Diskussion:Ständestaat (Österreich)

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schutz vor den Nazis

Es sollte nicht unerwähnt bleiben dass Dollfuß den Ständestaat deswegen ausrief, da er wusste, dass die NSDAP die nächsten Wahlen gewinnen würde und er Österreich somit vor den Nazis schützen wollte. (Quelle: Vorlesung "Die erste Republik" von Lothar Höbelt, Universität Wien.) Ich verstehe nicht dass er oft mit diesen (die ihn letztlich auch ermordet haben) in einen Topf geworfen wird und finde es auch unfair und nicht korrekt.

Die Seite erklärt nicht den Ständestaat sondern nur dass Östereich unter Dollfuß ständisch organisiert war. Ich habe zwar auch keine richtige Definition parat, weiss aber, dass es eine Idee des 19. Jahrhunderts ist. Ernst Moritz Arndt fragte z. B. in einer Flugschrift aus der ersten Hälfte des 19. Jh nach der Vertretung des Bauernstandes in einem Ständeparmlament. Zu bemerken ist auch noch, dass der Kreis um Carl Friedrich Goerdeler für die Zeit nach dem gelungenen Attentat auf Hitler in dieselbe Mottenkiste wie Dollfuß griff, auch Deutschland sollte ständisch organisiert werden.

Definition aus http://www.lexexakt.de/glossar/stand.php

Im Ständestaat war die Gesellschaft eines Staates ursprünglich in zwei (Adel, Geistlichkeit) später in vier Stände eingeteilt: Adel, Geistlichkeit, Bürger/Bauern und besitzlose Arbeiter. Die Zugehörigkeit zum Stand war Grund für die Gewährung bzw. Vorenthaltung von Rechten.

Ein anderes Beispiel für Ständestaaten im 20. Jahrhundert waren die faschistischen Diktaturen in Italien, Spanien und Portugal.

Nun, Ständestaat ist die spezifisch österreichische Bezeichnung, die parallelen Systeme in Spanien bzw. Portugal hatten andere Bezeichnungen. Die Ideengeschichte dieses Begriffs wird angerissen, vielleicht werde ich den Absatz an den Anfang stellen. Als allgemeine Bezeichnung für vormoderne Regierungssysteme ist das Lemma nicht brauchbar, weil unser Begriff von Staat vor dem 17. Jahrhundert nicht anwendbar ist und die Ständeordnung gerade in dieser Zeit beginnt, in den Hintergrund zu geraten um später neuen, frühbürgerlichen Denk- und Wirtschaftsformen zu weichen. Der Ausdruck "Ständestaat" ist daher ein begrifflicher Bastard, was auch darauf verweist, dass es sich eben um eine ideologische Prägung handelt. Die vormodernen Herrschaftssysteme werden im Artikel Ständeordnung behandelt. Daher habe ich auch die letzten Änderungen von Carl de zurückgesetzt. -- Clemens 17:04, 9. Apr 2005 (CEST)

[Bearbeiten] Neutralität

Die Diskussion findet hier statt.

[Bearbeiten] Redirect?

Die Ideengeschichte des "Ständestaats" deckt sich nicht mit dem Austrofaschismus als real existierendem politischem System (ähnlich wie Sozialismus und Real existierender Sozialismus). Die Theorien von Othmar Spann u.a., die sich des Begriffs "Ständestaat" schon in den 1920ern bedienten, gehören z.B. in diesen Artikel. Deshalb habe ich den Redirect auf Austrofaschismus revertiert. --Fb78 17:28, 27. Aug 2005 (CEST)

[Bearbeiten] Qualität

In dem Artikel geht alles heillos durcheinander. Die Theorien des organischen Staates bzw. Ständestaates (von Othmar Spann u. a.), die mittelalterliche Ständeordnung und das Phänomen des Austrofaschismus müßten säuberlich voneinander getrennt behandelt und erst anschließend in sachlichen Berührungspunkten aufeinander bezogen (verlinkt) werden.

Schief formuliert ist auch die Weiche (Davor existierten ebenfalls Gesellschaften, die Menschen nach Klassen oder Berufen einteilten, siehe Ständeordnung und Sozialstruktur), denn das Klassensystem und seine Sozialstruktur stellt ja gerade den Gegenentwurf zum Ständesystem und seiner Ständeordnung dar. Ich habe das schon mal korrigiert.

Alles in allem: Der Artikel ist hart an der QS. --Flac 11:18, 21. Jan 2006 (CET)

[Bearbeiten] Inhärent

Beiträge werden nicht besser, wenn sie Fremdworte in komplizierten Schchtelsätzen verwenden. Eine Straffung dieses Artikels wäre notwendig Fuchsw 15:22, 15. Okt. 2007 (CEST)

[Bearbeiten] Bezeichnung Ständestaat

Ein User änderte den Artikel dahingehend ab, daß die Bezeichnung "Ständestaat" außerhalb ÖVP-Nahen Forscherkreisen nicht verwendet wird. Ich revidiere das, denn hier eine kleine Auszug an Literatur, wo von einem Ständestaat gesprochen wird und die Autoren sind nicht nur "ÖVP-Nahe"

  • Gerhard Jagschitz, Der österreichische Ständestaat 1934-1938, in: E. Weinzierl und K. Skalnik (Hg.), Österreich 1918-38, Band 1, 1983
  • U. Kluge, Der österreichische Ständestaat, Entstehung und Scheitern, 1984.
  • O univ Prof Karl-Heinz Rossbacher, Literatur und Ständestaat. In: Zeitgeschichte 2 (1975), S. 203-212. Auch in: Staat und Gesellschaft in der modernen österreichischen Literatur. Wien 1977, S. 93-107. Dieter A. Binder, Der "christliche Ständestaat". Österreich 1934-1938, in: Rolf Steininger / Michael Gehler (Hrsg.). Österreich im 20. Jahrhundert. Ein Studienbuch in zwei Bänden. Von der Monarchie bis zum Zweiten Weltkrieg (Böhlau-Studien-Bücher. Grundlagen des Studiums), Wien - Köln - Weimar 1997, S. 244 - 250. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes / Österreichische Gesellschaft für historische Quellenstudien (Hrsg.)
  • Gertrude Enderle-Burcel, Christlich - Ständisch – Autoritär -Mandatare im Ständestaat, Wien 1991, 310 Seiten Gabriele Proft, Der Ständestaat war Wegbereiter der Nazi aus: Sozialistischer Verlag, Die Wahrheit über den Februar 1934, Wien o.J.; wohl 1946
  • ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin F. Polaschek, Funktionierender Parlamentarismus im Ständestaat? Die Auseinandersetzungen um die Einführung einer Fahrradabgabe in der Steiermark, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Steiermark 1995, 277 – 301 und: Der autoritäre "Ständestaat" 1934 - 1938, in: Martin F. Polaschek - Stefan Riesenfellner, Plakate. Dokumente zur steirischen Geschichte 1918 - 1955, Graz 2000, 77 - 100 Margit Mayr: "Evangelisch in Ständestaat und Nationalsozialismus". Verlag Wagner, 250 Seiten, 22 Euro.
  • Ass.Prof. Dr. Anita Mayer-Hirzberger, Musikpolitik im österreichischen Ständestaat, in: Musik zwischen den beiden Weltkriegen und Slavko Osterc. Sammelband von der internationalen musikwissenschaftlichen Konferenz der Slowenischen Musiktage 1995, hg.v. Primoz Kuret, Ljubljana 1996, S.277–300.
  • Suppanz, Werner, Österreichische Geschichtsbilder. Historische Legitimationen in Ständestaat und Zweiter Republik (= Böhlaus Zeitgeschichtliche Bibliothek 34), Köln 1998
  • Junker, Helmut. Das publizistische Ringen um die Arbeiterschaft im österreichischen Ständestaat (1933-1938): Eine Studie zur Geschichte und Technik der politischen Propaganda. Phil. Diss., Univ. Wien. 1964


  • Franz West, Die Linke im Ständestaat Österreich, Revolutionäre Sozialisten und Kommunisten 1934 – 1938, Wien-München-Zürich 1978
  • Flanner, Karl: Wiener Neustadt im Ständestaat. Wien: Europaverlag 1983
  • Falle, Oswald H.: Wurzeln und Auswirkungen antipluralistischer Komponenten im autoritären Ständestaat. - Diplomarbeit Univ. Klagenfurt 1984. --Nopoco 23:02, 21. Jun 2006 (CEST) (nachgetragen)
Supi, schlecht kopiert ist auch gut rumgepöbelt. In meiner Diskussion mit dem Herrn von der niederösterreichischen Landesregierung war nirgendwo die Rede von "außerhalb von ÖVP-Kreisen". Die Begründung ist daher schlichtweg falsch, ich bin ja auch kein Zauberer der die angegebene Literatur innerhalb von einigen Stunden neben anderen wichtigeren Sachen überprüfen kann. Also alles mal schön liegen und stehen lassen. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 22:39, 21. Jun 2006 (CEST)

Braveheart, wir schreiben hier eine Enzyklopädie und keine Parteizeitung!

Nehme deine Änderung daher raus und begründe das damit, daß beim offiziellen Österreich Lexikon (AEIOU) in keinster Weise (auch nicht andeutungsweise) davon etwas drinnen steht. Deine Revisinsbegründung "weil das beim Artikel Austrofaschismus auch drinnen steht" finde ich irrelevant, denn warum sollt man eine Falschinformation auch noch auf andere Artikel übertragen. --Nopoco 23:02, 21. Jun 2006 (CEST)

Ständestaat ist natürlich wie Austrofaschismus kein neutraler Begriff und wird mit der zugehörigen Implikation gerne vom jeweiligen Lager verwendet. Denke die aktuelle Version von Nopoco ist okay, die Formulierung ÖVP-nahe war eh äußerst unglücklich gewählt. --Sergio Delinquente 11:19, 22. Jun 2006 (CEST)
Klar ist das unglücklich, aber ziemlich nah an der Wahrheit dran. Nopocos Begründungen sind seit seiner Anmeldung nur teilweise ziemlich haarsträubend, wie eben auch bei dieser Änderung. Es gehört vor allem in diesem Artikel herausgearbeitet, in welchen Kreisen dieser Begriff verwendet wird und wie die Zeit von 34-38 damit vor allem von konservativen Kreisen damit verharmlost bzw. glorifiziert wird. Das wird auch Nopoco mit seiner dilettantischen Arbeitsweise nicht negieren können. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 20:49, 22. Jun 2006 (CEST)
Die Nähe zu einer Partei zu beweisen ist immer relativ schwer, deswegen sollte man wenn schon eher soetwas wie konservative Gesinnung oder so schreiben. --Sergio Delinquente 08:59, 26. Jun 2006 (CEST)
"Konservative Kreise"? --Braveheart Welcome to Project Mayhem 10:43, 26. Jun 2006 (CEST)
Fände ich bisher den besten Vorschlag. --Sergio Delinquente 11:18, 26. Jun 2006 (CEST)
Habs eingefügt. Die Formulierung sollte jetzt passen, wer lesen kann (was Nopoco aber noch unter Beweis stellen muss) wird wohl auch erkennen, dass auch nicht-konservative Kreise den Begriff "Ständestaat" verwenden. Ausserdem sollte - falls überhaupt - Kritik an diesem Text in Austrofaschismus#Nachwirkung geäußert werden, und nicht hier. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 11:29, 26. Jun 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Massenänderung

Irgendein nichtangemeldeter User, hatt massenhaft den Artikel geändert. Die Sache ist unübersehbar, es scheinen aber etliche Wertungen in den Artikel eingeflossen zu sein. Da man ja jetzt anscheinend neuerdings nur noch den letzten Beitrag reverten kann (oder geht nur mir das so?) möchte ich einen Moderator bitten sich das mal anzusehen. --Moritz M. 14:33, 29. Jan. 2008 (CET)

Das ist unser alter Freund, der denselben überbordenden Roman auch schon in Bundeswappen Österreichs und Flagge Österreichs (so gut wie wortgleich) hinterlassen hat. 98% sind lemmafremd und daher überflüssig, ich sehe, ob ich etwas integrieren kann. -- Clemens 15:20, 29. Jan. 2008 (CET)

Ich habe daraus den kurzen Abschnitt "Symbolpolitik" gemacht. Allzu ins Detail gehen (wie die IP das so gerne tut) überfrachtet den Artikel, aber es stimmt, dass die symbolische Abgrenzung gegenüber dem Deutschen Reich als "besseres Deutschland" (wofür ich momentan leider keinen Beleg zur Hand habe) ein wichtiges Element der Selbsteinschätzung dieses Regimes war. Daher hat es auch einen Sinn, kurz darauf einzugehen. -- Clemens 18:06, 29. Jan. 2008 (CET)

Am Beispiel Symbole des Ständestaates. Ich hatte die Symbole geordnet und mit erklärungen versehen - und verkleinert. Jetzt brauchen die Symbole genausoviel platz, und sind ohne erklärung (=weil pics größer). Bilderbücher wünschenswerter als Detailinfos???????????????

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Und vor Geschichtsbiegung wird auch nicht zurückgeschreckt. Das Kriegswirtschaftliche ermächtigungsgesetz wurde ab Oktober 1932 angewandt - zur Creditanstaltsanierung. Ihr schreibt wieder 1933. Wieso werden Daten verfälscht?

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1933 war ein Irrtum, stimmt. Ansonsten: den "Bilderbuch"-Vorwurf kann man postwendend zurückgeben. Und "Details" die bei Adam und Eva beginnen müssen absolut nicht sein. -- Clemens 21:36, 29. Jan. 2008 (CET)


Erfreulich positiv dass Fakten zur Kenntnis genommen werden.

Ein weiterer Punkt noch grundsätzlich. Zu recht wird das Verhalten von Dollfuß exakt beschrieben, während das Verhalten von Renner bei der Anschlußfrage komplett ausgeklammert wird (und regelmäßig meine Eintragungen darüber gelöscht werden).

Bei Renner ist das so eine Sache, da haben vor allem sozialdemokratische Anhänger ein absolutes Solidaritätsgefühl. Versteh ich. WAs ich nicht verstehe ist:

Die Leute üben Solidarität mit RENNER, der ein Kollaborateur und Anschlußbefürworter war.

Mit dieser Solidarität werden all die anderen Sozialdemokraten abgewertet die in den KZ gewesen sind, und teilweise dort auch getötet wurden. WÄHREND DIESE SOZIALDEMOKRATEN ALSO IN DEN KZ MISSHANDELT UND GETÖTET WURDEN SASS RENNER - der es sich kollaborateurisch gerichtet hatte - GEMÜTLICH BEI SEINER TAROKPARTIE (die ihm die Nazis sogar ausdrücklich genehmigten - er kollaborierte ja!!!)

Solidarität kann auch ekelhaft sein!!!

ICH bin NICHT solidarisch mit RENNER, meine SOLIDARITÄT gehört den KZ-lern!

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HINWEIS: kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz: http://www.nationalsozialismus.at/Themen/Austrofasch/antidemokr.htm

Ich habe die Einträge jetzt auf historische Korrektheit hin modifiziert, sowohl im Nationalrat als auch hier im ständestaat und habe auch das Kriegswirtschaftliches Ermächtigungsgesetz entsprechend ergänzt / modifiziert.

Mir ist unerklärlich wie es möglich ist, das in einem derart wichtigen Punkt, die Darstellung bei Wikipedia so stark von den tatsächlichen Fakten abweichen kann, wie es bisher der Fall war.

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Grundsätzlich wäre es bei so umfangreichen und gewichtigen Edits wünschenswert, wenn Du Dich registrieren und/oder stärker mit Quellen arbeiten würdest (sowie bei Diskussion Deine Beiträge signierst). Anonyme IP's die so umfassende Eingriffe an Artikeln vornehmen werden sonst relativ leicht wieder reverted. Ich werde mir jedenfalls am Wochenende mal Deine ganzen Edits genauer anschauen, jedenfalls den Bogen überspannt hast Du bereits mit dem Begriff "Nationale Sozialisten", das ist ein absolut falscher Ausdruck! -- Rfortner 13:52, 31. Jan. 2008 (CET)

Grundsätzlich sind in allen änderungen die Quellen angegeben.

SCHÖNFÄRBEREI wirft mir da einer vor, der anscheinend zielgerichtet tatsachen aus ideologischen gründen nicht wahrnehmen will. ich nehme dies zur kenntnis.

wikipedia = ideologisch korrekte aussagen - keinesfalls faktenorientierte darstellungen.

sollten die fakten den ideologischen anforderungen nicht entsprechen werden sie negiert und als schöfärberei dargestellt. nehm ich zur kenntnis.

ich für meinen teil stelle ein für allemal fest: ich bin den fakten verbunden.

KEINESFALLS werde ich behaupten Dollfuß hätte auf basis des kriegswirtschaftlichen ermächtigungsgesetztes gehandelt - denn gemäß fakten ist es der damals gültige Bundesverfassungsparagraph § 7 Abs. 2. Dies ist ideologisch für viele nicht verkraftbar - für mich ist diese zu lügen drängende ideologie nicht verkaftbar.

ich werde keinerlei aktivitäten mehr setzen. Wikipedia, das ist ideologie, keinesfalls fakt, das habe ich gelernt.

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Ich darf dich nochmals auf diese Diskussion hinweisen: Wikipedia:Redaktion Geschichte#Austrofaschismus, Dollfuß und Verwandtes. Wir freuen uns darauf, wenn du hier dein Wissen einbringst, aber du solltest dabei die Hinweise der Kollegen hier beachten. Diskussionsbeiträge unterschreibst du am besten mit vier Tilden (~~~~); das gilt selbstverständlich nicht für Änderungen an Artikeln. --Eintragung ins Nichts 15:06, 31. Jan. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Verschiebung und Weiterleitung

Die Verschiebung von Ständestaat nach Autoritärer Ständestaat in Österreich mag ja korrekt sein (auch wenn mir die Diskussion darüber hier abgeht), die Weiterleitung von Ständestaat nach Ständeordnung ist sicherlich nicht sinnvoll. 99 % der Suchenden wollen hierher und nicht zur Ständeordnung, wo unten versteckt auf den „Ständestaat“ hingewiesen wird. Eine Google-Suche spricht auch dafür. Ich bin für eine Weiterleitung von Ständestaat auf diesen Artikel oder zumindest zu einer BKL. --Otberg 16:01, 19. Mai 2008 (CEST)

Dank an Benutzer:Bildungsbürger für die Umsetzung des letzteren Vorschlags. --Otberg 23:21, 19. Mai 2008 (CEST)

Die ganze Verschiebeaktion (noch dazu unbegründet) war überhaupt sehr unnötig. Nur damit eine zweipunktige BK-Seite entsteht? Wozu soll das gut sein? Ich habe die ganze Verschiebung daher wieder rückgängig gemacht. -- Clemens 15:38, 21. Mai 2008 (CEST)

Die Bezeichnung „Ständestaat” ist meiner Meinung nach falsch beschrieben, da sollte ein eigener Artikel her. Das Prinzip Ständestaat stammt meinen Informationen nach ursprünglich aus der christlichen Soziallehre. Das passende Lemma wäre entweder Autoritärer Ständestaat in Österreich oder Bundesstaat Österreich.--Arntantin da schau her 23:23, 1. Jan. 2009 (CET)

Wäre schon besser gewesen die Diskussion abzuwarten, bevor verschoben wird - schon wieder ... Ich zitiere mich mal selbst: die Weiterleitung von Ständestaat nach Ständeordnung ist sicherlich nicht sinnvoll. 99 % der Suchenden wollen hierher und nicht zur Ständeordnung, wo unten versteckt auf den „Ständestaat“ hingewiesen wird. Eine Google-Suche spricht auch dafür. So problematisch der Begriff „Ständestaat“ sein mag, er ist hundertmal geläufiger als „Bundesstaat Österreich“ unter dem sich niemand etwas vorstellen kann. -- Otberg 20:25, 2. Jan. 2009 (CET)
+1. Ich bin jetzt über die Botanfragen zufällig hierhergekommen und halte die Weiterleitung auf Ständeordnung für gründlich verfehlt - das geht sogar aus genanntem Artikel selbst hervor. Auch die Verschiebung des Artikels war eine Verschlechterung. Jeder hierzulande verwendet den Begriff "Ständestaat" für jene Zeit, auch etwa die Schulbücher - "Bundestaat Österreich", nie gehört! --KnightMove 00:45, 3. Jan. 2009 (CET)
Wenn man nach der "Das ist aber der richtige Name"-Regel geht, müssen wir praktisch alle Staatsnamen korrigieren. Die verschieberei war wirklich unnötig. Zumindest ein Redirect von Ständestaat hierher wäre aber wünschenswert.--Zoris Trömm 00:55, 3. Jan. 2009 (CET)
Da "Bundestaat Österreich" die amtliche Bezeichnung war, sollte der Artikel so bleiben. Da "Ständestaat" mehrdeutig ist, gibt's einfach eine BKL-Seite. Und ein Klick mehr wird der interessierte Leser schon noch verkraften können. --Mannerheim 08:42, 3. Jan. 2009 (CET)
Eine nicht unerhebliche Anzahl Links sind nicht dem Bundesstaat Österreich zuzuordnen gewesen. Insofern die BKS vernünfig. -- @xqt 09:43, 3. Jan. 2009 (CET)
Antwort auf dieses Argument (und bitte weitere Diskussion) bei der Adminanfrage. --KnightMove 10:52, 3. Jan. 2009 (CET)

Dass das Lemma "Ständestaat" keine gute Wahl gewesen ist und keinesfalls nur mit Österreich in Verbindung gebracht wird, siehe auch [1]. --Orangerider …?! 21:59, 4. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Lemma ungeeignet

Ich bin mittlerweile sensibilisierter für die Probleme mit der Bezeichnung "Ständestaat" und offen dafür, den Artikel anders zu bezeichnen. Den aktuellen Namen Bundesstaat Österreich betrachte ich allerdings als ungeeignet. Das mag der offizielle Name von Österreich in jener Zeit gewesen sein, aber ein "Bundesstaat" ist Österreich auch heute noch (Artikel 2 der Verfassung "Österreich ist ein Bundesstaat", wortwörtlich gleich wie Artikel 1 der Maiverfassung jener Zeit). Kaum ein Mensch hierzulande kennt den Ausdruck "Bundesstaat Österreich", und wenn, wird er am ehesten auf das heutige Österreich bezogen (oder die Erste Republik). Ein Zusammenhang zum "Ständestaat" ist keinesfalls ersichtlich. Dieser Artikeltitel ist also in völligem Widerspruch zum Grundsatz aus WP:NK

„Allgemein sollte der Name eines Artikels (das Lemma) so gewählt werden, dass er für die Mehrzahl deutschsprachiger Leser so klar und eindeutig wie möglich ist.“

Darüber hinaus ist der Ausdruck viel eher geeignet, beschönigend zu wirken, als "Ständestaat".

Daher ersuche ich darum, die verwendeten Bezeichnungen in der modernen Gesschichtsliteratur zusammenzutragen, und eine Einigung auf ein besseres Lemma anzustreben. (Beispielsweise wird laut dem Lexikon der populären Irrtümer Österreichs mittlerweile oft der Ausdruck "Regierungsdiktatur" verwendet.) --KnightMove 08:21, 4. Jan. 2009 (CET)

PS: Permanenter Link auf meine Adminanfrage und die dortige Diskussion. --KnightMove 11:53, 4. Jan. 2009 (CET)
Ich schließe mich KnightMoves Meinung an, der korrekte Staatsnamen ist eben nicht immer erste Wahl, vor allem wenn er kaum bekannt, euphemistisch und verwechslungsanfällig ist. -- Otberg 13:08, 4. Jan. 2009 (CET)
Auch ich halte das derzeitige Lemma aus den o.g. Gründen für ungeeignet. Wenn Ständestaat mehrdeutig ist und als Begriffsklärungsseite fungiert, könnte ich mir z.B. Ständestaat (Österreich) als Lemma vorstellen. Gruß --Invisigoth67 (Disk.) 15:35, 5. Jan. 2009 (CET)

Der Vorschlag "Ständestaat (Österreich)" erscheint mir sinnvoll. Der Begriff Ständestaat wird in der österreichischen zeitgeschichtlichen Literatur oft verwendet, oft genau wie der Begriff Anschluss ohne Anführungszeichen, weil jeder Eingeweihte weiß, dass beide Begriffe, objektiv gesehen, propagandistisch waren und nicht wörtlich genommen werden dürfen.

"Bundesstaat" kommt allzu harmlos und unverbindlich einher, auch wenn dies der offizielle Staatsname war (es kennen ihn aber nur ganz Wenige). Seine Regierungsform war zweifellos die Regierungsdiktatur, doch eignet sich diese wertende Feststellung nicht für das Lemma.

--Wolfgang J. Kraus 17:29, 5. Jan. 2009 (CET)

Nun gut. Was soll in diesem Fall mit dem Lemma Ständestaat passieren? --KnightMove 18:28, 5. Jan. 2009 (CET)

Dort würde ich - zusammengestellt aus in dieser Diskussion angerissenen Fakten - etwa Folgendes schreiben:

Als Ständeordnung wird historisch ein Gesellschaftsmodell bezeichnet, in dem die Untertanen nicht (primär) als Teil des Staatsvolkes betrachtet wurden, sondern vor allem als Angehörige eines Standes: des Adels, der Geistlichkeit, des Bürgertums, des Bauernstandes bzw. der besitzlosen Arbeiter. Die Standeszugehörigkeit bestimmte die Rechte, die eine Person im Staat hatte; die Rechte wurden vom Fürsten vorgegeben und innerhalb des jeweiligen Standes ausdefiniert. Die ständische Ordnung entstand im Mittelalter und wurde durch den Feudalismus bis ins 20. Jahrhundert getragen.

Dieses Modell ist seit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten 1776 als „vormodern“ zu bezeichnen. In dieser Erklärung werden nämlich erstmals „selbstverständliche Wahrheiten“ („truths to be self-evident“) definiert:

* that all men are created equal (dass alle Menschen gleich geschaffen wurden),

  • that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights (dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unverlierbaren Rechten ausgestattet sind),
  • that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness (dass unter diesen das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit und das Streben nach Glück sind).

That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed (...) (dass, um diese Rechte zu sichern, Regierungen unter den Menschen eingerichtet sind, die ihre gerechten Befugnisse von der Zustimmung der Regierten herleiten).

Die nächste drastische Abkehr vom ständischen Modell erfolgte durch die Französische Revolution 1789, doch dauerte es in vielen Ländern bis ins 20. Jahrhundert, Gesellschaftsmodelle ohne ständische Gliederung durchzusetzen.

Während dieses Emanzipationsvorganges oder kurz danach entstand andererseits – meist in Verbindung mit Abneigung gegenüber politischem Streit, wie er in der Demokratie üblich ist – eine Ständestaatsnostalgie. So forderte z. B. der österreichische Philosoph Othmar Spann 1929 in Anwesenheit Hitlers an der Universität München als „dritten Weg“ zwischen Demokratie und Marxismus den autoritären Ständestaat. Auch die Faschisten in Mussolinis Italien, Francos Spanien und Salazars Portugal bezogen sich auf dieses Gesellschaftsmodell, ebenso die österreichische „Regierungsdiktatur“ (heutige Einschätzung) von Dollfuß und Schuschnigg 1933–1938.

--Wolfgang J. Kraus 20:17, 5. Jan. 2009 (CET)

Ich gebe zu dass die Bezeichnung Ständestaat allein sicher nicht sehr praktisch ist, da es eben wie bei vielen Sachen viele gleiche oder ähnliche Situationen oder Staaten geben kann. Da ist ähnlich dass ich nicht automatisch von Zweiter Republik auf das Nachkriegsösterreich führen kann, sondern es genauso Frankreich o.a. sein kein. Allerdings halte ich den Titel Bundesstaat Österreich als nicht sehr praktikabel, wie schon oben erwähnt, wir auch heute einer sind, wenn auch die Bezeichnung eine andere ist. Aber aus dem Lemma geht nicht hervor obe es sich um eine amtlcihe Bezeichnung oder eben um ein Adjektiv des Wortes handelt. Ich würde aus diesem Grund vorschlagen den Artikel Österreich als Ständestaat zu benennen. Umgekehrt habe ich seinerzeit auch das Österreich als Besetztes Nachkriegsösterreich benannt und es hat sich eigentlich bisher keiner daran gestört oder besser gewusst. Für mich war es damals eigentlcih auch eher ein Arbeitstitel. Also warum in diesem Fall nicht so ähnlich? .--K@rl 20:30, 5. Jan. 2009 (CET)

Ich habe nun das Lemma Ständestaat - auch unter Nutzung eines einschlägigen Abschnitts im Lemma Ständeordnung - in oben skizziertem Sinn erweitert. Schönheitsfehler: Die angeführte Literatur bezieht sich derzeit nur auf den österreichischen Ständestaat, nicht auf allgemeine Erörterungen dieses Modells oder Parallelen zwischen Spanien, Portugal und Österreich. Vielleicht hat jemand Literatur dazu auf Lager.

Nun schlage ich nochmals vor, das Lemma Bundesstaat Österreich auf Ständestaat (Österreich) umzubenennen. (Mir fehlen die technischen Kenntnisse dazu.) --Wolfgang J. Kraus 17:14, 6. Jan. 2009 (CET)

Danke gute Arbeit. Das Ändern des Lemmas geht mit Verschieben (Reiter ganz oben) ganz einfach. Ich schlage aber vor, noch etwas damit zu warten bis Konsens über das Ziel herrscht; der Artikel wurde wirklich schon genug verschoben und ist per Botänderungen auch fest zementiert worden (d.h. es verweisen neuerdings unzählige Links hierher). Wenn wir einen neuen Bot beauftragen wollen, sollten wir uns hier möglichst einig sein. Grüsse -- Otberg 18:14, 6. Jan. 2009 (CET)
Das kann ich nur bestätigen. Zum Lemma Ständestaat (Österreich) möchte ich nämlich noch folgendes dazu bemerken. Ich würde würde nach der üblichen Lemmavergabe verstehen, was der Begriff in Österreich bedeutet, nicht dass hier Österreich als Ständestaat besteht. Aber vielleicht liege ich da falsch und denke etwas zu umständlich. --K@rl 18:44, 6. Jan. 2009 (CET)
Nun, wenn der Artikel nach Ständestaat (Österreich) verschoben wird, dann werden wieder die Stimmen laut werden, dass diese Eigenbezeichnung des Regimes nicht NPOV ist. Gibt es einen Weg für eine endgültige, zufriedenstellende Lösung? --KnightMove 00:23, 7. Jan. 2009 (CET)
Historisch ist es aber so, dass in der modernen geschichtlichen Aufarbeitung und im Geschichtsunterricht für diesen Geschichtsabschnitt der 1. Republik in Österreich diese Bezeichnung (Ständestaat) verwendet wurde und wird (siehe Literaturzusammenstellung oben auf dieser Seite anlässlich einer Diskussion aus dem Jahr 2006 (!)). Was mit der Bezeichnung Ständestaat in Österreich gemeint ist, muss ohnehin der Artikel darstellen. Wenn daran etwas POV war oder ist, dann ist es geschichtlicher POV und nicht jener der Wikipedia. Es geht nicht an, dass die Wikipedia-Regel POV den Geschichtswissenschaften übergestülpt wird und im Sinne einer eigenen Theoriefindung von der Wikipedia festgestellt wird, dass dieser Begriff nicht mehr passt. Ich schließe mich K@rl an, wenn er meint, dass damit ein spezielles geschichtliches Phänomen in Österreich gemeint ist, das mit dem Begriff Ständestaat (Österreich) beschrieben werden kann. Solche historischen Bezeichnungen gibt es zu Hauf und die werden wir nicht alle nach modernem POV umändern können. Es muss ein Lemma gewählt werden, das für den Leser bekannt und auffindbar, also praktikabel ist und nicht zu grundsätzlichen Missverständnissen führt. Ich würde den Artikel unter dem Lemma "Bundesstaat Österreich" gar nicht lesen, weil ich an einen Artikel über den heutigen Föderalismus denken würde. Die Analyse von Wolfgang J. Kraus ist fundiert und der Artikel sollte schnellstens auf das Lemma "Ständestaat (Österreich)" verschoben werden. --Regiomontanus (Diskussion) 08:37, 13. Jan. 2009 (CET) P. S.: Der Titel Autoritärer Ständestaat in Österreich (jetzt Redirect auf einen anderen Artikel) beschreibt das Phänomen zwar genauer, ist aber wahrscheinlich als Lemma auch nicht so gut geeignet.
Volle Zustimmung, falls (bis Ende der Woche?) keine gut begründeten Einwände mehr kommmen, bin ich auch dafür den Artikel auf das Lemma Ständestaat (Österreich) zu verschieben. -- Otberg 10:20, 13. Jan. 2009 (CET)
Ich unterstütze das jetzt ebenfalls, da auch andere Artikel nicht sachgerechte, aber etablierte Namen tragen (kürzlich neu angelegt und auf der Hauptseite etwa der Stahlhelm-Putsch). Die letzte offene Frage ist, was mit dem Lemma Ständestaat passieren soll. Aus meiner Sicht kann der jetzige Artikel so bleiben mit einer BKL 2 auf Ständestaat (Österreich) versehen werden. Alternative: BKS "Ständestaat" und den Artikel auf Ständestaat (Konzept) o. ä. verschieben. Das wäre von der Linkzahl, die die beiden Bedeutungen betrifft, wohl sachgerechter. --KnightMove 14:50, 15. Jan. 2009 (CET)
Und was wird jetzt aus der Sache?--Zoris Trömm 22:27, 19. Jan. 2009 (CET)
Nicht ungeduldig werden ;-) Otberg hat ja bis Ende der Woche geschrieben. Nur mit dem Verschieben ist es ja leider nicht wirklich getan. --K@rl 23:11, 19. Jan. 2009 (CET)
OK, ich werde es dann heute auf Ständestaat (Österreich) verschieben, nachdem jetzt offenbar Konsens herrscht. Hoffentlich funktioniert auch die Bot-Beauftragung. Notfalls mache ich es händisch. Grüsse -- Otberg 09:05, 20. Jan. 2009 (CET)

Verschiebung erledigt, mit der Botanfrage schlage ich vor noch ein paar Tage zu warten ... -- Otberg 15:51, 20. Jan. 2009 (CET)

Nachdem eine Botanfrage offensichtlich nutzlos ist – Zitat: Ein einfaches Umbiegen von Links nach einer Verschiebung auf das neue Ziel wird grundsätzlich nicht vorgenommen. Die Weiterleitungen bleiben grundsätzlich bestehen – werde ich die Weiterleitungen nach und nach händisch, kombiniert mit weiteren Verbesserungen korrigieren. -- Otberg 11:58, 26. Jan. 2009 (CET)

Die Bezeichnung Ständestaat ist euphemistisch und propagandistisch verwendet worden. Danke übrigens, dass man mich auf die Diskussion hingewiesen hat. Der Artikel wurde aus Sinngründen verschoben. Es ist überhaupt nicht verwirrend, wenn man den Artikel richtig kennzeichnet. Aber STÄNDESTAAT als Lemma ist gut gesagt eine Schnapsidee, sowas wird vielleicht in Parteikreisen der ÖVP als Bezeichnung verwendet, aber doch nicht in einer ernstzunehmenden Enzyklopädie, es herrscht kein Konsens über die Lemma-Bezeichnung. Die Bezeichnung Bundesstaat Österreich 1934–1938 ist angebrachter. Wenn sich keiner zur Diskussion meldet, werde ich es so wie ihr machen und den Artikel verschieben, weil sich ja anscheinend jeder das Recht nimmt, große Änderungen vorzunehmen, ohne den eigentlichen Kern des Problems unter die Lupe zu nehmen.--Arntantin da schau her 19:54, 30. Jan. 2009 (CET)

Wie bitte? Wir besprechen hier jetzt seit vier Wochen die Folgen Deiner voreiligen Verschiebung, die Du ohne Diskussion vorgenommen und per Bot zementiert hast. Du beteiligst Dich 4 Wochen nicht an der Diskussion, was wir mit dem neuen wenig brauchbaren Lemma Bundesstaat Österreich machen sollen, das mindestens genauso ephemistisch aber eben auch unbekannt und missverständlich ist. Und dann sowas... Köpfschüttel... -- Otberg 21:03, 30. Jan. 2009 (CET)
Der Artikel hat einen eindeutig POV-Ausdruck zum Lemma, da ist es egal, ob der Titel geläufiger ist, ein Redirect oder eine BKL reicht auch. Es ist wichtig, dass im Sinne einer Enzyklopädie gehandelt wird und die damalige Bezeichnung des Staats war eben Bundesstaat Österreich (das mag vielleicht auch ein Euphemismus für eine de facto Diktatur gewesen sein, aber es war eine offizielle Staatsbezeichnung, so ist es nun mal) und nicht Ständestaat (von einer anderen Perspektive betrachtet, kann man den Artikel genauso gut Faschismus in Österreich nennen, das wäre ebenso geläufig). Ich möchte jetzt keine bösen Witze machen, also behalte ich mir die Anspielungen auf Krankheiten mit Kopfschüttel-Symptom.--Arntantin da schau her 21:31, 30. Jan. 2009 (CET)
Wie Du der Literaturliste entnehmen kannst, ist der Begriff Ständestaat in der zeitgeschichtlichen Literatur Österreichs weit verbreitet, obwohl jeder Anwender weiß, dass es sich um einen euphemistischen Begriff handelt.
Wie Du siehst, ist auch Anschluss (Österreich) ein Wikipedia-Lemma, obwohl für diesen Begriff das Gleiche zutrifft.
Einen Begriff zu verwenden heißt ja nicht, sich mit den damit umschriebenen Haltungen und Handlungen zu identifizieren. Wer politisch von einer "Säuberung" spricht, weiß auch, dass das in der Realität etwas ganz Anderes ist; auch dieser Begriff ist ein Wikipedia-Lemma, obwohl nur im ersten von zehn Absätzen kurz von der Reinigung im Sinne der Putzerei die Rede ist.
Du siehst also, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Dies tritt dann ein, wenn man davon ausgehen kann, dass so gut wie jedem Leser der Euphemismus klar ist, so dass seine verhüllende Funktion nicht zum Einsatz kommen kann.

--Wolfgang J. Kraus 21:44, 30. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Zusammenlegung?

Es stellt sich nun die Frage, wozu es Ständestaat (Österreich) und Austrofaschismus parallel als Stichworte gibt. Sie behandeln exakt das gleiche Thema; Austrofaschismus mit wesentlich größerer Ausführlichkeit.

Austrofaschismus ist, begrifflich gesehen, für Österreich der weitere, Ständestaat (Österreich) der engere Begriff. Denn der Austrofaschismus als Ideologie hat nicht erst 1933/1934 Wirksamkeit entfaltet. Im Ständestaats-Stichwort muss der Austrofaschismus als Vorgeschichte aufscheinen, unter Austrofaschismus findet man viele praktische Auswirkungen des Ständestaats.

Andererseits ist Ständestaat (ohne Einschränkung auf Österreich; 81.800 Google-Nennungen) wiederum der weitere Begriff gegenüber Austrofaschismus (43.600 Google-Nennungen) und besser bekannt. Ein Ständestaat kann faschistisch sein, muss aber nicht. Außerdem wird das lokale Etikett Austrofaschismus von einigen in Österreich bis heute als Kritik, nicht nur als Beschreibung verstanden.

Ich schlage daher vor, den umfassenden Ständestaats-Inhalt aus dem Stichwort Austrofaschismus in das Stichwort Ständestaat (Österreich) zu übertragen und unter Austrofaschismus, so wie unter Bundesstaat Österreich, ein Redirect zu belassen.

--Wolfgang J. Kraus 14:19, 20. Jan. 2009 (CET)

Auf jeden Fall überlegenswert. Man müsste aber die nicht redundanten Inhalte dieses Artikel in den Größeren einbauen. Abgesehen vom inhaltlichen Aufwand (wer macht das?), muss man auch ein nicht einfaches Prozedere beachten – siehe Hilfe:Artikel zusammenführen. Das muss uns aber nicht hindern, jetzt die Verschiebung zu machen. -- Otberg 14:49, 20. Jan. 2009 (CET)

Das halte ich nicht für sinnvoll. Nicht nur, dass man sich damit endlose Diskussionen eintritt, welches Lemma für den zusammengeführten Artikel nun das "richtige" ist (wollt ihr das denn wirklich?), es ist auch eine Abgrenzung möglich, die (bis auf ein paar Unschärfen) auch weitestgehend eingehalten wird: "Ständestaat" behandelt den ideengeschichtlichen Hintergrund und die Verfassung des Ständestaates in Österreich (hier wäre noch viel zu schreiben, keine Frage), "Austrofaschismus" die reale historische Entwicklung. Den Ständestaats-Inhalt aus dem Artikel "Austrof." zu übertragen ist allerdings eine sinnvolle Idee, die ich vielleicht demnächst machen werde. -- Clemens 13:01, 2. Feb. 2009 (CET)

Für die Zusammenlegung sollte doch wohl die amtliche Bezeichnung Bundesstaat Österreich gewählt werden. -- Dellica 02:04, 8. Sep. 2010 (CEST)

Nein, bitte den Abschnitt unmittelbar darüber lesen. --Otberg 09:18, 8. Sep. 2010 (CEST)
Dann sollte der zusammengelegte Artikel hier existieren und von Austrofaschismus eine Weiterleitung erstellt werden. -- Dellica 15:03, 8. Sep. 2010 (CEST)
Bitte nicht die Diskussion derart zerfasern, die Diskussion hier ist 1,5 Jahre alt.--Braveheart Welcome to Project Mayhem 15:06, 8. Sep. 2010 (CEST)
Ja bitte, schlage vor wir diskutieren nur an einem Ort. --Otberg 15:10, 8. Sep. 2010 (CEST)

[Bearbeiten] Textvorschlag für die Zusammenlegung

Die beiden Artikel technisch zusammenzuführen bitte ich einen "Wikipedia-Techniker"; ich bin es nicht. Inhaltlich könnte sich aus den beiden Texten folgender ergeben. --Wolfgang J. Kraus 22:26, 21. Jan. 2009 (CET)


Bundesstaat Österreich
1934–1938
Flagge des Bundesstaat Österreich Wappen des Bundesstaat Österreich
Flagge 1934–1938 Bundeswappen 1934–1938
Navigation
Flag of Austria.svg Republik ÖsterreichDonau- und Alpenreichsgaue Flag of the NSDAP (1920–1945).svg
Verfassung Maiverfassung
Amtssprache Deutsch
Hauptstadt Wien
Regierungsform Diktatur
Bundespräsidenten
- 1928 bis 1938

Wilhelm Miklas
Bundeskanzler
- 1932 bis 1934
- 1934 bis 1938
- 1938

Engelbert Dollfuß
Kurt Schuschnigg
Arthur Seyß-Inquart

Ständestaat ist die Bezeichnung eines nach Berufsgruppen organisierten Staates, altertümelnd „Stände“ genannt. Der Begriff wurde von Zeitgenossen für die autoritäre Staatsform Österreichs zwischen 1933 und 1938 (offizielle Bezeichnung: Bundesstaat Österreich) verwendet, die in der heutigen Geschichtsschreibung außerhalb konservativer Kreise auch als Austrofaschismus bezeichnet wird, um den autoritären Staat von 1933–1938 nicht isoliert, sondern als spezifisch österreichische Ausprägung des Faschismus in einem gesamteuropäischen Kontext zu betrachten. Gegen die Verwendung der Bezeichnung „Ständestaat” wird eingewendet, dass damit eine ideologisch und propagandistisch begründete Selbstbezeichnung des damaligen diktatorischen Systems distanzlos fortgeführt würde. Dennoch hat sich diese Bezeichnung als Chiffre für die Regierungsdiktatur dieser Zeit, die sich stark an die Diktatur Benito Mussolinis anlehnte, in der historischen Literatur durchgesetzt.

Entwickelt und getragen wurde der Austrofaschismus von Engelbert Dollfuß und nach dessen Ermordung 1934 maßgeblich von Kurt Schuschnigg und der Vaterländischen Front, einer Sammelbewegung und Einheitspartei, zu der sich die Christlichsoziale Partei, die Heimwehr und der Landbund zusammengeschlossen hatten. Am 12. März 1938, mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, wurde der Ständestaat durch die Herrschaft der Nationalsozialisten abgelöst.

[Bearbeiten] Ideengeschichte des Ständestaates

Die Idee entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie hatte eine starke antiliberale Stoßrichtung und war als Protest gegen den im Kapitalismus inhärenten sozialen Abstieg traditioneller Berufsgruppen wie Bauern oder Handwerker entstanden.

In Österreich wurde diese Konzeption von Karl von Vogelsang, einem der Ideengeber der Christlichsozialen Partei vertreten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war es vor allem Othmar Spann, der solche Ideen propagierte.

Eine starke Stoßrichtung hatte diese Idee gegen die organisierte Arbeiterbewegung: Arbeitgeber und Arbeitnehmer wären sich innerhalb der „Berufsstände“ gegenüber gesessen, wodurch eine selbstständige und ständeübergreifende Gewerkschaftsbewegung hätte verunmöglicht werden sollen. Die Überwindung des Klassenkampfes war also ein vordringliches Ziel der Ständestaats-Idee.

Zwar berief sich das österreichische Ständestaats-Experiment auf die Enzyklika Quadragesimo anno von Papst Pius XI.; doch wird heute angeführt, dass diese Berufung auf die Enzyklika zu Unrecht erfolgt sei, da die Kritik des Papstes am faschistischen Korporativstaat (in Nr. 91–95) weitgehend auch die österreichische ständestaatliche Verfassung getroffen habe.

Auf ähnliche Denkmodelle berief sich auch das faschistische Italien, sowie die autoritären Regimes in Spanien (Franquismus) und Portugal (Estado Novo).

[Bearbeiten] Entstehung und Stützen des Systems

[Bearbeiten] 1930-1932

Mit dem Korneuburger Eid der Heimwehr vom 18. Mai 1930 wurde die Ausschaltung des Parlaments und ein antidemokratischer Kurs, der sich in erster Linie gegen die oppositionelle Sozialdemokratie richtete (siehe Linzer Programm der Sozialdemokraten aus dem Jahr 1926), erstmals als Programm formuliert. „Wir verwerfen den westlich-demokratischen Parlamentarismus und den Parteienstaat“ war eine der Formeln, die neben Heimwehrverbänden aus dem gesamten Bundesgebiet auch viele junge christlichsoziale Politiker wie die späteren Bundeskanzler Leopold Figl und Julius Raab schworen.

[Bearbeiten] 1932-1934

Bei der Nationalratswahl 1930 erhielten die Nationalsozialisten 100.000 Stimmen, erreichten jedoch kein Mandat. Im April 1932, bei den Landtagswahlen Wien, Niederösterreich, Salzburg, Kärnten und der Steiermark erreichen die Nationalsozialisten 336.000 Stimmen. Diese Gewinne gingen vor allem auf Kosten der Großdeutschen. Allein in Wien bekamen sie 201.000 Stimmen und versiebenfachten damit ihren Stimmenanteil. Die Wiener Sozialdemokraten hielten ihren Stimmenanteil von 59 %, die Christlichsozialen verloren leicht. Diese dramatische Stärkung der Nationalsozialisten machte klar, dass die aus Christlichsozialen, Landbund und Heimwehren bestehende Regierung bei den nächsten Nationalratswahlen ihre ohnehin knappe Mehrheit (nur 1 Mandat) verlieren würde. Dies führte zunehmend zu Bestrebungen zur Errichtung eines faschistischen Regimes. Außerhalb Österreichs wurde dieses Vorhaben insbesondere von Benito Mussolini unterstützt.

Dollfuß – er war im Mai 1932 zum Bundeskanzler ernannt worden – regierte seit 1. Oktober 1932 teilweise unter Berufung auf das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz aus dem Jahr 1917, welches im Rahmen des Verfassungs-Übergangsgesetzes 1920 (VÜG 1920) in die republikanische Bundesverfassung übergeleitet worden war. Dollfuß warb öffentlich für die Vorgehensweise nach § 7 Abs. 2 VÜG 1920, im Parlament wurden auch keine Anträge gestellt, diese Verfassungs-Bestimmung abzuschaffen. Den Anlass zur Machtübernahme bot die am 4. März 1933 ausgelöste Geschäftsordnungskrise des Österreichischen Nationalrats. Sie wurde von der damaligen Regierung als „Selbstausschaltung des Parlaments“ bezeichnet. Dollfuß verwendete die Vollmachten des § 7 Abs. 2 VÜG 1920 nun als rechtliches Instrument, um die Demokratie auszuschalten. Am 7. März 1933 erließ der Ministerrat ein Versammlungs- und Aufmarschverbot. Eine als wirtschaftliche Schutzmaßnahme getarnte Presseverordnung wurde herausgegeben. Das durch § 7 Abs. 2 VÜG 1920 übergeleitete KWEG 1917 bezog sich aber ausdrücklich nur auf wirtschaftliche Maßnahmen, bei denen die Regierung Vollmacht hatte – sodass die Presseverordnung auch als wirtschaftliche Maßnahme tituliert wurde. Nach dieser Presseverordnung konnte unter bestimmten Voraussetzungen, beispielsweise, wenn „durch Verletzung des vaterländischen, religiösen oder sittlichen Empfindens eine Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit […]“ bestand, für eine bereits einmal beschlagnahmte Zeitung die Vorlagepflicht zwei Stunden vor der Verbreitung angeordnet werden. Dabei war klar, dass es sich um eine reine Vorzensur handelte, doch war die Regierung bemüht, den Schein nach außen zu wahren, auch weiterhin das verfassungsmäßige Verbot einer Zensur zu achten.

Als die Opposition die Geschäfte des Nationalrats am 15. März 1933 wieder aufnehmen wollte, wurde dies mit Polizeigewalt verhindert. Das Parlament wurde von 200 Kriminalbeamten umstellt und die sozialdemokratischen und großdeutschen Abgeordneten am Betreten gehindert. Am 31. März 1933 löste die Regierung den Republikanischen Schutzbund auf, die Sozialdemokratische Partei durfte aber vorerst weiter bestehen. Am 10. April 1933 wurde die zwangsweise Teilnahme an religiösen Übungen durch Aufhebung des so genannten Glöckel-Erlasses wieder eingeführt. Der Urheber des Erlasses, der ehemalige sozialdemokratische Unterrichtsminister Otto Glöckel, wurde 1934 in Folge der Februarrevolte, an der er nicht persönlich beteiligt war, in seinem Büro im Palais Epstein verhaftet und in das Anhaltelager Wöllersdorf gebracht. Glöckel kehrte aus der Haft als gebrochener Mann zurück und verstarb am 23. Juli 1935 in Wien.

Am 10. Mai 1933 verordnete die Regierung die Aussetzung aller Wahlen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Am 26. Mai wurde die Kommunistische Partei Österreichs aufgelöst, am 19. Juni die NSDAP und einen Tag später – auf Wunsch der katholischen Kirche – der Freidenkerbund. Sozialdemokraten und Großdeutsche durften vorerst weiter bestehen.

Im September 1933 ließ die Regierung mehrere Anhaltelager zur Internierung politischer Gegnerinnen und Gegner einrichten. Neben Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten wurden dort nach dem Juliputsch 1934 auch Nationalsozialisten eingesperrt.

Im Jänner 1934 wurde das Anhaltelager Kaisersteinbruch mit der Zuweisung von etwa 70 Häftlingen in Betrieb genommen, der Stand an Angehaltenen betrug Anfang April 629 (516 Nationalsozialisten, 113 Sozialdemokraten und Kommunisten). Mit dem 30. April 1934 räumte man dieses Lager, und der Abtransport der Angehaltenen nach Wöllersdorf wurde verfügt.


[Bearbeiten] Justiz

Nachdem das Parlament ausgeschaltet war, entledigte sich die Regierung auch des Verfassungsgerichtshofs. Die vier christlichsozialen Verfassungsrichter wurden zum Rücktritt bewegt, womit die Regierung einer sehr wahrscheinlichen Aufhebung der „Notverordnungen“ zuvorkam, auf deren Grundlage sie seit einigen Monaten regierte. Die Ausschaltung des Verfassungsgerichtshofs wurde rechtlich abgesichert, indem Neuernennungen von Verfassungsrichtern per Verordnung untersagt wurden.

Am 11. November 1933 führte die Regierung Dollfuß die 1919 abgeschaffte Todesstrafe für Mord, Brandstiftung und „öffentliche Gewalttätigkeit durch boshafte Beschädigung fremden Eigentums“ wieder ein.

Nach den Ereignissen des Februar 1934 wurde die Todesstrafe zudem auf das Delikt „Aufruhr“ erweitert. In standrechtlichen Prozessen hatten drei Richter drei Tage lang Zeit, einen Angeklagten entweder freizusprechen oder zum Tod durch den Strang zu verurteilen. Dauerte der Prozess länger als drei Tage, war nicht mehr das Standgericht, sondern ein ordentliches Schwurgericht zuständig, das die Todesstrafe nicht mehr verhängen konnte. Die Bundesregierung sicherte sich die Möglichkeit, dem Bundespräsidenten Begnadigungen vorschlagen zu können und bewahrte auf diesem Weg mehrmals Personen, die den Christlichsozialen politisch nahe standen, vor der Todesstrafe.

Als erstes Todesopfer der Standgerichte ging der geistig behinderte Peter Strauß in die Geschichte ein. Prominente politische Opfer der standrechtlichen Todesstrafe während des Austrofaschismus waren unter anderem sozialdemokratische Führungsfiguren des Februaraufstandes: Josef Ahrer, Anton Bulgari, Johann Hoys, Karl Münichreiter, Alois Rauchenberger, Josef Stanek, Emil Swoboda, Koloman Wallisch und Georg Weissel. Im September 1934 erreichte die Anzahl der politischen Häftlinge, die in Anhaltelagern und Notarresten festgehalten wurden, 13.338. Insgesamt wurden rund 16.000 Österreicher aus politischen Gründen im Ständestaat inhaftiert.[1]

[Bearbeiten] Kirche

Der Wiener Kardinal Innitzer begrüßte die Ausschaltung des Parlaments am 12. März 1933 als „Anbruch einer neuen Zeit“, die er mit dem Zeitalter der Gegenreformation verglich. Den von Taras Borodajkewycz organisierten Katholikentag im Oktober 1933 stellte er unter das Motto Numquam retrorsum („Niemals zurück“).

Am 10. Mai 1933 unterzeichnete Justizminister Kurt Schuschnigg das Konkordat, am 16. August erschwerte die Regierung den Austritt aus der katholischen Kirche. Von nun an mussten alle Menschen, die gewillt waren, der katholischen Kirche den Rücken zu kehren, eine Prüfung ihres Geistes- und Gemütszustandes über sich ergehen lassen. Die für den Austritt zuständigen Bezirkshauptmannschaften konnten dieses Verfahren beliebig lange hinausziehen.

Die römisch-katholische Kirche begrüßte den austrofaschistischen Putsch, ähnlich wie wenig später in Spanien.

„Das Jahr 1933 hat der ganzen Christenheit reichen Gnadensegen, unserem Vaterland Österreich überdies viele Freuden gebracht […]. Sie (die Regierung, Anm.) kann schon jetzt auf eine Reihe von segensreichen Taten hinweisen, die das wahre Wohl sichern und fördern,[2]

heißt es im Weihnachtsbrief der österreichischen Bischöfe aus dem Jahr, in dem Dollfuß das demokratisch gewählte Parlament ausschaltete.

Infolge des Bemühens um eine Rekatholisierung der der Kirche entfremdeten Arbeiterschaft wurden in der kurzen Periode des Austrofaschismus zahlreiche Kirchenbauten errichtet, etwa die dem „Arbeiter“ St. Josef gewidmete Pfarrkirche Sandleiten beim Sandleitenhof, dem größtn Gemeindebau des „Roten Wien“.

Nicht zuletzt wegen dieser kirchenfreundlichen Haltung bekam das austrofaschistische Regime auch aus dem Vatikan offizielle Unterstützung. Papst Pius XI. erteilte bereits am 28. Oktober 1933 seinen Segen den „vornehmen Männern, die Österreich in dieser Zeit, in diesen Tagen regieren, die Österreich so gut, so entschieden, so christlich regieren“,[2] und sogar noch während der Februarkämpfe 1934 erhielt Dollfuß den apostolischen Segen des Papstes.

Dollfuß selbst war stark an einer katholischen Renaissance interessiert. Schon während der Trabrennplatzrede am 11. September 1933 kündigte er einen „sozialen, christlichen deutschen Staat Österreich auf ständischer Grundlage, unter starker autoritärer Führung“ als seine Zielvorstellung an. Aber auch auf Seiten der Kirche war das Interesse an einem klerikal-faschistischen Österreich beträchtlich. So beteiligten sich kirchliche Würdenträger in Ebensee und Steyr an der Säuberung von Arbeiterbüchereien. In Steyr wurden die Bestände von 4000 auf 900 Bücher reduziert, von denen weitere 200 gesperrt wurden. Betroffen waren, neben explizit linker Literatur, auch Schriften jüdischer Autorinnen und Autoren. In kirchlichen Berichten zu diesen Ereignissen heißt es: „Vier Kisten mit Büchern wurden der Polizei zum Vernichten übergeben. Es handelte sich um die rein sozialistischen, erotischen und glaubensfeindliche Bücher. Die ärgsten erotischen und kirchenfeindlichen Bücher wurden in zerrissenem Zustand der Polizei übergeben“.

[Bearbeiten] Österreichischer Cartellverband

Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), der 1933 in Abgrenzung zum gleichgeschalteten deutschen CV entstanden war, nahm während der Zeit des Austrofaschismus eine intellektuelle Trägerfunktion des Regimes wahr. Nicht zuletzt aus diesem Grund fiel der gesellschaftliche Aufstieg des Verbands zeitlich mit dem Ende der parlamentarischen Demokratie und der Etablierung des austrofaschistischen Systems zusammen.

Zwischen 1933 und 1938 waren fast alle öffentlichen Ämter von größerer Bedeutung mit ÖCV-Mitgliedern besetzt. Engelbert Dollfuß wurde Zeit seines Lebens in der offiziellen Sprachregelung des ÖCV als „Führer“ gesehen und auch so bezeichnet. Im Gegenzug sorgte Dollfuß dafür, dass junge Akademiker, die dem ÖCV angehörten, schnell zu Spitzenpositionen in Politik und Verwaltung vordringen konnten. Des Weiteren wurde dem Regierungschef ein Mitspracherecht bei der Besetzung von Ämtern innerhalb des ÖCV eingeräumt.

Dem Historiker Stephan Neuhäuser zu Folge

„unterstützten mindestens 37 % aller studierenden Mitglieder des ÖCV in verschiedenen Wehrformationen Bundesheer und Heimwehr während der Februarereignisse 1934 (…) In Graz beteiligten sich 70 % der aktiven ÖCVer auf Seiten der Regierungstruppen und Heimwehren, in Leoben 45 %, in Wien 33 % und in Innsbruck 29 %. Die größten Kontingente stellten Babenberg Graz (40), Carolina Graz (40), Austria Wien (53), Austria Innsbruck (49), Norica Wien (64) und Rudolfina Wien (54).[3]

Nach dem Februar übernahm die dem ÖCV nahe stehende Akademikerhilfe die zuvor sozialistischen Akademikerheime in der Säulengasse 18 sowie der Billrothstraße 9 in Wien.

Der Anteil von ÖCVern in verschiedenen Gremien des austrofaschistischen Staates war enorm hoch. Im Bundesrat lag er bei 90 Prozent. Mit Otto Kemptner wurde ein Bundesbruder von Engelbert Dollfuß mit dem Aufbau der Vaterländischen Front beauftragt. Für Mitglieder des ÖCV bestand ab 1933 Beitrittspflicht.

Der Einfluss des ÖCV auf die österreichische Regierungspolitik war offensichtlich. In der Regierung Dollfuß I gehörten sechs von zehn Ministern dem Verband an, nach drei Regierungsumbildungen waren es schließlich acht von zehn. Die Regierung Dollfuß II bestand ausschließlich aus Mitgliedern des ÖCV, in der Regierung Dollfuß III waren immerhin noch sechs von 13 Ministern Korporierte. Ähnlich verhielt es sich in den Regierungen Schuschnigg, in denen der ÖCV jeweils etwa die Hälfte der Ministerposten besetzen konnte. Auch als 1936 Nationalsozialisten in die Regierung aufgenommen wurden, waren immer noch vier Minister aus dem ÖCV Teil des Kabinetts und sogar noch in der nationalsozialistischen Marionettenregierung unter Arthur Seyß-Inquart fanden sich mit Wilhelm Wolf und Oswald Menghin zwei ÖCVer, die deshalb jedoch aus dem ÖCV ausgeschlossen wurden.

Nach der Absetzung des sozialdemokratischen Wiener Bürgermeisters in Folge des Februars 1934 wurde mit Richard Schmitz ein Mitglied des Cartellverbandes neuer Bürgermeister. Bereits 1933 kamen die Landeshauptleute des Burgenlands, Niederösterreichs, Oberösterreichs, Tirols, Salzburgs, der Steiermark und Vorarlbergs aus dem ÖCV.

„Einer der besten des CV, unser verewigter Kanzler Dr. Dollfuß“, hieß es im Juni 1935 im Mitteilungsblatt des ÖCV – und noch 1937 konnte man dort lesen: „Die Dollfußstraße ist keine andere als die traditionelle CV-Straße.“

[Bearbeiten] Antisemitismus

Die bereits vor der austrofaschistischen Machtergreifung vorhandene Diskriminierung von Juden im öffentlichen Leben wurde nach 1933 weiter verschärft. Regelmäßig kam es zu Boykottaufrufen gegen jüdische Unternehmer und sogar zu Geschäftsblockaden.

Besonders in der öffentlichen Verwaltung setzte ab 1933 eine massive Diskriminierung jüdischer Beamter ein. 1935 befanden sich unter den 160 700 öffentlichen Bediensteten in Österreich gerade noch 682 Jüdinnen und Juden. Zuvor waren viele unter dem Vorwand, sie würden der sozialdemokratischen oder der kommunistischen Partei nahe stehen, aus ihren Posten entlassen worden. Die Historikerin Sylvia Maderegger schreibt dazu: „Vier Fünftel der entlassenen Juden – erklärte die Zeitschrift ‚Der jüdische Weg’ – hatten mit Politik nichts zu tun und wurden nur entlassen, weil sie Juden waren“. [4]

Die Bundesländerversicherung – Vorgänger der heutigen UNIQA Versicherungen AG –, die dem Regime sehr nahe stand, bezeichnete sich in Inserattexten als „rein arische Anstalt“[5]. Oftmals wurden auch Sozialdemokraten mit Juden gleichgesetzt. Beispielsweise im Februar 1934, als sozialdemokratische Funktionäre unter Parolen wie „Judengesindel, wir werden es euch schon zeigen!“ in die Gefängnisse getrieben wurden.

Dennoch unterschied sich der Antisemitismus während des Austrofaschismus in seiner Intensität deutlich vom Vernichtungsantisemitismus der Nationalsozialisten. Auch wenn das Regime eine starke strukturelle Diskriminierung von Jüdinnen und Juden im öffentlichen Leben verfolgte, kam es nur selten zu offenen Gewaltakten. Ein Beispiel für gewalttätige antisemitische Ausschreitungen während des Austrofaschismus ist ein Überfall, der von Seiten des ÖCV 1935 auf eine jüdische Studentenverbindung an der Universität Wien verübt wurde (Mitteilungsblatt 9/1935 des ÖCV).

[Bearbeiten] Bundesstaat Österreich 1934-1938

Als am 12. Februar 1934 das Hotel Schiff, ein Linzer Parteiheim der Sozialdemokraten, von der Polizei durchsucht werden sollte, kam es zum Februaraufstand, der auch als Österreichischer Bürgerkrieg in die Geschichte eingehen sollte. Nach der militärischen Niederschlagung des sozialdemokratischen Aufstandes durch das Österreichische Bundesheer und die Heimwehr wurde die Sozialdemokratische Partei verboten. In einer letzten Nationalratssitzung wurde am 30. April 1934 von den Abgeordneten der Vaterländischen Front ein Gesetz beschlossen, das die Regierung mit allen Befugnissen ausstattete, die zuvor Nationalrat und Bundesrat oblagen. Die Mandate der Sozialdemokraten wurden vor Zusammentreten des „Rumpfparlaments“ für erloschen erklärt.

Unter fortgesetztem Bruch der demokratischen Bundesverfassung der Ersten Republik wurde am 1. Mai 1934 die austrofaschistische (Maiverfassung) erlassen, die vor allem von Otto Ender ausgearbeitet worden war. Es wurde ein „christlich-deutscher Ständestaat“ proklamiert, bei dem die Staatsgewalt von berufständisch organisierten Kammern ausgehen sollte, die Parlament und Parteien ersetzen sollten. Aus „Österreich ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volk aus.“ wurde in der neuen Verfassung: „Im Namen Gottes, des Allmächtigen, von dem alles Recht ausgeht, erhält das österreichische Volk für seinen christlichen deutschen Bundesstaat auf ständischer Grundlage diese Verfassung“. Die Staatsbezeichnung „Republik Österreich“ wurde durch „Bundesstaat Österreich“ ersetzt.

Als wappenähnliches Emblem wählt der Staat das Krückenkreuz, in Anlehnung an historische, mutmaßlich vor-habsburgische Symbole, und in Abgrenzung zu den „Hakenkreuzlern“ (reichsdeutschen Nationalsozialisten).

In der politischen Wirklichkeit war diese Staatsordnung ein Torso und diente hauptsächlich dazu, den autoritären Charakter des Regimes zu verbrämen. Von den vorgesehenen sieben Kammern wurden mit der Landwirtschaftskammer und der Kammer für den Öffentlichen Dienst nur zwei tatsächlich eingerichtet. Die wirkliche Macht wurde von der Vaterländischen Front ausgeübt.

Dem Regime standen sowohl Sozialdemokraten, Kommunisten, Liberale als auch Nationalsozialisten feindlich gegenüber. Dies hatte nicht zuletzt mit seinen massiven Versuchen einer Rekatholisierung der der Kirche entfremdeten Arbeiter- und Mittelschichten zu tun (forcierter Kirchenbau in Arbeitervierteln, etwa im Sandleitenhof, institutioneller Druck auf die Jugend via Beichtzettel etc). Das Regime hatte von Anfang an eine schmale gesellschaftliche Basis.

Nach Dollfuß’ Ermordung im Juli 1934 im Zuge eines nationalsozialistischen Putschversuchs wurde Kurt Schuschnigg Bundeskanzler und damit Führer des „Ständestaates“, bis er 1938 unter dem militärischen Druck der deutschen Wehrmacht seinen Rücktritt erklärte.

[Bearbeiten] Ideologische Ausrichtung

Fahne des Reichsbundes der Katholischen Jugend im Dorfmuseum Mönchhof. Die Inschrift lautet: "Rein wie Gold. Stark wie Erz. Sei der deutschen Burschen Herz!"

Ideologische Grundlagen des Ständestaats waren, wie auch bei den anderen faschistischen Ländern dieser Zeit, die Ablehnung des Klassenkampfes und das Anstreben einer „Harmonie der Stände“ in einem autoritär geführten Staat. Ziel des Austrofaschismus war, die Nationalsozialisten zu „überhitlern[6]. In diesem Zusammenhang ist sowohl die autoritäre Führerideologie als auch die Errichtung der Vaterländischen Front, die als Massen- und Einheitspartei gedacht war, zu sehen. Im Unterschied zum rassenideologisch begründeten Volksgemeinschaftsdenken der Nationalsozialisten nahm in der austrofaschistischen Variante die besondere Geschichte Österreichs eine gewichtige Rolle ein. In Abgrenzung zum Deutschen Reich wurde sie benutzt, um den auf der katholischen Ausrichtung des Regimes basierenden Anspruch, die Österreicher seien die „besseren Deutschen“, zu unterstreichen. Im Sinne christlich-sozialer Geschichtsauffassung avancierte die Monarchie zum Ideal des mächtigen Vielvölkerstaates, der Österreich nach dem Vertrag von Saint-Germain nun nicht mehr war.

Außenpolitisch versuchte sich der Austrofaschismus vor dem Machtanspruch der deutschen Nationalsozialisten durch eine Kooperation mit Mussolini zu schützen, dessen Faschismus der österreichischen Variante näherstand.

[Bearbeiten] Symbolpolitik

So wie der Ständestaat sich von Anfang an als Gegner des nationalsozialistischen Deutschland verstand, es aber (so wie das faschistische Italien) in vieler Hinsicht kopierte, wurde auch auf der Ebene der Symbole eine solche ambivalente Politik betrieben. Das Kruckenkreuz wurde als mittelalterliches Symbol – die älteste Darstellung befindet sich auf dem Reichsschwert – der Swastika entgegengesetzt, ebenso wie der Adler des Ständestaates sich an den Quaternionenadler des Heiligen Römischen Reiches anlehnte, in Abgrenzung zum einköpfigen, graphisch streng gestalteten Adler des Deutschen Reiches. Auch das Bundesheer erhielt ein neues Hoheitssymbol, das immer noch in Gebrauch ist.

[Bearbeiten] Bildungspolitik

Bereits im Zuge des turbulenten Jahres 1933 wurde eine Reihe von Gesetzen erlassen, die die österreichische Bildungspolitik austrofaschistischen Grundsätzen gemäß umgestalten sollten. Der katholischen Kirche wurde dabei starker Einfluss auf das zuvor durch Otto Glöckel säkularisierte Bildungssystem eingeräumt. Wer in Österreich nun mit Matura aus einer höheren Schule ausscheiden wollte, musste den Religionsunterricht besucht haben. Auch Mädchen wurde das Erreichen eines höheren Bildungsgrades wieder erschwert, da die austrofaschistischen Machthaber das klassische Frauenbild der Hausfrau und Mutter favorisierten.

Auch auf Hochschulebene erließ die Bundesregierung 1933 mehrere Gesetze. Zunächst wurde die Zahl der Hochschullehrer und Assistenten vermindert, womit insbesondere regimekritische Lehrende auf legalistischem Wege ihrer Ämter enthoben werden konnten. Mit einem weiteren Gesetz wurden Disziplinarverfahren, die bisher der jeweils betroffenen Universität oblagen, der Kontrolle des Bundesministerium unterstellt, was sich ebenfalls zum Nachteil kritischer Mitarbeiter der Universitäten auswirkte. Akademische Funktionäre konnten von nun an ausschließlich Personen werden, die Mitglied der Vaterländischen Front waren. „Jede freiwerdende Lehrkanzel muss, wenn der entsprechende Mann vorhanden ist, mit einem Hochschullehrer von vaterlandstreuer und womöglich auch noch besonders christlicher Gesinnung besetzt werden“[7], ließ Unterrichtsminister Hans Pernter nach Beschluss der neuen Hochschulgesetze verlautbaren.

Zur ideologischen Schulung der Studierenden führte die Regierung Pflichtvorlesungen zu den „ideellen und geschichtlichen Grundlagen des österreichischen Staates und zur weltanschaulichen und staatsbürgerlichen Erziehung“ ein und errichtete verpflichtende militärisch geführte Hochschullager. Im Gesetzestext, der die Einführung militärischer Hochschullager regelte, heißt es: „Jedes Hochschullager soll einen militärischen und einen pädagogischen Leiter, also Offiziere und Erziehungsleiter, erhalten, wobei ersteren das militärische Kommando und die vormilitärische Schulung, letzteren das Vortragswesen und die Freizeitgestaltung obliegt.“ Ein solches Hochschullager umfasste jeweils etwa 100 Studenten.

[Bearbeiten] Wirtschafts- und Sozialpolitik

Arbeitslosenrate Österreichs vor, während und nach der ständestaatlichen Wirtschaftspolitik

Im Bereich des Außenhandels wandte man sich bereits 1930 vom liberalen Freihandelssystem ab und führte ein Autarkiemodell ein. Oberste Maxime war die Abschottung des österreichischen Marktes vom Weltmarkt, wovon man sich einen wirtschaftlichen Aufschwung erhoffte. Weltwirtschaftlicher Hintergrund war dabei der New Yorker Börsenkrach im Jahr 1929.

1932 waren im Jahresdurchschnitt 468.000 Menschen in Österreich arbeitslos. Im Jahr 1933 stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 557.000 Menschen an, was einem Prozentsatz von 25,9 entspricht. Die Situation wurde dadurch verschlimmert, dass immer mehr Arbeitslose als ausgesteuert galten. Sie verloren jeglichen Anspruch auf staatliche Unterstützung. In den folgenden Jahren (1933 bis 1937) sank der staatliche Sozialausgabenindex von 100 auf 79,42.

Ziel der Christlichsozialen und der Heimwehr war die „Abschaffung des Klassenkampfes“. Zu diesem Zweck wurden zwangsweise Standesverbände aus Arbeitern und Unternehmern eingerichtet, so genannte Kooperationen, die die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterinnen und Arbeiter unterminieren und ablösen sollten. Die soziale Verantwortung wurde vom Staat auf „ständische“ Untereinheiten delegiert.

Dahingegen wurde dem Gewerbesektor die Schutzfunktion des Staates im großen Ausmaß zuteil. 1933 führte die Regierung eine Gewerbesperre ein, 1934 folgte das Untersagungsgesetz, das in den folgenden Jahren mehrmals verschärft wurde. Diese Politik stellte eine radikale Abkehr von der seit Jahrzehnten gültigen liberalen Gewerbeordnung dar, die 1935 in die Wiedereinführung des Zunftwesens gipfelte. „Mit dem Beharren auf orthodoxe Muster wurde für die Wirtschaftspolitik im Österreichischen Ständestaat eine Zwangslage geschaffen, die die inneren Widersprüche auf allen Ebenen überhand nehmen ließ“, resümiert der Wirtschaftswissenschaftler Gerhard Senft die austrofaschistische Wirtschaftspolitik.

[Bearbeiten] Kulturpolitik

Die offizielle Kulturpolitik während des Austrofaschismus war von einer Affirmation des Barock und anderer „vorrevolutionärer“ Stilrichtungen geprägt. Mit „vorrevolutionär“ ist hier die Zeit vor der französischen Revolution von 1789 gemeint. In diesem Zusammenhang kam es immer wieder zu positiven Bezugnahmen auf die „Wehrhaftigkeit“ Österreichs während der Türkenbelagerung, um das Bild der „Bedrohung aus dem Osten“ wach zu halten bzw. erneut in Erinnerung zu rufen und auf die Sowjetunion zu projizieren.

Der Autor Robert Musil kommentierte die austrofaschistische Kulturpolitik 1934 mit den berühmten Worten „Es ist nicht der böse Geist, sondern die böse Geisteslosigkeit der österreichischen Kulturpolitik“[8].

[Bearbeiten] Das Ende

Stimmzettel zur Volksabstimmung über den Anschluss

Dem im Juli 1934 bei einem Putschversuch österreichischer Nationalsozialisten ums Leben gekommenen Engelbert Dollfuß folgte der vormalige Justizminister Kurt Schuschnigg als Bundeskanzler. Dieser schloss 1936 das Juliabkommen mit dem Deutschen Reich, in dem Adolf Hitler die Unabhängigkeit Österreichs zusicherte – im Austausch für Zugeständnisse an die Nationalsozialisten. In Folge wurden 17.000 österreichische Nationalsozialisten amnestiert und der Nationalsozialist Arthur Seyß-Inquart als Staatsrat in das austrofaschistische Regierungskabinett aufgenommen. Des weiteren wurde ein „Volkspolitisches Referat“ als Teilorganisation der Vaterländischen Front geschaffen, mit der man die illegale nationalsozialistische Opposition in die Partei eingliederte. Zahlreiche zuvor verbotene nationalsozialistische Zeitungen wurden legalisiert. Die Nationalsozialisten erhielten durch diese Entwicklungen zusehends Auftrieb.

Am 12. Februar 1938 nötigte Hitler Schuschnigg zum so genannten Berchtesgadener Abkommen, das die schrittweise Machtübernahme der Nationalsozialisten fortsetzte. Seyß-Inquart wurde Innen- und Sicherheitsminister in der Schuschnigg-Regierung. Schuschnigg setzte am 9. März als letzten Versuch, Österreichs Unabhängigkeit zu bewahren, für den 13. März eine Volksabstimmung über Österreichs Unabhängigkeit an. Daraufhin wurde er jedoch von Hitler unter Drohung militärischen Eingreifens zur Abdankung zugunsten Seyß-Inquarts gezwungen. Am 12. März erfolgte der Einmarsch der Deutschen, ohne auf militärischen Widerstand zu treffen, und unter dem Jubel zahlreicher Österreicher.

[Bearbeiten] Nachwirkung

[Bearbeiten] Politische Debatte

Bis heute gibt es in Österreich keine gemeinsame, allgemein akzeptierte Geschichtsauffassung - insbesondere unter den großen politischen Parteien - wenn es um die Jahre des Austrofaschismus geht. Während Dollfuß im bürgerlichen Lager von manchen immer noch als „Heldenkanzler“ und „Märtyrer“ gesehen wird, bezeichnen ihn andere aus dem linken Lager als „Arbeitermörder“ und „Faschisten“.

Insbesondere Politikerinnen und Politiker aus den Reihen der ÖVP vermeiden das Wort „Faschismus“ gänzlich und verwenden stattdessen Begriffe wie Ständestaat (die Eigenbezeichnung des Regimes), wenn es um die Jahre 1933 bis 1938 geht. Lange Zeit war in konservativen Kreisen auch die „These der geteilten Schuld“ populär, die den Sozialdemokraten eine Teilschuld an den politischen Entwicklungen der 1930er Jahre gab und den Austrofaschismus als Reaktion darauf darstellte. Von Seiten der Sozialdemokraten war vor der austrofaschistischen Machtübernahme lediglich beschlossen worden, im Falle einer gewalttätigen Ausschaltung des Parlaments den Generalstreik auszurufen. Als Selbiges am 15. März 1933 tatsächlich passierte, blieb sogar der zuvor angedrohte Generalstreik aus und die sozialdemokratische Parteispitze gab sich weiter verhandlungsbereit.

Bis heute wird der Austrofaschismus (etwa von ÖVP-nahen Historikern wie Gottfried-Karl Kindermann) als Bollwerk gegen den Nationalsozialismus dargestellt, dies entspricht auch der erwähnten Mythisierung Dollfuß' als "Märtyrerkanzler". Allerdings wird diese These bereits seit Jahrzehnten angezweifelt, zumal intensive Kooperationen zwischen austrofaschistischen und nationalsozialistischen Politikern – besonders in der Endphase des Regimes – nachgewiesen werden konnten. Der Zeithistoriker Gerhard Botz schildert das diesbezügliche Scheitern des Austrofaschismus folgendermaßen:

„Das autoritäre, stark obrigkeitsstaatlich geprägte Regime Dollfuß’ und Schuschniggs, zunächst stark antinazistisch vorgehend, verlor nach der Niederwerfung der Sozialdemokratie und dem beginnenden Rückzug der protegierenden Hand Mussolinis rasch seine Widerstandskraft gegen den stärker werdenden Nationalsozialismus von außen und im Inneren. Zugleich öffnete es durch die Etablierung autoritärer Strukturen den in den Staatsapparat zunehmend eingelassenen (halbillegalen) Nazis eine weitere Möglichkeit zur (schein)legalen Machtübernahme im März 1938.[9]

Oftmals Gegenstand politischer Debatten ist die Tatsache, dass ein Bild des austrofaschistischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß im Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei hängt. Jährlich legen der ÖVP-Parlamentsklub und die Junge ÖVP Wien einen Kranz am Grab von Engelbert Dollfuß nieder; auch der der ÖVP nahe stehende Österreichische Cartellverband legt dort regelmäßig Kränze nieder. Bis heute ist Dollfuß Ehrenmitglied in 16 ÖCV-Verbindungen, sein Nachfolger Kurt Schuschnigg bringt es auf neun Ehrenmitgliedschaften.

In den letzten Jahren wird jedoch auch in der politischen Debatte der Umgang konservativer Kreise mit der austrofaschistischen Vergangenheit zunehmend kritisiert. Ein Gedenkgottesdienst, den die ÖVP im Juli 2004 anlässlich des 70. Todestages von Engelbert Dollfuß veranstaltete, löste abermals eine breite politische Debatte aus, in deren Folge der Umgang der Partei mit ihrer eigenen Vergangenheit größtenteils verurteilt wurde.

[Bearbeiten] Historische Einordnung

Seine Bezugnahme auf die katholische Soziallehre macht den Austrofaschismus zu einer spezifischen Form des Klerikalfaschismus. Sehr deutliche Anklänge gibt es an den Estado Novo in Portugal und den Franquismus in Spanien. Ideologisch vergleichbar ist der Austrofaschismus mit der im italienischen Faschismus und auch im Nationalsozialismus existierenden „Traditionalistischen Schule“, die etwa in Italien von Julius Evola und im Deutschen Reich von Carl Schmitt vertreten wurden.

Die Frage, ob es sich bei dem Austrofaschismus um einen „echten“ Faschismus handelte, ist insbesondere in der innerösterreichischen Debatte umstritten. Es wird argumentiert, dass dem System wesentliche Merkmale eines faschistischen Regimes fehlten, da es keine wirklich fassbare Ideologie, keine Massenpartei, vor allem aber keine Massenbasis gegeben habe. Ebenso blieben auch die geplanten Institutionen des Ständestaates bestenfalls ein Torso. Das System wird daher mitunter als Imitationsfaschismus bezeichnet.[10] Der Historiker Ernst Hanisch spricht unter Verweis auf Otto Bauer von Halbfaschismus, um die Jahre 1933 bis 1938 zu charakterisieren.

Von anderen Historikern wird der radikale Antiparlamentarismus sowie die gewaltsame Niederschlagung und Unterdrückung der Arbeiterbewegung ins Zentrum gestellt. Historiker wie Jill Lewis gehen davon aus, „dass die von den Christlich-Sozialen betriebene Zerstörung der demokratischen Institutionen auf das Auslöschen der Sozialdemokratie und nicht, wie apologetisch behauptet, auf den Schutz Österreichs vor dem Faschismus zielte“.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wolfgang Neugebauer: Repressionsapparat – und Maßnahmen. In: Emmerich Tálos (Hrsg.): Austrofaschismus. Politik - Ökonomie - Kultur 1933-1938. Verlag Lit, Wien 2005, ISBN 978-3-8258-7712-5, S. 298-321, hier: S. 314.
  2. a b zit. nach Wolfgang Huber Die Gegenreformation 1933/34 in Neuhäuser, 2004, S. 47
  3. Das Aufgebot des ÖCV in den Februarunruhen im Mitteilungsblatt 5/1934 S. 12
  4. Sylvia Maderegger: Die Juden im Österreichischen Ständestaat 1934–1938
  5. Inserattext im Mitteilungsblatt des ÖCV 16, 17/1938, jeweils letzte Seite
  6. zit. nach Anton Staudinger, "Christlichsoziale Partei und Errichtung des 'Autoritären Ständestaates'", in : Jedlicka/Neck, "Vom Justizpalast zum Heldenplatz", Österreichische Staatsdruckerei, 1975, Äußerung ist von Neustädter-Stürmer
  7. Hans Pernter, in: Grundfragen der Hochschulpolitik, Krasser 1936, S. 48
  8. zit. nach Der Blick in den Spiegel des Februar 34 in Neuhäuser, 2004, S. 12
  9. ORF ON Science
  10. Robert Kriechbaumer: Ein Vaterländisches Bilderbuch, Böhlau 2002, ISBN 3-205-77011-0

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

  • Georg Christoph Berger Waldenegg: Das große Tabu! Historiker-Kontroversen in Österreich nach 1945 über die nationale Vergangenheit. In: Historische Debatten und Kontroversen im 19. und 20. Jahrhundert. Jubiläumstagung der Ranke-Gesellschaft in Essen 2001 (HMRG-Beiheft, 46), hrsg. v. Jürgen Elvert/Susanne Krauß, Wiesbaden/Stuttgart 2003, S. 143–174, ISBN 3-515-08253-0
  • Stephan Neuhäuser (Hrsg.): “Wir werden ganze Arbeit leisten“- Der austrofaschistische Staatsstreich 1934, ISBN 3-8334-0873-1
  • Emmerich Tálos, Wolfgang Neugebauer (Hrsg.): Austrofaschismus. Politik, Ökonomie, Kultur. 1933–1938. 5. Aufl., Lit, Münster u. a. 2005, ISBN 3-8258-7712-4
  • Hans Schafranek: Sommerfest mit Preisschießen. Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934. Czernin-Verlag. Wien 2006.
  • Hans Schafranek: Hakenkreuz und rote Fahne. Die verdrängte Kooperation von Nationalsozialisten und Linken im illegalen Kampf gegen die Diktatur des „Austrofaschismus“. In: Bochumer Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit, Nr. 9 (1988), S. 7–45.
  • Jill Lewis: Austria: Heimwehr, NSDAP and the Christian Social State (in Kalis, Aristotle A.: The Facism Reader. London/New York)
  • Lucian O. Meysels: Der Austrofaschismus – Das Ende der ersten Republik und ihr letzter Kanzler. Amalthea, Wien-München 1992
  • Erika Weinzierl: Der Februar 1934 und die Folgen für Österreich. Picus Verlag, Wien 1994
  • Manfred Scheuch: Der Weg zum Heldenplatz. Eine Geschichte der österreichischen Diktatur 1933–1938. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 2005, ISBN 978-3-218-00734-4



Kategorie:Faschismus


Um der Form genüge zu tun, habe ich bei den beiden betroffenen Artikeln Redundanzbausteine gesetzt. -- Otberg 14:23, 22. Jan. 2009 (CET)

Nachdem der Vorschlag leider keinerlei Resonanz gefunden hat, habe ich die Bausteine wieder entfernt. -- Otberg 09:08, 28. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Wappen

Was hat denn das mit dem „Quaternionenadler“ zu tun? Das ist doch ein ganz normaler Doppeladler. --AndreasPraefcke ¿! 11:21, 26. Jan. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Infobox

Warum wurde die gelöscht? -- Dellica 14:46, 10. Sep. 2010 (CEST)

Liest du denn überhaupt noch die Redundanz-Diskussion? --Braveheart Welcome to Project Mayhem 14:47, 10. Sep. 2010 (CEST)
Es bringt schon Vorteile die Diskussionen die man selbst begonnen hat, eine Zeit lang zu verfolgen ;-). --Otberg 14:50, 10. Sep. 2010 (CEST)
Das tue ich. Für mich sind das zwei Diskussionen. Das Problem liegt doch woanders und kann nicht durch das Löschen der Infobox gelöst werden. Ich habe sie für Verwendung in einem Gesamtartikel gespeichert Benutzer:Dellica/Bundesstaat Österreich. Denn darauf muss es hinaus laufen. -- Dellica 15:04, 10. Sep. 2010 (CEST)

Ich gab sie wieder rein, so wie ich es sehe ist Label5 und Dellica dafür. Auch meine Wenigkeit ist eher dafür, da sie einen guten Überblick liefert. Lasse mich jedoch gerne mich sachlichen Argumenten vom Gegenteil überzeugen. –– Bwag 15:31, 4. Okt. 2010 (CEST)

Ich glaub ich spinn. Du setzt eine Infobox in einem Artikel zu einem Theorieartikel. Gratuliere. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 15:38, 4. Okt. 2010 (CEST)
Was nebenbei bemerkt brilliant illustriert, warum die Artikel getrennt bleiben sollten... -- Clemens 15:45, 4. Okt. 2010 (CEST)

Übrigens: da ihr euch um diesen (tschuldigung) Schmonzes so einen netten Edit-War geliefert habt, habe ich den Artikel erst einmal eine Woche gesperrt. Natürlich in der falschen Version: in der, die bestanden hat, bevor der Edit-War losgegangen ist, soll heißen ohne Infobox. Das bedeutet keine Präferenz meinerseits (auch wenn ich diese Infoboxen zugegebenermaßen insgesamt für Schmafu halte - aber das ist sozusagen meine Privatmeinung), sondern entspricht dem in solchen Fällen vorgesehenen Procedere. Bitte hier weiterdiskutieren. -- Clemens 15:55, 4. Okt. 2010 (CEST)

Falsche Version? Nun, du hast mal eine gewählt, die offensichtlich auch dir gefällt, oder warum hast du sonst noch schnell vor der Sperre editiert [2]? Und wo ist bei dir „bevor der Edit-War losgegangen ist“? Die Version, die Braveheart bevorzugt und daher schon mal auch andere einfach ignorierte [3]? –– Bwag 16:06, 4. Okt. 2010 (CEST)
Das war die Version vor dem Edit-War. Meinetwegen kann ich noch eine zurückgehen, aber das tut nichts mehr zur Sache. Und ob ich zuerst sperre und dann zurücksetze oder umgekehrt ist Jacke wie Hose. -- Clemens 16:13, 4. Okt. 2010 (CEST)
Ich halte nur mal kurz fest. Bis vor Kurzem ist Braveheart mit seiner Version alleine dagestanden und hat diese mit Editwar durchgesdrückt [4], [5], [6]. Dann kamst du, hast auf die Version von Braveheart gesetzt und den Artikel gesperrt. –– Bwag 16:28, 4. Okt. 2010 (CEST)
Lektüreempfehlung: WP:Die falsche Version. Die Box war vorher nicht drinnen, also ist das der Zusstand vor dem Edit-War. Wenn Dir das so ein Bedürfnis ist, gehe ich noch eine Version zurück, da wurde ein Bild eingefügt - also ein ganz anderes paar Schuhe. Aber bitte. -- Clemens 16:38, 4. Okt. 2010 (CEST)
Das Bild war glaub ich kaum umstritten, aber egal ;-) --Braveheart Welcome to Project Mayhem 16:45, 4. Okt. 2010 (CEST)

[Bearbeiten] Einleitung: auch Kritik am Begriff Austrofaschismus erwähnen

Nach diesem Edit frag ich mich schön langsam, ob hier nur jemand nach Futter sucht... --Braveheart Welcome to Project Mayhem 14:58, 10. Sep. 2010 (CEST)

(BK) Schaut bald so aus... Jetzt haben ihm mehrere Benutzer erklärt warum es zwei Artikel gibt, warum Bundesstaat Österreich kein Lemma sein kann und er macht mit seinem POV unbeirrt weiter. Seufz. --Otberg 15:13, 10. Sep. 2010 (CEST)

Braveheart schreibt in der Zusammenfassung: Die Opferthese in der Einleitung zu nennen is ja wohl ein Witz. Ich meine: Auch die Kritik am Begriff Austrofaschismus muss Erwähnung finden. Denn sonst wird dadurch suggeriert, als wäre dies der einzige und allgemein anerkannte Terminus. -- Dellica 15:08, 10. Sep. 2010 (CEST)

Steht schon drin, dass nur konservative Kreise den Begriff nicht verwenden. Für mehr wäre dies mit Belegen(!) im Artikel festzuhalten und erst dann in der Einleitung zu ergänzen. --Braveheart Welcome to Project Mayhem 18:29, 10. Sep. 2010 (CEST)
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