsch.
  • Die anderen verlangen von Wissenschaften Wissenschaftlichkeit, also Verwendung der jeweils am besten geeigneten bekannten Qualitätssicherungsmaßnahmen. Nach dieser Definition ist der Satz mit "Teile" falsch und ohne "Teile" richtig.

Also lassen wir den Begriff "wissenschaftliche Medizin" weg und verwenden evidenzbasierte Medizin, das ist klar definiert. --Hob (Diskussion) 11:16, 19. Nov. 2014 (CET)

Das klingt gut. Warum ich die erste Definition mit den Unis bevorzuge liegt nicht an Denkfaulheit, sondern daran, dass ich ein wissenschaftsgeschichtliches Interesse habe. Zwischen universitärer Realität und Wissenschaft abzugrenzen hat Nachteile. Man kann dann etwa Entscheidungsprozesse oder die Entwicklungen von Wissenschaftlerkollektiven schlecht beschreiben und schneidet oft entscheidende Teile ab. Außerdem finde ich es zu wissenschaftsfreundlich der Wissenschaft zu ermöglichen ihre Mitglieder die Unsinn treiben (oder menschenfeindliches Zeugs angerichtet haben) aus "der" Wissenschaft zu definieren um so den Laden sauber zu halten. Sonst würde die Wissenschaft ihre eigene Apologetik haben und besonders im Nachgang ihre Treffsicherheit nach Art des texanischen Schützen verbessern. Um es konkreter zu machen: Rassenkunde im NS war Wissenschaft, schlechte, widerlegbare aber der universitäre Teil davon war in einem hohen Grad professionell und die Förderung durch die Spitzenverbände der deutschen Wissenschaft (bis hinein in die Vernichtungspraxis) zeigt das. Über die Wupper geht bei solch einer pragmatischen Sichtweise von Wissenschaft allerdings die automatische Verbindung von Wissenschaft und Richtigkeit. Das muss man aber ohnehin im Einzelfall darstellen. Sätze nach dem Muster Die Wissenschaft habe festgestellt, dass ... sind pfuiba. Und in der Tat hat eventuell irgendein Verwaltungshalbling größeren Einfluss auf die Weiterentwicklung der Wissenschaft als ein genialer Wissenschaftler. Das mag einem gefallen oder nicht, es ist aber wohl kaum von der Hand zu weisen.--Elektrofisch (Diskussion) 11:56, 19. Nov. 2014 (CET)
Das Konzept zur medizinischen Qualitätssteigerung namens EbM steht ebenso wenig für eine Person oder Personengruppe, formulierte deshalb auch keine Standpunkte zur HP. Man sollte sich entscheiden, was die Artikelaussage am Anfang des Kritikkapitels leisten soll: Soll nochmals das Verhältnis zur "wissenschaftlichen" AKA "Schulmedizin" dargestellt werden? Dann kann man nur schreiben, dass die HP nicht dazugehört, Alternativmedizin ist. Oder soll die Stoßrichtung der Kritik, die heute bekanntlich auch wenn nicht sogar vor allem von Nichtmedizinern formuliert wird, zusammengefasst werden? Dann sollte man eine Aussage über "die Kritik an der Homöopathie" formulieren. Also etwa: "Die Kritik an der Homöopathie bemängelt das Fehlen überplaceboider Wirksamkeit und thematisiert Gefahren." Alternativ könnte der Artikel darstellen, was der als Feigenblatt angegebene HP-kritische Gerichtsmediziner Otto Prokop 1995 tatsächlich bewertet hat, vorausgesetzt es handelt sich um irgendwas Spektakuläres, was nicht schon an anderer Stelle dargestellt ist. --TrueBlue (Diskussion) 13:49, 19. Nov. 2014 (CET)
Muss der Satz überhaupt da stehen? --Hob (Diskussion) 15:42, 19. Nov. 2014 (CET)
Nö. Im Vergleich zu Geschwafel sehen überprüfbare Geschichten immer besser aus. Zum Beispiel die Geschichte über den Brief von "Sense about Science" an die WHO, worin vor der Vermarktung von Homöopathika zur Behandlung von HIV, Tuberkulose und Malaria in Entwicklungsländern gewarnt wird.[1] --TrueBlue (Diskussion) 16:18, 20. Nov. 2014 (CET)
"Man kann dann etwa Entscheidungsprozesse oder die Entwicklungen von Wissenschaftlerkollektiven schlecht beschreiben und schneidet oft entscheidende Teile ab." - Warum muss man denn alle Entscheidungsprozesse, an denen Wissenschaftler beteiligt sind, "Wissenschaft" nennen? Mit der zweiten Definition würde sich die Beschreibung nur insoweit ändern, als diejenigen Vorgänge, die zur Wahrheitsfindung nicht geeignet sind, wie z.B. Dogmatismus, Cliquenwirtschaft und Intrigen, nicht "Wissenschaft" heißen. Für mich ist das kein Verlust, sondern eine klarere Ausdrucksweise.
"aus "der" Wissenschaft zu definieren um so den Laden sauber zu halten" - warum soll das nicht gehen sollen? Wissenschaft darf ruhig eine Art Qualitätssiegel sein, das man Fälschern, Betrügern und Hochstaplern aberkennen kann, genau so wie jemand den Führerschein verlieren kann, wenn er ihn nicht verdient. Es kommt halt darauf an, was mit einer Definition bezweckt. Für mich ist das Wort "Wissenschaft" dazu da, Wahrheitssuche mit hoher Qualität von amateurhafter Stümperei zu unterscheiden. Der Übergang ist natürlich fließend, die Grenzen unscharf. Was ist damit gewonnen, wenn "Wissenschaft" diese Bedeutung nicht hat? Das nutzt nur was, wenn man was gegen "die Wissenschaft" sagen will und Munition braucht. Dann will man, dass die Stümper mit drin sind.
"Treffsicherheit nach Art des texanischen Schützen verbessern" - Dieses Bild geht von der Annahme aus, dass "der Schütze" alle Löcher mit der gleichen Flinte macht und hinterher anhand des Erfolgs entscheidet, ob das Loch zählt oder nicht. Aber bei der Unterscheidung zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft ist das Kriterium die Methodik: Pseudowissenschaftler machen ihre Löcher auf andere Weise, nämlich durch Schummeln, und zählen deshalb nicht, und nicht weil sie nicht getroffen haben.
"Rassenkunde im NS war Wissenschaft, schlechte, widerlegbare" - Die Frage ist: wurde sie bereits "zu Lebzeiten" widerlegt und hat dennoch so weitergemacht? Hat jemand damals erkannt, dass das Unfug ist? Sind Rassenkundler an internationalen Veröffentlichungen gescheitert? Dann ist es nach der zweiten Definition genausowenig Wissenschaft wie N-Strahlen. Wenn es keiner gemerkt hat, ja, dann war das in der Tat Wissenschaft (schlechte, widerlegbare).
"automatische Verbindung von Wissenschaft und Richtigkeit" - Die gibt es auch bei der anderen Definition nicht. Man kann alles richtig machen und trotzdem falsch liegen.
"Einfluss auf die Weiterentwicklung der Wissenschaft" ist nicht das gleiche wie "Bestandteil der Wissenschaft".
Ich halte die erste Definition immer noch für einen Rohrkrepierer. Nutzlos und irreführend. --Hob (Diskussion) 15:42, 19. Nov. 2014 (CET)
Ich nicht. Man kann den realen Gang der Wissenschaften nicht beschreiben, wenn man 95% der Tätigkeit von Wissenschaftlern und ihrer Teams zur Nichtwissenschaft erklärt. Wissenschaft ist halt nicht nur die tolle Idee, die saubere Messreihe oder die exakte Anwendung von Methoden sondern eben auch die Verbreitung von Ideen in Netzwerken, die Werbung für diese Ideen inklusive dem Herbeischaffen von Forschungsknete und Publikationsplatz in wichtigen Magazinen. Der Geistesblitz oder die neue Methode, der/die plötzlich alle von sich aus überzeugt ist eher die Vorstellung von Esoterikern, die sich dann wundern warum ihre Geniestreiche im off bleiben.--Elektrofisch (Diskussion) 21:36, 19. Nov. 2014 (CET)
"Man kann den realen Gang" - Selbstverständlich kann man das. Keiner zwingt dich, das, was du betrachtest, mit einem bestimmten Begriff zu bezeichnen. Definitionen sind bis zu einem gewissen Grad willkürlich, und man sollte sie gemeinschaftlich so wählen, dass sie brauchbar und aussagekräftig sind. Die erste Definition ist das nicht.
"Wissenschaftliche Medizin" nach der ersten Definition ist das gleiche wie "Universitätsmedizin". Ich sehe keinen Grund, warum man Quackademiker "wissenschaftlich" nennen muss.
Wenn man bei der Diskussion um die beste Definition des Begriffs "Wissenschaft" einen Satz mit "Wissenschaft ist halt" anfängt, ist das ein Zirkelschluss. Das kann ich auch: "Wissenschaft ist halt"... und dann kommt was, was aus der zweiten Definition folgt. Das bringt keinen Erkenntnisgewinn.
"die Verbreitung von Ideen in Netzwerken, die Werbung für diese Ideen inklusive dem Herbeischaffen von Forschungsknete und Publikationsplatz in wichtigen Magazinen" sind auch nach der zweiten Definition Teil der Wissenschaft.
"nur die tolle Idee, die saubere Messreihe oder die exakte Anwendung von Methoden" ist ein Strohmann, und "Der Geistesblitz oder die neue Methode, der/die plötzlich alle von sich aus überzeugt" ist ein Strohmann. Keiner hat das behauptet. Du scheinst nicht mit mir, sondern mit jemand anderem zu diskutieren, und das auch noch über ein anderes Thema. Aber das gehört alles eh nicht hierher. Lassen wir's lieber. --Hob (Diskussion) 17:12, 20. Nov. 2014 (CET)
Klingt alles sehr lehrreich und interessant, aber sollte man nicht langsam mal zu Potte kommen?--Freital (Diskussion) 10:08, 21. Nov. 2014 (CET)
Nein, jedenfalls nicht, um deinen POV einzubauen. --Pölkky 10:33, 21. Nov. 2014 (CET)
Der Vorschlag mit Evidenzbasierter Medizin löst doch das hier unlösbare Problem des (hier und anderswo) uneinheitlichen Begriffes von Wissenschaft. Darüber hinaus, d.h. über die Evidenzbasierter Medizin hinaus, wird H. aber wohl von einem erheblichen Teil der an Universitäten ausgebildeten Mediziner als unwirksam betrachtet, historisch sicher auch vor der Konstituierung von Evidenzbasierter Medizin. Auch dieser Umstand sollte da erwähnt werden. (Längere Antwort auf HOP ist leider beim Speichern verschütt gegangen, wichtigster Punkt: eine allgemein akzeptierte Definition was Wissenschaft ist, existiert nicht.)--Elektrofisch (Diskussion) 11:23, 21. Nov. 2014 (CET)
Evidenzbasierte Medizin finde ich auch gut.--Freital (Diskussion) 15:02, 21. Nov. 2014 (CET)
Kleine Sonderinfo für Freital. Das H. auch wissenschaftlich unhaltbar ist wohl Konsens der großen und etablierten wissenschaftstheoretischen Schulen. Popper etwa würde die Selbstimmunisierung als Ausschlussmerkmal reichen.--Elektrofisch (Diskussion) 21:25, 21. Nov. 2014 (CET)
Den strengen Geboten Poppers hält wohl kaum eine Medizin als Wissenschaft stand.--Freital (Diskussion) 16:16, 22. Nov. 2014 (CET)
Einfach "wissenschaftliche Medizin" streichen: Die Homöopathie wird als wirkungslose, in einigen Fällen sogar gefährliche Behandlung abgelehnt. Da steht alles drin, und folgt dem Prinzip der Einleitung ("HP wird als Pseudowissenschaft betrachtet.") Alle massgeblichen Referenzen sind sich darin gehend einig - man referenziert ja auch nicht "Die Erde ist eine Kugel." Daher ist die Frage "Wer lehnt ab?" obsolet: Alle lehnen ab. Leondris (Diskussion) 22:39, 21. Nov. 2014 (CET)
Würden wirklich alle ablehnen, wäre die Homöopathie nur noch ein medizingeschichtliches Thema. Wobei dein Formulierungsvorschlag dennoch die größten Schmerzen beseitigen würde - und dass ohne das inhaltliche Niveau signifikant zu erhöhen. Zum Formulierungsunfug "wissenschaftlich nicht haltbar" siehe diese Diskussion. Den Begriff "evidenzbasiert" haben auch diverse Homöopathen für sich entdeckt ("evidence based homeopathy"), sicherlich zu Marketingzwecken. Für die relevanten Begriffsanwender bedeutet "wissenschaftliche Medizin" übrigens mehr als "wird durch Hochschulen vermittelt". Einfach mal nachlesen! Der Meinungsaustausch hier geht daran völlig vorbei. Es sind allenfalls Anhänger der "evidenzbasierten Medizin" (wie Köbberling), die zur HP Standpunkte formulieren. --TrueBlue (Diskussion) 22:57, 21. Nov. 2014 (CET)

Ebola

Im Artikel mit einem Spiegelartikel belegt. Wen die Hintergründe interessieren, psiram stellt die Hintergründe und Beteiligten ganz gut zusammen.--Elektrofisch (Diskussion) 12:02, 13. Dez. 2014 (CET)

Die Gegendarstellung zum Spiegel Artikel bleibt derzeit unberücksichtigt. --Freital (Diskussion) 15:12, 13. Dez. 2014 (CET)
Es besteht aber offensichtlich kein Grund den gescheiterten Versuch eines nicht genehmigten Menschenversuch als tatsächlichen Menschenversuch darzustellen. Wie deine Modifikation des Artikels es versuchte. Bestürzend finde ich, dass auch Vorstandsmitglieder vom Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, nämlich die Schatzmeisterin an diesem versuchten Verbrechen beteiligt waren.--Elektrofisch (Diskussion) 15:36, 13. Dez. 2014 (CET)
Du reagierst völlig über, es geht nur um Formulierungen, Behandlung statt Test.--Freital (Diskussion) 16:46, 13. Dez. 2014 (CET)
Wir reden über einen illegalen Medizinversuch der auch ethische Normen verletzt. Schade, dass die Beteiligten nicht die Approbation verloren haben.--Elektrofisch (Diskussion) 17:30, 13. Dez. 2014 (CET)
Eine wie auch immer geartete Gegendarstellung ist hier weder angebracht noch sinnvoll. Im Gegenteil, wir sollten hier mal Psiram zitieren. Ich dachte eigentlich, derartige Menschenversuche sind seit 70 Jahren Geschichte. Sowas ist einfach nur verabscheuungswürdig, darüber muß die Menschehit aufgeklärt werden. Schon die Idee, Ebola mit H. therapieren zu wollen, gehört verboten. --Pölkky 13:16, 14. Dez. 2014 (CET)
Als Themainteressierter sollte man eigentlich wissen, dass die zumeist ausschließliche Erprobung am Menschen Standard in der gesamten Alternativmedizin ist. "Geschichte" sollten Menschenversuche ohne Einwilligung der Teilnehmer sein. --TrueBlue (Diskussion) 14:09, 14. Dez. 2014 (CET)
Aber nicht bei Ebola, sowas ist hirnverbrannt und gehört bestraft. --Pölkky 14:31, 14. Dez. 2014 (CET)
Die Praxis der Ärztin ist in Leipzig, die dortige Ärztekammer wäre der Ansprechpartner. Dieser Versuch verstieß offensichtlich gegen nationales (örtliches) Recht als auch gegen die internationale Konvention über Menschenversuche.--Elektrofisch (Diskussion) 19:34, 14. Dez. 2014 (CET)
Ich kann dem Psiram-Artikel nur entnehmen, dass Benutzer Abrax von Psiram meint, das Ansinnen der Homöopathen hätte gegen die Deklaration von Helsinki verstoßen. Die LMHI hat laut desselben Psiram-Artikels angegeben, ihre Freiwilligen seien "wegen ein paar diplomatischen Problemen" und als "Beigabe" zu irgendeinem "WHO-Protokoll" abgewimmelt worden. Genau davor ist von "Ebola safety protocol" die Rede. Und offiziell war der Einsatz natürlich nicht als "(Menschen-)Versuch" ausgegeben, sondern als Therapiemission. --TrueBlue (Diskussion) 08:07, 15. Dez. 2014 (CET)
Manche schrecken vor gar nichts zurück.--Hic et nunc disk WP:RM 16:16, 15. Dez. 2014 (CET)
Der Mann der Ärztin ist Honorarkonsul des besuchten Landes.--17:42, 15. Dez. 2014 (CET)
Ich muss mich korrigieren: "as an adjunct to the WHO protocols" meint nur, dass die Homöopathika-Gaben die Behandlung nach WHO-Richtlinie "ergänzen" sollten. Das entspricht Kösters Gegendarstellung in SPON. Es bleibt auch nach dem Lesen des ellenlangen "Mail-Online"-Artikels unklar, mit welcher Begründung der Zugang zu den Ebola-Patienten in Liberia verweigert wurde. --TrueBlue (Diskussion) 18:48, 15. Dez. 2014 (CET)
Tja, auch bei der Gegendarstellung mogelt er. Diese erschien in der nächsten Ausgabe des Spiegel. Auf den Abdruck einer Gegendarstellung besteht ein Recht und zwar unabhängig von deren Wahrheitsgehalt, es müssen nur Formalien (Gegen- nicht Richtigstellung von Fakten, nicht von Meinungen) eingehalten werden. Die Kürze der Zeit, spricht deutlich noch dazu gegen ein "erwirken" einer solchen vor Gericht. Offensichtlich blieb der Spiegel bei seiner Darstellung, denn der Satz Herr X hat recht, wäre wohl überliefert worden. Die Gegendarstellung erscheint wie eine Schutzbehauptung.--Elektrofisch (Diskussion) 20:27, 15. Dez. 2014 (CET)
Allein der Spiegel-Artikel hat zur Frage, wie die Homöopathen die Ebola-Patienten behandeln wollten, gar nichts und deshalb auch nichts Abweichendes behauptet... --TrueBlue (Diskussion) 20:58, 15. Dez. 2014 (CET)
Allein schon der Fakt, daß jemand auf die Idee kommt, Ebola mit Homöopathie heilen zu wollen, ist schlimm genug. Da ist es egal, was, wieso, warum drumherum passiert. --Pölkky 21:28, 15. Dez. 2014 (CET)
Naja, medizinisch, ethisch und hierzulande auch juristisch ist es ein großer Unterschied, ob die "andere" Medizin alternativ oder nur komplementär angewendet wird. Vor allem, wenn die andere Medizin als wirkungsfrei, auch frei von unerwünschten Wirkungen, eingeschätzt wird. Ansonsten weiß z.B. jeder Onkologe: Die Paramedizinszene ist voll mit Figuren, die auch Schwerkranken Behandlungen anbieten und gleichzeitig von schulmedizinischen Therapien abraten. Letzteres war hier angeblich nicht geplant. Also was kann man wirklich kritisieren? Doch nur die hinter der Aktion zu vermutetende Verwertungsabsicht. --TrueBlue (Diskussion) 22:08, 15. Dez. 2014 (CET)
An Ebola Erkrankte sind keine Versuchskaninchen für was auch immer. --Pölkky 22:14, 15. Dez. 2014 (CET)
Warum nicht? Tatsächlich sollen auch nach WHO-Willen Ebola-Patienten zu Versuchskaninchen werden.[2] Für ausgewählte deutsche Krebspatienten gibt es Angebote zur Studienteilnahme schon seit längerem. Die Schwerkranken kommen so an noch nicht zugelassene Therapien, die ihnen vielleicht helfen. --TrueBlue (Diskussion) 22:48, 15. Dez. 2014 (CET)
Weil die Homöopathie niemandem helfen kann. --Pölkky 22:58, 15. Dez. 2014 (CET)
Die Homöopathie kann niemandem helfen ist eine These, die man mit der zur Verfügung stehenden Methodik auch dann niemals wird beweisen können, wenn man "Homöopathie" durch "Homöopathika" und "niemandem" durch "keinem Patienten" ersetzt. Zudem kommt die Bedingung "kann helfen" in der Deklaration von Helsinki nicht vor. Würde man die Zulässigkeit von Forschung am Menschen an die Gewissheit von "kann helfen" knüpfen, könnten praktisch keine neuen Therapien mehr hinreichend erforscht und zugelassen werden. So wie die Ebola-Mission beschrieben wurde, wäre sie primär für die HP-Aktivisten selbst zu einem grundsätzlich lebensgefährlichen Risiko geworden; sekundär für ihre nichtinfizierten Kontaktpersonen. Als "ethisch inakzeptabel" kann man sehen, dass sich die Aktivisten für einen von außen betrachtet fragwürdigen Zweck dem Ansteckungsrisiko aussetzen woll(t)en. Die müssen wirklich überzeugt von ihrer Sache sein - wenn auch nicht soweit, dass sie die WHO-Richtlinien ignorieren wollten. Im umseitigen WP-Artikel allerdings steht die Ebola-Mission aktuell unter "Risiken der Homöopathie" und es wird überhaupt nicht klar, warum. "Risiken der Homöopathie" entstehen laut Kapiteleinleitung durch den "Verzicht auf eine normale medizinische Versorgung" und eben darauf sollte bei der Ebola-Mission nicht verzichtet werden. --TrueBlue (Diskussion) 17:13, 16. Dez. 2014 (CET)