Diskussion:Westminsterschlag

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Der Artikel Westminsterschlag basiert in dieser Version auf einer Übersetzung von Westminster Quarters aus der englischsprachigen Wikipedia, Version vom 2. Oktober 2007, 10:52 UTC. Eine Liste der Autoren ist hier verfügbar.

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Notendarstellung fraglich[Bearbeiten]

Hallo,

ich habe als Musiker Probleme mit der Notendarstellung im ungeraden 3/4-Takt. Ich empfinde den Westminsterschlag als eingebettet in eine gerade Taktart, meintwegen 4/4-Takt. Meine Begründung: Glocken können ja eigentlich nur hin- oder herschwingen, also 1 und 2 . Ich müsste das Original hören.

--Metzner 08:29, 4. Feb. 2009 (CET)

Da hast du einen Denkfehler: die vier Töne des Westminsterschlags werden natürlich nicht von einer, sondern von vier verschiedenen Glocken gespielt, die darüber hinaus in der Regel wohl auch gar nicht geläutet, sondern geschlagen werden (siehe Glocke#Aufhängung und Läuten). Auf diesem Video ist das sehr schön zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=5qEPDXDVxvw. Also ist das Argument mit dem Hin- und Herschwingen hinfällig. Hörproben findest du im Artikel verlinkt, dazu noch auf commons ein Original vom Clock Tower von Westminster: Datei:Big Ben chimes.ogg Das Schlagwerk läuft ja nicht ganz regelmäßig, aber der letzte Schlag jeder Phrase hat schon eine etwas betonte Stellung, fällt also auf die "1" eines Taktes. Ob man die drei Töne davor als einen ganzen Takt oder aber als auftaktig wahrnimmt, ist vielleicht eine Sache der Empfindung. Jedenfalls ist zwischen den Phrasen immer ein Viertelschlag Pause, weshalb man die Noten auch als 5/4-Takt notieren könnte. Vierertakt scheidet IMHO eher aus. --FordPrefect42 19:09, 4. Feb. 2009 (CET)

Naja, das mit den vier Glocken ist mir schon auch klar. Ich gebe zu, daß das mit dem Hinundherschwingen kein besonders starkes Argument ist. Das Original habe ich mir heute früh und jetzt angehört. Deine Folgerung ZITAT: "der letzte Schlag jeder Phrase hat schon eine etwas betonte Stellung, fällt also auf die "1" eines Taktes" ZITAT ENDE leuchtet mir aber auch nicht so ein, weil es ja auch noch sowas wie Synkopen gibt. Und auch da spielt die Betonung die entscheidende Rolle. Daß es außerdem die tiefste und damit gewichtigste Glocke ist, trägt wohl zur Betonung bei. Ich werfe mal mein Finale an und betreibe etwas Gehörbildung. Ran ans Original. Bin später wieder hier! Bis gleich!

Grüße Uli

--Metzner 22:18, 5. Feb. 2009 (CET)


Back again! Und gebastelt habe ich ein Screenshot von Finale mit 3/4 und 5/4

Westminster screenshot.jpg

Westminster screenshot.jpg

und dazu ein Hörbeispiel mit 3/4 und 5/4 und die beste Fassung, auf die du mich gebracht hast: 5/4 + einigermaßen synchron das Original = verblüffend!

Drei Metrikfassungen Westminster?/i

Ich finde jetzt die 5/4-Lösung überraschenderweise die beste. Danke für den Tipp. Ungewöhnlich aber wahr!Was meint du? Die 3/4 ist jedenfalls vom Tisch! Grüße Uli

--Metzner 00:37, 6. Feb. 2009 (CET)

Ich denke, es gibt da zwei verschiedene Ansätze. Der IST-Zustand vom Glockenspiel in Westminster scheint mit dem 5/4-Takt am besten beschrieben zu sein (obwohl man das zusätzliche Viertel auch quasi als "Atempause" in einem 4/4-Takt notieren könnte). Das sagt aber noch nichts über das SOLL aus, also wie die Komposition von Lowett gedacht ist. Falls sich dies durch geschriebenes Notenmaterial oder wenigstens durch einen Vergleich mit dem originalen Glockenspiel in Cambridge klären ließe, sollte man dieser Notierung den Vorzug geben. Der englische Wikipedia-Artikel, von dem dieser Artikel übersetzt ist, ist ja übrigens in der Aussage "... played as three crotchets and a dotted minim" recht eindeutig, nur leider ohne Quellenangabe. --FordPrefect42 13:50, 6. Feb. 2009 (CET)

Ja, vom IST-Zustand muß ich jetzt mal ausgehen. Ich werde versuchen, das Glockenspiel in Cambridge zu finden. Es gibt da bei den Engländern einige diesbezügliche Sammler. Daß der englische Artikel von three crotchets ausgeht kann auch die Ursache darin haben, daß der Autor eben den Versuch macht, das Ganze in einen üblichen Takt zu bringen nach dem (zugegeben!) in dem Zusammenhang polemischen Vorbild der berühmten Frage: wie geht ein Siebenachteltakt? Antwort: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sie-, ben! Solange keine Quelle existiert, richte ich mich nach dem IST-Zustand. Aber ich mache mich jetzt auf die Suche nach einer Quelle. Ok. wenns sprudelt, tauche ich hier wieder auf. Gruß --Metzner 15:00, 6. Feb. 2009 (CET)

Der Artikel ist ein bißchen widersprüchlich. Einerseits wird der Westminsterschlag allgemein beschrieben, andererseits das Glockenspiel des Big Ben. Das sind aber zwei Paar Schuhe. Für den Westminsterschlag ist es zunächst einmal unerheblich, wie lang die Pausen sind und in welcher Tonart er steht.
Wenn man mal youtube als Quelle heranzieht, dann sind es beim Big Ben[1] 5/4 in E-Dur, in Cambridge[2] aber eher 6/4 und eine andere Tonart. Die Viertel sind dabei nicht sehr gleichmäßig gespielt. Der Westminsterschlag kann aber auch so[3] geläutet werden, hier wiederum als 5/4. Die Notation mit einer (punktierten) Halben ist außerdem etwas irreführend, denn die Glocken klingen generell so lange sie wollen, sie werden nicht gedämpft. Die letzte klingt also nicht länger als die anderen. Die Notation mit einer oder zwei Pausen trifft es da besser. --Dc2 (Diskussion) 15:52, 31. Okt. 2012 (CET)

Oktavbereiche[Bearbeiten]

Wenn man hier die Noten G, C, D und E erwähnt, sollte man schon dazuschreiben, dass das G aus der Oktave eins tiefer ist als C, D und E. Also G1, C2, D2 und E2, oder wie auch immer man das korrekt schreibt. --androl ☖☗ 20:05, 24. Mär. 2009 (CET)

Stimmt, die Bezeichnungen sollten mit den Notengraphiken übereinstimmen. Ich habe es angepasst. Zur korrekten Schreibweise gibt es mehrere Möglichkeiten, siehe Artikel Tonsymbol. --FordPrefect42 13:58, 25. Mär. 2009 (CET)