Diskussion:Veganismus

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Nori-Algen als B12-Quelle[Bearbeiten]

Die Ergänzung über Nori-Algen als B12-Quelle ist in mehrerer Hinsicht irreführend: Watanabe et al. hatten lediglich eine Berechnung präsentiert, basierend auf Daten aus einer in-vitro-Verdauungssimulation und dem Test der Bioaktivität im Tierversuch. D.h. es wurde überhaupt nicht in vivo studiert, ob getrocknete Nori-Algen Menschen zuverlässig mit B12 versorgen. 4 Gramm getrocknete Nori-Alge enthalten zudem nichts, was einen Menschen sättigen könnte. Wo wir hier zwischen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln (Supplementen) unterscheiden, würde ich getrocknete Nori-Alge eher zu letzterem rechnen. Zudem nahmen es Watanabe et al. mit der Biosystematik nicht so genau; Algen wie auch die ebenfalls betrachteten Pilze werden seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. Die These Watanabes relativiert tatsächlich also in keiner Weise die Aussage der DGE zum Vorkommen von Vitamin B12, die zudem inhaltlich kongruent ist zur Aussage der ADA bzw. A.N.D.. --TrueBlue (Diskussion) 19:18, 8. Feb. 2015 (CET)

In der Tat ist Umstritten, ob Algen eine natürliche B12 Quelle darstellen. So ist es im Übrigen auch bei anderen nicht-tierischen B12-Quellen wie Sauerkraut, Sanddorn oder Petersilienwurzel [1]. Ich halte aber eine Nennung, potentieller B12- Quellen in diesem Abschnitt für durchaus sinnvoll. Nur weil Nori kaum Kalorien enthält, wohl aber ungesättigte Fettsäuren, heißt es nicht, es nicht zu den Nahrungsmitteln zu zählen. Die von mir Zitierte Studie, die du offenbar kennst, weißt auf vor allem in Japan praktizierte Zubereitungsarten hin. Bspw als Sushi oder in Suppen. Insofern handelt es sich also ganz klar um ein Lebensmittel. Das Watanabe et al. Sich auf eine eher antiquierte Biosystematik beziehen, ist zugegebener Maßen wissenschaftlich unscharf. Es ging ihnen jedoch vornehmlich darum Nori und andere Algen als nicht-tierische B12 Quelle zu untersuchen. Dies ist ihnen nach wie vor gelungen. Ich vermute, Menschen, die kein Fleisch essen, geht es vornehmlich darum keine Tiere zu essen. Algen und Pilze, weil sie nicht den gängigen Systematiken von „Tier“ und „Pflanze“ entsprechen, zu essen oder der nicht zu essen liegt dabei im Ermessen von jedem Selbst. Insofern stellen Algen in diesem Kontext nach wie vor einen Möglichkeitsraum dar. Mit diesem Hinweis, halte ich deren Erwähnen im B12-Abschnitt für Sinnvoll. Mein Vorschlag wäre daher:

„Vitamin-B12 ist von Natur aus fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Umstritten ist, ob es in Algen [2], Sanddorn, Sauerkraut und Petersilienwurzel vorkommt.“--Gartenzaeunchen (Diskussion) 19:20, 9. Feb. 2015 (CET)

    Das ist nicht "umstritten". Der ADA-Review legt sich sehr eindeutig fest: "No unfortified plant food contains any significant amount of active vitamin B-12. Fermented soy products cannot be considered a reliable source of active B-12 (12,46)." Und ungewaschen-rohes, mit tierischen Exkrementen kontaminiertes Gemüse sollte man schon aus hygienischen Gründen (Infektionsgefahr!) nicht ernsthaft als alternative Quelle in Erwägung ziehen - selbst wenn es um die Ernährung von Veganern geht. In der Tat ist Watanabes Artikel wohl als eine Art praktische Lebenshilfe für jene Vegetarier gedacht, die ein ideologisches Problem mit "artificially Vitamin B12-enriched vegetables" haben. Vielleicht von den Autoren gut gemeint, aber wie man auch an deiner Rezeption sieht, völlig kontraproduktiv. Dass die Idee ohne Überprüfung an einer hinreichenden Zahl von Menschen blieb, wird in der Rezeption ebenso unterschlagen wie die Tatsache, dass da getrocknete Nori-Alge untersucht wurde. Ich schätze, man benötigt ~100 Gramm frische für die Gewinnung von 4 Gramm getrocknete Alge. Was Watanabe et al. 2014 tatsächlich studierte, ist bereits seit längerem unter Cobalamine#Cobalamingehalt_einiger_Lebensmittel dargestellt. --TrueBlue (Diskussion) 08:15, 10. Feb. 2015 (CET)
    "Infektionsgefahr!" -- hm, abgekocht ist das B12 immer noch vorhanden, Keime abgetötet. Stichproben beim Geflügeleinkauf fanden bei über der Hälfte MRSA Keime.
    Lustig: Gab übrigens mal eine Studie wo die Probanden tatsächlichen abgekochte Exkremente futterten und so tatsächlich B12 aufnahmen. Wenn meine Erinnerung nicht getrübt ist, sogar mehr als genügend.
    Ich erinnere mich auch an eine Untersuchung von (ich meine "Spirulina"-)Algen-Tabletten, die auch mit "enthält B12" beworben und unter einigen Rohköstlern beliebt waren. Man fand biol. aktives B12, aber in extrem geringen Mengen-- so gering, dass man viele Packungen schnabulieren musste, für eine nennenswerte Zufuhr. Dafür enthielten sie aber "B12 Analoga" als biol. nicht wirksames unnützes B12. Von dem vermutet wird das es die Aufnahme des "guten B12" behindert.
    "Biosystematik durcheinander bringen": Vielleicht könnte man im Artikel mehr verdeutlichen, dass B12 die Scheiße von Bakterien die in Scheiße leben ist (vielleicht nicht genau mit diesen Worten *grins*). Das derzeitige "Vitamin-B12 ist von Natur aus fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten." ist in Anbetracht dieses Faktums äußerst verkürzt, zumal die Scheiße ja nicht dauerhaft in den "tierischen Lebensmitteln" verbleibt also "enthalten" ist. -- 46.115.20.220 14:09, 25. Mär. 2015 (CET) IP123
    Jene Studie, "wo die Probanden tatsächlich abgekochte Exkremente futterten und so tatsächlich B12 aufnahmen", möchtest du dann mal angeben. Zum Kochen wird Wasser verwendet, in dem sich die Gülle lösen wird. Davon dürfte man dann nichts weggießen. Allerdings soll B12 auch hitzeempfindlich sein. Und verstößt es nicht gegen die vegane Ethik, die Ausscheidungen anderer Tiere "auszubeuten"? Tierische Lebensmittel sind deshalb eine relevante Quelle für den Menschen, weil sich Cyanocobalamin im Fleisch anreichert (vor allem in Leber und Niere) und in Milch und Eier abgegeben wird. Auf die Anreicherung im Fleisch setzen schließlich auch jene Neuveganer, die aus Prinzip künstlich ergänztes B12 meiden: Sie zehren von den Reserven in ihrer Leber. --TrueBlue (Diskussion) 16:18, 25. Mär. 2015 (CET)
    hehe, ist schon echt lange her aber so etwas -- ein mal gelesen -- vergisst man nicht und prüft man genauer. Aber einen Fehler habe ich evtl. doch gemacht: kann sehr gut sein, dass es nur ein Versuch war und nicht wirklich eine Studie. Kann sein, dass es in "Vegane Ernährung" von Gill Langley stand, ich weiß das nicht mehr so genau.
    "Hitzeempfindlich" hm Vit.D hält m.W. über 120° schadlos aus, B12 gehört auch zu den robusteren Vitaminen, m.W. ist selbst nach mehreren Minuten des Kochens noch der Großteil vorhanden. Deswegen würde ich gerade B12 nicht als hitzeempfindlich einstufen (immer relativ gesehen).
    hrhrhr hab eben gesucht http://www.christiankoeder.com/2011/12/sind-darmbakterien-eine-verlassliche.html (1950 !!) in der veganen Freiwilligen mit Vitmin-B12-Mangel (sichtbar durch megaloblastische Anämie) B12-Extrakte verabreicht wurden, die aus ihrem eigenen Stuhl hergestellt worden waren (google "vitamin b12 menge exkremente"). Ganz so einfach ist es dort auch nicht, selber lesen ist empfehlenswert. TrueBlue du bist mAn viel besser im Auffinden von Studien und Forschungsergebnissen als ich.
    TrueBlue Du schriebst: Und verstößt es nicht gegen die vegane Ethik, die Ausscheidungen anderer Tiere "auszubeuten"?
    Tiere ausbeuten (sie behandeln wie eine Kohlemine beim Bergbau) ist nicht OK, aber wie soll man den Scheiße ausbeuten und da bei vermeidbares Leid erzeugen? B12 extrahieren und dann an Veganer verhöckern? ;)--46.115.20.220 17:12, 26. Mär. 2015 (CET) IP123
    Ja nun, die Äcker werden mit Gülle gedüngt. Und diese wird in der bei Veganern verpönten Viehhaltung gewonnen. Ich sehe ethisch keinen Unterschied, ob man Milchprodukte und/oder Eier konsumiert oder sich 'ne Güllesuppe kocht. Burgersteins Handbuch der Nährstoffe meint, zweiminütiges Milchkochen reduziert den B12-Gehalt um 30%.[1] Ich weiß jetzt nicht, wie vertrauenswürdig diese Info ist; Burgerstein will auch Supplemente verkaufen. --TrueBlue (Diskussion) 19:30, 26. Mär. 2015 (CET)
    Keine Ahnung, bei Cyanocobalamin steht: zersetzt sich ab 392 °C .
    Das wird mir jetzt zu sehr eine Einbahn-Diskussion, wenn ich auf deine Fragen eingehe du meine aber ignorierst gleicht es mehr einem Verhör als einer Diskussion.
    Schreib doch mal was zur Hygiene von MRSA-Hähnchen. Oder ob es stimmt, dass ein rohes Ei mehr Keime enthält, als Hundekot? Aber vor allem zu "Biosystematik durcheinander bringen": Klar, genau genommen sind B12-Tabletten die mit Hilfe von Bakterien produziert wurden "tierische Lebensmittel", aber ein Artikel mit der breiten Öffentlichkeit als Zielgruppe, sollte doch zumindest mal erwähnen, dass damit auch oder sogar vor allem Bakterien gemeint sind? --46.115.169.252 13:19, 27. Mär. 2015 (CET) IP123
    Äh, wie bitte? Frischgelegte Hühnereier sind unter der Schale zunächst mal steril. Rohes und in der EU ja ungechlortes Hähnchenfleisch sollte einen Warnhinweis auf der Verpackung tragen, dass man vor Verzehr durcherhitzen muss. Der Hinweis auf Infektionsgefahren fehlt leider, wenn man rohes Gemüse kauft... Bakterien sind keine Tiere und technisch kann B12 seit einigen Jahrzehnten per Totalsynthese hergestellt werden. Die Mikroorganismen sind als B12-Produzenten im Artikel Cobalamine längst erwähnt, die Existenz einer Totalsynthese ebenso. --TrueBlue (Diskussion) 15:37, 27. Mär. 2015 (CET)

    Beweggründe[Bearbeiten]

    Die Darstellung der Beweggründe erscheint mir stark westlich-zentriert. Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass in Asien Millionen Menschen aus religiösen und ethischen Gründen seit Jahrhunderten sich strikt vegan ernähnren. Dies also schon weitaus länger als der Begriff im westlichen Kulturkreis überhaupt existiert.

    Für eine hinduistische Darstellung siehe zum Beispiel "http://parmarth.com/ps_updates.php" von Pujya Swami Chidanand Saraswatiji in der Schrift "Drops of Nectar" den ersten Artikel über vegetarische Ernährung. Die Reichweite der Darstellung kann eigentlich nur von einer veganen Einstellung, nicht nur von einer vegetarischen erfüllt werden.

    Als religiöse Motivation eigentlich neu und über weltanschauliche Gründe hinausgehend ist hier der Gedanke der Reinkarnation. So wird beispielsweise argumentiert, man könne ja wohl kein Tier essen, weil man damit eventuell Verwandte, dann in neuer Inkarnation essen würde.

    Noch strikter als der Hinduismus regelt die Jain-Religion, dass bei der Gewinnung von LLebensmitteln absolut kein anderes Lebewesen auch nur zu Schaden kommen darf. Aus diesem Grunde sind dann auch viele Hackfrüchte nicht essbar. Ebenso darf die Pflanze als solche nicht vollständig gegessen werden, auch sie wird als Lebewesen betrachtet. Daher sind im allgemeinen nur Früchte akzeptabel. (nicht signierter Beitrag von Ktnagel (Diskussion | Beiträge) 21:51, 2. Apr. 2015 (CEST))

    Hier der Text als PDF: DropsOfNectar.pdf. Ich denke nicht, dass etwas dagegen spricht, die Gründe belegt zu erweitern. Wiewohl sie ja auch universell und nicht „fernöstlich“ sind, wenn ich neben dem Glauben an Reinkarnation und dem daraus folgenden (ebenfalls universell) unerwünschten Kannibalismus folgendes lese: Today, it is not only a religious decision. Rather, it is the only way we can hope to eliminate hunger, thirst, rainforest destruction and the loss of precious resources. It is, in short, the most important thing thateach man, woman and child can do every day to demonstrate care for the earth and care for humanity. Falls es dazu Sekundärquellen gibt, ist das noch besser. Grüße −Sargoth 23:20, 2. Apr. 2015 (CEST)
    Nunja, die Trennung des Themas in "Vegetarismus" und "Veganismus" hat auch Nachteile. Was du suchst, findet sich unter Vegetarismus#Religi.C3.B6se_und_kulturelle_Einstellungen. --TrueBlue (Diskussion) 00:32, 3. Apr. 2015 (CEST)

    "jegliche Nutzung von Tieren"[Bearbeiten]

    Das erscheint mir etwas zu radikal und eigentlich überhaupt nicht machbar. Viele planzliche Produkte, Gmüse und Obst kommen aus Gegenden in denen die landwirtschftliche Zugkraft nicht von stinkenden Traktoren sondern von Tieren dargestellt wird, auch in der EU. Und nun? (nicht signierter Beitrag von 84.170.30.246 (Diskussion) 18:07, 16. Apr. 2015 (CEST))

    Du hast völlig Recht. Veganismus ist radikal und nicht machbar. Aber sag das mal den Veganern...--Pölkky 18:13, 16. Apr. 2015 (CEST)
    Wie jede Ideologie gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Jedoch gibt es immer ein Grundmotiv, hier ist es halt dieses. Es ist jedem Veganer freigestellt, wie weit er mit seiner Abstinenz gehen will, genauso wie bei Vegetarieriern, wo einige bereits den Verzicht von Schlachtfleisch als Entsprechung betrachten weil Fleisch, Fisch und Geflügel 3 Gruppen von Produkten sind. Außerdem ist es eine "Wohlstandsideologie", bei der man nur angesichts von Alternativen auf etwas verzichten kann. Ich sehe aber allein wegen Deines Einwands keinen Grund für eine Relativierung. Die Aspekte und Abstufungen werden ja möglichst umfassend dargestellt.Oliver S.Y. (Diskussion) 19:28, 16. Apr. 2015 (CEST)
    meiden. jegliche Nutzung von Tieren meiden. Gehoben für: sich fern halten von. Nicht absolut und radikal vermeiden. Oft sind es Nichtveganer, die Veganern vorschreiben wollen, wie sie sich zu verhalten und was sie zu essen haben. Ich nehme mal das reale Beispiel der Baumwolle: für Nichtveganer ein rein pflanzliches Produkt. Schafwolle scheint ihnen tierisch. Ein Veganer stellt sich die Frage: wieviele Tiere und vor allem Menschen werden bei der Herstellung geschädigt oder gar getötet? Da schneidet - vor allem konventionell hergestellte - Baumwolle schlechter ab. Daher entspricht Wolle eher der veganen Idee, Tieren und Menschen nicht zu schaden, wiewohl sie nicht pflanzlich ist. Immer schön in Kontexten denken ;) −Sargoth 23:56, 16. Apr. 2015 (CEST)
    Nunja, bislang dachte ich das Wolle unstrittig Tabu ist. Die Gründe nennt ja zB. Peta [2]. Zur Gewinnung von Wolle ist die Zucht und Haltung von Tieren nötig, wenn man diese ablehnt, gibt es keinen Weg für eine wirtschaftliche Gewinnung von Wolle. Ansonsten bin ich zwar kein Textikexperte, aber Wollprodukte und Baumwollprodukte sind in den letzten 200 Jahren so spezialisiert worden, das ein gegenseitiger gleichwertiger Ersatz nicht möglich ist, sondern als Ersatz eher Kunstwolle und alternative Fasern wie Hanf/Flachs in Betracht kommen.Oliver S.Y. (Diskussion) 09:16, 17. Apr. 2015 (CEST)
    Dann bleiben ja nur noch Kunstfasern. Dann haben sie aber die Umweltschützer am Hals. Und eigentlich wollen sie das ja selbst sein. Auf solche verrückten Ideen kommen nur Leute in einer Überflusswirtschaft. Ist die Baumwolle tabu, wenn die Ernte von Tieren unterstützt wird? Darf dort nur mit Verbrennungsmotoren geerntet werden? Oder gar nur zu Fuß? Wird die Baumwolle im Ruderboot nach Europa geschippert? --109.45.181.116 09:48, 17. Apr. 2015 (CEST)
    Ich denke das Hauptproblem liegt an der fehlenden Abgrenzung der unterschiedlichen Themen, weil sich anfangs die wenigen Aktivisten in immer wiederkehrender Konstanz bei Diskussionen wiederfanden. Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft oder Hämäopathie haben nicht wirklich etwas mit Vegan zu tun, werden aber von vielen genauso befürwortet, wie die Abstinenz von Alkohol, Kaffee und teilweise Tabak, der dafür gegen veganes Gras ausgetauscht wird^^. "Man" will da einfach zuviel, und stolpert über Alltagsprobleme, die nur durch das Überangebot von Alternativen kompensiert werden können.Oliver S.Y. (Diskussion) 09:58, 17. Apr. 2015 (CEST)
    In einigen Ländern (z.B. Türkei, Indien, Ägypten) entfällt ein Drittel bis die Hälfte des gesamten Pestizideinsatzes allein auf die Baumwollproduktion (...) Diese verursachen zum Teil Gesundheitsschäden und zudem verschulden sich die Bauern durch den Kauf der Chemikalien. Bodendegradation und -erosionen breiten sich aus und beim Bewässerungsanbau versalzen Böden und der Grundwasserspiegel sinkt. In einigen Anbauregionen sind die Ressourcen Wasser und Boden akut gefährdet (...) Für die Produktion eines T-Shirts werden bis zu 20 000 Liter Wasser verbraucht. Durch die regelmäßigen und hohen Wassergaben kommt es in der oberen Bodenschicht zu einer allmählichen Anreicherung von Salzen. Bei zu hohem Salzgehalt können die Kulturpflanzen nicht mehr gedeihen. (...) riesige Flächen (sind) für jegliche landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar gemacht. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, 2004. Wobei ich denke, das hier ist mehr ein Ranthtread (Die Verrückten sind immer die anderen, nicht die, die sich ein konventionelles T-Shirt bei KiK kaufen) −Sargoth 10:15, 17. Apr. 2015 (CEST)
    Wenn du wüßtest, was man so für Sprüche in der Mensa der FH Eberswalde hört. Verzogene Kids reicher Eltern als Studenten auf Öko-Trip gegen alles. Die können es sich leisten, im Globus 4 Euro für 100g Käse auszugeben. Der Förster als Student mit selbstgestrickter Schafswollmütze wird so lange angegangen, bis er es aufgibt, was essen zu wollen (erst diese Woche erlebt). Wer es wagt, an der Auslage "totes Tier" zu verlangen, wird mindestens komisch angeguckt. Dieser Missionierungseifer ist lästig.
    Ist nicht der Aralsee Opfer der Baumwolle? --Pölkky 10:31, 17. Apr. 2015 (CEST)
    Der Aralsee ist Opfer von Größenwahn... oder Beweis für die Dummheit von Politikern, egal mit wievielen Beratern sie sich umgeben. Ich denke es aber nicht nur eine Modeerscheinung, welche Shirts man trägt, sondern auch wieviele. Ein deutscher Mann hat im Schnitt 20 Unterhosen, man kann davon ausgehen, daß eine entsprechende Menge an Oberbekleidung ebenfalls vorhanden ist. "Ein Hemd" ist heute ein Konsumartikel, und nicht etwas Besonderes, mit dem man die Arbeit des Bauern, Spinners, Webers, Schneiders und Händlers würdigt. Was Du von den Kindern erzählst ist doch der immer wiederkehrenden Fanatismus junger Horden, egal gegen was, letztendlich sind es genauso fanciulli wie wir einmal waren. Beim Käse finde ich es immer nur wieder amüsant, wenn man den Experten erklärt, daß "Lab" nicht auf Bäumen wächst, sondern aus gehacktem Kälbermagen entsteht, und wer Käse ist, also auch den Konsum des dazugehörigen Fleisches akzeptieren muss, wenn er nicht will, das ein Kalb für 100 Gramm Enzyme sterben musste.Oliver S.Y. (Diskussion) 10:38, 17. Apr. 2015 (CEST)
    Allerdings verwenden viele Hersteller (z.B. Leerdammer) heute ausschließlich mikrobielles Labenzym. Diese Käse sind vegetarisch und die Firmen werben teilweise explizit damit. --sko (Diskussion) 20:31, 17. Apr. 2015 (CEST)
    Wie mein Vorredner schon meinte es sind häuftig die nichtveganer, die den Veganern vorschreiben, wie sie ihren Ernährungsstil oder wie einige meine Ideologie umsetzen sollten. Es ist sicherlich gut und Sinnvoll in diesem Zusammenahng, vor allem wenn es um Grenzen und Möglichkeiten des Veganismus geht auch die Baumwollproduktion mit all ihren Widersprüchen zu thematisieren. Die Baumwollernte wird im Übrigen nicht nur mit Tieren, die einen Karren ziehen durchgeführt, sondern und das sollte hier alle in Entsetzen versetzen, durch Kinderarbeit. [3] Im Anschluss daran kann auch gleich mal ein Blick auf die nach der Ernte der Baumwolle folgende weitere Herrstellungskette und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie geworfen werden [4]. Sieht auch nicht besser aus. Keiner von uns möchte so arbeiten und entlohnt werden, aber alle freuen sich über Billig- und Wegwerfklamotten. Veganer wie nicht Veganer. Baumwolle geht uns ja mehr oder minder alle an. In dieser Diskussion wird jedoch suggeriert, dass das lediglich ein Problem von Veganern sei, die ja ach so inkonsequent sind und trotzdem Leute „bekehren“ würden und besserwisserisch sein, ohne einen Blick auf die Komplexität der Verhältnisse zu werfen. Aber ist denn die Fleischproduktion bzw. die Nutztierhaltung generell nicht auch in diese Komplexen und wie hier suggeriert wird, besonders von veganern nur schlecht überblickten Verhältnisse eingebunden? Die globalisierte Nutztierhaltung ist mindestens genau so wie die Baumwolle komplexer Konfliktgegenstand globalisierter Verhältnisse und produziert ebenso ungleichheiten. Stichworte sind hier Wasserverbrauch [5] [6], Landnutzung [7], CO2-Ausstoß [8], Arbeitsbedingungen [9] Subvenionen und die damit verbunden Zerstörung besonders der Märkte in afrikanischen Ländern [10]. Und ja, auch Veganer haben Smartphones. Deren Herrstellung mindestens genau so problematisch ist wie Baumwollernte und Anbau. Aber alle anderen haben auch Smartphones. Wenn veganer sich also dafür aussprechen, jegliche Nutzung von Tieren zu meiden, wobei dies sicherlich auch nicht auf alle Veganer per se zu trifft, dann ist den meisten sicherlich bewusst, dass sie das nicht 100% ig umsetzen können. Jedoch machen diese Menschen sich zumindest ein paar Gedanken über globale und regionale Herrstellungs- und Stoffkreisläufe. Was hier in der Diskussion passiert, ist auf diese Menschen mit dem Finger zu zeigen und sie als blauäugig und nicht zu ende denkend dar zustellen und dabei zu vergessen, dass das eigene Handeln vielleicht ebenso Widersprüchlich und in globale Verhältnisse eingebunden ist. --Gartenzaeunchen (Diskussion) 14:34, 4. Mai 2015 (CEST)
    Komisch das scheinbar vor allem Nichtveganer die Veganer als einen Haufen intoleranter Besserwisser mit Missionierungseifer erleben, obwohl diese ja angeblich so harmlos sind. Vieleicht ist es auch das klischeehafte Verhalten prominenter Veganer, was zu einer kritischen Hinterfragung vermeintlicher Grundsätze führt. Wenn die Definition ablehnt, daß Veganer Menschen sind, die sich streng vegetarisch ernähren und möglichst weitgehend auf tierische Erzeugnisse verzichten, bekommt man prompt einen vor den Latz, weil dabei die Betrachtung der Nutzung außen vor bleibt. Und wenn man wie hier die Meinungen weniger Veganer verallgemeinert, muß man sich auch die Verallgemeinerung der Kritik gefallen lassen.Oliver S.Y. (Diskussion) 15:07, 4. Mai 2015 (CEST)
    Ich schreibe das nicht zum ersten Mal. Das Ganze ist doch ein Luxusproblem. In Notzeiten oder weniger wohlhabenden Gesellschaften kommt niemand auf solche Ideen wie Veganismus, er würde einfach verhungern. Hier mitten in Deutschland hat nach dem Krieg niemand solche Fragen gestellt, da jeder froh war, wenn er was zu Essen hatte. Wer noch nie echt gehungert hat, kann natürlich wunderbar davon tönen, nach welchen Kriterien er gerne seine Nahrung auswählt. --Pölkkyposkisolisti 15:40, 4. Mai 2015 (CEST)