Division 2 1999/2000

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Die Saison 1999/2000 war die 61. Austragung der französischen Fußball-Division 2. Es handelte sich dabei um eine Liga ausschließlich mit Profimannschaften. Zweitligameister wurde der OSC Lille.

Teilnahmeberechtigt waren die 15 Vereine, die nach der vorangegangenen Spielzeit weder in die erste Division auf- noch in die dritte Liga (National) oder tiefer abgestiegen waren; dazu kamen drei Erstligaabsteiger und zwei Aufsteiger aus der National.
Somit spielten in dieser Saison folgende 20 Mannschaften um die Meisterschaft der Division 2:

Direkt aufstiegsberechtigt waren die drei erstplatzierten Klubs. Die drei schlechtestplatzierten Teilnehmer mussten absteigen und wurden durch ebenso viele Drittligaaufsteiger ersetzt.

Saisonverlauf und Tabelle[Bearbeiten]

Jede Mannschaft trug gegen jeden Gruppengegner ein Hin- und ein Rückspiel aus, einmal vor eigenem Publikum und einmal auswärts. Es galt die Drei-Punkte-Regel; bei Punktgleichheit gab die Tordifferenz den Ausschlag für die Platzierung, bestand auch darin Gleichstand, entschied die höhere Zahl erzielter Treffer. Nachdem in dieser Saison zwischen Châteauroux und Le Mans auch diesbezüglich Identität bestand und es nicht um Auf- oder Abstieg ging, wurden beide Mannschaften gemeinsam auf den achten Tabellenrang gesetzt.

Die Nordfranzosen aus Lille legten nahezu einen Start-Ziel-Sieg hin, wobei die Mannschaft schon frühzeitig als Meister feststand und auf den ersten Nichtaufstiegsplatz am Ende sogar über 20 Punkte Vorsprung aufwies. Eng ging es dafür zwischen den beiden Vorjahresabsteigern Toulouse und Sochaux zu, zwischen denen schließlich ein einziger Punkt zugunsten des FCT über die sofortige Rückkehr in die Division 1 entschied. Der fünftplatzierte FC Gueugnon gewann dafür als erster – und bis weit ins 21.Jahrhundert hinein einziger – Zweitdivisionär den französischen Ligapokal.

Auch in der Abstiegsfrage waren die Entscheidungen relativ frühzeitig gefallen; während sich der vorjährige Drittligist Créteil in der zweiten Division behaupten konnte, beendete Mitaufsteiger Louhans-Cuiseaux die Saison weit abgeschlagen als Schlusslicht. Begleitet wurde er von Amiens und Valence; die Letztgenannten waren bereits im Vorjahr sportlich abgestiegen, hatten anschließend aber davon profitiert, dass einem aufstiegsberechtigten Verein aus der National die Lizenz verweigert worden war.

In den 380 Begegnungen wurden 835 Treffer erzielt; das entspricht einem Mittelwert von 2,2 Toren je Spiel. Erfolgreichster Torschütze und damit Gewinner der Liga-Torjägerkrone war Amara Traoré vom FC Gueugnon mit 17 Treffern.[1] Zur folgenden Spielzeit kamen drei Absteiger aus der Division 1 – AS Nancy, Le Havre AC und HSC Montpellier – hinzu; aus der dritthöchsten Liga stiegen mit SCO Angers, AS Beauvais sowie FC Martigues gleichfalls drei Mannschaften auf.

Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
diff.
Pkte.
1. OSC Lille 38 25 8 5 58:25 83
2. EA Guingamp 38 18 13 7 62:41 67
3. FC Toulouse (A) 38 18 9 11 52:31 63
4. FC Sochaux (A) 38 18 8 12 53:41 62
5. FC Gueugnon 38 13 17 8 47:34 56
6. SM Caen 38 12 17 9 50:37 +13 53
7. AC Ajaccio 38 15 8 15 37:40 –3 53
8. LB Châteauroux 38 13 13 12 44:44 ±0 52
Le Mans UC 38 12 16 10 44:44 ±0 52
10. Stade Laval 38 12 15 11 41:40 51
11. OGC Nizza 38 10 20 8 34:33 50
12. AS Cannes 38 12 12 14 33:38 48
13. FC Lorient (A) 38 12 11 15 32:39 47
14. Olympique Nîmes 38 11 12 15 39:44 –5 45
15. Chamois Niort 38 10 15 13 42:49 –7 45
16. ES Wasquehal 38 9 17 12 33:39 –6 44
17. US Créteil (N) 38 11 11 16 36:52 –16 44
18. SC Amiens 38 7 16 15 30:43 37
19. ASOA Valence 38 6 15 17 36:54 33
20. CS Louhans-Cuiseaux (N) 38 5 9 24 32:67 24

(A) = Absteiger aus der Division 1; (N) = Aufsteiger aus der National

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alex Graham: Football in France. A statistical record 1894-2005. Soccer Books, Cleethorpes 2005, ISBN 1-86223-138-9
  • Sophie Guillet/François Laforge: Le guide français et international du football éd. 2009. Vecchi, Paris 2008, ISBN 978-2-7328-9295-5

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten]

  1. Guillet/Laforge, S. 253