Dmitri Gennadjewitsch Ipatow

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Dmitri Ipatow Skispringen
Dmitri Ipatow (2011)
Voller Name Dmitri Gennadjewitsch Ipatow
(russisch Дмитрий Геннадьевич Ипатов)
Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 30. Juni 1984
Geburtsort MagadanSowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Größe 176 cm
Gewicht 52 kg
Beruf Student
Karriere
Verein Rossiya Magadan
Nationalkader seit 2002
Debüt im Weltcup 30. November 2003
Pers. Bestweite 204 m (Planica 2007)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Universiade Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
RM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Logo der FISU Winter-Universiade
Gold 2007 Turin Normalschanze
Bronze 2007 Turin Großschanze
Russische Meisterschaften
Bronze 2010 Großschanze
Platzierungen
 Gesamtweltcup 21. (2006/07)
 Vierschanzentournee 28. (2006/07)
 Nordic Tournament 05. (2007)
 Sommer-Grand-Prix 13. (2005)
letzte Änderung: 9. März 2013

Dmitri Gennadjewitsch Ipatow (russisch Дмитрий Геннадьевич Ипатов; * 30. Juni 1984 in Magadan) ist ein russischer Skispringer.

Werdegang[Bearbeiten]

Ipatow wurde bereits während seiner Kindheit von seinem Vater, einem ehemaligen Skispringer, trainiert. Am 30. November 2003 debütierte er im Skisprung-Weltcup in Kuusamo und erreichte den 43. Platz. Am 1. Januar 2005 konnte er auf der Toni-Seelos-Olympiaschanze in Seefeld in Tirol seinen bisher einzigen Sieg im Continentalcup erspringen. Bei den Olympischen Winterspiele 2006 in Turin erreichte Ipatow beim Springen von der Normalschanze mit 242,5 Punkten den 19. Platz, beim Einzelwettkampf von der Großschanze sprang er auf den 27. Platz (197,1 Punkte). Im Mannschaftsspringen erreichte er als Mitglied der russischen Mannschaft den 8. Rang. Ipatows Heimatverein ist der OSVSM Magadan.

Der große Durchbruch im Weltcup gelang Ipatow in der Saison 2006/2007. Nahezu regelmäßig erreichte er in der Saison die Finaldurchgänge. Sein Höhepunkt war Platz 5 beim Weltcup in Lahti am 11. März 2007. Ein weiteres Saisonhighlight war für ihn die Universiade 2007, als er Gold von der Normalschanze[1] und Bronze von der Großschanze gewann.[2] An die Erfolge dieser Saison, in der er 21. im Gesamtweltcup wurde, konnte er in späteren Jahren jedoch nicht mehr anknüpfen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver schied er beim Springen von der Normalschanze nach dem 1. Durchgang als 46. aus.[3]

Im ersten Springen nach den Spielen scheiterte er in Lahti bereits in der Qualifikation. Auch mit der Mannschaft erreichte er im Teamspringen nur einen enttäuschenden 13. Platz. Nachdem er in Kuopio erneut deutlich die Punkteränge verfehlte, schaffte er in Lillehammer und Oslo ebenfalls nicht die Qualifikation. Im Juli 2010 versuchte er sein Glück beim Continentalcup in Garmisch-Partenkirchen, blieb jedoch erneut chancenlos. Beim Grand-Prix-Springen in Hinterzarten wurde er nach einem achten Platz im Teamwettbewerb im Einzelspringen disqualifiziert und blieb auch in Courchevel und Einsiedeln ohne Erfolg. Erst in Wisła sprang er wieder unter die besten dreißig. Ab September sprang er wieder im Continentalcup und konnte dabei bereits im zweiten Springen in Lillehammer punkten. Nach einem guten 12. Platz beim Grand-Prix-Springen in Klingenthal bekam er zu Beginn der Saison 2010/11 wieder die Chance im Weltcup-Team zu springen. Nach einem achten Platz im Teamspringen von Kuusamo blieben für Ipatow jedoch in den Einzelweltcups nur hintere Qualifikationsplätze. Daraufhin fand sich Ipatow ab Dezember erneut im B-Kader wieder. Nach einer eher durchwachsenen Saison im Continentalcup wurde Ipatow für die Winter-Universiade 2011 in Erzurum nominiert. Dort verpasste er mit der Mannschaft im Teamspringen nur knapp eine Medaille und wurde am Ende Vierter. Im Einzelspringen erreichte er Platz 14 von der Normal- und Platz fünf von der Großschanze. Nachdem er beim Skiflug-Weltcup in Vikersund erneut die Qualifikation verpasste, verblieb er auch weiter im Continentalcup.

Beim Sommer-Continentalcup in Stams erreichte er mit dem 12. Platz eine überraschend gute Platzierung, woraufhin er in Zakopane wieder beim Grand Prix an den Start ging. Nach einer verpasste Qualifikation im Einzelspringen erreichte er mit der Mannschaft im Teamwettbewerb Rang drei. Zu Beginn der Weltcup-Saison 2011/12 sprang Ipatow in Lillehammer auf einen überraschend guten 18. Platz. Es blieb jedoch die einzige Platzierung in den Punkterängen in der Saison. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2012 in Vikersund trat er, nachdem er die Einzel-Qualifikation nur knapp verpasste, mit der Mannschaft im Teamwettbewerb an und erreichte dabei Platz neun. Im Sommer 2012 konnte sich Ipatow nur selten durchsetzen. In Tschaikowski holte er Platz neun im Continentalcup, in den Grand-Prix-Springen blieb er jedoch bis auf einige Punkte in Almaty erfolglos.

Nachdem er zum Start der Weltcup-Saison 2012/13 erfolglos in Sotschi startete, rutschte der mittlerweile 28-Jährige erneut in den B-Kader und verblieb bis zum Skiflug-Weltcup in Harrachov mit wechselnden Ergebnissen im Continentalcup. Bei Skifliegen kam er nach einer guten Leistung in der Qualifikation nicht über den 43. Platz hinaus. In der Folge blieb er auch im Continentalcup erfolglos und konnte außer in Wisła bei keinem Springen Punkte gewinnen.

Er ist ein ehemahliger Marinesoldat.

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2003/04 61 014
2004/05 61 021
2005/06 71 008
2006/07 21 260
2007/08 63 016
2009/10 76 006
2011/12 63 013

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2005 13 130
2006 16 128
2007 38 052
2008 59 028
2009 78 001
2010 61 014
2011 75 008
2012 76 005

Continentalcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 1. Januar 2005 Seefeld Österreich

Continentalcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2002/03 221. 001
2003/04 105. 016
2004/05 057. 100
2008/09 122. 018
2009/10 133. 004
2010/11 101. 022

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Universiade 2007 - Ergebnis Normalschanze
  2. Universiade 2007 - Ergebnis Großschanze
  3. Ski Jumping at the 2010 Vancouver Winter Games: Men's Normal Hill, Individual. sports-reference.com. Abgerufen am 1. September 2012.