Diskussion:Schloss Herrenchiemsee
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[Bearbeiten] Deckengemälde
"Eine Besonderheit der Deckengemälde im Gegensatz zu Versailles besteht im plastischen Schmuck, den es im Vorbild nicht so üppig gibt; über diese fehl interpretierte Nachahmung soll Ludwig II. sich sehr geärgert haben." - Gibt es für diese Behauptung, dass sich Ludwig darüber geärgert hätte, einen Beleg?
Meines Wissens mochte Ludwig es lediglich nicht, dass nach barockem Muster die Malerei an einigen Stellen in die Plastik (Stukkatur) übergeht. Ansonsten sollte die Herrenchiemseer Spiegelgalerie das Versailler Vorbild natürlich übertreffen.
-- Viktor.Smirnow 15:37, 20. Jan. 2007 (CET)
- Läßt sich z.B. nachlesen bei
-
- Michael Petzet: Gebaute Träume. Die Schlösser Ludwigs II. von Bayern, Hirmer: München 1995; ISBN 3-7774-6600-X.
- Georg Dollmann gestaltete die Rahmen der Deckengemälde in plastischem (Stuck)Schmuck, in Versailles sind diese Details lediglich in Trompe-l’œil-Technik gestaltet. Darüber, dass es hier einen offensichtlichen Unterschied zum Vorbild gab, hat Ludwig II. sich sehr geärgert, eine Änderung kam aber aus finanziellen Gründen nicht in Betracht (Herrenchiemsee sollte ja gewissemaßen ein Tempel zur Huldigung Ludwig XIV. sein, deswegen wurden auch nur die Paraderäume aus der Zeit des Sonnenkönigs imitiert, während die in Versailles von Ludwig XV. und Ludwig XVI. umgestalteten Räume nicht kopiert und dafür die dann übrigen Räume in HC im bayerischen Rokoko gestaltet wurden).
- Grüße, PodracerHH 19:08, 20. Jan. 2007 (CET)
Konnte das genannte Buch in der Staatsbibliothek zu Berlin leider nicht ausfindig machen (soweit meine Literaturrecherchen ergaben, handelt es sich um einen Bildband). Gibt es dafür konkrete Belege, dass sich der König über die plastisch gestalteten Rahmen geärgert hat? Meines Wissens ärgerte er sich über die Vertauschung zweier Bilder (siehe u.a. Alexander Rauch: Schloß Herrenchiemsee; Koehler & Amelang: München 1995; ISBN 3-7338-0179-2; S. 102f.) und war darauf bedacht, dass hierin die Übereinstimmung mit anderen in Versailles besteht. Über die plastischen Details sind mir keine Äußerungen des Königs bekannt (was ja nicht heißen muss, dass es diese nicht gab!).
Allerdings halte ich mich nur zu gerne an den Grundsatz des ad fontes, wonach mir Quellenbelege um einiges lieber sind als zitierte Meinungen anderer Wissenschaftler. Die von mir genannte Arbeit von Alexander Rauch weist da ebenfalls eine Behauptung bezüglich des Saales des Krieges auf, die ich nicht nachvollziehen kann. Die bis heute in den Amtlichen Führern (Auflage 2005; S. 102) zu findene Aussage, dass das Stuckrelief, das Ludwig XIV. als antiken Feldherren zeigt, zur Ausführung in Marmor voregesehen gewesen wäre, wird von Rauch bezweifelt, weil es ja auch in Versailles in Stuck ausgeführt sei (a.a.O., S. 103). Hierin möchte ich ihm nicht folgen. Er nennt auch keinen konkreten Beleg. Da Ludwig II. nicht nur in seinen privaten Räumen (den Kleinen Appartements), sondern auch in den Räumen des Großen Appartements (nicht nur im Paradeschlafzimmer (das sowohl faktische als auch ideelle Zentrum des Schlosses)) Versailles übertrifft, ist es unverständlich, wieso Ludwig II. ausgerechnet beim Relief im Saal des Krieges sowie den Stuckaturen der Spiegelgalerie absolute Detailtreue gefordert haben sollte – und in den anderen Räumen nicht.
Wie gesagt, Meinungen und Kombinationen aus wissenschaftlichen Werken sind gut, Quellenbelege besser... Gibt es solche?
Ebenfalls Grüße, -- Viktor.Smirnow 01:45, 28. Nov. 2007 (CET)
[Bearbeiten] Fotos vom Bauzustand beim Tod des Königs
Gibt es Fotos vom Bauzustand vor der "Harmonisierung", sprich dem Abriss der unfertigen Bauteile? Eines davon hier zu zeigen wäre äußerst interessant! Robert Schediwy 84.112.54.160 22:24, 22. Feb. 2008 (CET)

