Distickstofftrioxid

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Strukturformel
Struktur von Distickstofftrioxid
Allgemeines
Name Distickstofftrioxid
Andere Namen

Salpetrigsäureanhydrid

Summenformel N2O3
CAS-Nummer 10544-73-7
Kurzbeschreibung

tief dunkelblaue Flüssigkeit bei −21 °C[1]

Eigenschaften
Molare Masse 76,01 g·mol−1
Aggregatzustand

instabil bei Standardbedingungen[2]

Schmelzpunkt

−100,7 °C[1]

Siedepunkt

−40– +3 °C (teilweise Zersetzung)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Distickstofftrioxid ist eine chemische Verbindung mit der Formel N2O3 aus der Gruppe der Stickoxide. Es ist das formale Anhydrid der Salpetrigen Säure. Unterhalb von 3 °C liegt es als tiefblaue Flüssigkeit vor, die bei −100,7 °C zu einem blassblauen Feststoff erstarrt.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Distickstofftrioxid ist bei Normdruck oberhalb von −40 °C instabil, da es beim Sieden in NO und NO2 (bzw. dessen Dimer N2O4) dissoziiert. Dadurch steigt der Siedepunkt der Mischung bis auf +3 °C an.

  • ΔfH0gas: 91,2 kJ·mol−1
  • S0gas, 1 bar: 314,63 J·(mol·K)−1

Herstellung[Bearbeiten]

Distickstofftrioxid wird durch Kontakt gleicher Mengen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) erzeugt, wobei die Mischung unter −21 °C abgekühlt wird. Die beiden Gase reagieren miteinander und verbinden sich zu der tiefblauen Flüssigkeit Distickstofftrioxid mit der Formel N2O3.

Eine bequeme Herstellungsmethode ist, pulverförmiges Arsentrioxid mit Salpetersäure zu versetzen:[4]

\mathrm{2\ HNO_3 + As_2O_3 + 2\ H_2O \longrightarrow 2\ H_3AsO_4 + N_2O_3}

Es entsteht auch bei 20°C als Gas, wenn man festes Natriumnitrit in konz. Salpetersäure reagieren läßt.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Distickstofftrioxid ist das Anhydrid der Salpetrigen Säure HNO2. Diese entsteht auch, wenn Distickstofftrioxid in Wasser (H2O) eingebracht wird. Sie zerfällt jedoch bei nicht zeitnaher Weiterverarbeitung zu Stickstoffmonoxid NO sowie Salpetersäure HNO3. Nitrite, die Salze der Salpetrigen Säure, werden manchmal durch Zugabe von Distickstofftrioxid zu den jeweiligen Basen hergestellt.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Distickstofftrioxid sowie seine Zerfallsprodukte sind sehr giftig beim Einatmen.[1] Bei Kontakt mit dem Auge sind schwere Schädigungen die Folge.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Stickstoffoxide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 17. April 2014.
  2. a b A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie '1995'. 101. Auflage. de Gruyter, ISBN 3-11-012641-9, S. 696.
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry. 2. Auflage. Band 1, Academic Press 1963, S. 487–488.
  5. R. Stoermer und B. Kahlert, Ueber das 1- und 2-Brom-cumaron, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 35, 1633–1640 (1902), und zwar Seite 1638

Weblinks[Bearbeiten]

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