Django Unchained

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Django Unchained
Originaltitel Django Unchained
Django Unchained logo.JPG
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 165 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Quentin Tarantino
Drehbuch Quentin Tarantino
Produktion Reginald Hudlin,
Stacey Sher,
Pilar Savone
Kamera Robert Richardson
Schnitt Fred Raskin
Besetzung
Synchronisation

Django Unchained [ˈd͡ʒæŋɡo ʌnˈt͡ʃeɪ̯nd] ist ein US-amerikanischer Western von Quentin Tarantino aus dem Jahr 2012. Der Film weist inhaltlich sowie musikalisch sehr viele Merkmale und Anlehnungen gleichermaßen an den Italowestern wie auch an das Blaxploitationgenre auf. In den Vereinigten Staaten lief der Film am 25. Dezember 2012 an, in Deutschland am 17. Januar 2013. Der Film wurde von Reginald Hudlin, Stacy Sher und Pilar Savone für Columbia Pictures produziert und wird in den Vereinigten Staaten von der Weinstein Company vermarktet. Zu den Hauptdarstellern zählen Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson. Tarantino (Bestes Originaldrehbuch) und Waltz (Bester Nebendarsteller) erhielten 2013 für Django Unchained den Academy Award.

Handlung[Bearbeiten]

Django ist ein Sklave, der 1858 im Tiefen Süden der Vereinigten Staaten lebt und von seiner Frau Broomhilda (in Anlehnung an Brunhilde) getrennt wurde. Dr. King Schultz, ein deutscher Zahnarzt aus Düsseldorf, der seit einiger Zeit als Kopfgeldjäger arbeitet, befreit ihn, um mit seiner Hilfe die Verbrecherbande Brittle Brothers zu töten. Im Gegenzug verspricht er, Django die Freiheit zu schenken. Die Brittle Brothers arbeiten als Sklavenaufseher auf einer Plantage von Big Daddy. Dr. Schultz und Django finden und töten sie. Der Besitzer der Plantage ist darüber sehr verärgert. In der Nacht darauf mobilisiert er weitere Plantagenbesitzer und deren Helfer. Mit Fackeln und Gesichtsmasken ausgerüstet reiten sie zu Dr. Schultz’ Nachtlager, um ihm und Django eine Lektion zu erteilen. Die Kopfgeldjäger haben das jedoch erwartet und den Wagen von Dr. Schultz mit Sprengstoff präpariert. Sie bringen diesen aus einer Beobachterstellung mit einem Gewehrschuss zur Explosion und Django erschießt den flüchtenden Plantagenbesitzer.

Im weiteren Verlauf ändert sich die Vereinbarung dahingehend, dass Dr. Schultz Django helfen wird, seine Frau zu finden, sofern dieser mit ihm über den Winter auf Kopfgeldjagd geht. Diese verläuft sehr erfolgreich, die beiden töten gemeinsam zahlreiche gesuchte Verbrecher und verdienen damit viel Geld. Nach Ende des Winters erfährt Schultz über ein Register verkaufter Sklaven, dass Broomhilda an Calvin Candie verkauft wurde und auf dessen Plantage Candyland in Chickasaw County, Mississippi arbeitet.

Da der Verkauf einer Sklavin mit dem Wert von etwa 300 US-Dollar für den reichen Candie wenig reizvoll wäre, täuschen Schultz und Django Interesse an einem teureren Sklaven vor, um diesen für private Ringkämpfe auf Leben und Tod („Mandingo“-Kämpfe in Anlehnung an den Spielfilm Mandingo genannt) einzusetzen. Sie bieten hierfür die übertrieben hohe Summe von 12.000 US-Dollar. Im Zuge der Verhandlungen zeigt Dr. King Schultz auch Kaufinteresse an Broomhilda. Candie gegenüber begründet er es damit, dass sie bei ihren vorherigen Besitzern gelernt hat, Deutsch zu sprechen. Der schwarze Hausdiener Stephen, die rechte Hand Candies, durchschaut diese Strategie und teilt seinen Verdacht Candie mit. Daraufhin verlangt Candie für Broomhilda 12.000 US-Dollar und droht, sie andernfalls zu erschlagen. Schultz zahlt diese Summe und erhält die Kaufurkunden, weigert sich jedoch, Candie abschließend die Hand zu schütteln. Da Candie wieder mit Broomhildas Tod droht, lässt sich Dr. Schultz zum Schein auf den Handschlag ein, erschießt Candie dann aber mit einem im Ärmel verborgenen Derringer. Im folgenden Schusswechsel sterben sowohl Schultz als auch viele von Candies Helfern. Um zu verhindern, dass Broomhilda erschossen wird, ergibt sich Django. Auf dem Weg zu einer Mine, in der er sich zur Strafe als Sklave zu Tode arbeiten soll, kann er seine Aufpasser davon überzeugen, dass auf Candyland mit seiner Hilfe ein hohes Kopfgeld einzutreiben sei. Davon geblendet, lassen diese ihn frei und bewaffnen ihn. Django erschießt sie, greift sich ihr Dynamit und ein Pferd und zieht los zu seinem Rachefeldzug.

Er tötet zuerst eine Gruppe von Candies weißen Helfern, die zuvor einen Sklaven von Hunden hatten zerreißen lassen, und zieht dann weiter zur Candyland-Plantage. Als die Besitzer von Calvin Candies Beerdigung zurückkommen, tötet Django alle Weißen und lässt die schwarzen Haussklavinnen fliehen; er schießt Stephen in die Knie und lässt ihn verwundet zurück. Mit einer großen Ladung Dynamit sprengt Django das gesamte Herrenhaus und reitet mit Broomhilda in die Nacht davon.

Hintergrund[Bearbeiten]

Jamie Foxx, Christoph Waltz, Kerry Washington und Samuel L. Jackson bei der Premiere von Django Unchained in Paris im Jahr 2013

Bereits vor Django Unchained hatte Tarantino sich mit dem Genre des Italowestern befasst. Sein erster Kinofilm Reservoir Dogs – Wilde Hunde endete mit einem Stallo alla messicana, einer typischen Szene im Italowestern, die auch zu einem Markenzeichen Tarantinos wurde. Im Soundtrack zu Kill Bill – Volume 2 verwendete er mehrere Titel von Ennio Morricone, der vor allem als Komponist der Filmmusik zu vielen Italowestern bekannt ist. 2007 wirkte Tarantino als Schauspieler in einer Nebenrolle an Takashi Miikes Western Sukiyaki Western Django mit. Seine letzte Regiearbeit vor Django Unchained war der Kriegsfilm Inglourious Basterds, dessen Soundtrack ebenfalls zahlreiche Musikstücke aus Western enthält. Auch der Titel der ersten Episode ist eine Referenz an den Italowestern.[2] Tarantino selbst bezeichnete Inglourious Basterds als einen in Frankreich spielenden Spaghettiwestern.[3] 2009 erklärte er, dass sein nächster Film wahrscheinlich ein Gangsterfilm oder ein Western sein würde.[4]

Der Film enthält eine ganze Reihe von Anspielungen. Mehrfach nimmt Tarantino Bezug auf Sergio Corbucci. So taucht der originale Django, Franco Nero, im Film auf. Ganze Szenen erinnern an Django und an Leichen pflastern seinen Weg. Interessant ist, dass Tarantino Szenen aus Leichen pflastern seinen Weg nachgefilmt hat. Die Figur des Dr. King Schultz ist eine Anspielung auf Klaus Kinskis Rolle als Kopfgeldjäger in Leichen pflastern seinen Weg.

Den Italowestern vermischt Tarantino in Django Unchained mit dem Blaxploitation-Genre.[5] Auch mit diesem Genre befasste sich Tarantino in der Vergangenheit, insbesondere mit dem Film Jackie Brown von 1997, der als Hommage an die Blaxploitation-Filme der 1970er gilt. Eine Anspielung auf den Blaxploitation-Klassiker Shaft ist der Name von Djangos Frau, Broomhilda von Shaft. Tarantino erklärte, dass es sich bei den Protagonisten von Django Unchained um Vorfahren von John Shaft handle.[6] Dessen Neffen wiederum verkörperte Samuel L. Jackson in der 2000 erschienen Fortsetzung Shaft – Noch Fragen?.

In Django Unchained erzählt Tarantino zudem eine Variante der Siegfried-Erzählung, jedoch entgegen der Aussage im Film und von Tarantino in Interviews nicht die Geschichte aus dem Nibelungenlied, sondern nimmt offensichtlichen Bezug auf Richard Wagners Oper Siegfried, die sich selbst wieder auf jüngere nordische Versionen der Brünhildsage stützt.[7] Tarantino verbindet Siegfried mit Django, der seine Broomhilda sucht und befreit. Dazu muss er den Drachen töten, der im Film von Stephen symbolisiert wird, und das Höllenfeuer durchschreiten, von dem Brunhilde zurückgehalten wird (im Film die Sklavenfesseln und das Sklaventum).[8]

Die Figur des Dr. King Schultz wurde auch von den Roman- und Filmfiguren Karl Mays beeinflusst. Tarantino lebte während der Dreharbeiten zu Inglorious Basterds in Berlin. Er lernte dort die Karl-May-Filme der 1960er Jahre kennen und war begeistert von ihnen.[9]

Produktion[Bearbeiten]

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Die Produktionsvorbereitungen begannen am 1. November 2011.[10] Zur Auswahl stand auch Will Smith für die Rolle Djangos, allerdings wurde letztendlich Jamie Foxx für die Rolle verpflichtet.[11]

Gedreht wurde in Santa Clarita, an der Evergreen Plantation in Louisiana, in Jackson Hole, an der Second Line Stages in New Orleans, auf den Alabama Hills sowie in den kalifornischen Orten Independence und Lone Pine.[12] Die Dreharbeiten begannen am 6. Februar und endeten am 25. Juli 2012.[10] Unter anderem wurden Franco Nero, Kevin Costner[13] und Kurt Russell[14] gecastet oder waren für Filmrollen im Gespräch. Allerdings war von den dreien nur Ur-Django Franco Nero in einer kurzen Rolle zu sehen.

Erstmals schnitt Fred Raskin für Tarantino einen Film anstelle der 2010 verstorbenen Sally Menke.

Aufgrund des Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School sagte die Produktionsfirma die Premiere für Django Unchained ab. Der Film feierte stattdessen eine Erstvorführung in kleinem Kreis.[15]

Marketing[Bearbeiten]

Der erste Filmtrailer erschien im Juli 2012, der zweite im darauffolgenden Oktober.[16]

Musik[Bearbeiten]

Tarantino verwendete für diesen Soundtrack zum ersten Mal nicht nur bereits bestehende Kompositionen, deren Schwerpunkt bei diesem Film auf klassischen Italowestern-Soundtracks liegt, sondern ließ sich einige Stücke extra für den Film komponieren, unter anderem von Ennio Morricone.[17]

Nr. Titel Künstler Originalfilm
1 Django (Main Theme) Luis Bacalov, Rocky Roberts Django
2 The braying Mule Ennio Morricone Ein Fressen für die Geier
3 Rito Finale Ennio Morricone Brutale Stadt
4 Lo chiamavano king Luis Bacalov, Edda Dell’Orso Lo chiamavano King
5 Norme con Ironie Ennio Morricone Brutale Stadt
6 Town of Silence (2te Version) Luis Bacalov Django
7 Gavotte Grace Collins
8 Freedom Anthony Hamilton, Elayna Boynton Originalkomposition für Django Unchained
9 Town of Silence Luis Bacalov Django
10 La corsa (zweite version) Luis Bacalov Django
11 Requiem (Verdi)Dies irae Masamichi Amano, Giuseppe Verdi
12 I Got a Name Jim Croce
13 I giorni dell’ira Riz Ortolani Der Tod ritt dienstags
14 The Big Risk Ennio Morricone Das Wespennest
15 Minacciosamente Lontano Ennio Morricone Die Grausamen
16 100 Black Coffins Rick Ross Originalkomposition für Django Unchained
17 Tracker’s Chant Ted Neeley, Bruce Landon Yauger
18 Nicaragua Jerry Goldsmith Under Fire
19 Sister Sara’s Theme Ennio Morricone Ein Fressen für die Geier
20 Ancora qui Elisa Toffoli, Ennio Morricone Originalkomposition für Django Unchained
21 Blue Dark Waltz Luis Bacalov Django
22 Für Elise Ludwig van Beethoven, Ashley Toman
23 Unchained (The Payback/Untouchable) James Brown, Tupac Shakur
24 Freedom Richie Havens
25 Ain’t No Grave (Black Opium Remix) Johnny Cash
26 Who Did That to You? John Legend Originalkomposition für Django Unchained
27 Too Old to Die Young Brother Dege
28 Un monumento Ennio Morricone Die Grausamen
29 Dopo la Congiura Ennio Morricone Die Grausamen
30 Trinity (titoli) – annibale e i cantori moderni Franco Micalizzi Die rechte und die linke Hand des Teufels (1970)
31 Ode to Django (The D Is Silent) Robert Diggs Originalkomposition für Django Unchained

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Rückgreifend auf das Western-Genre, speziell den Italowestern, komponiert Quentin Tarantino eine zitat- und beziehungsreiche Ballade über den Kampf gegen Rassismus und mit Bigotterie verbrämte Grausamkeit, wobei sich exaltierte Gewaltspitzen mit anspielungsreichen Dialogen, rasante Actionszenen mit elegischen Passagen abwechseln. Dabei provoziert der Regisseur einmal mehr mit der Frage, ob und wann Gewaltanwendung und Rache legitim sein können.“

Lexikon des Internationalen Films[18]

„[…] das ist die Marke Tarantino. Aber hier verkommt sie endlich zur Masche. […] die stereotyp anmutende Struktur seines Szenenaufbaus sorgt, bei aller Faszination, immer wieder für Distanzierungsschübe. Am besten ist daher vielleicht dran, wer Django Unchained ungeachtet aller Debatten um Gewalt und Geschichte als pures Genrestück genießt, das sich via Humor immer wieder selber von seinem finsteren Setting zu distanzieren weiß. Allerdings braucht es dafür ein gegen Sinnfragen eher robust gepanzertes Gemüt.“

Zeit Online[19]

„Auch wenn der Film ein klein wenig zu lang geraten ist, liefert Tarantino mit ‚Django Unchained‘ einen stimmigen, erwartungsgemäß schrillen Mix aus rauem Western, Rache-Drama und Sklaverei-Porträt – exzellent besetzt und ausgestattet, mit einer spannenden Atmosphäre, die dem Zuschauer die Kehle zuschnürt. Großartig!“

Cinefacts.de[20]

„Die Italo-Western, auf die Tarantino sich mit diesem Film bezieht, waren allemal kruder und unverschämter als seine eher schwerfällige Hommage.“

Süddeutsche Zeitung[21]

„[…] ein guter Film, doch ein Meisterwerk ist er nicht – dafür gibt es zu viel Stückwerk. […] ein bisweilen unsortierter, aber spaßiger Western mit reichlich Blut und vielen Bravourstücken bis zum furiosen Finale.“

filmstarts.de[22]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Noch vor der Premiere von Django Unchained wurde Quentin Tarantino Ende Oktober 2012 beim Hollywood Film Festival als bester Drehbuchautor geehrt. Nebendarsteller Leonardo DiCaprio gewann Anfang Dezember 2012 den National Board of Review Award. Zudem erhielten Christoph Waltz in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ und Quentin Tarantino in der Kategorie „Bestes Filmdrehbuch“ den Golden Globe Award. Ebenfalls nominiert wurden Nebendarsteller Leonardo DiCaprio, Tarantino in der Kategorie „Beste Regie“ sowie der Film in der Kategorie „Bestes Filmdrama“. Darüber hinaus war Django Unchained als bester Film für den Oscar nominiert.

Christoph Waltz erhielt Ende Februar 2013 für seine Rolle des Dr. King Schultz den Oscar als Bester Nebendarsteller,[23] Quentin Tarantino wurde für das Beste Originaldrehbuch ausgezeichnet.

Weitere Oscar-Nominierungen: Beste Kamera – Robert Richardson und Bester Ton – Wylie Stateman.

Der Film wurde für mehr als 3 Millionen deutsche Kinobesucher mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet.[24]

Besucherzahlen[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 wurden bundesweit 4.492.307 Besucher an den deutschen Kinokassen gezählt, womit der Film den 3. Platz der meistbesuchten Filme des Jahres belegte.[25][26]

In Österreich war Django Unchained mit 555.087 Besuchern der erfolgreichste Kinofilm des Jahres 2013.[27]

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[28]
Django Jamie Foxx Charles Rettinghaus
Dr. King Schultz Christoph Waltz Christoph Waltz
Calvin Candie Leonardo DiCaprio Gerrit Schmidt-Foß
Stephen Samuel L. Jackson Engelbert von Nordhausen
Broomhilda von Shaft Kerry Washington Sanam Afrashteh
Amerigo Veseppi Franco Nero Rainer Brandt
Bag Head #2 Jonah Hill Tobias Müller
Big Daddy Don Johnson Reent Reins
Butch Pooch / Ace Speck James Remar Thomas Danneberg
U.S. Marshall Gill Tatum Tom Wopat Ronald Nitschke
Sheriff Bill Sharp Don Stroud Uli Krohm
Leonide Moguy Dennis Christopher Till Hagen
The LeQuint Dickey Mining Co. Employee Quentin Tarantino Stefan Fredrich

Trivia[Bearbeiten]

  • Im englischen Original wird in einer Szene Deutsch gesprochen. So spricht Dr. Schultz mit Broomhilda Deutsch, um vor Mithörern sicher zu sein.
  • Franco Nero, Hauptdarsteller im Originalfilm Django aus dem Jahr 1966, hat einen Auftritt im Film. Er spielt einen Sklavenbesitzer, der an einer Bar einen kurzen Dialog mit Jamie Foxx’ Django führt.
  • Auch Tarantino selbst hat einen Kurzauftritt als Aufseher eines Sklaventransports, der den Auftrag hat, Django in das todbringende Bergwerk zu überführen. Im englischen Original spricht er mit einem australischen Akzent.[29]
  • Michael Parks tritt ebenfalls kurz in der Rolle eines Arbeiters auf. Er spielte bereits in einigen anderen Tarantino-Filmen eine kleine Rolle als Texas Ranger Earl McGraw, die sich mit der dargestellten Figur in Django Unchained in einigen Punkten, wie beispielsweise Mimik, Gestik und getragener Kleidung (Cowboyhut), vergleichen lässt.
  • Der Schauspieler James Remar tritt in einer Doppelrolle auf: Zu Beginn spielt er den Sklavenhändler Ace Speck, später taucht er als Calvin Candies Leibwächter Butch wieder auf.
  • Es gibt mehrere Anspielungen auf andere Filme Tarantinos. So trägt in Kill Bill – Volume 2 der Grabstein, unter dem die Hauptfigur lebendig begraben wird, den Namen Paula Schultz. Des Weiteren steht auf einem Steckbrief der Name Crazy Craig Koons. Der gleiche Nachname kommt als Captain Koons in Pulp Fiction vor.
  • Die im Film thematisierten Mandingo-Gladiatorenkämpfe sind seit langem ein Motiv der amerikanischen Populärkultur, jedoch unhistorisch.[30] Das Motiv des menschlichen Hahnenkampfes findet sich ebenfalls in der Novelle Die Tomatensauce (1905) von Hanns Heinz Ewers.
  • Russ Tamblyn spielt in einer kurzen Rolle Johnny Ketchum, den Helden des Westerns Sohn des Revolverhelden aus dem Jahr 1965, die Tochter Tamblyns, Amber Tamblyn, tritt diesmal als seine Tochter auf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 14. Februar 2013
  2. Peter Zander: Sehen Sie Tarantino unbedingt im Original. In: Berliner Morgenpost, 17. August 2009.
  3. Peter Sciretta: Quentin Tarantino in Preproduction on Inglorious Bastards. In: slashfilm.com, 4. Juni 2008 (englisch).
  4. Terri Schwarz: Quentin Tarantino Wants To Film A ’30s Gangster Movie. In: MTV Movies Blog, 7. Dezember 2012 (englisch).
  5. Tom Charity: Review: 'Django Unchained' is brilliantly acted across the board. In: CNN International, 26. Dezember 2012 (englisch).
  6. Darren Franich: 'Django Unchained' Comic-Con panel: Tarantino talks links to other movies, Don Johnson talks Foghorn Leghorn. In: Entertainment Weekly, 14. Juli 2012 (englisch).
  7. http://www.sueddeutsche.de/kultur/quentin-tarantino-ueber-glueck-lucky-son-of-a-bitch-1.1570233
  8. Andreas Borcholte, Thomas Hüetlin: „Das ist das Höllenfeuer“ In: Spiegel Online, 22. Januar 2013 (Interview mit Quentin Tarantino).
  9. Rüdiger Suchsland: »Es macht mir unendliches Vergnügen, mit Christoph Waltz zu arbeiten.« In: artechock.de, 17. Januar 2013 (Interview mit Quentin Tarantino).
  10. a b http://www.imdb.de/title/tt1853728/business
  11. http://www.filmjunk.com/2011/06/22/will-smith-out-jamie-foxx-in-for-django-unchained/
  12. http://www.imdb.de/title/tt1853728/locations
  13. Garth Franklin: Kevin Costner Joins Tarantino's "Unchained" In: darkhorizons.com, 18. Juli 2011 (englisch).
  14. Kurt Russell to Replace Kevin Costner in Tarantino's Django Unchained. In: movieline.com, 30. September 2011 (englisch).
  15. Premiere nach Newton-Massaker abgesagt. In: Rheinische Post, 18. Dezember 2012.
  16. http://www.moviejones.de/news/news-der-zweite-trailer-zu-django-unchained-ist-da_10876.html
  17. The Quentin Tarantino Archives 15. Januar 2013: Django Unchained complete soundtrack list with movie references, aufgerufen am 19. Januar 2013
  18. Django Unchained im Lexikon des Internationalen Films
  19. Jan Schulz-Ojala: Die Marke Tarantino verkommt zur Masche. In: Zeit Online, 15. Januar 2013.
  20. Django Unchained Filmkritik (2012), von Gregor Wossilus, cinefacts.de
  21. Fritz Göttler: Bis die hippen Tarantino-Sätze kommen. In: Süddeutsche Zeitung, 17. Januar 2013 (Video).
  22. Django Unchained Filmkritik, Becher Björn, filmstarts.de
  23. Marc Pitzke: Servus, Hollywood! In: Spiegel Online, 25. Februar 2013.
  24. Goldene Leinwand – Django Unchained bei filmecho.de, abgerufen am 8. Januar 2013
  25. KINOaktuell: Was ihr wolltet: Münsters Kinojahr 2013, C. Lou Lloyd, Filminfo Nr. 4, 23. – 29. Januar 2014, S. 24f
  26. http://www.insidekino.com/DJahr/D2013.htm
  27. http://derstandard.at/1388650522908/Django-Unchained-erfolgreichster-Film-in-Oesterreich "Django Unchained" erfolgreichster Film in Österreich
  28. Django Unchained in der Deutschen Synchronkartei
  29. Bericht auf vulture.com
  30. Bilge Ebiri: An A–Z (Minus Some Letters) Primer to the Movie and TV References in Django Unchained. In: vulture.com, 27. Dezember 2012 (englisch).