Division 2 1937/38

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Die Saison 1937/38 war die fünfte Austragung der professionellen französischen Fußball-Division 2. Zweitligameister wurde Le Havre AC.

Teilnahmeberechtigt waren die 14 Vereine, die nach der vorangegangenen Spielzeit weder in die erste Division aufgestiegen waren noch ihren Profistatus aufgegeben hatten. Dazu kamen zwei Erstligaabsteiger. Außerdem kamen zu dieser Saison gleich neun Neulinge, die Profistatus angenommen hatten, hinzu. Aufgrund des großen Teilnehmerfelds mit 25 Mannschaften änderte der zuständige Verband den Austragungsmodus und ließ die Ligameisterschaft in zwei Phasen ausspielen. In der ersten Phase gab es vier nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellte Gruppen mit jeweils fünf, sechs oder sieben Teilnehmern, deren jeweils vier bestplatzierte Mannschaften in der anschließenden zweiten Phase um den Aufstieg spielten (Poule de promotion), während die dafür nicht qualifizierten Teams eine Relegationsrunde (Poule de relégation) austrugen.

Die Gruppen der ersten Phase setzten sich wiefolgt zusammen:

Einen direkten Auf- und Abstieg in Abhängigkeit vom sportlich erzielten Ergebnis gab es lediglich zwischen erster und zweiter Profi-Division. Hingegen konnte ein Zweitdivisionär nur dann absteigen, wenn er seine Lizenz abgab oder sie ihm entzogen wurde, und ebenso konnten bisherige Amateurmannschaften aus der Division d’Honneur nur dann zur folgenden Saison in die Division 2 aufsteigen, wenn sie vom Verband die Genehmigung erhielten, professionellen Status anzunehmen.

Saisonverlauf und Tabellen[Bearbeiten]

Jede Mannschaft trug gegen jeden Gruppengegner ein Hin- und ein Rückspiel aus, einmal vor eigenem Publikum und einmal auswärts. Es galt die Zwei-Punkte-Regel; bei Punktgleichheit gab das Torverhältnis den Ausschlag für die Platzierung. In Frankreich wird bei der Angabe des Punktverhältnisses ausschließlich die Zahl der Pluspunkte angegeben; hier geschieht dies in der in Deutschland zu Zeiten der 2-Punkte-Regel üblichen Notation.
In den Tabellen markiert ein (A) die Absteiger aus der Division 1, ein (N) die Neulinge im bezahlten Fußball.

Erste Phase[Bearbeiten]

Gruppe Nord
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
verh.
Pkte.
1. Racing Arras (N) 10 7 1 2 19:09 15:05
2. US Boulogne 10 5 3 2 21:13 13:07
3. Olympique Dunkerque 10 4 3 3 18:12 11:09
4. US Tourcoing (N) 10 3 2 5 13:17 08:12
5. AS Hautmont (N) 10 3 1 6 15:22 07:13
6. Racing Calais 10 2 2 6 09:22 06:14
Gruppe West
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
verh.
Pkte.
1. Le Havre AC 8 6 1 1 21:07 13:03
2. Stade Rennes UC (A) 8 3 3 2 15:12 09:07
3. CA Paris 8 4 0 4 13:12 1,08 08:08
4. SM Caen 8 3 2 3 17:19 0,89 08:08
5. FC Dieppe (N) 8 1 0 7 10:26 02:14
Gruppe Ost
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
verh.
Pkte.
1. FC Nancy 12 8 0 4 38:17 16:08
2. SR Colmar (N) 12 7 1 4 28:11 2,55 15:09
3. Stade Reims 12 7 1 4 31:24 1,29 15:09
4. FC Mulhouse (A) 12 6 1 5 21:23 13:11
5. Olympique Charleville 12 4 3 5 22:20 11:13
6. AS Troyes-Savinienne 12 4 2 6 30:28 10:14
7. USB Longwy (N) 12 2 0 10 11:58 04:20
Gruppe Süd
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
verh.
Pkte.
1. AS Saint-Étienne 12 7 3 2 31:13 17:07
2. Toulouse FC (N) 12 6 4 2 21:22 16:08
3. Olympique Alès 12 5 5 2 24:12 2,00 15:09
4. OGC Nizza 12 5 5 2 26:19 1,37 15:09
5. SO Montpellier 12 4 3 5 19:19 11:13
6. Girondins Bordeaux (N) 12 1 3 8 23:33 0,70 05:19
7. Olympique Nîmes (N) 12 1 3 8 12:38 0,32 05:19

Zweite Phase[Bearbeiten]

Mit Le Havre und Saint-Étienne gelang dem Vorjahresdritten beziehungsweise -vierten diesmal der Aufstieg. Dabei musste Saint-Étienne bis zum letzten Spieltag um seinen Saisonerfolg bangen, denn am vorletzten Spieltag hatte die ASSE gegen Le Havre ihre erste und einzige Heimniederlage (2:3) in der Poule de promotion erlitten und war dadurch – einen Punkt hinter Rennes und nur einen Zähler vor den überraschend starken Neuprofis aus Colmar – auf den dritten Rang zurückgefallen. In der abschließenden Auswärtspartie in Rennes setzten sich die Spieler um den überragenden Angreifer Yvan Beck, dem in dieser Saison 35 Pflichtspieltreffer gelungen waren, dann aber mit 3:0 durch.[1]

Die Torjägerkrone – es zählten nur die in der zweiten Meisterschaftsphase erzielten Treffer – gewann der Argentinier Hugo Lamanna von CA Paris mit 29 Toren.[2]

Zur folgenden Saison wurden Le Havre und Saint-Étienne durch die Erstligaabsteiger Red Star Olympique und US Valenciennes-Anzin ersetzt. Caen und Calais verließen den professionellen Spielbetrieb der Division 2; neue Lizenzen wurden nicht vergeben.

Aufstiegsgruppe
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore
(a)
Tor-
verh.
Pkte.
1. Le Havre AC 30 20 4 6 77:40 44:16
2. AS Saint-Étienne 30 17 7 6 72:40 41:19
3. Stade Rennes UC (A) 30 17 6 7 49:33 40:20
4. SR Colmar (N) 30 17 5 8 54:41 39:21
5. Olympique Dunkerque 30 13 8 9 58:52 34:26
6. Racing Arras (N) 30 12 8 10 46:43 32:28
7. Toulouse FC (N) 30 13 5 12 40:43 31:29
8. OGC Nizza 30 11 7 12 53:50 29:31
9. CA Paris 30 12 4 14 60:50 28:32
10. Stade Reims 30 12 3 15 48:50 0,96 27:33
11. FC Nancy 30 10 7 13 45:49 0,92 27:33
12. Olympique Alès 30 9 6 15 35:44 0,80 24:36
13. US Boulogne 30 10 4 16 49:66 0,74 24:36
14. SM Caen 30 9 5 16 47:71 23:37
15. FC Mulhouse (A) 30 9 4 17 41:62 22:38
16. US Tourcoing (N) 30 5 5 20 37:85 15:45
(a) Eine Erklärung für die divergierenden Summen geschossener
und erhaltener Treffer findet sich in der verwendeten Literatur nicht.
Relegationsgruppe
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
verh.
Pkte.
1. Olympique Charleville 16 8 3 5 29:23 19:13
2. AS Hautmont (N) 16 7 4 5 36:29 18:14
3. Girondins Bordeaux (N) 16 8 1 7 29:26 1,12 17:15
4. FC Dieppe (N) 16 8 1 7 27:33 0,82 17:15
5. SO Montpellier 16 7 2 7 30:25 1,20 16:16
6. USB Longwy (N) 16 7 2 7 36:39 0,92 16:16
7. AS Troyes-Savinienne 16 6 3 7 28:29 15:17
8. Olympique Nîmes (N) 16 5 4 7 24:23 14:18
9. Racing Calais 16 5 2 9 21:33 12:20

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alex Graham: Football in France. A statistical record 1894–2005. Soccer Books, Cleethorpes 2005, ISBN 1-86223-138-9
  • Sophie Guillet/François Laforge: Le guide français et international du football éd. 2009. Vecchi, Paris 2008, ISBN 978-2-7328-9295-5

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten]

  1. Frédéric Parmentier: AS Saint-Étienne, histoire d’une légende. Cahiers intempestifs, Saint-Étienne 2004, ISBN 2-911698-31-2, S. 272f.
  2. Guillet/Laforge, S. 252; Marc Barreaud: Dictionnaire des footballeurs étrangers du championnat professionnel français (1932-1997). L’Harmattan, Paris 1998, ISBN 2-7384-6608-7, S. 23