Diskussion:Mittelhochdeutsch
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[Bearbeiten] Vorläufer des Hochdeutschen?
Auf der Suche nach den Ursprüngen des heutigen Hochdeutsch stieß ich auf diesen Artikel. Nach einem Vergleich mit den Inhalten von Germanische Sprachen und Althochdeutsch, sowie Websites wie http://mail.bris.ac.uk/~gexnl/teaching/landesk/mhd.html und http://home.arcor.de/glanlaender/bibliothek/mittelhochdeutsch.htm vermisse ich einen allgemeinverständlichen deutlichen Hinweis darauf, dass (klassisches) Mittelhochdeutsch "nord- und süddeutsche Gemeinsprache der Literatur = höfische Dichtersprache:", "verschwand mit Untergang des Rittertums ". Also, trotz der zeitlichen Nachfolge zum Althochdeutsch ist es nicht unmittelbar Vorläufer von Hochdeutsch. Wenn es denn so richtig ist. --anon 01/06/03
Kommt mir schlüssig vor. Hochdeutsch ist m.E. neu in starker Anlehnung an das Meißnerische Sächsisch gebildet worden.
- Könnte man die Begriffsverwirrung um "Hochdeutsch" nicht auflösen, wenn man die heutige, in der Tat auf dem Neuhochdeutschen fußende, deutsche Schriftsprache "Lutherisch" nennt? Hellsepp --Hellsepp 13:06, 10. Feb. 2010 (CET)
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- Für die heutige Schriftsprache gibt's schon die Begriffe Standarddeutsch und Schriftdeutsch. Ralfonso 11:51, 9. Jul. 2010 (CEST)
[Bearbeiten] Phonetik
Hab den Vokalismus ein wenig ergänzt. Wir sollten phonetische Transkriptionen einfügen, denke ich. Außerdem: ent oder weder! Wenn wir schon mit einzelnen Veränderungen im Vokalismus kommen, dann sollten wir auch Konsonantismus bringen (und dann auch Grammatik?)...--jonas 23:23, 21. Mär 2004 (CET)
[Bearbeiten] Dehnung der offenen Tonsilben
Das Konzept wird mir (und vielleicht auch anderen) aus dem Artikel noch nicht ganz klar. Im Neuhochdeutschen gibt es die Unterscheidung zwischen langem o wie in Boot, und kurzem o wie in offen. Dabei sind beiden o-Laute nicht nur in ihrer Länge unterschiedlich (oː und ɔ ?). Wird der mittelhochdeutsche Kurzvokal o jetzt o oder ɔ ausgesprochen? Und wie sieht es mit den anderen Vokalen aus? --Flosch 12:15, 21. Aug 2005 (CEST)
- <oː> entspricht einem gedehnten und <ɔ> einem kurzen "o". Der mittelhochdeutsche Kurzvokal wird demnach ɔ ausgesprochen. Bei anderen Vokalen ist das ähnlich. Wenn dich das näher interessiert, solltest du dich über Phoneme informieren.
- Ein kleines Beispiel, um die Veränderung zu verdeutlichen: Vom Schriftbild her unterscheidet sich mhd. sagen von nhd. sagen nicht. Würdest du jedoch im Mittelhochdeutschen die neuhochdeutsche Aussprache schreiben wollen, wäre das "sâgen", um die Dehnung auszudrücken und vice versa die neuhochdeutsche Schreibung für die mittelhochdeutsche Aussprache "saggen", um die Kürzung zu verdeutlichen.
- Gemeint ist also einfach, dass im Mittelhochdeutschen die offenen Silben kurz gesprochen wurden, die heute im Neuhochdeutschen lang gesprochen werden. -- Emilia Ragems 14:57, 19. Sep 2005 (CEST)
[Bearbeiten] nichtliterarisches Mittelhochdeutsch / Editionsmethode
Mittelhochdeutsche Texte wurden nicht überwiegend in literarischer Form überliefert, sondern in der Neuzeit wurde nur die mhd. Literatur als wertvoll angesehen, erforscht und rezepiert. Nichtliterarische Formen (z.B. Rechtstexte, religiöse Texte...) wurden vernachlässigt; überliefert wurden sie aber massenhaft (viel häufiger als die teilw. nur 1-2 Handschriften bestimmter Versromane...)
Erschwerend kam hinzu, daß Karl Lachmann seine "Normalisierung" auf Versmaß etc. ausrichtete, nichtgereimte Texte also sehr wenig in dieses Konzept paßten.
Die Lachmann-Methode ist seit mehreren Jahrzehnten überholt, heute wird keine Edition mehr nach dieser Methode der nachträglich erfundenen "Rechtschreibung" ausgerichtet. Heute wird handschriftennäher ediert, d.h. man versucht, die Eigenart (Dialekt etc.) der Handschrift zu vermitteln; die Schreibungen folgen der Handschrift bis auf wenige Normalisierungen.
Quelle: frei verfaßt. eingetragen von 80.185.158.39 am 15. Dez 2005 um 00:36
- Die Formulierung "Mittelhochdeutsch ist vor allem als Sprache der Literatur überliefert; der alltägliche Sprachgebrauch schlug sich noch kaum in Schriftzeugnissen nieder." ist in der Tat nicht die schönste Lösung; leider fällt mir auch grade nichts besseres ein. Allerdings kann ich zur Überlieferung nichts genaues sagen. Dass die Germanistik sich bisher vor allem mit literarischen Texten befasst hat, sagt ja nichts über die Überlieferungslage aus. Wieviele Handschriften gibt es denn konkret (und im Verhältnis zu epischen oder lyrischen Texten) von Sachliteratur, Rechtstexten, Chroniken? Ist die Sachliteratur nicht verhältnismäßig breit überliefert? Ich kenn mich hier nicht so aus... Gruß, --jonas 18:13, 15. Dez 2005 (CET)
[Bearbeiten] Toter Weblink
Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!
- http://www.uni-salzburg.at/mhdbdb/
- In Mittelhochdeutsch on Thu Jan 12 11:41:49 2006, 404 Not Found
- In Mittelhochdeutsch on Thu Jan 19 13:31:13 2006, 404 Not Found
--Zwobot 13:31, 19. Jan 2006 (CET)
Hat sich hiermit erledigt. Der Bot hier hatte mit der Weiterleitung Probleme. Ich habe nun die Adresse zu der weitergeleitet wurde direkt angegeben. Sollte nun keine Probleme mehr geben.
[Bearbeiten] Wörterbücher
Ich hab neuere Wörterbücher (noch bzw. gerade erst im Erscheinen begriffen) hinzugefügt: WMU, MWB. Da Lexers Handwörterbuch drin ist, schmeiße ich das Taschenwörterbuch raus. Ist jemand in der Lage und willens, einzelne Artikel für die Wörterbücher anzulegen? Oder haltet ihr das für komplett überflüssig? Es gibt schon eine Reihe von Artikeln zu Wörterbüchern, siehe z.B. Wörterbuch, Kategorie:Wörterbuch. --jonas 17:16, 7. Sep 2006 (CEST)
Das war sehr kurzsichtig. Das Taschenwörterbuch ist in der Praxis das wichtigste. -- Grapelli 14:17, 5. Mär. 2007 (CET)
[Bearbeiten] Wikiversity: Hinweis!
Wer sich mit Wikiversity aktiv auseinandersetzen möchte, der soll sich mal v:Kurs:Mittelhochdeutsch sowie v:Projekt:Mittelhochdeutsch ansehen. Beim Kurs sind wir von der Wikiversity für "freie" Übersetzungen mittelhochdeutscher Texte sehr dankbar! Bitte bedenkt, dass sich alle Angebote im Bereich Fachbereich Germanistik/Mittelhochdeutsch noch im Aufbau befinden. --Nutzer 2206 19:01, 6. Okt. 2007 (CEST)
[Bearbeiten] Mittelhochdeutsche Hörliteratur
Der neu hinzugefügte Link mit dem Text des Armen Heinrich als mp3 ist zur Abwechslung einmal gar nicht so schlecht. Der Sprecher hat sich wirklich die Mühe gemacht, den Text nach der damaligen Schrift zu lesen. Auch wenn es wahrscheinlich nicht ganz nach der Originalaussprache klingt und sowieso auf dem standartisierten mittelhochdeutschen Text beruht, ist das doch ein sehr kompetente Versuchg gewesen und jeder der sich dafür interessiert sollte sich das anhören. Der Sprecher ist übrigens, so weit ich das mitbekommen habe, US-Amerikaner und spricht den Text trotzdem mit weniger Akzent als so manche moderne deutsch-deutsche Aufnahmen, die ich schon gehört habe. --El bes 01:56, 13. Aug. 2008 (CEST)
- In der Tat erstaunlich, was es so alles gibt. Mir klingt zwar die Aufnahme zu wenig schweizerisch, wie ja die alemannischen Dialekte gewissermassen als Nachfolgesprache des Mittelhochdeutschen betrachtet werden könnten. Besonders der Rhytmus würde mir am Herzen liegen. Aber dann könnte ich ja dagegen argumentieren, dass moderne Alemannen eben gerade allzu nahe am Mittelhochdeutschen stünden, so dass ihnen der Abstand fehlte, um eine getreue Widergabe zu versuchen. -- machᵗᵃˡᵏ 11:13, 13. Aug. 2008 (CEST)
[Bearbeiten] Vokalismus
Unter "Vokalismus" wird die Aussprache des mittelhochdeutschen "ei" mit der des niederländischen "ei/ij" gleichgesetzt. Dieses hört sich aber, jedenfalls für mich (Oberbaier aus dem Chiemgau) eher wie ein wienerisches "ei" an. Hellsepp --Hellsepp 13:15, 10. Feb. 2010 (CET)