Dita Parlo

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Dita Parlo um 1929 auf einer Fotografie von Alexander Binder

Dita Parlo (* 4. September 1908[1] [2] in Stettin; † 13. Dezember 1971 in Paris, Frankreich; eigentlich Grethe Gerda Kornstädt) war eine deutsche Filmschauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die ausgebildete Balletttänzerin Dita Parlo wurde als Stummfilmstar bekannt und hatte 1928 in Deutschland mit Filmen wie Geheimnisse des Orients, Heimkehr und Die Dame mit der Maske ihren Durchbruch. In Melodie des Herzens, dem ersten Tonfilm der UFA, spielte sie 1929 ihre erste Hauptrolle an der Seite von Willy Fritsch.

Nach den Erfolgen in Deutschland wurde Parlo auch im französischen Filmgeschäft tätig und agierte selbstsicher sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. Daraufhin erhielt sie Engagements in Hollywood, wo sie in Honor of the Family (1931) und Mr. Broadway (1933) allerdings nur wenig Erfolg hatte. 1933 kehrte die Aktrice nach Europa zurück, heiratete den Franzosen Franck Gueutal und drehte fortan nur noch in Frankreich. In den 30er Jahren spielte die Parlo dann in zwei herausragenden Filmen, die auch heute noch zu den Höhepunkten des frühen französischen Kinos zählen. So war sie in Atalante (L'Atalante) (1934) unter der Regie von Jean Vigo zu sehen und agierte neben Jean Gabin in Jean Renoirs Meisterwerk Die große Illusion (1937).

Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrte Dita Parlo gezwungenermaßen nach Deutschland zurück, was das abrupte Ende ihrer Karriere bedeutete. Danach war sie als Schriftstellerin tätig und trat nur noch in den zwei französischen Filmen Justice est faite (1950) und La dame de pique (1965) auf.

Im Jahr 1992, mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod, nahm die Popsängerin Madonna Parlo als Inspiration und nannte ihr Alter Ego in dem Skandalbuch SEX sowie in dem Song Erotica Dita. Auch Dita Von Teese verwendet Parlos Vornamen als Hommage in ihrem Künstlernamen.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1928: Geheimnisse des Orients
  • 1928: Heimkehr
  • 1928: Die Dame mit der Maske
  • 1928: Ungarische Rhapsodie
  • 1929: Manolesu - Der König der Hochstapler
  • 1929: Melodie des Herzens
  • 1930: Kismet
  • 1930: Das Paradies der Damen (Au Bonheur des Dames)
  • 1931: Die heilige Flamme
  • 1931: Menschen hinter Gittern
  • 1931: Tropennächte
  • 1931: Honor of the Family
  • 1931: Tänzerinnen für Süd-Amerika gesucht
  • 1931: Wir schalten um auf Hollywood
  • 1933: Rapt
  • 1933: Mr. Broadway
  • 1934: Atalante (L’Atalante)
  • 1936: Mademoiselle Docteur
  • 1937: Die große Illusion (La Grande Illusion)
  • 1937: Under Secret Orders
  • 1938: L'affaire du courrier de Lyon
  • 1938: Ultimatum
  • 1938: La rue sans joie
  • 1938: Paix sur le Rhin
  • 1938: L'inconnue de Monte Carlo
  • 1940: L'or du Cristobal
  • 1950: Schwurgericht (Justice est faite)
  • 1964: Pique Dame (La dame de pique)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsurkunde von Dita Parlo
  2. Text der Geburtsurkunde von Dita Parlo

Weblinks[Bearbeiten]