Dmitri Grigorjewitsch Pawlow

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Dimitri Grigorewitsch Pawlow (1897-1941), sowjetischer Armeegeneral.

Dmitri Grigorjewitsch Pawlow (russisch Дмитрий Григорьевич Павлов, wiss. Transliteration Dmitrij Grigor'evič Pavlov, übliche deutsche Schreibweise Dimitri Grigorewitsch Pawlow; * 23. Oktoberjul./ 4. November 1897greg.; † 22. Juli 1941) war ein sowjetischer Armeegeneral und ranghöchstes Opfer der stalinschen Exekutionswelle in der Folge der katastrophalen Niederlagen, die die Rote Armee während des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion erlitt.

Leben[Bearbeiten]

Pawlow trat 1919 in die Kommunistische Partei Russlands und die Rote Armee ein, mit der er am Russischen Bürgerkrieg teilnahm. 1928 absolvierte er die Militärakademie "M.W. Frunse" und gehörte später zu den sowjetischen Militärberatern im spanischen Bürgerkrieg, wo er als Held der Sowjetunion ausgezeichnet wurde. Danach war er Generalinspekteur der Panzertruppen während des Finnischen Winterkriegs und der Grenzkonflikte mit Japan, wo er bei den Kämpfen um die finnische Mannerheim-Linie zu der Feststellung kam, dass Panzer eine der Infanterie untergeordnete Rolle spielen sollten. Als einer der besten Spezialisten der Roten Armee für die mechanisierten Verbände hat er in seinem Vortrag „Einsatz mechanisierender Verbände in modernen Angriffsoperationen“ in einer schlüssigen Stellungnahme bewiesen, dass das Panzer- und mechanisierte Korps sehr beweglich ist, eine große Durchschlagskraft besitzt und dabei für Artilleriefeuer sowie die Luftwaffe weniger empfindlich ist als andere Waffengattungen. 1940 wurde er zum Kommandeur des Besonderen Westlichen Militärbezirks ernannt, der in der Folge des deutschen Angriffs am 22. Juni 1941 zur Westfront wurde. Am 22. Februar 1941 erhielt er als einer der ersten sowjetischen Offiziere den neugeschaffenen Rang eines Armeegenerals.

Die vernichtende Niederlage der ihm unterstellten Truppen bei der Kesselschlacht bei Białystok und Minsk führte am 1. Juli 1941 zu seiner Abberufung. Er wurde von Stalin am 30. Juni nach Moskau beordert und durch den Erlass des Staatsverteidigungskomitees von 16. Juli 1941 dort am 22. Juli - zusammen mit den Generälen Klimowskich, Grigorjew, Korobkow, Kosobucky, Selichow, Galaktionow sowie den Regimentskommissaren Kurotschkin und Jelisejew - vor ein Kriegsgericht gestellt und wegen Verrates rechtswidrig erschossen. Am 31. Juli 1957 hat das militärische Kollegium des höchsten Gerichtes der Sowjetunion Dmitri Grigorjewitsch Pawlow voll rehabilitiert. Am 25. November 1965 wurden ihm der Titel Held der Sowjetunion und andere Auszeichnungen zurückgegeben. Jedoch erst in der Gorbatschow-Ära wurde erklärt, dass Pawlow nicht der Hauptschuldige an der Niederlage gewesen sei und die ihm gegebenen Befehle von niemandem hätten erfüllt werden können.

Weblinks[Bearbeiten]