Dmitri Alexandrowitsch Rowinski

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Dmitri Alexandrowitsch Rowinski (russisch Дмитрий Александрович Ровинский, wiss. Transliteration Dmitrij Aleksandrovič Rovinskij; * 16.jul./ 28. August 1824greg. in Moskau; † 11.jul./ 23. Juni 1895greg. in Bad Wildungen) war ein russischer Politiker, Kunstgeschichtler und Kunstsammler.

Dmitri Rowinski

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

1844 schloss er das Jura-Studium ab, seit 1853 wirkte er als Gouvernementsanwalt in Moskau. Als Adelsdeputierter der Stadt Swenigorod wirkte er an der Befreiung der russischen Leibeigenen mit. Er wurde 1866 Anwalt am neu gebildeten Moskauer Kammergericht und 1868 Präsident des Moskauer Kammergerichts. 1870 wurde er Ehrenmitglied der Sankt-Petersburger Akademie der Künste, und 1881 korrespondierendes Mitglied der Sankt-Petersburger Akademie der Wissenschaften. Rowinski sammelte jahrelang in ganz Europa Zeichnungen, Grafiken und Karikaturen über Russland und die Politik der europäischen Mächte. Von 1884 bis 1891 gab er diese Grafiken als "Materialien für eine Russische Ikonographie" in zwölf Mappen in wenigen Exemplaren heraus. Heute existieren nurmehr drei bekannte Exemplare dieser Sammlung. Sie liegen in London, Moskau und - seit einigen Jahren - in Halle (Saale).

Im Jahr 2006 wurden alle Zeichnungen der "Materialien" vom Hallenser Kirchenhistoriker Hermann Goltz kommentiert herausgegeben.

Werke[Bearbeiten]

Illustration aus: Materialien für eine russische Ikonographie, 1884
  • Russische Volksbilderbögen (1881, posthum 1900)
  • Authentische Porträts der moskowitischen Herrscher (1882)
  • Materialien für eine russische Ikonographie (1884–1891)
  • Exaktes Lexikon der russischen Porträtstiche (1886–1889)
  • Vollständige Sammlung der Kupferstiche Rembrandts (1890), Reprint Wien 1923
  • Exaktes Lexikon der russischen Bildstecher (posthum 1895)

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Goltz: Alles von Zarin und Teufel. Europäische Russlandbilder. Die gesamten Rovinskij-Materialien für eine Russische Ikonographie. Köln: DuMont (2006) ISBN 3832177256.
  • W. Koschmal: Russkija narodnyja kartinki, sobral i opisal D. Rovinskij. In Auswahl nachgedruckt und eingeleitet. München: Otto Sagner (1989).

Weblinks[Bearbeiten]