Dissen (Umgangssprache)

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Das jugendsprachliche Verb dissen (von englisch disrespect, discriminate oder discredit abgeleitetes Verb to diss;[1] Abkürzung für diskreditieren oder diskriminieren) bedeutet jemanden schlechtmachen, jemanden schräg anmachen, respektlos behandeln oder jemanden schmähen. Ursprünglich ein Jargon-Ausdruck aus den Vereinigten Staaten, kam es über die Hip-Hop-Szene – in der sich das Dissen zu einer eigenen Stilrichtung, dem Battle-Rap, entwickelte – nach Deutschland. Einige Rapper drücken ihre (vermeintlich) schlechte Beziehung vor allem zu anderen Rappern durch so genannte Diss-Tracks aus. Seit 2000 ist Dissen im Duden verzeichnet.[2]

Im deutschsprachigen Raum gewann das Dissen in den frühen 2000er Jahren stark an Popularität. Auch kommerziell erfolgreiche Rapper wie Bushido, Sido oder Fler lieferten sich untereinander langjährige Fehden, die durch explizite Beleidigungen und Drohungen befeuert wurden. Beobachter sehen die wechselnden Allianzen und Feindschaften als Marketinginstrument.[3]

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Das Dissen funktioniert innerhalb einer Bezugsgruppe, in der ein hoher Grad an Konformität herrscht - würden Personen außerhalb der Bezugsgruppe individuell angesprochen, handelte es sich rasch um üble Nachrede.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: dissen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wiktionary: to diss (engl.), abgerufen am 3. September 2014
  2. Duden online: dissen. Abgerufen am 19. Juni 2011.
  3. Sebastian Leber: Ich Dogge, Du Pinscher In: Tagesspiegel, 16. Juli 2013