Diskussion:Myanmar

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Logik ?!

Angesichts massiver Wahlfälschung und Einschüchterung verkündete das Militär schließlich eine 92,48-prozentige Zustimmung der wahlberechtigten Bevölkerung zur neuen Verfassung. Ich glaube hier steht die grottenfalsche Präposition!! "angesichts" bedeutet im groben so etwas wie "wegen", also kausal. Was m. M. n. hier gemeint ist, ist: Unter Zuhilfenahme von.... Also ist das ein Satz mit finalem Sinn: das Militär hat Wahlen gefälscht, und Menschen eingeschüchtert, mit Hilfe dessen es die 92% erreichen kann - künstlich! Somit halte ich das begründende "Angesichts" hier für logisch absolut falsch. Hingegen: Angesichts des Verdachts auf Wahlfälschungen wurden die Wahlen wiederholt. (Was eine BEGRÜNDUNG liefert.) Meinungen? -andy 217.50.57.121 06:40, 27. Feb. 2011 (CET)

Ich stimme zu, daß „angesichts“ hier völlig falsch war, und habe es einfach durch „nach“ ersetzt, was die Sache wohl eher trifft.
Ceterum censeo: Ich finde es schon ziemlich armselig, dieser Wahlfälscherbande zuliebe und in kriecherischer Anbiederung hier Birma penetrant „Myanmar“ zu nennen; da halte ich es schon lieber mit Aung San Suu Kyi, der deutschen Presse, den USA, Australien, vielen NGOs und der großen Mehrheit des deutschen Sprachvolks (incl. der Schweizer, die lediglich Burma statt Birma sagen, das aber – in Ermangelung einer Pressure Group, die in typisch deutschem, hier aber deutlich fehlgeleitetem Bestreben nach größtmöglicher politischer Korrektheit versucht, „Myanmar“ durchzusetzen – in überwältigender Mehrheit). Dieser Fall zeigt, daß es ein krasser Fehler ist, offiziellen Bezeichnungen den Vorzug vor der Sprachwirklichkeit (siehe http://wortschatz.uni-leipzig.de/abfrage/) zu geben. --Tobias 22:49, 2. Mai 2011 (CEST)

[Bearbeiten] Landesname

Ich kann nicht nachvollziehen, warum Wikipedia den von einer nicht demokratisch legitimierten Militärregierung bestimmten Landesnamen "Myanmar" übernimmt, anstatt beim angestammten "Burma" oder "Birma" zu bleiben. Das ist in etwa so, als hätte die New York Times während des zweiten Weltkrieges vom "Dritten Heiligen Römischen Reich Deutschen Nation" gesprochen, anstatt es einfach "Germany" zu nennen. Mit der Anerkennung der neuen Bezeichnung geht eine symbolische Anerkennung eines Staates einher, den die Mehrzahl der Bürger Burmas ablehnt. Ihr werdet hier keiner journalistischen Pflicht gerecht, solange Ihr nicht für die Militärjunta in Burma schreibt. -- RedSpy 11:37, 30. Mär. 2011 (CEST)

Ich stimme zu; Birma heißt Birma. Völlig absurd wird die Ersetzung dieses eingeführten und für deutsche Zungen aussprechlichen Namens durch Myanmar dadurch, daß es sich für Birmesen offenbar um dasselbe Wort handelt. Es scheint sich hier um einen typisch deutschen Versuch zu handeln, besonders korrekt zu sein (wobei diesmal offenkundig einige Sicherungen durchgebrannt sind – nicht nur im Auswärtigen Amt, sondern auch in großen Teilen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks). --Tobias 11:41, 5. Apr. 2011 (CEST)
Laut Wortschatz-Lexikon ist Birma im Deutschen der häufigste Begriff (Häufigkeitsklasse 14), vor Burma und Myanmar. Das Thema wurde allerdings schon öfter ohne Ergebnis diskutiert, zuletzt hier. --Otberg 12:09, 5. Apr. 2011 (CEST)


Das Thema ist mehrfach diskutiert worden und abgeschlossen (siehe Archiv). Hier wird nicht die (auch aus meiner Sicht verbrecherische) Regierung bewertet, sondern die (traurige) Realität wiedergegeben. Und die ist, dass das Regime dem Land, das sie regiert den Namen Myanmar gegeben haben. Auch die UNO verwendet diesesn Namen. --JPF just another user 12:55, 5. Apr. 2011 (CEST)

+1 -- Alt 13:07, 5. Apr. 2011 (CEST)
Widerspruch: Was die UNO macht, ist völlig unerheblich; da sind diplomatische Rücksichtnahmen im Spiel. Entscheidend kann aber nur der reale Sprachgebrauch sein; und die deutsche Presse hat sich verdienstvollerweise entschieden, bei Birma (teilweise auch Burma) zu bleiben, um von ihrer Leserschaft verstanden zu werden.
Im übrigen kann es für die deutschsprachige Wikipedia auch nicht allein ausschlaggebend sein, was das (deutsche) Auswärtige Amt meint meinen zu müssen. In der Schweiz wird offenbar weit (!) überwiegend Burma gesagt und geschrieben; und auch in Deutschland ist Burma immer noch gebräuchlicher als Myanmar (über Österreich kann ich jetzt nichts sagen).
Was die ganze Angelegenheit so vollkommen abstrus macht, ist, daß auf birmanisch Birma und Myanmar so eindeutig gar nicht zu trennen sind, wenn ich das hier richtig verstanden habe. Die Umbenennung mutet ein bißchen an, als würden wir den Amis neuerdings verbieten wollen, „Nuremberg“ statt Nürnberg zu schreiben. --Tobias 23:09, 2. Mai 2011 (CEST)

Du kennst doch Wikipedia:Namenskonventionen/Staaten. Die Regelung betreffs Verwendung in der Wikipedia ist eindeutig und kann nicht alle paar Monate neu diskutiert werden. Konsistenz hat auch damit etwas zu tun, dass man nicht einen Landesnamen in hunderten Artikeln und Karten einfach ändern kann, weil es gerade einem wieder nicht paßt. Übrigens verwendet auch das Schweizer Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten und das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten "Myanmar", siehe hier und hier. Und was Dein Nürnberg-Beispiel betrifft: Du sprichst von einer reinen Übersetzung. Bei Myanmar/Birma geht es auch um einen inhaltlichen Unterschied. --JPF just another user 23:48, 2. Mai 2011 (CEST)

Ja, kenne ich. Diese Konvention wurde 2005 festgeklopft (siehe das Meinungsbild Einheitliche Ländernamen; explizite Festlegungen im Widerspruch zum amtlichen Usus: Weißrussland statt Belarus, Osttimor statt Timor-Leste …), als in Europa noch so gut wie niemand (außer Dir, natürlich) von „Myanmar“ gehört hatte; wenn das damals schon Thema gewesen wäre, hätte man sich vermutlich nicht so fahrlässig an offizielle Festlegungen angehängt, statt einfach und selbstverständlich den existierenden Sprachgebrauch als Maßstab zu setzen.
Übrigens wurde die Umbenennungsdiskussion teilweise unredlich geführt (ich konnte auch nicht immer präsent sein und habe das erst nachträglich entdeckt): in Diskussion:Myanmar/Archiv/1#Umbenennung? wurden die deutschen Nachrichtenagenturen für „Myanmar“ ins Feld geführt, was die Realität und die Aussage des zitierten NZZ-Artikels in ihr Gegenteil verkehrte.
Im übrigen geht es für den überwiegenden Teil des Sprachvolks um die Bezeichnung des Staates und sonst nichts; hierfür ist immer noch Birma (bzw. in der Schweiz und auch einem Teil der deutschen Presse) überwiegend gebräuchlich, ob es Dir paßt oder nicht.
Was ist denn der inhaltliche Unterschied, der Dir so wichtig ist? Vor und nach der Umbenennung durch eine demokratisch nicht legitimierte Regierung? Entschuldigung, aber: drauf geschissen. Und der Mehrheit des Sprachvolks ist das glücklicherweise auch egal.
Es kann für die Wikipedia nicht entscheidend sein, was irgendeine Obrigkeit in diplomatischer Rücksichtnahme beschließt; entscheidend ist der Sprachgebrauch. Alles andere ist unenzyklopädisch, mithin unwissenschaftlich (und außerdem Kriechertum).
Es ist ein allgemeines Problem in der Wikipedia, daß gewisse Fachkreise ihre jeweiligen Fachsprachen durchsetzen wollen, weil sie die für korrekter halten (Kohlendioxid leitet zum weitaus seltener gebrauchten „Kohlenstoffdioxid“ um, was einfach nur krank ist); das gipfelt dann in Auswüchsen wie „Ištar“ (statt Ischtar), die mit dem Zeichenvorrat europäischer Schreibmaschinen nicht darstellbar sind („Hawaiʻi“ darf inzwischen glücklicherweise wieder Hawaii heißen). Das schadet der Wikipedia. Die Idee, „Myanmar“ sei korrekter als „Birma“, ist auch so ein Fall. --Tobias 01:01 (Edit: 1:16), 3. Mai 2011 (CEST)
Du argumentierst mit Demokratie und nicht legitimierte Regierung. Bei aller Sympathie: Das ist POV. Und weil Du Timor-Leste/Osttimor als Beispiel nennst. Mir wäre der amtliche deutsche auch hier lieber gewesen, weil er einfach richtig ist. Bei Namensänderungen kann man keine Rücksicht darauf nehmen, dass Menschen lange brauchen, bis sie sich an neue Verhältnisse gewöhnen. ABER: Es gab eine Abstimmung und das hat man gerade als Demokrat zu akzeptieren. Verlässlichkeit ist bei einem Großprojekt, wie Wikipedia, lebenswichtig. So lange es also keine neuen Entwicklungen gibt, muss alles so bleiben. --JPF just another user 06:41, 3. Mai 2011 (CEST)
Amtlicher Name ist amtlicher Name. So what?-- Alt 01:06, 3. Mai 2011 (CEST)
Ja. Und irrelevant. Genauso wie Deine Antwort, weil sie zum Thema nichts sagt und auf keins meiner Argumente eingeht, sondern nur die irrige Auffassung wiederholt, die Wikipedia wäre dazu da, staatliche Vorgaben durchzusetzen.
(Btw, ich bezweifle stark, daß selbst das Auswärtige Amt die Schreibweise Hawaiʻi empfiehlt; aber vielleicht auch nur, weil es ihnen durchs Raster geschlüpft ist) --Tobias 01:16, 3. Mai 2011 (CEST)
Soo, wenn du unbedingt möchtest: Hier mal mit Bezug zu deinen Argumenten. So viel sei nur bereits vorher gesagt: Die sind hier alle schon geäußert worden, ohne dass sich etwas geändert hätte.
  • "Wahlfälscherbande"/Regierung unrechtmäßig: Stellt genau wer fest? Waren vorherige Regierungen denn lupenreine Demokraten? Bei aller Kritik an der derzeitigen Regierung: Sie ist im Amt und sie setzt Beschlüsse und Gesetze durch, das ist nun mal ein Fakt. Im Gegensatz dazu haben weder Aung San Suu Kyi noch irgendwelche NGOs amtliche Befugnisse. Letztere sind nicht mal unrechtmäßig gewählt worden, geschweige denn gewählt. Aus unserer Warte sind rund 90 % aller weltweiten Regierungen unrechtmäßig, damit kommen wir in solchen Fragen nicht weiter.
  • Häufigkeitsklassen: Natürlich können wir dem Volk auf's Maul schauen. Nur ist fraglich, ob sich daraus eine fachkundige Schlussfolgerung ziehen lässt. Im Zweifelsfall zählen bei uns amtliche Dokumente oder wissenschaftliche Arbeiten, die Uni Leipzig wertet aber journalistische Quellen aus. im Endeffekt entwertest du mit dieser Argumentation den obigen Punkt, wenn du erst Amtlichkeit im Sinne der Prä-Junta-Ära forderst, dann aber auf Vox Populi einschwenkst.
  • Andere Artikel: Die können ja auch falsch sein, also wieso sind die als Beispiel zwingend? Ganz davon abgesehen sind Ischtar und Hawaii anders gelagert. Da geht es um eine Transkription aus der Landessprache in die deutsche Schrift und Aussprache. Das Okina dürften die wenigsten Leute auf der Tastatur haben, genauso wie das Hatschek.
Für gewöhnlich verwenden wir den gebräuchlichsten Namen, das ist richtig. In Zweifelsfällen geben wir aber dem amtlichen Namen den Vorrang, und das ist hier der Fall. Weder Burma noch Birma noch Myanmar ist hier 100 % neutral. Jeder Name wird von einer anderen Interessengruppe gepusht und für politische Ziele verwendet (das klingt sehr schön in deiner Argumentation durch). Deshalb verwenden wir hier den offiziellen Landesnamen. Sollte der sich in Zukunft ändern, wird das auch für das Lemma des Artikels gelten.-- Alt 12:15, 3. Mai 2011 (CEST)
Was die „Hunderte von Artikeln“ angeht, die angeblich zu ändern wären, nur weil gewisse Leute ihr fachsprachliches Steckenpferd in den Wald geritten haben: Wenn ihr die Tendenz des oben erwähnten Meinungsbilds (eingeführte deutsche statt fremdsprachlicher Namen) erfaßt hättet und nicht einfach gedacht, „Hurra, Myanmar ist amtlich; wen kümmert es schon, was wirklich gebräuchlich ist“, hättet Ihr jetzt kein Problem. Ansonsten wäre schon sehr viel gewonnen, wenn ein Artikel korrigiert würde, nämlich Birma. Mit einem anständigen Editor ist das schnell geschafft. --Tobias 01:30, 3. Mai 2011 (CEST)
Eigentlich haben wir kein Problem mit Myanmar. ;-) Und was das "schnell geschafft" betrifft: In 1.861 Artikeln kommt das Wort "Myanmar" vor. Die müssten alle kontrolliert werden. --JPF just another user 12:23, 3. Mai 2011 (CEST)

Aktuell haben wir zumindest zwei unterschiedliche deutsche Schreibweisen für den amtlichen Namen:

  • "Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw" in der Einleitung (mit Aussprache) und im Abschnitt "Politik",
  • "Pye Tawngsu Thammada Myanma Naingngan" in der Infobox und die Kurzform "Myanma Naingngan" in der Einleitung."

Das könnten unterschiedliche Schreibweisen derselben birmanischen Wörter/Schriftzeichen sein; unschön ist allerdings die uneinheitliche Schreibweise im selben Artikel. In der einen Variante (und Kurzform) wird zudem der Name ohne "r" am Ende geschrieben ("Myanma"), ist das korrekt? Welche Schreibweise ist die "korrektere"? Und sollte die Übersetzung ("Republik der Union von Myanmar") des amtlichen Namens nicht sinnvollerweise auch in der Einleitung genannt werden? --Wosch21149 16:32, 30. Nov. 2011 (CET)

[Bearbeiten] Bruttoinlandsprodukt

Wie kommt man denn auf das BIP von 1400 Dollar je Einwohner. Dies ist jedenfalls nicht möglich mit den 43 Milliarden Dollar und den 54 Millionen Einwohnern aus der Tabelle, da kommt man nur auf ca. 800 Dollar. Wenn man in die Listen schaut, die sich ebenfalls auf die Zahlen von April 2010 beziehen, dann stehen da bei BIP 27,5 Milliarden und bei BIP (PPP) 72 Milliarden, also abweichende Werte zur Tabelle. Durch die Einwohnerzahl geteilt ergibt der BIP (PPP) tatsächlich ca. 1400 Dollar, dann sollte aber auch PPP in den Angaben stehen. In den Tabellen zu BIP je Kopf stehen wiederum BIP 460 Dollar je Kopf und nach BIP (PPP) 1200 Dollar. Zwei weitere abweichende Zahlen. Kann einer sagen, was da nun richtig ist? --StephenMS 14:15, 20. Sep. 2011 (CEST)

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