Diskussion:Theodor W. Adorno

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bekannte Schüler

Der Abschnitt leidet m. E. darunter, dass die Schüler der philosophischen Richtung übergewichtet sind. Nachdem Ludwig von Friedeburg als nachfolgender Direktor das "Institut für Sozialforschung" in die Bedeutungslosigkeit versenkt hatte, fand bedeutsame Philosophie und empirische Sozialforschung in der Nachfolge Adornos an anderen Orten statt. So fehlen die Namen von Habermas (Philosophie), Helge Pross (empirische Sozialforschung in Giessen) und vor allem von Michael Schumann (der zusammen mit Horst Kern - dieser allerdings kein Adorno-Schüler - in Göttingen zwei überaus bedeutende industriesoziologische Forschungen vorgelegt hat). Wenigstens diese drei Namen müssten hier unbedingt nachgetragen werden. Und wenn man die Lenks als "bekannte Schüler" nennt (was ich nicht bezweifeln will), dann sollte man auch Werner Wilkening nennen, der unter Willy Brandt eine nicht unwichtige politische Rolle gespielt hat. Denn ein "bedeutender Schüler" ist nicht immer nur der, der in die akademischen Fussstapfen seines akademischen Lehrers tritt. <kreuz des südens>

Außerdem bin ich der Meinung das auch Dirk Hülst als "bekannter Schüler" genannt werden sollte, da er einige wichtige Publikationen in der Soziologie und Symbolforschung geschrieben hat.

[Bearbeiten] Breitenwirkung

An geeigneter Stelle sollte unbedingt erwähnt werden, dass Adorno in der Nachkriegszeit den Kontakt mit der breiten Öffentlichkeit gesucht hat. Ich erinnere mich, dass er etwa alle zwei Wochen im Hessischen Rundfunk viertel- oder halbstündige Vorträge zu aktuellen kulturellen oder gesellschaftlichen Themen gehalten hat. Und "er kam an", "wurde verstanden". Ich war damals noch ein Kind; aber ich hörte die Erwachsenen über diese Vorträge ausführlich diskutieren. Also würde ich mal unterstellen, dass seine spätere Bekanntheit auch daher rührt, dass er sich nicht in sein Institut und seinen Lehrbetrieb verkroch oder die Veröffentlichung wichtiger singulärer Bücher vorbereitete. Adorno in der Diogenes-Tonne? Unvorstellbar! Dass er sich zu "Alltagsthemen" äusserte, sollte hier in doppelter Weise herausgearbeitet werden: einerseits als wichtiges Element seines Selbstverständnisses als Philosoph und Sozialforscher und andererseits als bedeutsamer Faktor seiner "Breitenwirkung". Sich nicht als "Philosoph" - also als "unbeteiligter Betrachter der Welt" - zu verkriechen sondern am politischen Leben aktiv teilzunehmen - diese vorgelebte Aufforderung haben seine Schüler und "die Studenten" sehr gut verstanden. Das wars ja grade! Nur haben diese Studenten nicht verstanden, dass ein alter Mann sich nicht bei seinen Nebenmännern einhenkeln und mit "Ho-Ho-Ho-Tschi-Minh"-Rufen über Frankfurts Bockenheimer Landstrasse spurten kann. <kreuz des südens>

[Bearbeiten] Adorno vs. Heidegger

Im Artikel wird erwähnt, Heidegger sei Adornos Gegner gewesen. Das ist falsch. Es war vielmehr umgekehrt: Adorno war Heideggers Gegner. Für Heidegger war Adorno Luft. (S. auch den Wiki-Artikel "Heidegger".) <kreuz des südens>

[Bearbeiten] falscher Werktitel

Im Verzeichnis der Werke heisst es irrtümlich "Mahler. Eine musikalische Physiognomie". Richtig muss es lauten: "Mahler. Eine musikalische Physiognomik"

Schade das du keine Klammern magst. --'~'

der artikel ist nicht neutral. ich hab nur mal meinen senf unter "Pendler zwischen Berlin und Oxford (1934-37)" eingefügt, und befürchte, dass gefällt hier nicht... oder doch?

habe den literaturhinweis auf die sottisen von Golo Mann via Joachim Fest hier rausgeworfen, das ist keine sekundärliteratur, noch nicht einmal zur biographie gehörig, sondern allenfalls von anekdotischem interesse - deshalb in diesem sonst doch bemüht-ernsten artikel fehl am platz.

habe den anfang der passage "Oxford 1934" rausgestrichen, da ich nicht glaube dass dies stimmt, dass adorno "negerjazz" aus rassistischen gründen verurteilte, wie im artikel suggeriert wird. wenn das stimmen sollte, dann muss dafür unbedingt eine quellenangabe her. Das ist offenbar erl., von 2004, ab ins Archiv, demnächst. Cholo Aleman 18:15, 23. Dez. 2007 (CET)

[Bearbeiten] Musik

Nach wie vor kommt das Thema Musik hier zu kurz. Wenn es einen Author gibt, der einem die Musik des 20. Jahrhunderts erklären kann, dann ist es T.W.A, nicht zuletzt als Zeitzeuge. T.W.A. kannte persönlich fast alle wichtigen Komponisten. Alban Berg merkte früh, daß die literarisch/philosophische Begabung in drängender Konkurrenz zur Musikalischen stand, das Problem war nicht ein Mangel an Begabung, sondern ein Zuviel. Im Zusammenhang damit und mit T.W.A.s Reflexionen über Musik sein letzliches Schweigen als Komponist mit dem lapidaren "im Schatten seines Lehrers Berg" abzutun, grenzt schon an groben Unfug. Es fehlen:

  • inhaltlich die bedeutenden Monographien über Wagner, Mahler und Berg, die heute immer noch nicht überholt sind
  • jegliche inhaltliche Zusammenfassungen der Philosophie der neuen Musik
  • inhaltliche Zusammenfassung seiner Arbeiten On Popular Music

Die politische Korrektheit gebietet heute zu akzeptieren, daß Dieter Bohlen gleichwertig mit z. B. irgendeinem Autoren der Wiener Klassik sei. Wer diesem Schwachsinn nicht zu folgen bereit ist, der findet die wohlangespitzten Pfeile bereitliegend im Köcher Adornos, mit Analysen bis in das Detail. Zwar heißen die heutigen Schlager anders, die strukturellen Zwangsjacken sind unverändert. Zum Glück ist On Popular Music im Netz, so daß man nicht auf diesen unzureichenden Artikel zurückgeworfen ist. --Herbert Eppler 14:58, 16. Aug. 2007 (CEST)


[Bearbeiten] T.W.A. und TM - Doktor Faustus

Die Lückenhaftigkeit dieses Artikels offenbart sich u.a. auch darin, dass jeder Hinweis auf den "Doktor Faustus" fehlt. T. Mann sagte, dass "sein wirklicher geheimer Rat" unerlässlich für alles, was an Musik im Roman zu finden ist, gewesen ist. Aber "die Frauen können es nicht ertragen", so Mann, dass eben 50% nicht vom "Zauberer" stammte, sondern von T.W.A. Besonders nach Manns Tod versuchte Erika Mann, den Beitrag Aodornos zu schmälern, häßliche Debatten. Die "Entstehung des D. F." gibt hier aber (obwohl "bereinigt") eine ganz andere Auskunft. Ganze Teile der "Philosophie der neuen Musik" hat Mann mit Erlaubnis abgeschrieben, öfters in der Woche wurde mit Adorno Korrektur gelesen.

Hier sind zu viele "Philosophen" am Werke, was niemandem vorzuwerfen ist. Das Interessante an T.W.A. sind aber nicht nackte Busen von Studentinnen, oder Streit um Bücher oder Katzbuckeln vor dem Gröfaz, sonder die Tatsache, daß er der Philosoph ist, der am meisten über Musik geschrieben hat. Das bringt schon eine schnelle Suche in den gesammelten Werken der "wichtigsten Philosophen" von Platon bis 1900 zu Tage. Platon weiß uns nur zu sagen, dass die Musik "anständig" machen soll. Bis Kierkegard und Nietzsche ist dann Musik nicht mehr wichtig. Für T.W.A. war Musik das Zentrum, schon nach dem simplen Kriterium an Textseiten in den gesammelten Werken. Heute kann jeder leicht einsehen, dass die Analyse des T.W.A. im wesentlichen richtig ist.

Dieser Artikel weiß nur vom "im Schatten von Berg" und "Zerwürfnis mit Lazarsfeld (Positivist)" zu berichten. Etwas mehr Hintergrundwissen sollte man schon haben. Lazarsfeld ließ Leute über Like und Dislike per Knopfdruck abstimmen. Ziel war zu ermitteln, wie man die Hörer dazu bringt, möglichst lange Werbeschwall anzuhören. So findet man aber nichts über Musik und ihre soziologische Grundlage heraus. "Wissenschaftliche Erfahrungen" gibt darüber Auskunft, köstlich zu lesen, die Schilderungen dieses "Positivismus" (eigentlich ein Zerrbild seiner selbst) lassen einen Tränen lachen.


--Herbert Eppler 11:14, 2. Nov. 2007 (CET)


[Bearbeiten] Hatte Adorno wirklich keine Ahnung vom Jazz?

Ab und zu mal nachlesen, auch in Wikipedia, bewahrt einen vor Unsinn. Der Artikel Hoch'sches_Konservatorium zeigt, dass in Frankfurt schon sehr früh eine Klasse für Jazz eingerichtet wurde, 1928, erste Vorlesung über Jazz in Europa. Leitung Matyás Seiber. (Klar, jetzt kommen wieder die Einwände, dass dies kein "echter" Jazz gewesen, da man dazu im Baströckchen durch den Urwald hoppeln müsse. Das ist dann viel näher am Rassismus als die Adornosche Rede vom "Negerjazz".) Adorno hat mit Seiber zusammengehockt. Kaum glaubhaft, dass er dabei nichts von der Thematik verstanden habe. Er hat es nur zu gut verstanden und deshalb die Keule rausgeholt. Ich höre übrigens sehr verschiedene Musik, der Anblick meiner CDs wirkt auf Besucher offenbar verwirrend, können Diversität nicht verstehen. Aber genau deshalb halte ich Jazz nicht für den Ausweg aus der musikalischen Stagnation. --Herbert Eppler 10:47, 10. Nov. 2007 (CET)


[Bearbeiten] Adorno und die Braunen

Ja, es ist so, Adorno hat versucht, sich den braunen Machthabern zu unterwerfen. Aber die nahmen nicht jeden, auch nicht jeden Opportunisten, sondern verlangten "Gesinnung", "nichtarisch" hiess das Urteil sowieso dazu noch. Möglicherweise hat er sogar (in lächerlicher Verkennung der Lage) die Aufnahme in die "Reichskulturkammer" bentragt. Selbst der Entzug der venia legendi konnte ihn noch nicht zum Exil überzeugen, auch nicht sein Platz in der Schandausstellung "Entartete Kunst", oder die Tatsache, dass viele seiner Freunde gingen und das ganze Frankfurter Institut mit Horkheimer. Wenn man sich ansieht, wie oft er noch nach 1933 zwischen London und Berlin etc. gependelt ist, obwohl dies mehr als gefährlich war, dann muss man feststellen: Adorno hat die Lage überhaupt nicht verstanden. Ganz interessant dieser Artikel dazu:

http://www.jascha-rohr.de/?p=90&page=1

Erst Horkheimer kann erfolgreich zum Exil mahnen.

Mann sollte die Tatsachen im Artikel benennen. Nicht haltbar ist die These, dass irgendetwas an Adorno braune Ideologie gewesen ist, das wäre völlig absurd. Hier sehen wir vielmehr die Lebendsfremdheit eines von der Unterstützung seines Vaters (gut) lebenden Privatdozenten, die er nie ganz verloren hat. Adorno gibt dies selbst zu: er sei erst mit 40 Jahren erwachsen geworden (im Exil). Die Minima Moralia sind das Dokument dazu, darin mert man, dass er verstanden hat, was vor sich geht, vor 99.9% der Deutschen. Das diese Kindlichkeit so chemisch rein zu 100% nicht stimmen kann, zeigt die Ehe mit Magarete Karplus. Kaum glaubhaft, dass diese so lange gehalten hätte mit einem Kindskopf als Mann.

Das Geläster über "lebensferne Philosophen" ist nicht gerade neu: schon Thales wurde von der blökenden Menge verlacht, weil er bei Untersuchungen zum Sternenhimmel nicht acht gab und in einen Graben fiel. Die Magd, die auf sein Hilfegeschrei herbeieilte, gab ihm den Rat, nicht die Dinge, die dem Menschen so fern liegen zu betrachten, sondern sich lieber um den Weg vor seinen Füssen zu kümmern. Zum Glück haben die Philosophen nicht auf die Magd gehört. Wer aber etwas denkt, dem die Allgemeinheit nicht zu folgen vermag, setzt sich noch stets dem Gelächter aus. Übrigens war es auch schon immer so, dass eine gesicherte materielle Grundlage für solche geistige Arbeit unabdingbar ist. Thales war ein reicher Kaufmann. Als Bloch als Tellerwäscher arbeiten musste, oder in einem "dunklen Loch Papier stapelte", war seine geistige Arbeitskraft zerstört. Auch das sollte man bedenken, wenn man darüber lästert, dass Adorno nie wirklich Not zu leiden hatte. Wittgenstein konnte es sich leisten, das Millionenerbe auszuschlagen und an seine Geschwister zu geben. Er wäre nicht verhungert.

Diese materielle Sicherheit zu verlassen, in fremder Sprache zunächst nicht publizieren zu können, diese Schreckensvorstellung war es wohl, die Adorno zu all diesen unsinnigen Taten anstiftete. Wir können heute über Adornos Exil froh sein, dies hat erst seine Gedanken geschärft, ihn auch mit Empirik zusammengebracht. Der Positivismusstreit wäre ohne die z.T. absurden Vorkommnisse in den US of A sicher nicht ausgebrochen. Klingt gut, aber wer würde schon selbst gerne seinen "Erfahrungsbereich" auf diese gewaltsame Weise "erweitern" lassen? --Herbert Eppler 11:24, 10. Nov. 2007 (CET)


[Bearbeiten] Revert bzgl. Adornos Verurteilung des Jazz / Schirach

Kürzlich wurde eine Anonyme Änderung reverted, Adornos scharfen Artikel gegen den Jazz und Schirach betreffend. Obwohl ich Adorno positiv gegenüber stehe, muss ich die Wahrheit anerkennen. Die Antwort Adornos zu diesem Thema steht sogar in der Tiedemann-Ausgabe, der Vorfall hat sich also ereignet. Man kann sich über die Art und Weise der Berichterstattung streiten, aber Tatsachen bleiben Tatsachen. Es sind noch viele andere den Nazis auf den Leim gegangen und nur ganz wenige haben vor 1933 die Konsequenz gezogen: die Emigration. --Herbert Eppler 12:00, 16. Jan. 2008 (CET)

[Bearbeiten] Unverständlich

"...Studie über „The Authoritarian Personality“ mit, die Teil eines groß angelegten Forschungsprojektes über die Ursachen von antisemitischen Vorurteilen war. Dieses 1950 veröffentlichte Buch hatte die Funktion, die zentrale Theorie der „Dialektik der Aufklärung“ empirisch zu überprüfen. 1950 war Adorno Mitverfasser der soziologischen Studie „Die autoritäre Persönlichkeit“, die den Zusammenhang von Autoritätsgläubigkeit und Faschismus untersucht."

Ich nehme nicht an, dass The Authoritarian Personality und Die autoritäre Persönlichkeit unterschiedliche Werke sind. Ergo ist in diesem Zitat was falsch. Es sei denn, ich verstehe es nicht?! --139.30.33.62

[Bearbeiten] IfS

Adorno hat zumindest im institutionellen Sinn keine Schule gebildet, obwohl es ihm an hochbegabten Schülern nicht gemangelt hat. Das hatte Auswirkungen, indem sein Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie nach seinem Tod aufgeteilt und mit Wissenschaftlern besetzt wurde, die eher entgegengesetzte Positionen vertraten. Schnell zerfiel auch das Institut für Sozialforschung und wurde zu einem nahezu rein empirisch ausgerichteten Forschungsinstitut.

Kann man so auf keinen Fall stehen lassen. Zum Einen ist das IfS nicht zerfallen, es besteht bis heute, wie der Satz ja auch impliziert. Zum anderen ist es nicht "nahezu rein empirisch ausgerichtet", schließlich ist sogar der Direktor Philosoph und nicht etwa empirischer Sozialforscher. --Jazzman KuKa 20:01, 24. Apr. 2008 (CEST)

[Bearbeiten] Einleitung in die Musiksoziologie

Obwohl der Titel anderes nahelegt, ist das Buch eine ausführliche Abhandlung. Kaum eine neuere soziologische Arbeit kommt an dem schmalen Bändchen vorbei, da T.W.A. "schon alles gefragt und vieles beantwortet" habe. Ebenso selbstbewusst ist die Einleitung zur Einleitung, nämlich, dass diese die Musiksoziologie für einige Zeit beschäftigen werde, also ein Program aufstellt, dass es in der Forschung zu verfolgen gilt. Insofern ist das Buch durchaus zu den wichtigen Veröffentlichungen zu zählen, aber ich weiß schon, daß Musik hier unterbelichtet ist. --Herbert Eppler 16:35, 9. Jun. 2008 (CEST)

[Bearbeiten] Adorno und Thomas Mann

Thomas Mann schildert in "Die Entstehung des Doktor Faustus", daß Adorno einer seiner wichtigsten Berater in den musiktheoretischen Passagen des Romans gewesen sei. Möglicherweise wäre es angebracht, über das Verhältnis von Adorno und Mann etwas zu erwähnen. 91.65.81.233 02:47, 25. Jul. 2008 (CEST)

[Bearbeiten] Sprachliche Mängel

Artikel hat einige sprachliche Mängel, wer hat die Version denn gesichtet"?

"Adorno war bereits als junger Musikkritiker und noch als akademischer Lehrer der Soziologie vor allem Philosoph." Grüße Stefan3

[Bearbeiten] Der Schatten Bergs

Nach dem Briefverkehr ist diese Formulierung so unhaltbar. Der Abschnitt über Musik in diesem Artikel selbst sagt auch das Gegenteil aus. Richtig ist: Berg wendet sich an Adorno und stellt die Doppelbegabung Musik und Wissenschaft fest. Er sagt nicht, dass die musikalische Seite zugunsten der anderen weniger entwickelt sei. Er schreibt dann, dass Adorno sich für eines entscheiden müsse, also entweder Musik oder Wissenschaft, weil es eben praktisch nicht anders geht. Dann vermutet Berg ganz richtig, dass die Entscheidung schon getroffen sei, weil Adorno von der Wissenschaft niemals lassen könne. In einem späten Brief bezeichnet Adorno den Zwang -jetzt kommen meine Worte-, sich eine Brotstellung in der Mühle des Universitätsbetriebs zu suchen (in der Tat kann man sagen, er hat sich nicht nur überarbeitet, sondern buchstäblich zu Tode gearbeitet) und damit die Absage an eine Musiklaufbahn (eine Konsequenz aus den Beobachtungen der ständigen Geldnöte Schönbergs, Weberns, Bergs und vieler anderer, sowie natürlich dem Bruch der Biographie in der Emigration) als "Trauma seines Lebens". Adorno ist also nicht fachlich zurückgeblieben, quasi nur ein Hobbykomponist, der es eben nicht richtig kann, sondern die Umstände waren so, dass für Komposition keine Zeit mehr blieb. Es hat also vor allem sachliche Gründe, dass so wenige Kompositionen entstanden, weniger das Diktum von Poesie nach Ausschwitz, was ja später, nach Verarbeiten des Schocks (A. schreibt an Horkheimer einmal, dass beide in die Gaskammer gehört hätten ...) , relativiert wurde. Sicher wäre auch die Doppelrolle Musikkritiker-Komponist nicht gerade komfortabel, weil immer ein Eigeninteresse unterstellt würde. Ich muss den Nachlass durchgehen und die Briefe zitieren. --Herbert Eppler 13:02, 3. Feb. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Abschnitt "Kritik", Fortsetzung

Ich habe mal ein "Überarbeiten" eingefügt. Wenn man etwas zu diesem Thema schreibt, dann sollte da zuallererst skizziert werden, wofür Popper und Dahrendorf Adorno kritisiert haben. --JazzmanPostStudent? 23:48, 5. Feb. 2009 (CET)

[Bearbeiten] "Änderungen" von TammoSeppelt

Zitat "er lobte 1934 Männerchöre, die vertonte Gedichte von Hitlers Jugendführer Baldur von Schirach sangen". Ja, hat er denen ein Bier ausgegeben, oder was? Adorno lobte als Kritiker natürlich die Kompositionen und nicht die Aufführenden, er arbeitete mit Notenpapier. Und so gehen die Stilblüten des TammoSeppelt munter weiter fort. Sollte man mal aufräumen. --Herbert Eppler 14:25, 31. Mär. 2009 (CEST)

Diese Theoriefindung von TammoSeppelt wurde entfernt. Erstens ist vollkommen unklar nach welcher Studentenzeitschrift das referenziert sein soll. Zweitens ist eine Studentzeitschrift keine absolut seriöse Quelle. Drittens würde selbst ein einzenes Lob Adornos für ein Nazilied allgemein wenig beweisen. Vielleicht war die Komposition ja ungeachtet der politischen Aussage kompositorisch gut gemacht. Mr. Roboto 07:48, 20. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Kein schöner Satz

"Die Eltern des Einzelkinds Theodor („Teddie“) waren der Weingroßhändler Oscar Alexander Wiesengrund (1870–1946), der aus einer jüdischen Familie stammte, später zum Protestantismus übertrat und die katholische Sängerin Maria Barbara, geb. Calvelli-Adorno (1865–1952), heiratete." (nicht signierter Beitrag von 92.193.89.169 (Diskussion | Beiträge) 13:53, 13. Apr. 2009 (CEST))

Oder weniger höflich ausgedrückt: er ist grob falsch. (nicht signierter Beitrag von 92.193.47.214 (Diskussion | Beiträge) 00:50, 22. Apr. 2009 (CEST))

Danke für den Hinweis (worin ich "grob falsch" nur als auf die mißlungene Grammatik, nicht aber etwaige inhaltiche Fehler bezogen verstehe). --Rosenkohl 09:02, 22. Apr. 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Gut

Ich bin nicht mal halb durch, aber das Ding ist unerwartet sachlich und gut geschrieben, wer hat das gemacht? Fossa?! ± 03:15, 17. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Institut für Sozialforschung

Folgender Absatz im Artikel scheint doch sehr fraglich zu sein:

Adorno hat zumindest im institutionellen Sinn keine Schule gebildet, obwohl es ihm an hochbegabten Schülern nicht gemangelt hat. Das hatte Auswirkungen, indem sein Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie nach seinem Tod aufgeteilt und mit Wissenschaftlern besetzt wurde, die eher entgegengesetzte Positionen vertraten. Schnell zerfiel auch das Institut für Sozialforschung und wurde zu einem nahezu rein empirisch ausgerichteten Forschungsinstitut.
  • Das Institut hat sich anscheiend nicht aufgelöst (zerfiel), und existiert nach dem entsprechenden Wikipediaartikel (Institut für Sozialforschung) immer noch.
  • Was beweist die Aufteilung von Adornos Lehrstuhl in diesem Kontext?
  • Wer sind die hochbegabten Schüler? Referenz für deren Hochbegabung fehlt.
  • Wer behauptet, dass Adorno nicht schulbildend wirkte? Diese Stelle aus der Literatur (Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1992, S. 446) spricht z.B. von schulbildender Funktion von Horkheimer und Adorno. Ebenso (Rolf Tiedemann: Mystik und Aufklärung, Edition Text + Kritik, 2002, S. 312).
  • Die Aussage "... zu einem nahezu rein empirisch ausgerichteten Forschungsinstitut" müsste auch belegt werden.
  • Wer sind die "Wissenschaftler, die eher entgegengesetzte Positionen vertraten"? Referenzierung für deren angeblich andere Position fehlt.

Der ganze Absatz sollte referenziert werden. Eine Woche lasse ich es im Artikel zur Referenzierung stehen. Dann sollte man es aber löschen. Mr. Roboto 07:02, 21. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Referenzen?

Folgende wertende Aussage sollte belegt werden:

Adorno hatte auch einen zwiespältigen Einfluss auf die Schriftsprache der ihm folgenden Theoretiker, denn er vereinigte eine auffällige Gabe der treffenden Formulierung und aphoristischen und gnomischen Zuspitzung mit einem Gelehrtendeutsch des 19. Jahrhunderts, das stark von Hegel beeinflusst war. Zudem hatte Adornos Stil einige Gemeinsamkeiten mit dem wilhelminischen Professorendeutsch: grammatikalisch tadellos geschachtelte Endlossätze, dialektisch jonglierende „zwar-aber“-Konstruktionen, unelastische Verbbehandlung.

Mr. Roboto 16:11, 21. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Refernzen?

Folgende Anekdote des Artikels ist nirgendwo außer auf Kopien des Wikipediaartikels und der obskuren Site (www.pbrunsch.de) zu finden:

... eine Gruppe von Schülern verfolgte Adorno und rief dabei „Grüß mir den Vater Abraham“, was nichts weniger als eine Morddrohung ist, auch wenn diese Schüler als Kinder den eigentlichen Sinn des Ausspruches noch nicht vollständig verstehen mochten. Adorno hat diese Erlebnisse später in den Minima Moralia verarbeitet. Die Mutter oder Tante begleiteten den Halbwüchsigen fortan zur Schule.

Wenn das im Artikel stehen bleiben soll, müsste man diesen Fakt seriöser belegen. Mr. Roboto 16:18, 21. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] borisf

änderungen von socke wurden zurückgesetzt. Gruß--ot 06:56, 22. Mai 2009 (CEST)

Socke oder nicht ist egal. Hier geht es um die Sache, und nicht um Personlien und anderes Geplänkel. Die Ergänzungen sind alle sinnvoll, richtig und sehr gut referenziert. Bitte zeigt am Einzeledit auf, was falsch sein soll. 92.75.89.51 08:30, 22. Mai 2009 (CEST)
Revert Warum? --84.150.115.135 16:30, 25. Mai 2009 (CEST) (IP, damit hier das Thema diskutiert wird.)

[Bearbeiten] TF

Pure Theoriefindung ist übrigens folgendes:

Adornos kurzzeitige Hoffnung, innerhalb des nationalsozialistischen Deutschlands eine Nische für sich aufzutun ...

Adornos fand Jazz einfach nicht gut. Das hatte bei ihm gar nichts mit arisch/nichtarisch/Neger/Weißer/etc. zu tun. Lasst das Zeug also bitte aus dem Artikel raus. 92.75.89.51 09:08, 22. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Löschungen von Benutzer:Ot

Lieber Ot; mir ist nicht klar was dich an meinen Ergänzungen stört. Das sind fundierte und referenzierte Erweiterungen speziell zu Adorno und der Musik. Ich kann da auch kein POV erkennen. Eher positive und kritische Ergänzungen halten sich so ziemlich die Waage. Schreibe hier doch, was du im Detail zu kritisieren hast. Dann kann man drüber reden. 88.67.134.186 19:11, 22. Mai 2009 (CEST)

Um ehrlich zu sein, die spreu vom weizen zu trennen bei beiträgen einer socke von Benutzer:Boris Fernbacher habe ich kein bock. Dessen beiträge sind hier unerwünscht und gilt als sperrumgehung. Gruß--ot 07:48, 23. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Enweder sachliche Kritik an Einzelergänzungen oder ganz raushalten

Lieber Ot; da brauchst du keine Spreu vom Weizen trennen! Das sind alles fundierte und referenzierte Erweiterungen. Zu 90% zu musikalischen Sachen.

  • Vehältnis von Adorno zu Schönberg und Berg.
  • Adornos Haltung zur atonalen und Zwölftonmusik.
  • Bedeutung von Adorno für die Musiksoziologie.
  • Kritische Stimmen (de la Motte, Dahlhaus) zu Adornos musikalischen Analysen.
  • Musikalische Analysen im Kontext von Adornos philosophischen Schriften.
  • Adornos eigene Kompositionen.

Wenn du wie du selber sagst "keinen Bock hast" den Artikel zu lesen oder dich thematisch damit zu beschäftigen, dann solltest du dich besser heraushalten. Dann mische in Themen mit von denen du etwas verstehst. Das eigentliche Ziel von Wikipedia ist immer noch die Verbesserung Artikel. Für andere Hobbies wie "huch, der Böse war mal gesperrt" gibt es Meta-Seiten auf denen man ausgiebig quasseln kann. Also jetzt mal Butter bei die Fische. Fundierte Sachkritik an einzelnen Ergänzungen im Artikel , oder halte dich aus der Sache raus! 92.75.92.159 14:35, 24. Mai 2009 (CEST)

Lieber boris, deine beiträge sind in der de wikipedia unerwünscht. Gruß--ot 16:55, 24. Mai 2009 (CEST)
"Unerwünscht" ist nicht nachvollziehbar. Bitte Thema diskutieren. (Ich bin nicht boris und frage als IP, um Konzentration auf's Thema zu ermöglichen. Sperrenumgehung wäre natürlich nicht in Ordnung) --84.150.115.135 16:34, 25. Mai 2009 (CEST)
doch unerwünscht liebe ip: Wikipedia:Sperrprüfung#Benutzer:Mr._Roboto_.28erl..29. gruß--ot 16:55, 25. Mai 2009 (CEST)

Also wenn ich mir die Änderungen der IP anschaue, dann meine ich, dass schon eine sachliche Auseinandersetzung erforderlich ist. Dabei ist mir völlig egal, wer hinter diesen Änderungen steckt. Mir scheint es eine sinnvolle Ergänzung und Verbesserung des Artikels zu sein, auch wenn ich sicherlich nicht genügend in der Tiefe Bescheid weiß. Gruß --Lutz Hartmann 22:06, 26. Mai 2009 (CEST)

Sorry nein, was Du vorschlägst ist keinem zuzumuten. Mir ist nicht egal, wer hinter den Edits steckt. Fossa scheint etwas Ahnung zu haben und hat weiter oben die unvandalisierte Version von Benutzer:Herbert Eppler gelobt. Alleine daß Boris Fernbacher die "Vater Abraham"-Anekdote infragestellt zeigt wie wenig er von dem Thema weiß. Das Zitat von Réne König am Artikelende ist vollkommen unangemessen. Meines Erachtens gibt es nur die Möglichkeit, den Artikel zurückzusetzten und für IPs sperrren zu lassen. Leider wird meine diesbezügliche Wikipedia:Adminanfragen#IP-Edits nicht bearbeitet. Gruß, --Rosenkohl 22:31, 26. Mai 2009 (CEST)
Schade, und ich will mich nicht erneut über die zunehmende Prinzipienreiterei in der Wikepedia echaufieren. --Lutz Hartmann 22:56, 26. Mai 2009 (CEST)
90 % der Erweiterungen betreffen musikalische Dinge. Die Story mit Vadder Abraham sollte halt nur mal belegt werden. Was ist gegen die Kritik von König einzuwenden ? Das ist ein anerkannter Soziologe. Auch andere halten Adornos Stil ja für schwer verständlich und unnötig verkompliziert. Fossa mag ein guter Soziologe sein. Von Musikwissenschaft scheint aber auch Fossa (wie wohl auch Rosenkohl und Ot) wenig zu verstehen. 94.216.110.243 22:59, 26. Mai 2009 (CEST)
Ich bin jetzt nicht mehr sicher, ob Herbert Eppler tatsächlich der Hauptautor ist. Lutz Hartmann, es geht nicht um Prinzipienreiterei sondern um ein vernünftiges Betriebsklima. Dazu gehört, daß Benutzersperren respektiert werden. Gruß, --Rosenkohl 23:08, 26. Mai 2009 (CEST)
Also geht es nicht um Sachargumente im Dienste des Artikels, sondern doch um Prinzipienreiterei und Metaquasselkram. Übrigens war Mr.Roboto zum Zeitpunkt seiner Edits im Artikel noch nicht gesperrt. Folglich waren es keine Beiträge eines gesperrten Benutzers. Also sind Rosenkohls Argumente hinfällig. Ein Nachweis dass Mr.Roboto mit einem gewissen Boris identisch sein soll wurden nicht erbracht. Alles pure Vermutung. 94.216.110.243 23:15, 26. Mai 2009 (CEST)

[Bearbeiten] Literatur über Adorno

Es scheint mir angebracht, die Literatur über Adorno zu sichten und zu ordnen, evtl. nach einführender und weiterführender Literatur zu gliedern. Vorerst schlage ich vor, die "Adorno und ..."-Texte weitgehend herauszunehmen, z.B.:

  • Klaus Baum: Die Transzendierung des Mythos. Zur Philosophie und Ästhetik Schellings und Adornos. Würzburg 1988.
  • Richard Klein: Antinomien der Sterblichkeit. Reflexionen zu Heidegger und Adorno. In: Internationale Zeitschrift für Philosophie 1999, H. 1.
  • Dirk Auer, Lars Rensmann, Julia Schulze Wessel (Hrsg.): Arendt und Adorno. 2.Aufl. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-518-29235-8.
  • Martin A. Hainz: Masken der Mehrdeutigkeit. Celan-Lektüren mit Adorno, Szondi und Derrida. Wien: Braumüller 2001, ²2003 (=Untersuchungen zur österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts, Bd 15)
  • Ders.: Verstehen und Verraten. Versuch über verbindliche Nonkommunikation mit Adorno. In: Études Germaniques, Nr 58 (2003) • 3, S.429–439

Ausnahmen sind natürlich: Adorno und Benjamin.

Ich bitte um Kommentare. Fringebenefit 12:38, 9. Jul. 2009 (CEST)

Offenbar ein Hörbuch on demand (weiß jemand Genaueres?):

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