Dissen am Teutoburger Wald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dissen am Teutoburger Wald
Dissen am Teutoburger Wald
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dissen am Teutoburger Wald hervorgehoben
52.1166666666678.2109Koordinaten: 52° 7′ N, 8° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Höhe: 109 m ü. NHN
Fläche: 31,9 km²
Einwohner: 9374 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 294 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49201
Vorwahl: 05421
Kfz-Kennzeichen: OS
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 015
Adresse der
Stadtverwaltung:
Große Straße 33
49201 Dissen aTW
Webpräsenz: www.dissen.de
Bürgermeister: Hartmut Nümann (SPD)
Lage der Stadt Dissen am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück
Nordrhein-Westfalen Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Emsland Landkreis Vechta Osnabrück Alfhausen Ankum Bad Essen Bad Iburg Bad Laer Bad Rothenfelde Badbergen Belm Berge (Niedersachsen) Bersenbrück Bippen Bissendorf Bohmte Bramsche Dissen am Teutoburger Wald Eggermühlen Fürstenau Gehrde Georgsmarienhütte Glandorf Hagen am Teutoburger Wald Hasbergen Hilter am Teutoburger Wald Melle Kettenkamp Menslage Merzen Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) Nortrup Ostercappeln Quakenbrück Rieste Voltlage WallenhorstKarte
Über dieses Bild
Historische Fachwerkhäuser

Dissen am Teutoburger Wald ist eine Stadt im Süden des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Dissen liegt am Südhang des Teutoburger Waldes am Übergang zu Ostwestfalen. Die höchste Erhebung ist der Hankenüll (307 Meter) an der nordöstlichen Stadtgrenze. Von Osten nach Westen erstreckt sich das Stadtgebiet etwa acht Kilometer, von Norden nach Süden etwa zehn Kilometer. Die Flächennutzung setzt sich wie folgt zusammen: 43,8 Prozent landwirtschaftliche Nutzung, 41,7 Prozent Waldfläche, 9,8 Prozent Gebäude- und Hofflächen und 4,7 Prozent Verkehrs- und andere Flächen.

Dissen grenzt im Norden an Hilter und Melle, im Westen an Bad Rothenfelde sowie im Süden und Osten an die nordrhein-westfälischen Städte Versmold und Borgholzhausen im Kreis Gütersloh.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Dissen, Aschen, Erpen und Nolle.

Geschichte[Bearbeiten]

Dissen wurde im Jahr 822 erstmals urkundlich erwähnt, als Ludwig der Fromme den Meierhof in Dissen an den Bischof von Osnabrück abtrat. Seit wann der Ort besteht, ist nicht bekannt.

Am 8. November 1951 erhielt Dissen die Stadtrechte. Der Name „Dissen am Teutoburger Wald“ wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1976 vom niedersächsischen Innenministerium amtlich angeordnet.[2]

Seit dem 1. März 2005 hat Dissen einen hauptamtlichen Bürgermeister.

Seit dem 1. November 2011 ist Hartmut Nümann (SPD) Bürgermeister.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1974 gab es einen Gebietsaustausch zwischen der Stadt Dissen und der Nachbargemeinde Bad Rothenfelde, bei dem Dissen etwas mehr als 100 Einwohner hinzugewann, aber gleichzeitig auch fast 600 Einwohner abtrat.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Dissen seit 1987

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Dissen im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[3] auf der Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die jeweiligen Volkszählungsergebnisse in den Grenzen ab 1974.[2]

Jahr Einwohner
1961 6962
1970 7433
1987 8060
1990 8401
1995 9010
2000 9222
2005 9322
2010 9271
2011 9396

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1217, 1284, 1325 (de) Disnse, 1223, 1282, 1402, 1412, 1442, 1456/58, 1463, 1556, (nach 1605) (de) Dissen, 1225 (in) Dyssene, (ca. 1240) Dissene, 1246 (de) Dissenen, 1271 (de) Dissine, 1279 (in) Dhissene, 1402 Dyssen, 1412 Dyssen, 16. Jh. Dyssen und 1565 Dissenn. Schwierig, vielleicht zu niederdeutsch diesig in einer Form Disina „nebliges, diesiges Gebiet“, vielleicht bezogen auf das Moorgebiet am Dissener Bach. Vielleicht aber auch als Desina > Dissen zu nordgermanisch anord. des „Heuhaufen, ëschober“, norw. desja „kleiner Haufen“, das auch in das Englische entlehnt wurde. Dann etwa Hügelort. Bisher kaum zu lösen.[4]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat hat gegenwärtig 22 Mitglieder aus vier Parteien oder Gruppen. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigtes Mitglied des Rates.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rathaus
Rat der Stadt Dissen: Wahlergebnisse und Stadträte
CDU SPD GRÜNE FDP UWG Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Rat  %
1996–2001 37,9 9 46,2 11 2,8 1 5,6 1 7,5 1 100 23 64,5
2001–2006 45,3 12 42,6 11 2,4 0 3,6 0 6,1 2 100 25 58,6
2006–2011 45,9 10 40,1 9 4,1 1 4,8 1 5,1 1 100 22 48,7
2011–2016 40,9 9 39,4 9 7,24 1 3,0 1 9,5 2 100 22 50,1
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen,[5] Landkreis Osnabrück.[6][7] Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet, da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde liegt an der Bahnstrecke Osnabrück–Bielefeld (KBS 402), auf der im Stundentakt die Regionalbahn „Haller Willem“ RB 75 verkehrt. Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regionalbusse nach Osnabrück, Bad Rothenfelde und Bad Laer.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der NordWestBahn, die Talent-Dieseltriebwagen für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt. Dissen ist über die Bundesautobahn 33, die das Stadtgebiet von Nordwesten nach Südosten durchquert, an das Fernstraßennetz angebunden. Die Autobahn ersetzt hier die Bundesstraße 68, die früher durch das Stadtzentrum führte. In diesem Bereich wurde 1996 bis 1999 ein 700 Meter langer Tunnel, der dem Lärmschutz des in unmittelbarer Nähe zur Autobahn befindlichen Krankenhauses dient, der sogenannte Lärmschutztrog, gebaut.

Unternehmen[Bearbeiten]

In Dissen am Teutoburger Wald sind einige Betriebe der Nahrungsmittelindustrie zu finden:

Darüber hinaus ist die M-Soft Organisationsberatung GmbH sowie der Feuerwehrfahrzeugehersteller Schlingmann in Dissen ansässig.

Bauwerke[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Stiftung Dissen

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Stadtansichten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dissen am Teutoburger Wald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Internetauftritt der Stadt Dissen am Teutoburger Wald

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 259.
  3. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
  4. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  5. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
  6. Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001 (PDF; 528 kB)
  7. Landkreis Osnabrück, Die Kommunalwahl Osnabrücker Land vom 10. September 2006; Amtliche Endergebnisse (PDF; 3,4 MB)