Division (Mathematik)
Die Division ist eine der vier Grundrechenarten der Arithmetik. Sie ist die Umkehroperation der Multiplikation. Die Division wird umgangssprachlich auch als Teilen bezeichnet. Die schriftliche Division ist die Methode des Teilens mit Stift und Papier, die im Schulunterricht gelehrt wird.
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Definition [Bearbeiten]
Teilen oder dividieren bedeutet: Zu einer gegebenen Zahl a (dem ersten Faktor) eine passende Zahl x (den zweiten Faktor) zu finden, sodass die Multiplikation ein gewünschtes Produkt b ergibt:
- Finde zu gegebenem a und b ein x, sodass a·x = b.
Beschränkt man sich auf natürliche oder auf ganze Zahlen, so ist dies nicht immer möglich (siehe Teilbarkeit).
In Körpern, zum Beispiel im Körper der rationalen Zahlen oder in den Körpern der reellen sowie der komplexen Zahlen, gilt dagegen:
Für jede Zahl
und für jede von null verschiedene Zahl
gibt es genau eine Zahl
, die die Gleichung a·x = b erfüllt.
Division ist also die Umkehrung der Multiplikation zur Bestimmung dieses
. Man schreibt
(gelesen: „x gleich a geteilt durch b“ oder kurz „x gleich a durch b“ oder auch „x gleich a dividiert durch b“).
Dabei heißen:
- Die Zahl
, die geteilt wird, „Dividend“ (lateinisch das zu Teilende), in der Bruchrechnung auch „Zähler“. - Die Zahl
, durch die geteilt wird, „Divisor“ (der, der teilt), in der Bruchrechnung auch „Nenner“. - Der Term
heißt „Quotient“. - Das Ergebnis der Division heißt „Wert des Quotienten“' oder Quotientenwert, häufig kurz auch Quotient.
Für die Division gilt weder das Kommutativgesetz noch das Assoziativgesetz.
Für
gilt außerdem
.
Die Umkehrung der Multiplikation zur Bestimmung von
lässt sich also auch mit der Multiplikation der Umkehrung (Gegenteil) des 1 Faktors bestimmen.
Division durch null [Bearbeiten]
Anschaulich [Bearbeiten]
Die Division durch null ist nicht erlaubt, da sich dadurch ein logischer Fehler ergibt:
- Wenn man zwei Kuchen zwischen null Personen aufteilt, wie viele Stücke Kuchen bekommt dann jede Person?
Es ist nicht möglich, diese Frage zu beantworten, da niemand da ist, der die Kuchen bekommen könnte.
Mathematischer Beweis [Bearbeiten]
Der Divisor muss ungleich null sein, da ansonsten der Quotient
als Lösung der Gleichung
für
nicht eindeutig definiert ist:
Gäbe es zu einer gegebenen Zahl
eine Zahl
, so wäre diese Zahl Lösung der Gleichung
, womit sich ein Widerspruch zur Voraussetzung
ergeben würde, d. h. es gibt keine Lösung für
.
Wäre die Division von null durch null definiert, gäbe es also eine Zahl
, so wäre diese Zahl (eindeutige) Lösung der Gleichung
, also zu einer Gleichung, die für jedes
richtig ist. Damit ist aber der Bruch
nicht eindeutig definiert und ist daher unbestimmt.
Da also der Quotient
entweder gar keine (für
) oder mehr als eine Lösung (für
) hat, sagt man allgemein:
- „Die Division durch null ist nicht definiert.“
Division durch null im Computer [Bearbeiten]
In elektronischen Rechnersystemen erzeugt eine Division durch null meist
(bzw. NaN im Falle von 0/0), einen Laufzeitfehler oder wird anderweitig mit einer Ausnahmebehandlung abgefangen, da ein Weiterrechnen mit einem undefinierten Zwischenergebnis nicht sinnvoll wäre. Bei unachtsamer Programmierung können Divisionen durch null zu Fehlverhalten im laufenden Programm führen und in seltenen Fällen (zum Beispiel bei Auftreten im Betriebssystemkern) sogar den gesamten Rechner zum Absturz bringen.
Division mit Rest [Bearbeiten]
Im Bereich der ganzen Zahlen gilt: Eine Division ist nur dann gänzlich durchführbar, wenn der Dividend ein ganzzahliges Vielfaches des Divisors ist. Im Allgemeinen ist die Division hingegen nicht vollständig durchführbar, das heißt es bleibt ein Rest übrig. Siehe Hauptartikel: Division mit Rest.
Schreibweisen [Bearbeiten]
Es gibt mehrere Schreibweisen für die Division (siehe hierzu Geteiltzeichen):
oder
oder
oder
oder
.
Der Doppelpunkt als Zeichen für die Division ist erst seit Leibniz (1646–1716) allgemein üblich, wenngleich er auch in älteren Schriften bekannt ist. William Oughtred führte die Notation in seinem Werk Clavis Mathematicae von 1631 ein.
Die vorletzt erwähnte Schreibweise heißt auch Bruchdarstellung oder kurz (echter) Bruch. Die Bruchschreibweise ist nur bei kommutativer Multiplikation eindeutig; das spielt in allgemeineren mathematischen Strukturen eine Rolle, wie sie unten unter „Verallgemeinerung“ erwähnt werden.
- „Unechter Bruch“ und „gemischte Zahl“
Als „unechten Bruch“ bezeichnet man einen Bruch, bei dem der Zähler einen größeren Betrag hat als der Nenner. Den Wert eines solchen Bruches gibt man normalerweise als „gemischte Zahl“ an, bestehend aus dem ganzzahligen Ergebnis der Division mit Rest und einem „echten Bruch“ aus Divisionsrest und Nenner, zum Beispiel:
Achtung, eine gemischte Zahl ist nicht mit einer Multiplikation zu verwechseln, bei der man gerne das Rechenzeichen auslässt:
Üblicherweise schreibt man daher bei der Multiplikation einer Variable mit einem Bruch diesen nach vorne:
Verallgemeinerung [Bearbeiten]
In der abstrakten Algebra definiert man algebraische Strukturen, die Körper genannt werden. Körper zeichnen sich dadurch aus, dass in ihnen die Division (außer durch 0) stets möglich ist. Die Division erfolgt hier durch Multiplikation mit dem inversen Element des Divisors.
In allgemeineren Strukturen (mit nichtkommutativer Multiplikation) muss man zwischen Linksdivision und Rechtsdivision unterscheiden. Auch hat die (Nicht-)Gültigkeit des Assoziativgesetzes Einfluss auf die Eigenschaften von Quotienten.
Siehe auch [Bearbeiten]
- Rationale Funktion – Division von Funktionen
- Gruppentheorie
- Ring
- Schiefkörper
- Divisionsalgebra
- Teilbarkeit
- Kehrwert
- Polynomdivision
- Schriftliche Division
- Vedische Mathematik - Vereinfachte Methode zum Dividieren
Literatur [Bearbeiten]
- S. A. Stepanov: Division. In: Michiel Hazewinkel (Hrsg.): Encyclopaedia of Mathematics. Springer-Verlag, Berlin 2002, ISBN 1-4020-0609-8 (Online).

(gelesen: „x gleich a geteilt durch b“ oder kurz „x gleich a durch b“ oder auch „x gleich a dividiert durch b“).
oder
oder
oder
.

