Divišov

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Divišov (Begriffsklärung) aufgeführt.
Divišov
Wappen von Divišov
Divišov (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Benešov
Fläche: 3098 ha
Geographische Lage: 49° 47′ N, 14° 53′ O49.78916666666714.878333333333466Koordinaten: 49° 47′ 21″ N, 14° 52′ 42″ O
Höhe: 466 m n.m.
Einwohner: 1.616 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 257 26
Verkehr
Straße: D1
Struktur
Status: Městys
Ortsteile: 8
Verwaltung
Bürgermeister: Zdeněk Eichler (Stand: 2009)
Adresse: Horní nám. 21
257 26 Divišov
Gemeindenummer: 529621
Website: www.divisov.cz

Divišov (deutsch Diwischau) ist eine Městys in der Mittelböhmischen Region in Tschechien.

Geographie[Bearbeiten]

Sie liegt, etwa 36 km südöstlich von Prag. Vier Kilometer östlich des Fleckens verläuft die Dálnice 1 von Prag nach Brünn, die hier gleichzeitig die Europastraße 50 und Europastraße 65 darstellt, mit der in Šternov befindlichen Autobahnabfahrt 41.

Geschichte[Bearbeiten]

Divišov / Diwischau: Rathaus

Die erste urkundliche Erwähnung von Divišov stammt aus dem Jahre 1130. Die Geschichte der Gemeinde im Blaník-Vorland ist von Anfang an mit der Familie der Herren von Diviš, die bald den Namen von Sternberg annahmen, verknüpft. Im hiesigen Pfarrbezirk wirkten im 14. Jahrhundert Baudirektor des Prager St. Veits-Doms Václav von Radeč und der Prager Erzbischof Nikolaus Puchník von Černice. Die Barockkirche des hl. Bartholomäus wurde zum Marien-Wallfahrtsort, es befindet sich darin das Grab der Tochter von König Georg von Podiebrad, Eliška. Mit der Vinař-Familie ist die musikalische Tradition von Divišov verknüpft. Nach dem Jahr 1948 wurden hier Motorräder der Marke Eso und Jawa hergestellt. Am 10. Oktober 2006 wurde Divišov zum Městys erhoben.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Der Městys Divišov besteht aus den Ortsteilen Dalovy (Dalow), Divišov (Diwischau), Křešice (Kreschitz), Lbosín (Lebosin) Měchnov (Miechnow), Radonice (Radonitz), Šternov (Sternhof) und Zdebuzeves (Stebusowes).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museum des Lebens der Jüdischen Gemeinde: Die Juden machten sich in Divišov seit Ende des 17. Jahrhunderts sesshaft. An ihre Gemeinde erinnern einige Häuser, der Friedhof und die klassizistische Synagoge mit einer Ausstellung, die die jüdische Bevölkerung der Region näher bringen soll.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Divišov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)